Neues Testament
Lukas Kapitel 2
Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026
1Es geschah nun in jenen Tagen, es ging eine Verordnung vom Kaiser Augustus aus: Das ganze Weltreich1 sollte [in eine Steuerliste] eingeschrieben werden.
2Diese Einschreibung ‹o.: Volkszählung mit Vermögenseinschätzung›, eine erste, geschah, als Kyrenius eine führende Stellung in Syrien innehatte.
3Und es gingen alle hin, um eingeschrieben zu werden, jeder in die eigene Stadt.
4Auch Josef von Galiläa, aus [der] Stadt Nazaret, ging hinauf nach Judäa in [die] Stadt Davids, welche Bethlehem genannt wird, weil er aus [dem] Hause und [der] Familie ‹o.: Sippe; Vaterschaft› Davids war,
5um eingeschrieben zu werden, zusammen mit Maria, der ihm angetrauten ‹, der mit ihm verheirateten,›2 Frau, die schwanger war.
6Es geschah nun, als sie dort waren, [da] erfüllten sich die Tage, dass sie gebären sollte.
7Und sie gebar ihren Sohn, den erstgeborenen, und wickelte ihn [in Windeln] und legte ihn in die Futterkrippe, weil ja im Wohnraum ‹, in der Unterkunft,› für sie kein Platz war.
8Und es waren in jener Gegend Hirten, die hielten sich auf dem freien Felde auf und hielten nachts Wache bei ihrer Herde.
9Und siehe!, ein Bote [des] Herrn ‹trat hin und› stand bei ihnen, und [die] Herrlichkeit [des] Herrn umstrahlte sie. Und sie gerieten in Furcht, große Furcht.
10 Und der Bote sagte zu ihnen: „Fürchtet euch nicht!, denn, siehe!, ich verkündige euch als gute Botschaft große Freude, welche dem ganzen Volk sein wird,
11 weil euch heute [der] Retter geboren wurde, welcher ist [der] Gesalbte, [der] Herr, in [der] Stadt Davids.
12 Und dieses [ist] euch das Zeichen: Ihr werdet einen Säugling finden, [in Windeln] gewickelt, in einer Futterkrippe liegend.“
13 Und plötzlich war da, zusammen mit dem Boten, eine große Anzahl eines himmlischen Heeres, Gott preisend, und sie sagten:
14 „Herrlichkeit [ist] Gott in den höchsten [Höhen] – und Friede auf [der] Erde, in ‹und unter› [den] Menschen [ein] Wohlgefallen3!“
15 Und es geschah, als die Boten von ihnen in den Himmel fuhren, da sagten die Menschen, die Hirten, zu einander: „So lasst uns nun hinübergehen bis nach Bethlehem und diese Sache4 sehen, die der Herr uns kundgetan hat.“
16 Und sie beeilten sich, kamen und fanden beide, Maria und Josef, und den Säugling, der in der Futterkrippe lag.
17 Als sie [das] gesehen hatten, taten sie [überallhin] den Ausspruch kund, der ihnen über dieses Kindlein gesagt worden war.
18 Und alle, die [davon] hörten, wunderten sich über die von den Hirten zu ihnen gesagten [Dinge].
19 Aber Maria behielt alle diese Aussprüche und bewegte sie in ihrem Herzen.
20 Und die Hirten kehrten um, Gott verherrlichend und preisend über allem, was sie gehört und gesehen hatten, dementsprechend, wie zu ihnen geredet worden war.
21 Und als acht Tage erfüllt waren, um ihn zu beschneiden, wurde sein Name Jesus genannt, der von dem Boten genannt worden war, ehe er im [Mutter]schoß empfangen worden war.
22 Und als die Tage ihrer5 Reinigung nach dem Gesetz Moses erfüllt wurden, brachten sie ihn nach Jerusalem hinauf, [um] ihn dem Herrn darzustellen –,
23 so wie geschrieben ist im Gesetz [des] Herrn: „Alles Männliche, das den Mutterleib durchbricht, soll dem Herrn heilig genannt werden“ (2Mo 13,2.12) –
24 und [um] ein Opfer zu geben nach dem, was gesagt ist im Gesetz [des] Herrn: „ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben“. (3Mo 12,8)
25 Und siehe!, es war in Jerusalem ein Mensch, der den Namen Symeon hatte. Und dieser Mensch [war] gerecht und gewissenhaft ‹und gottesfürchtig›, wartend auf [den] Trost Israels. Und [der] Heilige Geist war auf ihm.
26 Und es war ihm von dem Heiligen Geist Weisung erteilt worden, dass er [den] Tod nicht sehen werde, ehe er den Gesalbten [des] Herrn gesehen habe.
27 Und er kam in dem Geist ‹und unter [der Führung] des Geistes› in die Tempelstätte. Und als die Eltern das Kindlein Jesus hereinbrachten, um mit ihm nach der Gewohnheit des Gesetzes zu tun,
28 empfing auch er ihn in seine Arme und lobte Gott und sagte:
29 „Jetzt entlässt du, Herrscher, deinen Sklaven nach deinem Ausspruch ‹o.: Wort›6 in Frieden,
30 da meine Augen dein Heil gesehen haben,
31 das du bereitetest im Angesicht aller Volksscharen,
32 ein Licht zu[r] Enthüllung [der] Völker7 und zu[r] Herrlichkeit deines Volkes Israel.“
33 Und Josef8 und seine Mutter wunderten sich über das über ihn Geredete.
34 Symeon segnete sie und sagte zu Maria, seiner Mutter: „Siehe!, dieser ist gesetzt zu einem Fallen und einem Aufstehen vieler in Israel und zu einem Zeichen, dem widersprochen werden wird
35 – aber auch durch deine Seele wird ein [Lang]schwert9 gehen –, auf dass die Überlegungen aus vielen Herzen enthüllt werden.“
36 Und es war eine Prophetin, Hanna, eine Tochter Phanuels, aus [dem] Stamm Asser. Diese war an Tagen weit vorgeschritten, nachdem sie von ihrer Jungfrauschaft an sieben Jahre mit [dem] Mann gelebt hatte.
37 Und sie war eine Witwe, etwa10 vierundachtzig Jahre [lang]11, die nicht von der Tempelstätte wich und mit Fasten und flehenden [Gebeten] den ‹aufgetragenen und verehrenden› Dienst erwies Nacht und Tag.
38 Und zu eben dieser Stunde trat sie herzu und bekannte dem Herrn [Lob] und redete über ihn zu allen, die in Jerusalem auf Erlösung warteten.
39 Und nachdem sie alles nach dem Gesetz [des] Herrn vollendet hatten, kehrten sie nach Galiläa zurück in ihre eigene Stadt Nazaret.
40 Das Kindlein wuchs und wurde mächtig kraft [des] Geistes ‹o.: mächtig, was [den] Geist betrifft›12, erfüllt mit Weisheit. Und Gottes Gnade war auf ihm.
41 Und alljährlich pflegten seine Eltern nach Jerusalem zu ziehen, zum Passafest.
42 Und als er zwölf Jahre alt geworden war, gingen sie nach dem Brauch des Festes hinauf nach Jerusalem.
43 Und als sie die Tage vollendet hatten ‹, zu Ende gebracht hatten›, blieb, während sie zurückkehrten, der Knabe Jesus in Jerusalem zurück. Und Josef und seine Mutter hatten [davon] nicht Kenntnis.
44 In der Meinung, er sei bei der Reisegruppe, kamen sie eine Tagesreise weit. Und sie suchten ihn bei den Verwandten und Bekannten.
45 Und als sie ihn nicht fanden, kehrten sie nach Jerusalem um und suchten ihn.
46 Es geschah, dass sie ihn nach drei Tagen ‹d. h.: am dritten Tag› in der Tempelstätte fanden: Er saß mitten unter den Lehrern und hörte ihnen zu und befragte sie.
47 Alle, die ihn hörten, staunten über sein Verständnis und seine Antworten.
48 Und als sie ihn sahen, waren sie bestürzt ‹und außer sich›. Und seine Mutter sagte zu ihm: „Kind, was tatst du uns so [etwas] an? Siehe!, dein Vater und ich suchten dich mit Schmerzen.“
49 Und er sagte zu ihnen: „Was [ist‘s], dass ihr mich suchtet? Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, [das] meines Vaters [ist]?“
50 Und sie, sie verstanden den Ausspruch nicht, den er zu ihnen redete.
51 Und er ging hinab mit ihnen und kam nach Nazaret. Und er war ihnen untergeordnet ‹, untertan›. Seine Mutter bewahrte alle diese Aussprüche in ihrem Herzen.
52 Und Jesus nahm zu an Weisheit und Alter ‹bzw. Reife› und Gnade bei Gott und Menschen.
2Diese Einschreibung ‹o.: Volkszählung mit Vermögenseinschätzung›, eine erste, geschah, als Kyrenius eine führende Stellung in Syrien innehatte.
3Und es gingen alle hin, um eingeschrieben zu werden, jeder in die eigene Stadt.
4Auch Josef von Galiläa, aus [der] Stadt Nazaret, ging hinauf nach Judäa in [die] Stadt Davids, welche Bethlehem genannt wird, weil er aus [dem] Hause und [der] Familie ‹o.: Sippe; Vaterschaft› Davids war,
5um eingeschrieben zu werden, zusammen mit Maria, der ihm angetrauten ‹, der mit ihm verheirateten,›2 Frau, die schwanger war.
6Es geschah nun, als sie dort waren, [da] erfüllten sich die Tage, dass sie gebären sollte.
7Und sie gebar ihren Sohn, den erstgeborenen, und wickelte ihn [in Windeln] und legte ihn in die Futterkrippe, weil ja im Wohnraum ‹, in der Unterkunft,› für sie kein Platz war.
8Und es waren in jener Gegend Hirten, die hielten sich auf dem freien Felde auf und hielten nachts Wache bei ihrer Herde.
9Und siehe!, ein Bote [des] Herrn ‹trat hin und› stand bei ihnen, und [die] Herrlichkeit [des] Herrn umstrahlte sie. Und sie gerieten in Furcht, große Furcht.
10 Und der Bote sagte zu ihnen: „Fürchtet euch nicht!, denn, siehe!, ich verkündige euch als gute Botschaft große Freude, welche dem ganzen Volk sein wird,
11 weil euch heute [der] Retter geboren wurde, welcher ist [der] Gesalbte, [der] Herr, in [der] Stadt Davids.
12 Und dieses [ist] euch das Zeichen: Ihr werdet einen Säugling finden, [in Windeln] gewickelt, in einer Futterkrippe liegend.“
13 Und plötzlich war da, zusammen mit dem Boten, eine große Anzahl eines himmlischen Heeres, Gott preisend, und sie sagten:
14 „Herrlichkeit [ist] Gott in den höchsten [Höhen] – und Friede auf [der] Erde, in ‹und unter› [den] Menschen [ein] Wohlgefallen3!“
15 Und es geschah, als die Boten von ihnen in den Himmel fuhren, da sagten die Menschen, die Hirten, zu einander: „So lasst uns nun hinübergehen bis nach Bethlehem und diese Sache4 sehen, die der Herr uns kundgetan hat.“
16 Und sie beeilten sich, kamen und fanden beide, Maria und Josef, und den Säugling, der in der Futterkrippe lag.
17 Als sie [das] gesehen hatten, taten sie [überallhin] den Ausspruch kund, der ihnen über dieses Kindlein gesagt worden war.
18 Und alle, die [davon] hörten, wunderten sich über die von den Hirten zu ihnen gesagten [Dinge].
19 Aber Maria behielt alle diese Aussprüche und bewegte sie in ihrem Herzen.
20 Und die Hirten kehrten um, Gott verherrlichend und preisend über allem, was sie gehört und gesehen hatten, dementsprechend, wie zu ihnen geredet worden war.
21 Und als acht Tage erfüllt waren, um ihn zu beschneiden, wurde sein Name Jesus genannt, der von dem Boten genannt worden war, ehe er im [Mutter]schoß empfangen worden war.
22 Und als die Tage ihrer5 Reinigung nach dem Gesetz Moses erfüllt wurden, brachten sie ihn nach Jerusalem hinauf, [um] ihn dem Herrn darzustellen –,
23 so wie geschrieben ist im Gesetz [des] Herrn: „Alles Männliche, das den Mutterleib durchbricht, soll dem Herrn heilig genannt werden“ (2Mo 13,2.12) –
24 und [um] ein Opfer zu geben nach dem, was gesagt ist im Gesetz [des] Herrn: „ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben“. (3Mo 12,8)
25 Und siehe!, es war in Jerusalem ein Mensch, der den Namen Symeon hatte. Und dieser Mensch [war] gerecht und gewissenhaft ‹und gottesfürchtig›, wartend auf [den] Trost Israels. Und [der] Heilige Geist war auf ihm.
26 Und es war ihm von dem Heiligen Geist Weisung erteilt worden, dass er [den] Tod nicht sehen werde, ehe er den Gesalbten [des] Herrn gesehen habe.
27 Und er kam in dem Geist ‹und unter [der Führung] des Geistes› in die Tempelstätte. Und als die Eltern das Kindlein Jesus hereinbrachten, um mit ihm nach der Gewohnheit des Gesetzes zu tun,
28 empfing auch er ihn in seine Arme und lobte Gott und sagte:
29 „Jetzt entlässt du, Herrscher, deinen Sklaven nach deinem Ausspruch ‹o.: Wort›6 in Frieden,
30 da meine Augen dein Heil gesehen haben,
31 das du bereitetest im Angesicht aller Volksscharen,
32 ein Licht zu[r] Enthüllung [der] Völker7 und zu[r] Herrlichkeit deines Volkes Israel.“
33 Und Josef8 und seine Mutter wunderten sich über das über ihn Geredete.
34 Symeon segnete sie und sagte zu Maria, seiner Mutter: „Siehe!, dieser ist gesetzt zu einem Fallen und einem Aufstehen vieler in Israel und zu einem Zeichen, dem widersprochen werden wird
35 – aber auch durch deine Seele wird ein [Lang]schwert9 gehen –, auf dass die Überlegungen aus vielen Herzen enthüllt werden.“
36 Und es war eine Prophetin, Hanna, eine Tochter Phanuels, aus [dem] Stamm Asser. Diese war an Tagen weit vorgeschritten, nachdem sie von ihrer Jungfrauschaft an sieben Jahre mit [dem] Mann gelebt hatte.
37 Und sie war eine Witwe, etwa10 vierundachtzig Jahre [lang]11, die nicht von der Tempelstätte wich und mit Fasten und flehenden [Gebeten] den ‹aufgetragenen und verehrenden› Dienst erwies Nacht und Tag.
38 Und zu eben dieser Stunde trat sie herzu und bekannte dem Herrn [Lob] und redete über ihn zu allen, die in Jerusalem auf Erlösung warteten.
39 Und nachdem sie alles nach dem Gesetz [des] Herrn vollendet hatten, kehrten sie nach Galiläa zurück in ihre eigene Stadt Nazaret.
40 Das Kindlein wuchs und wurde mächtig kraft [des] Geistes ‹o.: mächtig, was [den] Geist betrifft›12, erfüllt mit Weisheit. Und Gottes Gnade war auf ihm.
41 Und alljährlich pflegten seine Eltern nach Jerusalem zu ziehen, zum Passafest.
42 Und als er zwölf Jahre alt geworden war, gingen sie nach dem Brauch des Festes hinauf nach Jerusalem.
43 Und als sie die Tage vollendet hatten ‹, zu Ende gebracht hatten›, blieb, während sie zurückkehrten, der Knabe Jesus in Jerusalem zurück. Und Josef und seine Mutter hatten [davon] nicht Kenntnis.
44 In der Meinung, er sei bei der Reisegruppe, kamen sie eine Tagesreise weit. Und sie suchten ihn bei den Verwandten und Bekannten.
45 Und als sie ihn nicht fanden, kehrten sie nach Jerusalem um und suchten ihn.
46 Es geschah, dass sie ihn nach drei Tagen ‹d. h.: am dritten Tag› in der Tempelstätte fanden: Er saß mitten unter den Lehrern und hörte ihnen zu und befragte sie.
47 Alle, die ihn hörten, staunten über sein Verständnis und seine Antworten.
48 Und als sie ihn sahen, waren sie bestürzt ‹und außer sich›. Und seine Mutter sagte zu ihm: „Kind, was tatst du uns so [etwas] an? Siehe!, dein Vater und ich suchten dich mit Schmerzen.“
49 Und er sagte zu ihnen: „Was [ist‘s], dass ihr mich suchtet? Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, [das] meines Vaters [ist]?“
50 Und sie, sie verstanden den Ausspruch nicht, den er zu ihnen redete.
51 Und er ging hinab mit ihnen und kam nach Nazaret. Und er war ihnen untergeordnet ‹, untertan›. Seine Mutter bewahrte alle diese Aussprüche in ihrem Herzen.
52 Und Jesus nahm zu an Weisheit und Alter ‹bzw. Reife› und Gnade bei Gott und Menschen.
Fußnoten
- 1 2,1 wörtl.: „Hausbleibe“; oikoumenee („Festland, bewohnte Welt“), hier für die Länder des Römischen Reiches
- 2 2,5 aktiv: den Hof machen; freien; passiv auch: verheiratet werden; Braut werden
- 3 2,14 NA: in den Menschen [des] Wohlgefallens
- 4 2,15 hreema, das gesprochene Wort
- 5 2,22 „ihrer“ ist Mehrzahl; ein Bezug nicht nur auf Maria, sondern auch auf Josef, der anlässlich der Geburt ebenso kultisch verunreinigt war
- 6 2,29 hreema, das gesprochene Wort
- 7 2,32 „Völker“ (ethnee) oft allg. für „Menschen“
- 8 2,33 NA: Und sein Vater
- 9 2,35 hromphaia, das große, zweihändig geführte Langschwert
- 10 2,37 also vierundachtzig plus oder minus einige Wochen oder Monate; s. Anm. zu 3,23
- 11 2,37 bezogen auf die Witwenschaft
- 12 2,40 NA: ohne „kraft [des] Geistes“