Neues Testament
Lukas Kapitel 12
Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026
1Als unterdessen die Myriaden der Menge zusammengekommen waren ‹o.: die Zehntausenden der Menge zusammengebracht worden waren›, sodass sie einander traten, fing er an zu sprechen, [richtete sich dabei] zuerst an seine Jünger: „Nehmt euch [stets] in Acht vor dem Sauerteig der Pharisäer, welcher ist die Heuchelei.
2Es ist nichts verhüllt, das nicht enthüllt werden wird, und nichts verborgen, das nicht bekannt werden wird.
3Deshalb: So vieles ihr in der Dunkelheit gesagt habt, wird im Licht gehört werden, und das, was ihr in den Kammern ins Ohr geredet habt, wird auf den Dächern verkündet werden.
4Ich sage aber euch, meinen Freunden: Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten und nach diesem nicht [die Möglichkeit] haben, darüber hinaus mehr zu tun.
5Ich werde euch aber zeigen, wen ihr fürchten sollt: Fürchtet den, der nach dem Töten Autorität hat, in die Gehenna zu werfen. Ja, ich sage euch, den fürchtet!
6Werden nicht fünf Sperlinge für zwei Assaria ‹d. i.: eine Drachme bzw. ein Denar› verkauft? – Und nicht einer von ihnen ist vor Gott vergessen.
7Jedoch auch die Haare eures Hauptes sind alle gezählt. Fürchtet euch also nicht [länger]. Ihr seid vorzüglicher als [die] vielen Sperlinge1.
8Ich sage aber euch: Jeder, der sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem wird sich auch der Sohn des Menschen bekennen vor den Boten Gottes.
9Aber wer mich vor den Menschen verleugnet ‹o.: verleugnet haben wird›, wird vor den Boten Gottes verleugnet werden.
10 Und jeder, der ein Wort sagen wird gegen den Sohn des Menschen, dem wird vergeben werden. Aber dem, der gegen den Heiligen Geist lästert ‹o.: gelästert haben wird›, wird nicht vergeben werden.
11 Wenn sie euch aber vor die Synagogen und die Erstrangigen und Autoritäten führen, [dann] seid nicht besorgt, wie ihr [etwas] oder was ihr als Verteidigung vorbringen sollt oder was ihr sagen sollt,
12 denn der Heilige Geist wird euch in eben der Stunde lehren, was gesagt werden soll.“
13 Es sagte nun einer aus der Menge zu ihm: „Lehrer, sage meinem Bruder, dass er das Erbe mit mir teile.“
14 Er sagte aber zu ihm: „Mensch, wer setzte mich zu[m] Richter oder zu[m] [Erb]teiler über euch ein?“
15 Zu ihnen [gewandt] sagte er: „Seht [zu] und hütet euch [stets] vor der Habgier, da das Leben eines [Menschen] nicht aus dem besteht, dass er Überfluss an Habe ‹o.: an Besitztümern› hat.“
16 Er erzählte ihnen ein Gleichnis: „Das Landgebiet eines gewissen reichen Menschen brachte guten Ertrag.
17 Und er überlegte in sich selbst: ‘Was soll ich tun?’, sagte er, ‘weil ich nichts habe, wo ich meine Früchte zusammenbringen soll.’
18 Und er sagte: ‘Das werde ich tun: Niederreißen werde ich meine Scheunen, und größere bauen, und dort werde ich alle meine Erträge und meine Güter zusammenbringen.
19 Und ich werde zu meiner Seele sagen: Seele, du hast viele Güter für viele Jahre [da]liegen. Ruh [dich aus], iss, trink, sei fröhlich!’
20 Aber Gott sagte zu ihm: ‘Törichter! Diese Nacht fordert man deine Seele ‹, dein Leben,› von dir ein. Und was du [dir] bereitet hast, wem wird es sein?’
21 So [geht es] dem, der für sich selbst Schätze sammelt und nicht reich ist [im Blick] auf Gott.“
22 Er sagte [, richtete sich dabei] an seine Jünger: „Deshalb sage ich euch: Seid nicht besorgt für eure Seele ‹, euer Leben›, was ihr essen sollt, noch für den Leib, was ihr anziehen sollt.
23 Die Seele ‹, das Leben,› ist mehr als die Speise und der Leib mehr als die Bekleidung.
24 Betrachtet die Raben: sie säen nicht, noch ernten sie, sie haben weder [Vorrats]kammer noch Scheune, und Gott ernährt sie [stets]. Um wie viel unterscheidet ihr euch von [den] Vögeln!
25 Wer von euch kann dadurch, dass er besorgt ist, seiner Lebenslänge eine Elle hinzufügen?
26 Wenn ihr nun nicht einmal ein ganz Geringes könnt, was seid ihr besorgt für das Übrige?
27 Betrachtet die Lilien, wie sie wachsen. Sie mühen sich nicht, noch spinnen sie. Ich sage euch: Nicht einmal Salomo in aller seiner Herrlichkeit umkleidete sich wie eine von diesen.
28 Wenn aber Gott auf dem Felde das Gras, das heute da ist und morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, wie viel mehr euch, Kleingläubige!
29 Auch ihr: Sucht nicht, was ihr essen oder was ihr trinken sollt, und lasst euch nicht verunsichern ‹, schwebt nicht in ängstlicher Unruhe›!,
30 denn nach diesem allem trachten die Völker ‹, die Heiden,› der Welt. Euer Vater weiß aber, dass ihr dieses benötigt.
31 Doch sucht [stets] die Königsherrschaft Gottes2!, und dieses alles wird euch hinzugefügt werden.
32 Fürchte dich nicht [länger], kleine Herde!, denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch die Königsherrschaft zu geben.
33 Verkauft eure Habe und gebt Almosen3! Macht euch Geldbeutel, die nicht veralten!, einen nicht abnehmenden Schatz in den Himmeln, wo kein Dieb naht, keine Motte ihr Zerstörungswerk treibt,
34 denn wo euer Schatz ist, dort wird auch euer Herz sein.“
35 „Es seien eure Lenden [stets] umgürtet und die Lampen [immerfort] brennend!
36 Und ihr, seid gleich Menschen, die auf ihren Herrn warten!, wann er [wohl] von den Festfeierlichkeiten aufbrechen4 werde, damit, wenn er kommt und anklopft, sie ihm sogleich auftun.
37 Selige [sind] jene Sklaven, die der Herr bei seinem Kommen wachend finden wird! Wahrlich!, ich sage euch: Er wird sich gürten und sie sich [zu Tisch] lagern lassen und wird hinzutreten und sie bedienen.
38 Und wenn er in der zweiten [Nacht]wache kommt und in der dritten [Nacht]wache kommt und [sie] so findet, Selige sind jene Sklaven!
39 Von diesem aber habt Kenntnis: Wenn der Hausherr gewusst hätte, zu welcher Stunde der Dieb kommt, hätte er gewacht und nicht zugelassen, dass man sein Haus durchgrabe.
40 Werdet also auch ihr bereit, weil der Sohn des Menschen [zu] einer Stunde kommt, da ihr es nicht meint.“
41 Petrus sagte zu ihm: „Herr, sagst du dieses Gleichnis im Blick auf uns oder auch im Blick auf alle?“
42 Der Herr sagte: „Wer ist dann wohl der treue ‹o.: zuverlässige› und kluge Verwalter, den der Herr über seine Dienerschaft einsetzen wird, die Essensration ‹wörtl.: das Maß an Getreide› zu geben zum [bestimmten] Zeitpunkt?
43 Ein Seliger [ist] jener Sklave, den sein Herr, wenn er gekommen ist, so tuend finden wird!
44 Wahrlich!, ich sage euch: Er wird ihn über seine ganze Habe einsetzen.
45 Aber wenn jener Sklave in seinem Herzen sagen sollte: ‘Mein Herr verzieht zu kommen’, und anfangen sollte, die Dienstknechte und Dienstmägde zu schlagen und zu essen und zu trinken und sich zu berauschen,
46 wird der Herr jenes Sklaven an einem Tag kommen, an dem er es nicht erwartet, und zu einer Stunde, in der er [es] nicht [er]kennt, und wird ihn entzweischneiden und [ihm] sein Teil setzen mit den Ungläubigen ‹und Untreuen›.
47 Jener Sklave, der den Willen seines Herrn kannte und sich nicht bereitete noch nach seinem Willen ausgerichtet handelte, wird [mit] vielen [Streichen] geschlagen werden.
48 Wer [ihn] aber nicht kannte, aber getan hat, was der Streiche würdig war, wird [mit] wenigen [Streichen] geschlagen werden. Jedem nun, dem viel gegeben wurde, von dem wird viel gefordert werden, und wem man viel anvertraute, von dem wird man reichlicher verlangen.“
49 „Ich kam, um Feuer auf das Land zu werfen. Und wie wünsche ich, es wäre schon angezündet!
50 Aber ich habe eine Taufe, mit der ich getauft werden muss, und wie bin ich bedrängt, bis sie vollzogen ist!
51 Meint ihr, dass ich herkam, Frieden zu geben im Land? Nein, sage ich euch, sondern Entzweiung!
52 Denn es werden von jetzt an fünf in einem Hause entzweit sein: drei gegen zwei und zwei gegen drei.
53 Vater wird mit Sohn entzweit sein und Sohn mit Vater, Mutter mit Tochter und Tochter mit Mutter, Schwiegermutter mit ihrer [Sohnes-]Braut und [Sohnes-]Braut mit ihrer Schwiegermutter.“
54 Er sagte aber auch zu den Mengen: „Wann immer ihr die Wolke vom Westen her aufsteigen seht, sagt ihr sogleich: ‘Es kommt ein Regenguss.’ Und es geschieht so.
55 Und wann immer ein Südwind weht, sagt ihr: ‘Es wird Hitze geben.’ Und es geschieht.
56 Schauspieler! ‹Heuchler!› Das Aussehen des Landes und des Himmels wisst ihr zu prüfen. Wieso prüft ihr aber diese [bestimmte] Zeitfrist nicht?
57 Warum nun [be]urteilt ihr nicht auch von euch selbst aus das Rechte?
58 Wenn du nämlich mit deinem Rechtsgegner ‹, mit deinem Prozessgegner,› zu[m] Oberen ‹, zu[m] obersten Stadtbeamten,› gehst, tu auf dem Wege Fleiß, von ihm loszukommen, damit er dich nicht etwa zum Richter zerrt und der Richter dich dem Gerichtsbeamten ‹, dem Schergen,› übergibt und der Gerichtsbeamte ‹, der Scherge,› dich in[s] Gefängnis wirft.
59 Ich sage dir: Du wirst keinesfalls von dort herauskommen, bis du auch das letzte Lepton5 erstattet haben wirst.“
2Es ist nichts verhüllt, das nicht enthüllt werden wird, und nichts verborgen, das nicht bekannt werden wird.
3Deshalb: So vieles ihr in der Dunkelheit gesagt habt, wird im Licht gehört werden, und das, was ihr in den Kammern ins Ohr geredet habt, wird auf den Dächern verkündet werden.
4Ich sage aber euch, meinen Freunden: Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten und nach diesem nicht [die Möglichkeit] haben, darüber hinaus mehr zu tun.
5Ich werde euch aber zeigen, wen ihr fürchten sollt: Fürchtet den, der nach dem Töten Autorität hat, in die Gehenna zu werfen. Ja, ich sage euch, den fürchtet!
6Werden nicht fünf Sperlinge für zwei Assaria ‹d. i.: eine Drachme bzw. ein Denar› verkauft? – Und nicht einer von ihnen ist vor Gott vergessen.
7Jedoch auch die Haare eures Hauptes sind alle gezählt. Fürchtet euch also nicht [länger]. Ihr seid vorzüglicher als [die] vielen Sperlinge1.
8Ich sage aber euch: Jeder, der sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem wird sich auch der Sohn des Menschen bekennen vor den Boten Gottes.
9Aber wer mich vor den Menschen verleugnet ‹o.: verleugnet haben wird›, wird vor den Boten Gottes verleugnet werden.
10 Und jeder, der ein Wort sagen wird gegen den Sohn des Menschen, dem wird vergeben werden. Aber dem, der gegen den Heiligen Geist lästert ‹o.: gelästert haben wird›, wird nicht vergeben werden.
11 Wenn sie euch aber vor die Synagogen und die Erstrangigen und Autoritäten führen, [dann] seid nicht besorgt, wie ihr [etwas] oder was ihr als Verteidigung vorbringen sollt oder was ihr sagen sollt,
12 denn der Heilige Geist wird euch in eben der Stunde lehren, was gesagt werden soll.“
13 Es sagte nun einer aus der Menge zu ihm: „Lehrer, sage meinem Bruder, dass er das Erbe mit mir teile.“
14 Er sagte aber zu ihm: „Mensch, wer setzte mich zu[m] Richter oder zu[m] [Erb]teiler über euch ein?“
15 Zu ihnen [gewandt] sagte er: „Seht [zu] und hütet euch [stets] vor der Habgier, da das Leben eines [Menschen] nicht aus dem besteht, dass er Überfluss an Habe ‹o.: an Besitztümern› hat.“
16 Er erzählte ihnen ein Gleichnis: „Das Landgebiet eines gewissen reichen Menschen brachte guten Ertrag.
17 Und er überlegte in sich selbst: ‘Was soll ich tun?’, sagte er, ‘weil ich nichts habe, wo ich meine Früchte zusammenbringen soll.’
18 Und er sagte: ‘Das werde ich tun: Niederreißen werde ich meine Scheunen, und größere bauen, und dort werde ich alle meine Erträge und meine Güter zusammenbringen.
19 Und ich werde zu meiner Seele sagen: Seele, du hast viele Güter für viele Jahre [da]liegen. Ruh [dich aus], iss, trink, sei fröhlich!’
20 Aber Gott sagte zu ihm: ‘Törichter! Diese Nacht fordert man deine Seele ‹, dein Leben,› von dir ein. Und was du [dir] bereitet hast, wem wird es sein?’
21 So [geht es] dem, der für sich selbst Schätze sammelt und nicht reich ist [im Blick] auf Gott.“
22 Er sagte [, richtete sich dabei] an seine Jünger: „Deshalb sage ich euch: Seid nicht besorgt für eure Seele ‹, euer Leben›, was ihr essen sollt, noch für den Leib, was ihr anziehen sollt.
23 Die Seele ‹, das Leben,› ist mehr als die Speise und der Leib mehr als die Bekleidung.
24 Betrachtet die Raben: sie säen nicht, noch ernten sie, sie haben weder [Vorrats]kammer noch Scheune, und Gott ernährt sie [stets]. Um wie viel unterscheidet ihr euch von [den] Vögeln!
25 Wer von euch kann dadurch, dass er besorgt ist, seiner Lebenslänge eine Elle hinzufügen?
26 Wenn ihr nun nicht einmal ein ganz Geringes könnt, was seid ihr besorgt für das Übrige?
27 Betrachtet die Lilien, wie sie wachsen. Sie mühen sich nicht, noch spinnen sie. Ich sage euch: Nicht einmal Salomo in aller seiner Herrlichkeit umkleidete sich wie eine von diesen.
28 Wenn aber Gott auf dem Felde das Gras, das heute da ist und morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, wie viel mehr euch, Kleingläubige!
29 Auch ihr: Sucht nicht, was ihr essen oder was ihr trinken sollt, und lasst euch nicht verunsichern ‹, schwebt nicht in ängstlicher Unruhe›!,
30 denn nach diesem allem trachten die Völker ‹, die Heiden,› der Welt. Euer Vater weiß aber, dass ihr dieses benötigt.
31 Doch sucht [stets] die Königsherrschaft Gottes2!, und dieses alles wird euch hinzugefügt werden.
32 Fürchte dich nicht [länger], kleine Herde!, denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch die Königsherrschaft zu geben.
33 Verkauft eure Habe und gebt Almosen3! Macht euch Geldbeutel, die nicht veralten!, einen nicht abnehmenden Schatz in den Himmeln, wo kein Dieb naht, keine Motte ihr Zerstörungswerk treibt,
34 denn wo euer Schatz ist, dort wird auch euer Herz sein.“
35 „Es seien eure Lenden [stets] umgürtet und die Lampen [immerfort] brennend!
36 Und ihr, seid gleich Menschen, die auf ihren Herrn warten!, wann er [wohl] von den Festfeierlichkeiten aufbrechen4 werde, damit, wenn er kommt und anklopft, sie ihm sogleich auftun.
37 Selige [sind] jene Sklaven, die der Herr bei seinem Kommen wachend finden wird! Wahrlich!, ich sage euch: Er wird sich gürten und sie sich [zu Tisch] lagern lassen und wird hinzutreten und sie bedienen.
38 Und wenn er in der zweiten [Nacht]wache kommt und in der dritten [Nacht]wache kommt und [sie] so findet, Selige sind jene Sklaven!
39 Von diesem aber habt Kenntnis: Wenn der Hausherr gewusst hätte, zu welcher Stunde der Dieb kommt, hätte er gewacht und nicht zugelassen, dass man sein Haus durchgrabe.
40 Werdet also auch ihr bereit, weil der Sohn des Menschen [zu] einer Stunde kommt, da ihr es nicht meint.“
41 Petrus sagte zu ihm: „Herr, sagst du dieses Gleichnis im Blick auf uns oder auch im Blick auf alle?“
42 Der Herr sagte: „Wer ist dann wohl der treue ‹o.: zuverlässige› und kluge Verwalter, den der Herr über seine Dienerschaft einsetzen wird, die Essensration ‹wörtl.: das Maß an Getreide› zu geben zum [bestimmten] Zeitpunkt?
43 Ein Seliger [ist] jener Sklave, den sein Herr, wenn er gekommen ist, so tuend finden wird!
44 Wahrlich!, ich sage euch: Er wird ihn über seine ganze Habe einsetzen.
45 Aber wenn jener Sklave in seinem Herzen sagen sollte: ‘Mein Herr verzieht zu kommen’, und anfangen sollte, die Dienstknechte und Dienstmägde zu schlagen und zu essen und zu trinken und sich zu berauschen,
46 wird der Herr jenes Sklaven an einem Tag kommen, an dem er es nicht erwartet, und zu einer Stunde, in der er [es] nicht [er]kennt, und wird ihn entzweischneiden und [ihm] sein Teil setzen mit den Ungläubigen ‹und Untreuen›.
47 Jener Sklave, der den Willen seines Herrn kannte und sich nicht bereitete noch nach seinem Willen ausgerichtet handelte, wird [mit] vielen [Streichen] geschlagen werden.
48 Wer [ihn] aber nicht kannte, aber getan hat, was der Streiche würdig war, wird [mit] wenigen [Streichen] geschlagen werden. Jedem nun, dem viel gegeben wurde, von dem wird viel gefordert werden, und wem man viel anvertraute, von dem wird man reichlicher verlangen.“
49 „Ich kam, um Feuer auf das Land zu werfen. Und wie wünsche ich, es wäre schon angezündet!
50 Aber ich habe eine Taufe, mit der ich getauft werden muss, und wie bin ich bedrängt, bis sie vollzogen ist!
51 Meint ihr, dass ich herkam, Frieden zu geben im Land? Nein, sage ich euch, sondern Entzweiung!
52 Denn es werden von jetzt an fünf in einem Hause entzweit sein: drei gegen zwei und zwei gegen drei.
53 Vater wird mit Sohn entzweit sein und Sohn mit Vater, Mutter mit Tochter und Tochter mit Mutter, Schwiegermutter mit ihrer [Sohnes-]Braut und [Sohnes-]Braut mit ihrer Schwiegermutter.“
54 Er sagte aber auch zu den Mengen: „Wann immer ihr die Wolke vom Westen her aufsteigen seht, sagt ihr sogleich: ‘Es kommt ein Regenguss.’ Und es geschieht so.
55 Und wann immer ein Südwind weht, sagt ihr: ‘Es wird Hitze geben.’ Und es geschieht.
56 Schauspieler! ‹Heuchler!› Das Aussehen des Landes und des Himmels wisst ihr zu prüfen. Wieso prüft ihr aber diese [bestimmte] Zeitfrist nicht?
57 Warum nun [be]urteilt ihr nicht auch von euch selbst aus das Rechte?
58 Wenn du nämlich mit deinem Rechtsgegner ‹, mit deinem Prozessgegner,› zu[m] Oberen ‹, zu[m] obersten Stadtbeamten,› gehst, tu auf dem Wege Fleiß, von ihm loszukommen, damit er dich nicht etwa zum Richter zerrt und der Richter dich dem Gerichtsbeamten ‹, dem Schergen,› übergibt und der Gerichtsbeamte ‹, der Scherge,› dich in[s] Gefängnis wirft.
59 Ich sage dir: Du wirst keinesfalls von dort herauskommen, bis du auch das letzte Lepton5 erstattet haben wirst.“
Fußnoten
- 1 12,7 wörtl.: ihr unterscheidet euch von vielen Sperlingen
- 2 12,31 NA: sucht seine Königsherrschaft
- 3 12,33 eig.: [Spenden des] Erbarmens; o.: [Zeichen] des Mitleids (ele-eemosyne von eleos, Erbarmen, Mitleid)
- 4 12,36 eig.: sich verabschieden [und aufbrechen]
- 5 12,59 Lepton: 1/128 einer Drachme; kleinste heb. Kupfermünze