Neues Testament
Lukas Kapitel 17
Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026
1Zu seinen Jüngern [gewandt], sagte er: „Es ist ausgeschlossen, dass Ärgernisse1 nicht kommen. Wehe aber [dem], durch den ‹o.: über den; o.: in Verbindung mit dem› sie kommen.
2Es wäre [für] ihn nützlicher ‹, zuträglicher, profitabler›, wenn ein Eselsmühlstein um seinen Hals gelegt und er ins Meer geschleudert würde, als dass er einem dieser Kleinen einen Fallstrick lege ‹, einen Anlass zum Anstoßen und Fallen gebe›.
3Gebt [stets] Acht auf euch selbst! Wenn aber dein Bruder gegen dich2 sündigt, gebiete ihm nachdrücklich, und wenn er Buße tut ‹und umdenkt›, vergib ihm!
4Und wenn er siebenmal am Tag gegen dich sündigt und siebenmal am Tag umkehrt und sagt: ‘Ich tue Buße’, sollst du ihm vergeben.“
5Und die Apostel sagten [zu] dem Herrn: „Füge uns Glauben hinzu.“
6Der Herr nun sagte: „Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, würdet ihr zu diesem Maulbeerfeigenbaum sagen: ‘Werde ausgerissen ‹und entwurzelt› und im Meer gepflanzt!’ Und er würde euch gehorchen.“
7„Wer von euch, der einen Sklaven hat, der pflügt oder Hirtendienst tut, wird, wenn der vom Felde hereinkommt, sogleich sagen: ‘Komm her und lege dich [zu Tisch]?’
8– sondern wird er nicht zu ihm sagen?: ‘Bereite, was ich zum Mahl haben soll, und gürte dich und diene mir, solange ich esse und trinke, und nach diesem sollst du essen und trinken.’
9Hat er etwa eine Dank[schuld]3 bei jenem Sklaven, weil er das Angeordnete getan hat? Ich meine, nicht.4
10 So auch ihr, wenn ihr alles das euch Angeordnete getan habt, [dann] sagt: ‘Wir sind unnütze Sklaven: Wir haben getan, was wir zu tun schuldig waren.’“
11 Und es geschah, während er nach Jerusalem zog, dass er zwischen Samaria und Galiläa hindurchging.
12 Und als er in ein gewisses Dorf hineinkam, begegneten ihm zehn aussätzige Männer, die von ferne standen.
13 Und sie erhoben [die] Stimme: „Jesus, Meister, erbarme dich unser!“
14 Und als er [sie] sah, sagte er zu ihnen: „Geht hin und zeigt euch den Priestern.“ Und es geschah, während sie hingingen, wurden sie gereinigt.
15 Aber einer von ihnen, als er sah, dass er geheilt worden war, kehrte zurück und verherrlichte Gott mit lauter ‹, großer› Stimme.
16 Und er fiel aufs Angesicht zu seinen Füßen, ihm dankend. Und der war ein Samariter.
17 Und Jesus antwortete: „Wurden nicht die Zehn gereinigt? – Die Neun, wo [sind sie]?
18 Wurde keiner gefunden, der zurückkehrte, um Gott Herrlichkeit zu geben, als nur dieser Fremdstämmige ‹o.: Landfremde; Ausländer›?“
19 Und er sagte zu ihm: „Stehe auf und gehe hin! Dein Glaube hat dich gerettet.“
20 Und von den Pharisäern befragt, wann das Königreich Gottes komme, antwortete er ihnen: „Das Königreich Gottes kommt nicht in beobachtbarer Weise5,
21 noch wird man sagen: ‘Siehe, hier!’ oder: ‘Siehe, dort!’ Denn, siehe!, das Königreich ‹bzw.: die Königsherrschaft› Gottes ist inmitten von euch ‹, mitten unter euch›.“
22 Aber zu den Jüngern [gewandt], sagte er: „Es werden Tage kommen, da ihr begehren werdet, einen der Tage des Sohnes des Menschen zu sehen, und ihr werdet [ihn] nicht sehen.
23 Und sie werden zu euch sagen: ‘Siehe, hier!’ oder: ‘Siehe, dort!’ Geht nicht hin; lauft auch nicht nach;
24 denn gleichwie der Blitz, der blitzend leuchtet von dem einen [Ende] unter [dem] Himmel bis zum anderen [Ende] unter [dem] Himmel, so wird der Sohn des Menschen sein an seinem Tag6.
25 Zuerst muss er aber vieles leiden und verworfen werden von diesem Geschlecht7.
26 Und so, wie es in den Tagen Noahs geschah, so wird es auch in den Tagen des Sohnes des Menschen sein:
27 Sie aßen; sie tranken; sie heirateten; sie wurden verheiratet – bis zu dem Tag, an dem Noah in die Arche ‹eig.: in den Kasten› ging. Und es kam die Flut und brachte alle um.
28 In gleicher Weise auch [wird] es [sein], wie es geschah in den Tagen Lots: Sie aßen; sie tranken; sie kauften; sie verkauften; sie pflanzten; sie bauten.
29 Aber an dem Tag, an dem Lot herausging, von Sodom weg, regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel und brachte alle um.
30 Genauso wird es sein an dem Tag ‹o.: zu der Zeit›8, an dem der Sohn des Menschen enthüllt wird.
31 An jenem Tag ‹, zu jener Zeit›, wer auf dem Dach sein wird und seine Sachen im Haus hat, steige nicht hinab, sie zu holen. Und der auf dem Felde gleicherweise: er wende sich nicht nach hinten.
32 Denkt an Lots Frau!
33 Wer irgend seine Seele ‹, sein Leben,› zu retten ‹und zu bewahren› sucht, wird sie verlieren ‹o.: umkommen lassen›; und wer sie verliert ‹o.: umkommen lässt›, wird ihr das Leben verleihen9.
34 Ich sage euch: In dieser Nacht werden zwei auf einem Lagerbett sein. Der eine wird mitgenommen werden und der andere wird gelassen werden.
35 Zwei werden an derselben [Stelle] am Mahlen sein. [Die] eine wird mitgenommen werden, und die andere wird gelassen werden.“ [(V. 36) Zwei werden auf dem Felde sein; der eine wird mitgenommen werden, und der andere wird gelassen werden.]10
36 (V. 37) Und sie antworten und sagen zu ihm: „Wo, Herr?“ Er aber sagte zu ihnen: „Wo der Leib [ist], dort werden die Geier versammelt werden.“
2Es wäre [für] ihn nützlicher ‹, zuträglicher, profitabler›, wenn ein Eselsmühlstein um seinen Hals gelegt und er ins Meer geschleudert würde, als dass er einem dieser Kleinen einen Fallstrick lege ‹, einen Anlass zum Anstoßen und Fallen gebe›.
3Gebt [stets] Acht auf euch selbst! Wenn aber dein Bruder gegen dich2 sündigt, gebiete ihm nachdrücklich, und wenn er Buße tut ‹und umdenkt›, vergib ihm!
4Und wenn er siebenmal am Tag gegen dich sündigt und siebenmal am Tag umkehrt und sagt: ‘Ich tue Buße’, sollst du ihm vergeben.“
5Und die Apostel sagten [zu] dem Herrn: „Füge uns Glauben hinzu.“
6Der Herr nun sagte: „Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, würdet ihr zu diesem Maulbeerfeigenbaum sagen: ‘Werde ausgerissen ‹und entwurzelt› und im Meer gepflanzt!’ Und er würde euch gehorchen.“
7„Wer von euch, der einen Sklaven hat, der pflügt oder Hirtendienst tut, wird, wenn der vom Felde hereinkommt, sogleich sagen: ‘Komm her und lege dich [zu Tisch]?’
8– sondern wird er nicht zu ihm sagen?: ‘Bereite, was ich zum Mahl haben soll, und gürte dich und diene mir, solange ich esse und trinke, und nach diesem sollst du essen und trinken.’
9Hat er etwa eine Dank[schuld]3 bei jenem Sklaven, weil er das Angeordnete getan hat? Ich meine, nicht.4
10 So auch ihr, wenn ihr alles das euch Angeordnete getan habt, [dann] sagt: ‘Wir sind unnütze Sklaven: Wir haben getan, was wir zu tun schuldig waren.’“
11 Und es geschah, während er nach Jerusalem zog, dass er zwischen Samaria und Galiläa hindurchging.
12 Und als er in ein gewisses Dorf hineinkam, begegneten ihm zehn aussätzige Männer, die von ferne standen.
13 Und sie erhoben [die] Stimme: „Jesus, Meister, erbarme dich unser!“
14 Und als er [sie] sah, sagte er zu ihnen: „Geht hin und zeigt euch den Priestern.“ Und es geschah, während sie hingingen, wurden sie gereinigt.
15 Aber einer von ihnen, als er sah, dass er geheilt worden war, kehrte zurück und verherrlichte Gott mit lauter ‹, großer› Stimme.
16 Und er fiel aufs Angesicht zu seinen Füßen, ihm dankend. Und der war ein Samariter.
17 Und Jesus antwortete: „Wurden nicht die Zehn gereinigt? – Die Neun, wo [sind sie]?
18 Wurde keiner gefunden, der zurückkehrte, um Gott Herrlichkeit zu geben, als nur dieser Fremdstämmige ‹o.: Landfremde; Ausländer›?“
19 Und er sagte zu ihm: „Stehe auf und gehe hin! Dein Glaube hat dich gerettet.“
20 Und von den Pharisäern befragt, wann das Königreich Gottes komme, antwortete er ihnen: „Das Königreich Gottes kommt nicht in beobachtbarer Weise5,
21 noch wird man sagen: ‘Siehe, hier!’ oder: ‘Siehe, dort!’ Denn, siehe!, das Königreich ‹bzw.: die Königsherrschaft› Gottes ist inmitten von euch ‹, mitten unter euch›.“
22 Aber zu den Jüngern [gewandt], sagte er: „Es werden Tage kommen, da ihr begehren werdet, einen der Tage des Sohnes des Menschen zu sehen, und ihr werdet [ihn] nicht sehen.
23 Und sie werden zu euch sagen: ‘Siehe, hier!’ oder: ‘Siehe, dort!’ Geht nicht hin; lauft auch nicht nach;
24 denn gleichwie der Blitz, der blitzend leuchtet von dem einen [Ende] unter [dem] Himmel bis zum anderen [Ende] unter [dem] Himmel, so wird der Sohn des Menschen sein an seinem Tag6.
25 Zuerst muss er aber vieles leiden und verworfen werden von diesem Geschlecht7.
26 Und so, wie es in den Tagen Noahs geschah, so wird es auch in den Tagen des Sohnes des Menschen sein:
27 Sie aßen; sie tranken; sie heirateten; sie wurden verheiratet – bis zu dem Tag, an dem Noah in die Arche ‹eig.: in den Kasten› ging. Und es kam die Flut und brachte alle um.
28 In gleicher Weise auch [wird] es [sein], wie es geschah in den Tagen Lots: Sie aßen; sie tranken; sie kauften; sie verkauften; sie pflanzten; sie bauten.
29 Aber an dem Tag, an dem Lot herausging, von Sodom weg, regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel und brachte alle um.
30 Genauso wird es sein an dem Tag ‹o.: zu der Zeit›8, an dem der Sohn des Menschen enthüllt wird.
31 An jenem Tag ‹, zu jener Zeit›, wer auf dem Dach sein wird und seine Sachen im Haus hat, steige nicht hinab, sie zu holen. Und der auf dem Felde gleicherweise: er wende sich nicht nach hinten.
32 Denkt an Lots Frau!
33 Wer irgend seine Seele ‹, sein Leben,› zu retten ‹und zu bewahren› sucht, wird sie verlieren ‹o.: umkommen lassen›; und wer sie verliert ‹o.: umkommen lässt›, wird ihr das Leben verleihen9.
34 Ich sage euch: In dieser Nacht werden zwei auf einem Lagerbett sein. Der eine wird mitgenommen werden und der andere wird gelassen werden.
35 Zwei werden an derselben [Stelle] am Mahlen sein. [Die] eine wird mitgenommen werden, und die andere wird gelassen werden.“ [(V. 36) Zwei werden auf dem Felde sein; der eine wird mitgenommen werden, und der andere wird gelassen werden.]10
36 (V. 37) Und sie antworten und sagen zu ihm: „Wo, Herr?“ Er aber sagte zu ihnen: „Wo der Leib [ist], dort werden die Geier versammelt werden.“
Fußnoten
- 1 17,1 o.: Fallstricke; Anlässe zum Stolpern und Fallen
- 2 17,3 NA: ohne „gegen dich“ (vgl. aber Mt 18,15 mit 18,21)
- 3 17,9 Grundbed.: Gnade
- 4 17,9 NA: ohne „Ich meine, nicht.“
- 5 17,20 d. h.: nicht mit äußeren Phänomenen, sodass man es wahrnehmen könnte; wörtl.: nicht mit Beobachtung
- 6 17,24 einige Hss. ohne „an seinem Tag“
- 7 17,25 gemeint ist die zeitgenössische Generation von Juden; vgl. Mt 11,16; 12,39-45; 16,4; 23,36
- 8 17,30 Vgl. die LXX von 1Kön 8,65; 2Chr 13,18; Zef 1,12; das heb. ba-eeth hahi (zu jener Zeit) wird im Griech. im Sinne von „an jenem Tag“ übersetzt.
- 9 17,33 o.: wird ihr zu Leben verhelfen; wird machen, dass sie am Leben bleibt; das Wort (dsoo-ogonein) ist nicht verwandt mit „Seele“ (psychee)
- 10 17,35 NA u. teilw. M haben nicht den eingeklammerten Teil (V. 36; nach anderer Zählung ein Teil von V. 35). Teile von M, t. r. (Beza und Elzevir) sowie Codex D u. f13 haben V. 36.