Neues Testament
Lukas Kapitel 21
Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026
1Als er aufblickte, sah er die Reichen ihre Gaben in den Schatzkasten [ein]werfen.
2Er sah aber auch eine bedürftige Witwe zwei Lepta1 dort [hinein]werfen.
3Und er sagte: „Wahrlich, ich sage euch: Diese arme Witwe warf mehr [hinein] als alle;
4denn diese alle warfen von ihrem Überfluss [etwas] zu den Gottesgaben [hinein]. Aber diese warf aus ihrem Mangel [hinein]: den ganzen Lebens[unterhalt], den sie hatte ‹eig.: das ganze Leben, das sie hatte›.“
5Und als etliche von der Tempelstätte sagten, dass sie mit edlen Steinen und Weihegaben geschmückt sei, sagte er:
6„Diese [Dinge], die ihr betrachtet: Es werden Tage kommen, an denen nicht gelassen werden wird Stein auf Stein, der nicht abgerissen werden wird.“
7Sie fragten ihn nun: „Lehrer, wann denn werden diese [Dinge] sein? Und was [ist] das Zeichen, wann diese [Dinge] im Begriff stehen, zu geschehen?“
8Er aber sagte: „Seht [stets] zu, dass ihr nicht irregeführt werdet!, denn viele werden mit meinem Namen ‹o.: unter Berufung auf meinen Namen› kommen und sagen: ‘Ich bin’s.’ und: ‘Der Zeitpunkt ist nahe gekommen.’ Geht also nicht hinter ihnen her!
9Wenn ihr aber von Kriegen und Unordnungen ‹und Tumulten› hören werdet, [dann] lasst euch nicht erschrecken, denn es müssen diese [Dinge] zuerst geschehen; doch [es ist] nicht sogleich das Ende.“
10 Dann sagte er zu ihnen: „Es wird sich Volk2 gegen Volk erheben und Königreich gegen Königreich.
11 Auch große Beben an [verschiedenen] Orten und Hungersnöte und Seuchen werden sein. Auch Schreckensereignisse und große Zeichen vom Himmel werden sein.
12 Aber vor diesem allem werden sie ihre Hände an euch legen und [euch] verfolgen: Sie werden euch an Synagogen und Gefängnisse ausliefern; vor Könige und Statthalter werdet ihr abgeführt werden wegen meines Namens.
13 Es wird euch aber zu einem Zeugnis ausschlagen.
14 Legt [es euch] also in eure Herzen3, nicht im Voraus in Sorge zu sein, [wie ihr] euch verteidigen [sollt],
15 denn ich [meinerseits]4 werde euch Mund und Weisheit geben, der alle eure Gegner nicht werden widersprechen noch widerstehen können.
16 Und ihr werdet sogar von Eltern und Verwandten und Freunden und Brüdern ausgeliefert werden. Und sie werden [welche] von euch zu Tode bringen.
17 Und ihr werdet gehasst sein von allen, wegen meines Namens.
18 Und gar kein Haar von eurem Haupt soll umkommen!
19 Durch eure Ausdauer ‹, euer standhaftes Erdulden,› gewinnt eure Seelen ‹, euer Leben›!
20 Wenn ihr aber Jerusalem von Heerestruppen umringt seht, dann habt Kenntnis, dass ihre5 Verwüstung nahe gekommen ist.
21 Dann sollen die in Judäa in die Berge fliehen und die in ihrer Mitte daraus entweichen; und die in den Landgebieten sollen nicht in sie hineingehen,
22 weil das [die] Tage [der] Rache sind, damit all das Geschriebene erfüllt werde.
23 Wehe aber den Schwangeren und den Stillenden in jenen Tagen. Es wird nämlich große Not sein in dem Lande und Zorn unter diesem Volk.
24 Und sie werden fallen durch den Mund des Schwertes und gefangen geführt werden in ‹o.: unter› all die Völker. Und Jerusalem wird getreten werden von [den] Völkern, bis [die bestimmten] Zeitfristen [der] Völker6 erfüllt sein werden.
25 Und es werden Zeichen sein an Sonne und Mond und Sternen, und in dem Lande Angst [der] Völker7, in Ratlosigkeit, bei Tosen ‹und Brausen› des Meeres und [wildem] Gewoge,
26 wobei [die] Menschen ohnmächtig werden ‹o.: die Besinnung verlieren; den Mut verlieren; erstarren; den Geist aufgeben; eig.: die Seele aushauchen› vor Furcht und [gespannter] Erwartung der [Dinge], die über das Weltreich8 kommen; denn die Kräfte der Himmel werden erschüttert ‹o.: ins Wanken versetzt› werden.
27 Und dann werden sie den Sohn des Menschen sehen, kommend in einer Wolke, mit Kraft und viel Herrlichkeit ‹o.: mit viel Kraft und Herrlichkeit›.
28 Wenn diese [Dinge] anfangen zu geschehen, richtet euch auf und hebt eure Häupter empor, deshalb, weil eure Erlösung ‹o.: Befreiung› naht.“
29 Und er sagte ihnen ein Gleichnis: „Seht den Feigenbaum und all die Bäume.
30 Sobald sie schon ausschlagen, [er]kennt ihr, wenn ihr zuseht, von selbst, dass der Sommer schon nahe ist.
31 So auch ihr, sobald ihr diese [Dinge] geschehen seht, [er]kennt ‹o.: [dann] erkennt ihr›, dass die Königsherrschaft ‹, das Königreich,› Gottes nahe ist.
32 Wahrlich!, ich sage euch: Keinesfalls wird dieses Geschlecht ‹, diese Generation,›9 vergehen, bis alles geschehen sein wird.
33 Der Himmel und das Land10 werden vergehen, aber meine Worte vergehen keinesfalls ‹o.: werden [dann] keinesfalls vergangen sein›11.
34 Gebt aber [stets] Acht auf euch selbst, damit eure Herzen nicht etwa beschwert werden durch Rausch ‹o.: Taumel›12 und Trunkenheit und Sorgen [des alltäglichen] Lebens und jener Tag plötzlich ‹, unerwartet,› über euch komme,
35 denn wie eine Schlinge ‹, wie ein Fallstrick,› wird er kommen über alle, die auf dem Angesicht des ganzen Landes ansässig sind.
36 Seid also wachsam zu jedem Zeitpunkt!, [inständig] bittend, dass ihr würdig geachtet werdet, dem allem, das zu geschehen im Begriff ist, zu entfliehen und vor den Sohn des Menschen gestellt zu werden ‹und vor ihm zu stehen›.“
37 Er war nun tagsüber in der Tempelstätte lehrend, und nachts ging er hinaus und übernachtete an dem Berg, genannt Ölberg.
38 Und das ganze Volk machte sich [jeweils] frühmorgens auf, zu ihm hin, um ihn in der Tempelstätte zu hören.
2Er sah aber auch eine bedürftige Witwe zwei Lepta1 dort [hinein]werfen.
3Und er sagte: „Wahrlich, ich sage euch: Diese arme Witwe warf mehr [hinein] als alle;
4denn diese alle warfen von ihrem Überfluss [etwas] zu den Gottesgaben [hinein]. Aber diese warf aus ihrem Mangel [hinein]: den ganzen Lebens[unterhalt], den sie hatte ‹eig.: das ganze Leben, das sie hatte›.“
5Und als etliche von der Tempelstätte sagten, dass sie mit edlen Steinen und Weihegaben geschmückt sei, sagte er:
6„Diese [Dinge], die ihr betrachtet: Es werden Tage kommen, an denen nicht gelassen werden wird Stein auf Stein, der nicht abgerissen werden wird.“
7Sie fragten ihn nun: „Lehrer, wann denn werden diese [Dinge] sein? Und was [ist] das Zeichen, wann diese [Dinge] im Begriff stehen, zu geschehen?“
8Er aber sagte: „Seht [stets] zu, dass ihr nicht irregeführt werdet!, denn viele werden mit meinem Namen ‹o.: unter Berufung auf meinen Namen› kommen und sagen: ‘Ich bin’s.’ und: ‘Der Zeitpunkt ist nahe gekommen.’ Geht also nicht hinter ihnen her!
9Wenn ihr aber von Kriegen und Unordnungen ‹und Tumulten› hören werdet, [dann] lasst euch nicht erschrecken, denn es müssen diese [Dinge] zuerst geschehen; doch [es ist] nicht sogleich das Ende.“
10 Dann sagte er zu ihnen: „Es wird sich Volk2 gegen Volk erheben und Königreich gegen Königreich.
11 Auch große Beben an [verschiedenen] Orten und Hungersnöte und Seuchen werden sein. Auch Schreckensereignisse und große Zeichen vom Himmel werden sein.
12 Aber vor diesem allem werden sie ihre Hände an euch legen und [euch] verfolgen: Sie werden euch an Synagogen und Gefängnisse ausliefern; vor Könige und Statthalter werdet ihr abgeführt werden wegen meines Namens.
13 Es wird euch aber zu einem Zeugnis ausschlagen.
14 Legt [es euch] also in eure Herzen3, nicht im Voraus in Sorge zu sein, [wie ihr] euch verteidigen [sollt],
15 denn ich [meinerseits]4 werde euch Mund und Weisheit geben, der alle eure Gegner nicht werden widersprechen noch widerstehen können.
16 Und ihr werdet sogar von Eltern und Verwandten und Freunden und Brüdern ausgeliefert werden. Und sie werden [welche] von euch zu Tode bringen.
17 Und ihr werdet gehasst sein von allen, wegen meines Namens.
18 Und gar kein Haar von eurem Haupt soll umkommen!
19 Durch eure Ausdauer ‹, euer standhaftes Erdulden,› gewinnt eure Seelen ‹, euer Leben›!
20 Wenn ihr aber Jerusalem von Heerestruppen umringt seht, dann habt Kenntnis, dass ihre5 Verwüstung nahe gekommen ist.
21 Dann sollen die in Judäa in die Berge fliehen und die in ihrer Mitte daraus entweichen; und die in den Landgebieten sollen nicht in sie hineingehen,
22 weil das [die] Tage [der] Rache sind, damit all das Geschriebene erfüllt werde.
23 Wehe aber den Schwangeren und den Stillenden in jenen Tagen. Es wird nämlich große Not sein in dem Lande und Zorn unter diesem Volk.
24 Und sie werden fallen durch den Mund des Schwertes und gefangen geführt werden in ‹o.: unter› all die Völker. Und Jerusalem wird getreten werden von [den] Völkern, bis [die bestimmten] Zeitfristen [der] Völker6 erfüllt sein werden.
25 Und es werden Zeichen sein an Sonne und Mond und Sternen, und in dem Lande Angst [der] Völker7, in Ratlosigkeit, bei Tosen ‹und Brausen› des Meeres und [wildem] Gewoge,
26 wobei [die] Menschen ohnmächtig werden ‹o.: die Besinnung verlieren; den Mut verlieren; erstarren; den Geist aufgeben; eig.: die Seele aushauchen› vor Furcht und [gespannter] Erwartung der [Dinge], die über das Weltreich8 kommen; denn die Kräfte der Himmel werden erschüttert ‹o.: ins Wanken versetzt› werden.
27 Und dann werden sie den Sohn des Menschen sehen, kommend in einer Wolke, mit Kraft und viel Herrlichkeit ‹o.: mit viel Kraft und Herrlichkeit›.
28 Wenn diese [Dinge] anfangen zu geschehen, richtet euch auf und hebt eure Häupter empor, deshalb, weil eure Erlösung ‹o.: Befreiung› naht.“
29 Und er sagte ihnen ein Gleichnis: „Seht den Feigenbaum und all die Bäume.
30 Sobald sie schon ausschlagen, [er]kennt ihr, wenn ihr zuseht, von selbst, dass der Sommer schon nahe ist.
31 So auch ihr, sobald ihr diese [Dinge] geschehen seht, [er]kennt ‹o.: [dann] erkennt ihr›, dass die Königsherrschaft ‹, das Königreich,› Gottes nahe ist.
32 Wahrlich!, ich sage euch: Keinesfalls wird dieses Geschlecht ‹, diese Generation,›9 vergehen, bis alles geschehen sein wird.
33 Der Himmel und das Land10 werden vergehen, aber meine Worte vergehen keinesfalls ‹o.: werden [dann] keinesfalls vergangen sein›11.
34 Gebt aber [stets] Acht auf euch selbst, damit eure Herzen nicht etwa beschwert werden durch Rausch ‹o.: Taumel›12 und Trunkenheit und Sorgen [des alltäglichen] Lebens und jener Tag plötzlich ‹, unerwartet,› über euch komme,
35 denn wie eine Schlinge ‹, wie ein Fallstrick,› wird er kommen über alle, die auf dem Angesicht des ganzen Landes ansässig sind.
36 Seid also wachsam zu jedem Zeitpunkt!, [inständig] bittend, dass ihr würdig geachtet werdet, dem allem, das zu geschehen im Begriff ist, zu entfliehen und vor den Sohn des Menschen gestellt zu werden ‹und vor ihm zu stehen›.“
37 Er war nun tagsüber in der Tempelstätte lehrend, und nachts ging er hinaus und übernachtete an dem Berg, genannt Ölberg.
38 Und das ganze Volk machte sich [jeweils] frühmorgens auf, zu ihm hin, um ihn in der Tempelstätte zu hören.
Fußnoten
- 1 21,2 Lepton: kleinste heb. Kupfermünze
- 2 21,10 ethnos; so a. i. Folg.
- 3 21,14 NA: Nehmt euch also in euren Herzen vor
- 4 21,15 im Griech. wird „ich“ betont
- 5 21,20 „ihre“ bezieht sich im Griech. auf die Stadt
- 6 21,24 „Völker“ (ethnee) oft allg. für „Menschen“
- 7 21,25 d. h.: [der] Menschen; s. V. 26
- 8 21,26 oikoumenee bed. „die bewohnte Welt“ oder Teile davon; das Wort wird im globalen wie lokalen Sinne verwendet; z. B. Jes 10,23 LXX (heb. thebel: Jes 13,11; 14,17; 24,4; Ps 77,19). Der Umfang von oikoumenee wird vom Kontext bestimmt.
- 9 21,32 gemeint ist die zeitgenössische Generation von Juden; vgl. Mt 11,16; 12,39-45; 16,4; 23,36
- 10 21,33 gee (heb. äräz); „Erde, Erdboden, Land, [umliegende] Länderregion“
- 11 21,33 i. S. v.: vergehen keinesfalls unerfüllt (bzw.: werden [dann] keinesfalls unerfüllt vergangen sein)
- 12 21,34 kraipalee bed. Rausch u. die Folgen des Rausches: Taumel, Ausschweifung, Kater, Kopfschmerzen, Ausnüchterung