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Neues Testament

Lukas Kapitel 15

Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026

1Es näherten sich zu ihm [nach und nach] all die Zolleinnehmer und Sünder, um ihn zu hören.
2Und die Pharisäer und Schriftgelehrten murrten. Sie sagten: „Dieser nimmt Sünder auf und isst mit ihnen.“
3Er sagte nun, zu ihnen [gewandt], dieses Gleichnis:
4„Welcher Mensch von euch, der hundert Schafe hat und ein einziges von ihnen verloren hat, lässt nicht die neunundneunzig Schafe in der Öde zurück und geht dem verlorenen nach, bis er es findet?
5Und nachdem er es gefunden hat, legt er es auf die eigenen Schultern und freut sich.
6Und wenn er nach Hause gekommen ist, ruft er die Freunde und die Nachbarn zusammen und sagt zu ihnen: ‘Freut euch mit mir, da ich mein verlorenes Schaf gefunden habe!’
7Ich sage euch: Ebenso wird Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut, [mehr] als über neunundneunzig Gerechte, die einer Buße nicht bedürfen.
8Oder welche Frau, die zehn Drachmen hat, zündet nicht, wenn sie eine Drachme verliert, eine Lampe an und fegt das Haus und sucht sorgfältig, bis sie [sie] findet?
9Und nachdem sie [sie] gefunden hat, ruft sie sich die Freundinnen und Nachbarinnen zusammen und sagt: ‘Freut euch mit mir, da ich die Drachme gefunden habe, die ich verloren hatte!’
10 Ebenso, sage ich euch, geschieht Freude vor den [Augen der] Boten ‹, der Engel,› Gottes über einen Sünder, der Buße tut.“
11 Und er sagte: „Ein gewisser Mensch hatte zwei Söhne.
12 Und der jüngere von ihnen sagte zum Vater: ‘Vater, gib mir den [mir] zufallenden Teil des Vermögens.’ Und er teilte ihnen das Gut ‹eig.: den Lebens[unterhalt]›.
13 Und nach nicht vielen Tagen nahm der jüngere Sohn alles zusammen und reiste aus, in ein fernes Land. Und dort vergeudete er sein Vermögen, indem er heillos ‹und liederlich› lebte.
14 Als er nun alles aufgebraucht hatte, entstand eine große Hungersnot in jenem Land, und er fing an, Mangel zu leiden.
15 Und er ging hin und hängte sich an einen der Bürger jenes Landgebietes. Der schickte ihn auf seine Felder, Schweine zu weiden.
16 Und er begehrte, seinen Bauch zu füllen von den Schoten ‹, den Früchten des Johannisbrotbaumes›, die die Schweine fraßen. Und niemand gab ihm.
17 Als er aber zu sich selbst kam, sagte er: ‘Wie viele Lohnarbeiter meines Vaters haben Überfluss an Brot, aber ich komme um vor Hunger!
18 Ich werde aufstehen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir.
19 Und ich bin nicht mehr würdig, dein Sohn genannt zu werden. Mache mich wie einen deiner Lohnarbeiter.’
20 Und er stand auf und ging hin zu seinem Vater. Aber als er noch ferne war, sah ihn sein Vater, und er wurde innerlich tief bewegt; und er lief und fiel ihm um den Hals und küsste ihn sehr.
21 Der Sohn nun sagte zu ihm: ‘Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir. Und ich bin nicht mehr würdig, dein Sohn genannt zu werden.’
22 Da sagte der Vater zu seinen Sklaven: ‘Bringt das erste ‹und beste› lange Gewand heraus und zieht es ihm an und tut einen Ring an seine Hand und Schuhe an die Füße;
23 und bringt den gemästeten Stier, schlachtet ihn und lasst uns essen und fröhlich sein;
24 da dieser mein Sohn war tot und wieder lebend wurde, und er war verloren gegangen und ist gefunden worden!’ Und sie fingen an, fröhlich zu sein.
25 Aber sein älterer Sohn war auf dem Felde. Und als er kam und sich dem Haus näherte, hörte er Musikklang ‹o.: Zusammenklang› und Reigen.
26 Und er rief einen der Dienstknechte herbei und erkundigte sich, was das sei.
27 Er sagte zu ihm: ‘Dein Bruder ist gekommen, und dein Vater hat den gemästeten Stier geschlachtet, weil er ihn gesund zurückerhalten hat.’
28 Er wurde aber zornig und wollte nicht hineingehen. Sein Vater kam also heraus und bat ihn ‹, redete ihm zu›.
29 Aber er antwortete dem Vater: ‘Siehe!, so viele Jahre diene ich dir [wie ein Sklave], und nie übertrat ich ein Gebot von dir. Und mir gabst du nie einen Ziegenbock, damit ich mit meinen Freunden fröhlich sei.
30 Als aber dieser, dein Sohn, kam, der deinen Lebens[unterhalt]› mit Huren verschlang, hast du ihm den gemästeten Stier geschlachtet.’
31 Aber er sagte zu ihm: ‘Kind, du bist allezeit bei mir, und alles, was mein ist, ist dein.
32 Man muss nun fröhlich sein und sich freuen, da dieser dein Bruder tot war und wieder lebend geworden ist, und er war verloren gegangen und ist gefunden worden.’“