Neues Testament
Lukas Kapitel 19
Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026
1Und hineingekommen, durchzog er Jericho.
2Und siehe!, [da war] ein Mann, mit Namen Zachäus genannt, und der war ein Oberzöllner ‹, Obersteuereinnehmer›. Und der war reich.
3Und er suchte Jesus zu sehen, wer er sei. Und er konnte nicht, wegen der Menge, da er klein von Gestalt war.
4Und er lief voraus und stieg auf einen Maulbeerfeigenbaum, damit er ihn sehe, weil jener im Begriff war, jenes [Weges] hindurchzuziehen.
5Und als er an den Ort kam, blickte Jesus auf, sah ihn und sagte, zu ihm [gewandt]: „Zachäus, eile und steige herab!, denn heute muss ich in deinem Hause bleiben.“
6Und er stieg eilends herab und nahm ihn mit Freude auf.
7Und als sie es sahen, murrten sie alle [untereinander] und sagten: „Er ging hinein, um bei einem sündigen Mann zu Gast zu sein ‹o.: sich auszuspannen›.“
8Aber Zachäus stand [hin] und sagte, zu dem Herrn [gewandt]: „Siehe!, die Hälfte meiner Habe, Herr, gebe ich den Armen. Und wenn ich von jemandem etwas erpresst habe, erstatte ich es vierfach.“
9Jesus sagte, zu ihm [gewandt]: „Heute ist diesem Hause Rettung geworden, weil ja auch er ein Sohn Abrahams ist,
10 denn der Sohn des Menschen kam, zu suchen und zu retten das Verlorene.“
11 Da sie aber dieses hörten ‹o.: Und als sie dieses noch im Ohr hatten›, fügte er ein Gleichnis hinzu, weil er nahe bei Jerusalem war und sie meinten, dass die Königsherrschaft ‹o.: das Königreich› Gottes im Begriff steht, auf der Stelle zu erscheinen.
12 Er sagte also: „Ein gewisser hochgeborener Mensch zog in ein fernes Landgebiet, um für sich eine Königsherrschaft ‹o.: ein Königreich› in Empfang zu nehmen und zurückzukehren.
13 Er rief zehn seiner Sklaven und gab ihnen zehn Minen1 und sagte zu ihnen: ‘Treibt Handel ‹, macht Geschäfte›, bis ich komme.’
14 Aber seine Bürger hassten ihn2, und sie sandten eine Gesandtschaft hinter ihm her und sagten ‹i. S. v.: ließen sagen›: ‘Wir wollen nicht, dass dieser über uns König sei ‹o.: als König herrsche›.’
15 Und es geschah, als er, nachdem er die Königsherrschaft ‹o.: das Königreich› in Empfang genommen hatte, wieder [zurück]kam, sagte er, man solle diese Sklaven, denen er das Silber[geld] gegeben hatte, zu ihm rufen, damit er erfahre, was jeder erhandelt ‹, erwirtschaftet,› habe.
16 Der erste nun kam herbei, sagte: ‘Herr, deine Mine hat zehn Minen hinzugewonnen.’
17 Und er sagte zu ihm: ‘Wohl[getan], guter Sklave! Weil du im ganz Geringen treu ‹und zuverlässig› geworden bist, habe Autorität über zehn Städte.’
18 Und der zweite kam, sagte: ‘Herr, deine Mine hat fünf Minen erbracht.’
19 Auch zu diesem sagte er [in ähnlicher Weise]: ‘Auch du, werde [gesetzt] über fünf Städte.’
20 Und ein anderer kam, sagte: ‘Herr, sieh, [hier] deine Mine, die ich in einem Schweißtuch aufbewahrt hielt.
21 Ich fürchtete dich nämlich, da du ein strenger Mensch bist: Du nimmst, was du nicht hinlegtest, und du erntest, was du nicht sätest.’
22 Er nun sagt zu ihm: ‘Aus deinem Mund werde ich dich richten, böser Sklave! Du wusstest: Ich bin ein strenger Mensch, der ich nehme, was ich nicht hinlegte, und ernte, was ich nicht säte.
23 Weshalb gabst du mein Silber[geld] nicht zur Bank? Und ich hätte es bei meinem Kommen mit Zinsen eintreiben [können]?’
24 Und zu den Dabeistehenden sagte er: ‘Nehmt ihm die Mine ab und gebt [sie] dem, der die zehn Minen hat.’
25 – Und sie sagten zu ihm: ‘Herr, er hat zehn Minen!’3 –
26 ‘Ich sage euch nämlich: Jedem, der hat, wird gegeben werden; aber von dem, der nicht hat, von dem wird auch [das] abgenommen werden, was er hat.
27 Doch jene, meine Feinde, die nicht wollten, dass ich über sie König sei ‹o.: als König herrsche›, führt her und macht sie nieder vor mir.’“
28 Und als er das gesagt hatte, ging er voran und zog hinauf nach Jerusalem.
29 Und es geschah, als er sich Bethphage und Bethanien näherte, gegen den Berg hin, genannt Ölberg ‹, Berg der Oliven[bäume]›, sandte er zwei seiner Jünger
30 und sagte: „Geht hin in das Dorf gegenüber, und wenn ihr hinkommt, werdet ihr darin ein Fohlen angebunden finden, auf das sich noch nie ein Mensch gesetzt hat. Bindet es los und führt es [her].
31 Und wenn jemand euch fragt: ‘Weshalb macht ihr es los?’, sollt ihr zu ihm so sagen: ‘Der Herr benötigt es.’“
32 Die Abgesandten gingen weg und fanden es so, wie er ihnen gesagt hatte.
33 Als sie das Fohlen losmachten, sagten dessen Herren zu ihnen: „Warum macht ihr das Fohlen los?“
34 Sie nun sagten: „Der Herr benötigt es.“
35 Und sie führten es zu Jesus. Und sie warfen ihre Obergewänder auf das Fohlen und ließen Jesus aufsitzen.
36 Während er hinzog, breiteten sie ihre Obergewänder auf dem Weg aus.
37 Als er sich nun näherte, schon zum Abhang des Ölbergs [kam], fing die ganze Anzahl der Jünger an, sich freuend, Gott mit lauter ‹, großer› Stimme zu preisen über alle Krafttaten, die sie gesehen hatten:
38 „Gelobt4 [sei] der im Namen des Herrn kommende König!“, sagten sie. „Friede im Himmel und Herrlichkeit in [den] höchsten [Höhen]!“
39 Und etliche der Pharisäer aus der Menge sagten [, an ihn gewandt]: „Lehrer, gebiete deinen Jüngern nachdrücklich!“
40 Und er antwortete: „Ich sage euch, wenn diese schweigen, werden die Steine schreien.“
41 Und als er sich näherte und die Stadt sah, weinte er5 über sie.
42 Und er sagte: „Wenn doch auch du, und eben an diesem deinem Tag, zur Kenntnis genommen hättest, was zu deinem Frieden [dient]! Jetzt aber wurde es vor deinen Augen verborgen,
43 da Tage über dich kommen werden, da deine Feinde einen Wall ‹, einen Pfahlwall,› um dich herumziehen und dich umzingeln werden, und sie werden dich von überall her bedrängen
44 und werden dich dem Erdboden gleichmachen ‹und zu Boden strecken›, [dich] und deine Kinder in dir, und sie werden in dir nicht Stein auf Stein lassen, dafür dass du den Zeitpunkt deiner Heimsuchung nicht zur Kenntnis nahmst.“
45 Und er ging in die Tempelstätte und fing an, die in ihr Verkaufenden und Kaufenden6 hinauszuwerfen,
46 und sagte zu ihnen: „Es ist geschrieben: ‘Mein Haus ist ein Haus [des] Gebets.’ (Jes 56,7) Aber ihr machtet es zu einer Räuberhöhle!“
47 Und er lehrte täglich in der Tempelstätte. Aber die Hohenpriester und die Schriftgelehrten suchten7, ihn umzubringen; ebenso die Ersten des Volkes.
48 Und sie fanden nicht, was sie tun sollten, denn das ganze Volk hing an ihm, [ihn] [fortwährend] hörend.
2Und siehe!, [da war] ein Mann, mit Namen Zachäus genannt, und der war ein Oberzöllner ‹, Obersteuereinnehmer›. Und der war reich.
3Und er suchte Jesus zu sehen, wer er sei. Und er konnte nicht, wegen der Menge, da er klein von Gestalt war.
4Und er lief voraus und stieg auf einen Maulbeerfeigenbaum, damit er ihn sehe, weil jener im Begriff war, jenes [Weges] hindurchzuziehen.
5Und als er an den Ort kam, blickte Jesus auf, sah ihn und sagte, zu ihm [gewandt]: „Zachäus, eile und steige herab!, denn heute muss ich in deinem Hause bleiben.“
6Und er stieg eilends herab und nahm ihn mit Freude auf.
7Und als sie es sahen, murrten sie alle [untereinander] und sagten: „Er ging hinein, um bei einem sündigen Mann zu Gast zu sein ‹o.: sich auszuspannen›.“
8Aber Zachäus stand [hin] und sagte, zu dem Herrn [gewandt]: „Siehe!, die Hälfte meiner Habe, Herr, gebe ich den Armen. Und wenn ich von jemandem etwas erpresst habe, erstatte ich es vierfach.“
9Jesus sagte, zu ihm [gewandt]: „Heute ist diesem Hause Rettung geworden, weil ja auch er ein Sohn Abrahams ist,
10 denn der Sohn des Menschen kam, zu suchen und zu retten das Verlorene.“
11 Da sie aber dieses hörten ‹o.: Und als sie dieses noch im Ohr hatten›, fügte er ein Gleichnis hinzu, weil er nahe bei Jerusalem war und sie meinten, dass die Königsherrschaft ‹o.: das Königreich› Gottes im Begriff steht, auf der Stelle zu erscheinen.
12 Er sagte also: „Ein gewisser hochgeborener Mensch zog in ein fernes Landgebiet, um für sich eine Königsherrschaft ‹o.: ein Königreich› in Empfang zu nehmen und zurückzukehren.
13 Er rief zehn seiner Sklaven und gab ihnen zehn Minen1 und sagte zu ihnen: ‘Treibt Handel ‹, macht Geschäfte›, bis ich komme.’
14 Aber seine Bürger hassten ihn2, und sie sandten eine Gesandtschaft hinter ihm her und sagten ‹i. S. v.: ließen sagen›: ‘Wir wollen nicht, dass dieser über uns König sei ‹o.: als König herrsche›.’
15 Und es geschah, als er, nachdem er die Königsherrschaft ‹o.: das Königreich› in Empfang genommen hatte, wieder [zurück]kam, sagte er, man solle diese Sklaven, denen er das Silber[geld] gegeben hatte, zu ihm rufen, damit er erfahre, was jeder erhandelt ‹, erwirtschaftet,› habe.
16 Der erste nun kam herbei, sagte: ‘Herr, deine Mine hat zehn Minen hinzugewonnen.’
17 Und er sagte zu ihm: ‘Wohl[getan], guter Sklave! Weil du im ganz Geringen treu ‹und zuverlässig› geworden bist, habe Autorität über zehn Städte.’
18 Und der zweite kam, sagte: ‘Herr, deine Mine hat fünf Minen erbracht.’
19 Auch zu diesem sagte er [in ähnlicher Weise]: ‘Auch du, werde [gesetzt] über fünf Städte.’
20 Und ein anderer kam, sagte: ‘Herr, sieh, [hier] deine Mine, die ich in einem Schweißtuch aufbewahrt hielt.
21 Ich fürchtete dich nämlich, da du ein strenger Mensch bist: Du nimmst, was du nicht hinlegtest, und du erntest, was du nicht sätest.’
22 Er nun sagt zu ihm: ‘Aus deinem Mund werde ich dich richten, böser Sklave! Du wusstest: Ich bin ein strenger Mensch, der ich nehme, was ich nicht hinlegte, und ernte, was ich nicht säte.
23 Weshalb gabst du mein Silber[geld] nicht zur Bank? Und ich hätte es bei meinem Kommen mit Zinsen eintreiben [können]?’
24 Und zu den Dabeistehenden sagte er: ‘Nehmt ihm die Mine ab und gebt [sie] dem, der die zehn Minen hat.’
25 – Und sie sagten zu ihm: ‘Herr, er hat zehn Minen!’3 –
26 ‘Ich sage euch nämlich: Jedem, der hat, wird gegeben werden; aber von dem, der nicht hat, von dem wird auch [das] abgenommen werden, was er hat.
27 Doch jene, meine Feinde, die nicht wollten, dass ich über sie König sei ‹o.: als König herrsche›, führt her und macht sie nieder vor mir.’“
28 Und als er das gesagt hatte, ging er voran und zog hinauf nach Jerusalem.
29 Und es geschah, als er sich Bethphage und Bethanien näherte, gegen den Berg hin, genannt Ölberg ‹, Berg der Oliven[bäume]›, sandte er zwei seiner Jünger
30 und sagte: „Geht hin in das Dorf gegenüber, und wenn ihr hinkommt, werdet ihr darin ein Fohlen angebunden finden, auf das sich noch nie ein Mensch gesetzt hat. Bindet es los und führt es [her].
31 Und wenn jemand euch fragt: ‘Weshalb macht ihr es los?’, sollt ihr zu ihm so sagen: ‘Der Herr benötigt es.’“
32 Die Abgesandten gingen weg und fanden es so, wie er ihnen gesagt hatte.
33 Als sie das Fohlen losmachten, sagten dessen Herren zu ihnen: „Warum macht ihr das Fohlen los?“
34 Sie nun sagten: „Der Herr benötigt es.“
35 Und sie führten es zu Jesus. Und sie warfen ihre Obergewänder auf das Fohlen und ließen Jesus aufsitzen.
36 Während er hinzog, breiteten sie ihre Obergewänder auf dem Weg aus.
37 Als er sich nun näherte, schon zum Abhang des Ölbergs [kam], fing die ganze Anzahl der Jünger an, sich freuend, Gott mit lauter ‹, großer› Stimme zu preisen über alle Krafttaten, die sie gesehen hatten:
38 „Gelobt4 [sei] der im Namen des Herrn kommende König!“, sagten sie. „Friede im Himmel und Herrlichkeit in [den] höchsten [Höhen]!“
39 Und etliche der Pharisäer aus der Menge sagten [, an ihn gewandt]: „Lehrer, gebiete deinen Jüngern nachdrücklich!“
40 Und er antwortete: „Ich sage euch, wenn diese schweigen, werden die Steine schreien.“
41 Und als er sich näherte und die Stadt sah, weinte er5 über sie.
42 Und er sagte: „Wenn doch auch du, und eben an diesem deinem Tag, zur Kenntnis genommen hättest, was zu deinem Frieden [dient]! Jetzt aber wurde es vor deinen Augen verborgen,
43 da Tage über dich kommen werden, da deine Feinde einen Wall ‹, einen Pfahlwall,› um dich herumziehen und dich umzingeln werden, und sie werden dich von überall her bedrängen
44 und werden dich dem Erdboden gleichmachen ‹und zu Boden strecken›, [dich] und deine Kinder in dir, und sie werden in dir nicht Stein auf Stein lassen, dafür dass du den Zeitpunkt deiner Heimsuchung nicht zur Kenntnis nahmst.“
45 Und er ging in die Tempelstätte und fing an, die in ihr Verkaufenden und Kaufenden6 hinauszuwerfen,
46 und sagte zu ihnen: „Es ist geschrieben: ‘Mein Haus ist ein Haus [des] Gebets.’ (Jes 56,7) Aber ihr machtet es zu einer Räuberhöhle!“
47 Und er lehrte täglich in der Tempelstätte. Aber die Hohenpriester und die Schriftgelehrten suchten7, ihn umzubringen; ebenso die Ersten des Volkes.
48 Und sie fanden nicht, was sie tun sollten, denn das ganze Volk hing an ihm, [ihn] [fortwährend] hörend.
Fußnoten
- 1 19,13 1000 Tagesverdienste; 1 Mine = 100 Drachmen/Denare
- 2 19,14 Imperfekt durativ: hassten ihn über längere Zeit
- 3 19,25 Nur sehr wenige Hss. haben V. 25 nicht.
- 4 19,38 im Griech. dasselbe Wort wie „gesegnet“ (engl.: blessed)
- 5 19,41 o.: brach er in Weinen aus; ingressiver Aorist
- 6 19,45 NA (mit wenigen Hss): ohne „und Kaufenden“
- 7 19,47 Imperfekt durativ: suchten für längere Zeit