Neues Testament
Lukas Kapitel 7
Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026
1Und als er alle seine Aussprüche1 in die Ohren des Volkes erfüllt ‹o.: ganz ausgerichtet› hatte, ging er nach Kapernaum hinein.
2Aber dem Sklaven eines gewissen Zenturios ‹, Anführers einer Hundertschaft›, ging es übel, er war im Begriff zu sterben; der war ihm wertvoll.
3Der hatte von Jesus gehört und sandte Älteste der Juden zu ihm hin und ersuchte ihn, dass er käme und seinen Sklaven hindurchrette.
4Sie kamen zu Jesus hin und baten ihn inständig; sie sagten: „Er ist es würdig, dass man ihm dieses gewähre,
5denn er liebt unsere Volksgemeinschaft2, und er baute uns die Synagoge!“
6Jesus ging mit ihnen hin. Aber als er bereits nicht weit vom Haus entfernt war, schickte der Zenturio Freunde zu ihm hin, zu ihm sagend: „Herr, bemühe dich nicht [länger], denn ich bin nicht wert ‹eig.: genug›, dass du unter mein Dach eintrittst,
7weswegen ich mich auch nicht entsprechend würdig achtete, zu dir zu kommen, sondern sage [ein] Wort, und mein Dienstknecht wird geheilt werden,
8denn auch ich bin [ein] Mensch, unter Autorität verordnet, und habe Soldaten unter mir, und ich sage zu diesem: ‘Geh hin’, und er geht hin, und zu einem anderen: ‘Komm’, und er kommt, und zu meinem Sklaven: ‘Tu das’, und er tut es.“
9Als Jesus das hörte, wunderte er sich über ihn. Und er wandte sich an die ihm nachfolgende Menge und sagte: „Ich sage euch, selbst in Israel fand ich nicht einen so großen Glauben.“
10 Und als die, die geschickt waren, ins Haus zurückkehrten, fanden sie den kranken Sklaven gesund vor.
11 Und es geschah am nächsten [Tag], dass er in Richtung einer Stadt zog, die Nain hieß. Und es gingen mit ihm seine vielen Jünger und eine zahlreiche Menge.
12 Als er sich dem Tor der Stadt näherte, siehe!, da wurde ein Gestorbener herausgetragen, ein seiner Mutter einziggeborener Sohn. Und diese [war] eine Witwe. Und eine beträchtlich [große] Menge aus der Stadt [war] mit ihr.
13 Und als der Herr sie sah, wurde er innerlich tief bewegt über sie. Und er sagte zu ihr: „Weine nicht!“
14 Und er trat hinzu und berührte den [offenen] Sarg ‹, die Bahre›. Die Träger blieben stehen. Und er sagte: „Junger Mann, ich sage dir: Erhebe dich!“
15 Und der Tote setzte sich auf und fing an, zu reden. Und er gab ihn seiner Mutter.
16 Es erfasste nun alle Furcht. Und sie verherrlichten Gott: „Ein großer Prophet ist unter uns erweckt worden, und Gott hat sein Volk heimgesucht“, sagten sie.
17 Und dieses Wort über ihn ging aus in ganz Judäa und in dem ganzen Umland.
18 Dem Johannes gaben seine Jünger Bericht über dieses alles.
19 Und Johannes rief zwei von seinen Jüngern zu [sich] und schickte sie zu Jesus hin; er sagte: „Bist du der Kommende, oder sollen wir auf einen anderen warten?“
20 Als die Männer zu ihm gekommen waren, sagten sie: „Johannes der Täufer hat uns zu dir gesandt, sagend: ‘Bist du der Kommende, oder sollen wir auf einen anderen warten?’“
21 In derselben Stunde heilte er viele von Krankheiten und Plagen und bösen Geistern, und vielen Blinden schenkte er das Sehen.
22 Und Jesus antwortete ihnen: „Geht hin und gebt Johannes Bericht von dem, was ihr gesehen und gehört habt: Blinde sehen wieder, Gelähmte wandeln einher, Aussätzige werden gereinigt, Taube hören, Tote werden [auf]erweckt, Armen wird gute Botschaft verkündigt.
23 Und selig ist jeder, der nicht an mir Anstoß nimmt [und zu Fall kommt]!“
24 Als die Boten des Johannes gegangen waren, fing er an, zu den Mengen über Johannes zu sagen: „Was seid ihr in die Wüste hinausgegangen [euch] anzusehen? – Ein Schilfrohr, vom Wind ins Wanken versetzt?
25 Was sonst seid ihr hinausgegangen zu sehen? – Einen Menschen, mit weichen Obergewändern bekleidet? Siehe!, die in herrlicher Kleidung und Schwelgerei [ihr Dasein] Führenden sind in den königlichen [Häusern].
26 Was sonst seid ihr hinausgegangen zu sehen? – Einen Propheten? Ja, sage ich euch, und reichlich mehr als einen Propheten!
27 Dieser ist es, über den geschrieben ist: ‘Siehe!, ich sende meinen Boten vor deinem Angesicht her, der deinen Weg vor dir bereiten wird.’ (Mal 3,1)
28 Ich sage euch nämlich: Es gibt keinen größeren Propheten unter [den] von Frauen Geborenen, als Johannes den Täufer. Aber der Kleinste3 in der Königsherrschaft ‹, im Königreich,› Gottes ist größer als er.
29 Und das ganze Volk, als es [ihn] hörte, und die Zolleinnehmer, gaben Gott Recht ‹, rechtfertigten Gott›, indem sie sich taufen ließen ‹o.: getauft wurden› mit der Taufe des Johannes.
30 Aber die Pharisäer und die Gesetzesgelehrten lehnten den Ratschluss Gottes für sich selbst ab und ließen sich nicht taufen ‹o.: wurden nicht getauft› von ihm.
31 Mit wem werde ich also die Menschen dieses Geschlechts ‹o.: dieser Generation› vergleichen? Und wem sind sie gleich?
32 Sie sind Kindlein gleich, die auf dem Marktplatz sitzen, und die einen rufen den anderen zu und sagen: ‘Wir flöteten euch, und ihr tanztet nicht! Wir sangen euch Klagelieder, und ihr weintet nicht!’
33 Es ist nämlich Johannes der Täufer gekommen, weder Brot essend noch Wein trinkend, und ihr sagt: ‘Er hat einen Dämon.’
34 Es ist der Sohn des Menschen gekommen, essend und trinkend, und ihr sagt: ‘Siehe!, ein Mensch, [der] ein Fresser [ist] und ein Weintrinker, ein Freund von Zolleinnehmern und Sündern.’
35 Und es ist die Weisheit gerechtfertigt worden von allen ihren Kindern.“
36 Es ersuchte ihn nun einer von den Pharisäern, dass er mit ihm esse. Und er ging hinein in das Haus des Pharisäers und legte sich [zu Tisch].
37 Und siehe!, eine Frau in der Stadt, welche eine Sünderin war, brachte, da sie erfahren hatte, dass er im Haus des Pharisäers [zu Tisch] liege, ein Alabaster[fläschchen] mit Salböl herbei,
38 stellte sich weinend hinten bei seinen Füßen hin und fing an, mit den Tränen seine Füße zu benetzen, und mit ihrem Haupthaar wischte sie sie ab, und sie küsste seine Füße ab und ölte sie mit dem Salböl ein.
39 Als es der Pharisäer, der ihn geladen ‹eig.: gerufen› hatte, sah, sagte er bei sich selbst: „Wenn dieser ein Prophet wäre, würde er [er]kannt haben, wer und von welcher Art die Frau sei, welche ihn anrührt: dass sie eine Sünderin ist.“
40 Jesus antwortete; er sagte, zu ihm [gewandt]: „Simon, ich habe dir etwas zu sagen.“ Er aber sagte: „Lehrer, sag’s.“
41 „Ein gewisser Geldverleiher hatte zwei Schuldner. Der eine schuldete fünfhundert Denare, der andere fünfzig.
42 Da sie aber nicht [das Nötige] hatten, [es] zu erstatten, schenkte er es beiden. Sage mir: Wer von ihnen wird ihn also mehr lieben?“
43 Simon antwortete: „Ich nehme an, der, dem er die größere [Summe] schenkte.“ Er sagte zu ihm: „Du hast recht geurteilt.“
44 Und sich zu der Frau hingewandt, sagte er zu Simon: „Siehst du diese Frau? Ich kam in dein Haus. Wasser auf meine Füße gabst du mir nicht, aber sie benetzte mit den Tränen meine Füße und trocknete [sie] mit ihrem Haupthaar ab.
45 Du gabst mir keinen Kuss. Aber sie, seitdem ich hereinkam, hat nicht abgelassen, meine Füße abzuküssen.
46 Du öltest mein Haupt nicht ein mit Öl. Aber sie ölte meine Füße mit Salböl ein.
47 Aus diesem Grunde sage ich dir: Ihre vielen Sünden sind vergeben, weil sie viel liebte. Aber der, dem wenig vergeben wird, liebt wenig.“
48 Und zu ihr sagte er: „Deine Sünden sind vergeben.“
49 Und die, die mit [zu Tisch] lagen, fingen an, bei sich selbst zu sagen: „Wer ist dieser, der auch Sünden vergibt?“
50 Aber an die Frau [sich richtend] sagte er: „Dein Glaube hat dich gerettet. Gehe hin in [den] Frieden.“
2Aber dem Sklaven eines gewissen Zenturios ‹, Anführers einer Hundertschaft›, ging es übel, er war im Begriff zu sterben; der war ihm wertvoll.
3Der hatte von Jesus gehört und sandte Älteste der Juden zu ihm hin und ersuchte ihn, dass er käme und seinen Sklaven hindurchrette.
4Sie kamen zu Jesus hin und baten ihn inständig; sie sagten: „Er ist es würdig, dass man ihm dieses gewähre,
5denn er liebt unsere Volksgemeinschaft2, und er baute uns die Synagoge!“
6Jesus ging mit ihnen hin. Aber als er bereits nicht weit vom Haus entfernt war, schickte der Zenturio Freunde zu ihm hin, zu ihm sagend: „Herr, bemühe dich nicht [länger], denn ich bin nicht wert ‹eig.: genug›, dass du unter mein Dach eintrittst,
7weswegen ich mich auch nicht entsprechend würdig achtete, zu dir zu kommen, sondern sage [ein] Wort, und mein Dienstknecht wird geheilt werden,
8denn auch ich bin [ein] Mensch, unter Autorität verordnet, und habe Soldaten unter mir, und ich sage zu diesem: ‘Geh hin’, und er geht hin, und zu einem anderen: ‘Komm’, und er kommt, und zu meinem Sklaven: ‘Tu das’, und er tut es.“
9Als Jesus das hörte, wunderte er sich über ihn. Und er wandte sich an die ihm nachfolgende Menge und sagte: „Ich sage euch, selbst in Israel fand ich nicht einen so großen Glauben.“
10 Und als die, die geschickt waren, ins Haus zurückkehrten, fanden sie den kranken Sklaven gesund vor.
11 Und es geschah am nächsten [Tag], dass er in Richtung einer Stadt zog, die Nain hieß. Und es gingen mit ihm seine vielen Jünger und eine zahlreiche Menge.
12 Als er sich dem Tor der Stadt näherte, siehe!, da wurde ein Gestorbener herausgetragen, ein seiner Mutter einziggeborener Sohn. Und diese [war] eine Witwe. Und eine beträchtlich [große] Menge aus der Stadt [war] mit ihr.
13 Und als der Herr sie sah, wurde er innerlich tief bewegt über sie. Und er sagte zu ihr: „Weine nicht!“
14 Und er trat hinzu und berührte den [offenen] Sarg ‹, die Bahre›. Die Träger blieben stehen. Und er sagte: „Junger Mann, ich sage dir: Erhebe dich!“
15 Und der Tote setzte sich auf und fing an, zu reden. Und er gab ihn seiner Mutter.
16 Es erfasste nun alle Furcht. Und sie verherrlichten Gott: „Ein großer Prophet ist unter uns erweckt worden, und Gott hat sein Volk heimgesucht“, sagten sie.
17 Und dieses Wort über ihn ging aus in ganz Judäa und in dem ganzen Umland.
18 Dem Johannes gaben seine Jünger Bericht über dieses alles.
19 Und Johannes rief zwei von seinen Jüngern zu [sich] und schickte sie zu Jesus hin; er sagte: „Bist du der Kommende, oder sollen wir auf einen anderen warten?“
20 Als die Männer zu ihm gekommen waren, sagten sie: „Johannes der Täufer hat uns zu dir gesandt, sagend: ‘Bist du der Kommende, oder sollen wir auf einen anderen warten?’“
21 In derselben Stunde heilte er viele von Krankheiten und Plagen und bösen Geistern, und vielen Blinden schenkte er das Sehen.
22 Und Jesus antwortete ihnen: „Geht hin und gebt Johannes Bericht von dem, was ihr gesehen und gehört habt: Blinde sehen wieder, Gelähmte wandeln einher, Aussätzige werden gereinigt, Taube hören, Tote werden [auf]erweckt, Armen wird gute Botschaft verkündigt.
23 Und selig ist jeder, der nicht an mir Anstoß nimmt [und zu Fall kommt]!“
24 Als die Boten des Johannes gegangen waren, fing er an, zu den Mengen über Johannes zu sagen: „Was seid ihr in die Wüste hinausgegangen [euch] anzusehen? – Ein Schilfrohr, vom Wind ins Wanken versetzt?
25 Was sonst seid ihr hinausgegangen zu sehen? – Einen Menschen, mit weichen Obergewändern bekleidet? Siehe!, die in herrlicher Kleidung und Schwelgerei [ihr Dasein] Führenden sind in den königlichen [Häusern].
26 Was sonst seid ihr hinausgegangen zu sehen? – Einen Propheten? Ja, sage ich euch, und reichlich mehr als einen Propheten!
27 Dieser ist es, über den geschrieben ist: ‘Siehe!, ich sende meinen Boten vor deinem Angesicht her, der deinen Weg vor dir bereiten wird.’ (Mal 3,1)
28 Ich sage euch nämlich: Es gibt keinen größeren Propheten unter [den] von Frauen Geborenen, als Johannes den Täufer. Aber der Kleinste3 in der Königsherrschaft ‹, im Königreich,› Gottes ist größer als er.
29 Und das ganze Volk, als es [ihn] hörte, und die Zolleinnehmer, gaben Gott Recht ‹, rechtfertigten Gott›, indem sie sich taufen ließen ‹o.: getauft wurden› mit der Taufe des Johannes.
30 Aber die Pharisäer und die Gesetzesgelehrten lehnten den Ratschluss Gottes für sich selbst ab und ließen sich nicht taufen ‹o.: wurden nicht getauft› von ihm.
31 Mit wem werde ich also die Menschen dieses Geschlechts ‹o.: dieser Generation› vergleichen? Und wem sind sie gleich?
32 Sie sind Kindlein gleich, die auf dem Marktplatz sitzen, und die einen rufen den anderen zu und sagen: ‘Wir flöteten euch, und ihr tanztet nicht! Wir sangen euch Klagelieder, und ihr weintet nicht!’
33 Es ist nämlich Johannes der Täufer gekommen, weder Brot essend noch Wein trinkend, und ihr sagt: ‘Er hat einen Dämon.’
34 Es ist der Sohn des Menschen gekommen, essend und trinkend, und ihr sagt: ‘Siehe!, ein Mensch, [der] ein Fresser [ist] und ein Weintrinker, ein Freund von Zolleinnehmern und Sündern.’
35 Und es ist die Weisheit gerechtfertigt worden von allen ihren Kindern.“
36 Es ersuchte ihn nun einer von den Pharisäern, dass er mit ihm esse. Und er ging hinein in das Haus des Pharisäers und legte sich [zu Tisch].
37 Und siehe!, eine Frau in der Stadt, welche eine Sünderin war, brachte, da sie erfahren hatte, dass er im Haus des Pharisäers [zu Tisch] liege, ein Alabaster[fläschchen] mit Salböl herbei,
38 stellte sich weinend hinten bei seinen Füßen hin und fing an, mit den Tränen seine Füße zu benetzen, und mit ihrem Haupthaar wischte sie sie ab, und sie küsste seine Füße ab und ölte sie mit dem Salböl ein.
39 Als es der Pharisäer, der ihn geladen ‹eig.: gerufen› hatte, sah, sagte er bei sich selbst: „Wenn dieser ein Prophet wäre, würde er [er]kannt haben, wer und von welcher Art die Frau sei, welche ihn anrührt: dass sie eine Sünderin ist.“
40 Jesus antwortete; er sagte, zu ihm [gewandt]: „Simon, ich habe dir etwas zu sagen.“ Er aber sagte: „Lehrer, sag’s.“
41 „Ein gewisser Geldverleiher hatte zwei Schuldner. Der eine schuldete fünfhundert Denare, der andere fünfzig.
42 Da sie aber nicht [das Nötige] hatten, [es] zu erstatten, schenkte er es beiden. Sage mir: Wer von ihnen wird ihn also mehr lieben?“
43 Simon antwortete: „Ich nehme an, der, dem er die größere [Summe] schenkte.“ Er sagte zu ihm: „Du hast recht geurteilt.“
44 Und sich zu der Frau hingewandt, sagte er zu Simon: „Siehst du diese Frau? Ich kam in dein Haus. Wasser auf meine Füße gabst du mir nicht, aber sie benetzte mit den Tränen meine Füße und trocknete [sie] mit ihrem Haupthaar ab.
45 Du gabst mir keinen Kuss. Aber sie, seitdem ich hereinkam, hat nicht abgelassen, meine Füße abzuküssen.
46 Du öltest mein Haupt nicht ein mit Öl. Aber sie ölte meine Füße mit Salböl ein.
47 Aus diesem Grunde sage ich dir: Ihre vielen Sünden sind vergeben, weil sie viel liebte. Aber der, dem wenig vergeben wird, liebt wenig.“
48 Und zu ihr sagte er: „Deine Sünden sind vergeben.“
49 Und die, die mit [zu Tisch] lagen, fingen an, bei sich selbst zu sagen: „Wer ist dieser, der auch Sünden vergibt?“
50 Aber an die Frau [sich richtend] sagte er: „Dein Glaube hat dich gerettet. Gehe hin in [den] Frieden.“