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Neues Testament

Apostelgeschichte Kapitel 13

Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026

1Es waren nun in der in Antiochia bestehenden Gemeinde etliche Propheten und Lehrer: sowohl Barnabas als auch Symeon, der Niger genannt war, und Lukius, der Kyrenier, auch Manaen, ein Pflegebruder ‹, Erziehungsgenosse,› des Tetrarchen Herodes, und Saulus.
2Als sie dem Herrn [heiligen] Dienst darbrachten und fasteten, sagte der Heilige Geist: „So sondert mir nun Barnabas und Saulus zu dem Werk aus, zu dem ich sie gerufen habe.“
3Dann, nachdem sie gefastet und gebetet und ihnen die Hände aufgelegt hatten, ‹verabschiedeten und› entließen sie [sie].
4Diese nun, ausgeschickt vom Heiligen Geist, gingen hinab nach Seleukia und fuhren von dort zu Schiff ab nach Zypern.
5Und in Salamis angekommen, verkündeten sie [eine Zeitlang]1 das Wort Gottes in den Synagogen der Juden. Sie hatten auch Johannes als verantwortlichen Diener.
6Nachdem sie die Insel bis Paphos durchzogen hatten, fanden sie einen gewissen Zauberer, einen Lügenpropheten ‹, Falschpropheten›, einen Juden, der den Namen Barjesus hatte,
7der bei dem Prokonsul Sergius Paulus war, einem verständigen Mann. Dieser rief Barnabas und Saulus herbei und hatte Verlangen danach, das Wort Gottes zu hören.
8Aber Elymas, der Zauberer – denn so wird sein Name übersetzt –, widerstand ihnen und suchte, den Prokonsul vom Glauben abzukehren.
9Aber Saulus, der auch Paulus [hieß], erfüllt mit Heiligem Geist, sagte, ihn scharf ‹und unverwandt› anblickend:
10 „O [du], voll aller List und aller Skrupellosigkeit, Sohn [des] Teufels ‹, [des] Verleumders›, Feind aller Gerechtigkeit, hörst du nicht auf, zu verkehren ‹und krumm zu machen› die geraden Wege [des] Herrn?
11 Und jetzt, siehe!, [die] Hand [des] Herrn [kommt] über dich! Und du wirst blind sein, die Sonne für eine [bestimmte] Zeitfrist nicht sehen.“ Auf der Stelle fiel Nebel und Dunkel auf ihn, und er ging umher und suchte Handleiter.
12 Da, als er das Geschehene sah, glaubte der Prokonsul, bestürzt ‹und außer sich› über die Lehre des Herrn.
13 Nachdem Paulus und seine Begleiter von Paphos abgefahren waren, kamen sie nach Perge in Pamphylien. Aber Johannes wich von ihnen und kehrte nach Jerusalem zurück.
14 Von Perge zogen sie hindurch und trafen im pisidischen Antiochia ein. Und sie gingen am Sabbattag2 in die Synagoge und setzten sich.
15 Nach der Lesung des Gesetzes und der Propheten sandten die Synagogenvorsteher zu ihnen und sagten ‹i. S. v.: ließen sagen›: „Männer, Brüder! Ist in euch ein Wort [des] Zuspruchs ‹und der Ermutigung› an das Volk, so sagt es!“
16 Paulus nun stand auf, winkte mit der Hand und sagte: „Männer, Israeliten und die, die Gott fürchten! Hört!
17 Der Gott dieses Volkes3 erwählte unsere Väter und erhöhte das Volk während des Fremdaufenthaltes im Land Ägypten, und mit hochgestrecktem Arm führte er sie aus demselben heraus.
18 Und er ertrug sie [mit ihrer Art] eine Zeit von etwa4 vierzig Jahren in der Wüste.
19 Und nachdem er sieben Völker im Lande Kanaan niedergeworfen hatte, verteilte er ihnen durchs Los ihr Land.
20 Und nach diesem, für etwa vierhundertfünfzig Jahre, gab er Richter5 bis zu Samuel, dem Propheten.
21 Und von da an erbaten sie sich einen König. Und Gott gab ihnen Saul, Sohn [des] Kis, einen Mann aus [dem] Stamm Benjamin, vierzig Jahre.
22 Und nachdem er ihn abgesetzt hatte, erweckte er ihnen David zum König, dem er auch Zeugnis gab und sagte: ‘Ich fand David, den [Sohn] Jesses, einen Mann nach meinem Herzen, der allen meinen Willen6 tun wird.’
23 Aus dessen Samen brachte Gott [für] Israel gemäß [der] Verheißung Rettung7,
24 nachdem Johannes, angesichts seines8 Auftretens, dem ganzen Israel9 zuvor eine Taufe [der] Buße verkündet hatte.
25 Und während Johannes dabei war, [seinen] Lauf zu erfüllen, sagte er: ‘Wer vermutet ihr, dass ich sei? Nicht ich bin [derjenige], sondern, siehe!, er kommt nach mir, dessen Schuhe [an] den Füßen zu lösen ich nicht würdig bin.’
26 Männer, Brüder!, Söhne [des] Geschlechts Abrahams, und die Gott Fürchtenden unter euch: Euch wurde das Wort dieses Heils ‹o.: dieser Rettung› gesandt,
27 denn die in Jerusalem Wohnenden und ihre Oberen, unwissend [über] ihn, verurteilten [ihn] und erfüllten dabei die Stimmen der Propheten, die an jedem Sabbat gelesen werden.
28 Und ohne irgendeine Ursache des Todes gefunden zu haben, baten sie Pilatus, dass er umgebracht werde.
29 Als sie alles vollendet hatten, was über ihn geschrieben war, nahmen sie [ihn] vom Holz herab und legten [ihn] in ein Grab.
30 Aber Gott weckte ihn auf aus [den] Toten.
31 Und mehrere Tage hindurch erschien er denen, die mit ihm von Galiläa nach Jerusalem hinaufgezogen waren, welche seine Zeugen sind gegenüber dem Volk.
32 Und wir verkündigen euch als gute Botschaft die an die Väter geschehene Verheißung:
33 dass Gott diese an uns, deren Kindern, zur Erfüllung gebracht hat, indem er Jesus auferstehen ließ10, wie auch im zweiten Psalm geschrieben ist: ‘Du bist mein Sohn. Ich habe dich heute ‹gezeugt und› geboren.’ (Ps 2,7)
34 Dass er ihn aus [den] Toten auferstehen ließ als einen, der hinfort nicht zur Verwesung zurückkehren sollte, hat er so gesagt: ‘Ich werde euch geben die reinen ‹und gottgefälligen› Gnaden[erweise] Davids, die treuen ‹und zuverlässigen›11.’ (Jes 55,3)
35 Darum sagt er auch an anderer [Stelle]: ‘Du wirst deinen Reinen ‹und Gottergebenen› nicht dahingeben, Verwesung zu sehen.’ (Ps 16,10)
36 David entschlief ja, nachdem er [gemäß] dem Ratschluss Gottes dem eigenen Geschlecht ‹, der eigenen Generation,› dienstbar gewesen war, und wurde zu seinen Vätern hinzugetan und sah Verwesung.
37 Aber der, den Gott [auf]­erweckte, sah Verwesung nicht.
38 Es sei euch also bekanntgemacht, Männer, Brüder, dass euch durch diesen Vergebung12 [der] Sünden verkündet wird,
39 und von allem, wovon ihr im Gesetz Moses nicht gerechtgemacht ‹, gerechtfertigt,› werden konntet, wird in diesem ‹und durch diesen› jeder Glaubende13 gerechtgemacht.
40 Seht also, dass nicht auf euch komme das in den Propheten Gesagte:
41 ‘Seht, Verächter, und verwundert euch und verschwindet, da ich ein Werk in euren Tagen wirke, das ihr bestimmt nicht glaubt, wenn es euch jemand erzählt!’“ (Hab 1,5 LXX)
42 Als sie nun aus der Synagoge der Juden gingen, baten die Völker ‹o.: die aus den Völkern›14, dass ihnen auf den nächstfolgenden Sabbat diese Aussprüche15 gesagt würden.
43 Nachdem die Synagogen[versammlung] aufgelöst war, folgten viele der Juden und der ehrfürchtigen Proselyten Paulus und Barnabas, welche zu ihnen redeten und sie überzeugten ‹, sie zu überzeugen suchten; ihnen Vertrauen einflößten›16, bei der Gnade Gottes zu verharren.
44 Und am kommenden Sabbat war beinahe die ganze Stadt zusammengekommen, das Wort Gottes zu hören.
45 Aber als die Juden die Mengen sahen, wurden sie von Eifersucht erfüllt und widersprachen mit heftigem Widerspruch und Lästerung dem von Paulus Gesagten.
46 Mit Freimütigkeit sagten Paulus und Barnabas: „Es war notwendig, dass euch zuerst das Wort Gottes gesagt werde. Da ihr es aber von euch stoßt und euch selbst des ewigen17 Lebens nicht würdig achtet, siehe!, wir wenden uns zu den Völkern ‹o.: denen aus den Völkern›;
47 denn so hat der Herr uns geboten: ‘Ich habe dich zu[m] Licht gesetzt für die Völker, damit du zu[r] Rettung seiest bis ans äußerste [Ende] der Erde.’“ (Jes 49,6)
48 Als die Völker ‹o.: die aus den Völkern› es hörten, freuten sie sich und verherrlichten das Wort des Herrn. Und sie glaubten18, so viele zu ewigem19 Leben geordnet ‹, eingestellt, gerichtet, disponiert,› waren.20
49 Und das Wort des Herrn wurde durch das ganze Landgebiet hindurchgetragen.
50 Aber die Juden hetzten die ehrfürchtigen und die vornehmen Frauen und die Ersten der Stadt auf und fachten eine Verfolgung gegen Paulus und Barnabas an und warfen sie von ihren Grenzgebieten hinaus.
51 Die aber schüttelten den Staub ihrer Füße gegen sie ab und gingen nach Ikonium.
52 Die Jünger aber wurden mit Freude und Heiligem Geist erfüllt.

Fußnoten

  1. 1 13,5 Imperfekt, durativ o. habitativ (gewohnheitsmäßig; wie gewohnt)
  2. 2 13,14 wörtl.: am Tag der Sabbate; am Tag der Ruhen; „Sabbate“ (Mehrzahl) steht oft für die Einzahl
  3. 3 13,17 NA, t. r.: dieses Volkes Israel
  4. 4 13,18 „etwa vierzig“, d. h.: vierzig; 2Mo 16,35; 4Mo 14,33.34; 5Mo 2,7; 8,2.4; 29,4; Jos 5,6; Neh 9,21; Ps 95,10; Am 2,10; 5,25
  5. 5 13,20 NA: für etwa vierhundertfünfzig Jahre. Und nach diesem gab er Richter
  6. 6 13,22 eig.: alle meine Willensäußerungen bzw. Wünsche; im Griech. Mehrzahl
  7. 7 13,23 NA: Jesus als Retter
  8. 8 13,24 d. i.: Jesu
  9. 9 13,24 NA: dem ganzen Volk Israel
  10. 10 13,33 o.: auferstehen machte; so a. V. 34
  11. 11 13,34 o.: die unverbrüchlichen [und zuverlässigen] dem David verheißenen Gnadenerweise [o.: Gnadengüter; Gnadenzusagen]
  12. 12 13,38 eig.: Erlassung
  13. 13 13,39 Partizip Präsens durativ: jeder beständig Glaubende
  14. 14 13,42 NA: Als sie nun hinausgingen, baten sie
  15. 15 13,42 o.: Dinge; o.: Worte (hreema, das gesprochene Wort; die Sache)
  16. 16 13,43 konativer Aorist
  17. 17 13,46 aioonios; äonischen
  18. 18 13,48 o.: kamen zum Glauben; begannen zu glauben; ingressiver Aorist
  19. 19 13,48 aioonios; äonischem
  20. 20 13,48 tetagmenoi: das griech. tassomai (Grundbed.: „ordnen; einsetzen“) kann im Passiv bed.: „geordnet werden; eingerichtet werden, disponiert werden, eingestimmt sein, sich einstimmen lassen, empfänglich gemacht werden bzw. sein“