Neues Testament
Apostelgeschichte Kapitel 17
Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026
1Sie nun reisten durch Amphipolis und Apollonien und kamen nach Thessalonike, wo die Synagoge der Juden war.
2Nach seiner Gewohnheit ging Paulus hinein zu ihnen. Und über drei Sabbate hin unterredete er sich mit ihnen von den Schriften her,
3eröffnend und darlegend: „Es musste der Gesalbte leiden und auferstehen aus [den] Toten“, und: „Dieser ist der Gesalbte, Jesus, den ich euch verkünde.“
4Und etliche von ihnen wurden überzeugt und schlossen sich Paulus und Silas an, auch von den ehrfürchtigen Griechen eine zahlreiche Menge und von den ersten ‹und angesehenen› Frauen nicht wenige.
5Aber die [im Unglauben] ungehorsamen1 Juden nahmen2 etliche böse Männer des Marktgesindels zu sich, erregten einen Volksauflauf und brachten [nach und nach]3 die Stadt in Aufruhr. Und sie traten vor das Haus Jasons und suchten sie, um sie unter das versammelte Volk zu führen.
6Als sie sie aber nicht fanden, schleppten sie Jason und etliche Brüder vor die Stadtobersten ‹, vor die Stadtpräfekten,› und riefen: „Die, die das Weltreich4 aufgewiegelt haben, diese sind auch hier anwesend.
7Die hat Jason [ins Haus] aufgenommen. Und diese alle handeln den Verordnungen des Kaisers zuwider, sagen, ein anderer sei König, Jesus!“
8Sie versetzten die Volksmenge und die Stadtobersten ‹, die Stadtpräfekten,› in Unruhe, als die diese [Dinge] hörten.
9Und nachdem sie von Jason und den Übrigen eine beträchtliche [Summe als Bürgschaft] ‹, eine Kaution,› genommen hatten, entließen sie sie.
10 Sogleich schickten die Brüder in der Nacht beide, Paulus und Silas, aus, nach Beröa, welche, [dort] angekommen, sich zur Synagoge der Juden begaben.
11 Diese waren von edlerer Art ‹wörtl.: wohlgeborener› als die in Thessalonike: Sie nahmen das Wort mit aller Bereitwilligkeit auf und untersuchten täglich die Schriften, ob sich diese [Dinge] so verhielten.
12 Es glaubten nun5 viele von ihnen, auch von den vornehmen griechischen Frauen und Männern nicht wenige.
13 Aber als die Juden von Thessalonike erfuhren, dass von Paulus das Wort Gottes auch in Beröa verkündet wurde, kamen sie und versetzten auch dort die Mengen in Unruhe ‹, in Bewegung und in Aufregung›.
14 Daraufhin nun sandten die Brüder Paulus sogleich fort, dass er bis ans Meer ‹, bis zur Meeresküste› zöge. Aber Silas und Timotheus verblieben beide dort.
15 Die aber, die Paulus begleiteten, brachten ihn bis nach Athen; und als sie einen Befehl an Silas und Timotheus erhielten, dass sie schnellstens zu ihm kommen sollten, reisten sie ab.
16 Während Paulus nun in Athen auf sie wartete, wurde sein Geist in ihm gereizt, weil er beobachtete, wie die Stadt mit Götzen[bildern] gefüllt ‹und auf Götzen hin ausgerichtet› war.
17 Er unterredete sich nun in der Synagoge mit den Juden und den Ehrfürchtigen und auf dem Marktplatz jeden Tag, mit denen, die zufällig anzutreffen waren6.
18 Etliche der Philosophen [von] der [Schule] der Epikureer und der Stoiker stießen mit ihm zusammen. Und etliche sagten: „Was mag dieser Körnerpicker ‹o.: Aufsauger [von Worten]; wörtl.: Samenaufleser› sagen wollen?“, etliche: „Er scheint ein Verkünder fremder Gottheiten7 zu sein“, da er Jesus und die Auferstehung als gute Botschaft verkündigte.
19 Und sie fassten ihn [, nahmen ihn mit] und führten [ihn] auf den Areshügel ‹, Areopag›, und sie sagten: „Können wir erfahren, was diese neue, von dir geredete Lehre [ist]?
20 Denn du bringst gewisse befremdende [Dinge] in unsere Ohren. Wir wollen also erfahren, was das wohl sein möge.“
21 Aber alle Athener und die sich aufhaltenden Fremden haben für nichts anderes Muße ‹und Zeit›, als etwas Neueres zu sagen und zu hören.
22 Paulus nun stellte sich inmitten des Areshügels hin und sagte: „Männer, Athener! Nach allen [Seiten hin] beobachte ich, wie sehr ihr Gottheiten verehrend seid, mehr [als andere].
23 Als ich nämlich durchzog und die Gegenstände eurer Verehrung anschaute, fand ich auch einen Sockel, auf dem aufgeschrieben war: ‘Einem unbekannten Gott’. Den also, den ihr, ohne ihn zu kennen, verehrt, diesen verkünde ich euch.8
24 Der Gott, der die Welt machte und alles, was darin [ist], dieser, [der] Herr von Himmel und Erde ist, wohnt nicht in von Hand gemachten Tempelheiligtümern,
25 noch wird er von Menschenhänden bedient, als bedürfe er etwas, er, der allen nach allen [Seiten hin] Leben und Odem gibt.
26 Auch machte er aus einem Blut9 jede Volksgemeinschaft10 [der] Menschen, dass sie über [das] ganze Angesicht der Erde hin wohnen sollten, wobei er zuvor festgesetzte Zeitfristen und die Grenzen ihres Wohnens bestimmte,
27 damit sie den Herrn11 suchten, ob sie ihn wohl ertasten und sogar finden möchten, zumal er nicht fern ist von einem jeden von uns,
28 denn in ihm leben wir und bewegen wir uns und sind wir12, wie auch einige der Dichter unter euch gesagt haben: Wir sind ja gar seines Geschlechts.13
29 Da wir also als Geschlecht Gottes bestehen, sollten wir nicht meinen, das Göttliche wäre Gold oder Silber oder Stein ähnlich – einem Gebilde der Kunstfertigkeit und Erwägung eines Menschen.
30 Nachdem also Gott über die Zeiten der Unwissenheit hinweggesehen hat, weist er jetzt alle Menschen überall an, Buße zu tun ‹, den Sinn zu ändern, umzudenken›,
31 deshalb, weil er einen Tag festsetzte, an dem er sich anschickt14, das Weltreich15 zu richten in Gerechtigkeit durch einen Mann, den er [dazu] bestimmte, und er hat allen eine Beglaubigung erbracht ‹, allen [Menschen] einen Beweis geliefert›, dadurch, dass er ihn aus [den] Toten auferstehen ließ ‹eig.: auferstehen machte›.“
32 Aber als sie von einer Auferstehung [der] Toten hörten, spotteten die einen. Aber die anderen sagten: „Wir werden dich hierüber wieder anhören.“
33 Und so ‹, auf diese Weise,›16 ging Paulus aus ihrer Mitte weg.
34 Aber einige Männer schlossen sich ihm an und glaubten; unter ihnen auch Dionysius, der Areopagit ‹, Mitglied des Areopag-Rats›, und eine Frau mit Namen Damaris und andere mit ihnen.
2Nach seiner Gewohnheit ging Paulus hinein zu ihnen. Und über drei Sabbate hin unterredete er sich mit ihnen von den Schriften her,
3eröffnend und darlegend: „Es musste der Gesalbte leiden und auferstehen aus [den] Toten“, und: „Dieser ist der Gesalbte, Jesus, den ich euch verkünde.“
4Und etliche von ihnen wurden überzeugt und schlossen sich Paulus und Silas an, auch von den ehrfürchtigen Griechen eine zahlreiche Menge und von den ersten ‹und angesehenen› Frauen nicht wenige.
5Aber die [im Unglauben] ungehorsamen1 Juden nahmen2 etliche böse Männer des Marktgesindels zu sich, erregten einen Volksauflauf und brachten [nach und nach]3 die Stadt in Aufruhr. Und sie traten vor das Haus Jasons und suchten sie, um sie unter das versammelte Volk zu führen.
6Als sie sie aber nicht fanden, schleppten sie Jason und etliche Brüder vor die Stadtobersten ‹, vor die Stadtpräfekten,› und riefen: „Die, die das Weltreich4 aufgewiegelt haben, diese sind auch hier anwesend.
7Die hat Jason [ins Haus] aufgenommen. Und diese alle handeln den Verordnungen des Kaisers zuwider, sagen, ein anderer sei König, Jesus!“
8Sie versetzten die Volksmenge und die Stadtobersten ‹, die Stadtpräfekten,› in Unruhe, als die diese [Dinge] hörten.
9Und nachdem sie von Jason und den Übrigen eine beträchtliche [Summe als Bürgschaft] ‹, eine Kaution,› genommen hatten, entließen sie sie.
10 Sogleich schickten die Brüder in der Nacht beide, Paulus und Silas, aus, nach Beröa, welche, [dort] angekommen, sich zur Synagoge der Juden begaben.
11 Diese waren von edlerer Art ‹wörtl.: wohlgeborener› als die in Thessalonike: Sie nahmen das Wort mit aller Bereitwilligkeit auf und untersuchten täglich die Schriften, ob sich diese [Dinge] so verhielten.
12 Es glaubten nun5 viele von ihnen, auch von den vornehmen griechischen Frauen und Männern nicht wenige.
13 Aber als die Juden von Thessalonike erfuhren, dass von Paulus das Wort Gottes auch in Beröa verkündet wurde, kamen sie und versetzten auch dort die Mengen in Unruhe ‹, in Bewegung und in Aufregung›.
14 Daraufhin nun sandten die Brüder Paulus sogleich fort, dass er bis ans Meer ‹, bis zur Meeresküste› zöge. Aber Silas und Timotheus verblieben beide dort.
15 Die aber, die Paulus begleiteten, brachten ihn bis nach Athen; und als sie einen Befehl an Silas und Timotheus erhielten, dass sie schnellstens zu ihm kommen sollten, reisten sie ab.
16 Während Paulus nun in Athen auf sie wartete, wurde sein Geist in ihm gereizt, weil er beobachtete, wie die Stadt mit Götzen[bildern] gefüllt ‹und auf Götzen hin ausgerichtet› war.
17 Er unterredete sich nun in der Synagoge mit den Juden und den Ehrfürchtigen und auf dem Marktplatz jeden Tag, mit denen, die zufällig anzutreffen waren6.
18 Etliche der Philosophen [von] der [Schule] der Epikureer und der Stoiker stießen mit ihm zusammen. Und etliche sagten: „Was mag dieser Körnerpicker ‹o.: Aufsauger [von Worten]; wörtl.: Samenaufleser› sagen wollen?“, etliche: „Er scheint ein Verkünder fremder Gottheiten7 zu sein“, da er Jesus und die Auferstehung als gute Botschaft verkündigte.
19 Und sie fassten ihn [, nahmen ihn mit] und führten [ihn] auf den Areshügel ‹, Areopag›, und sie sagten: „Können wir erfahren, was diese neue, von dir geredete Lehre [ist]?
20 Denn du bringst gewisse befremdende [Dinge] in unsere Ohren. Wir wollen also erfahren, was das wohl sein möge.“
21 Aber alle Athener und die sich aufhaltenden Fremden haben für nichts anderes Muße ‹und Zeit›, als etwas Neueres zu sagen und zu hören.
22 Paulus nun stellte sich inmitten des Areshügels hin und sagte: „Männer, Athener! Nach allen [Seiten hin] beobachte ich, wie sehr ihr Gottheiten verehrend seid, mehr [als andere].
23 Als ich nämlich durchzog und die Gegenstände eurer Verehrung anschaute, fand ich auch einen Sockel, auf dem aufgeschrieben war: ‘Einem unbekannten Gott’. Den also, den ihr, ohne ihn zu kennen, verehrt, diesen verkünde ich euch.8
24 Der Gott, der die Welt machte und alles, was darin [ist], dieser, [der] Herr von Himmel und Erde ist, wohnt nicht in von Hand gemachten Tempelheiligtümern,
25 noch wird er von Menschenhänden bedient, als bedürfe er etwas, er, der allen nach allen [Seiten hin] Leben und Odem gibt.
26 Auch machte er aus einem Blut9 jede Volksgemeinschaft10 [der] Menschen, dass sie über [das] ganze Angesicht der Erde hin wohnen sollten, wobei er zuvor festgesetzte Zeitfristen und die Grenzen ihres Wohnens bestimmte,
27 damit sie den Herrn11 suchten, ob sie ihn wohl ertasten und sogar finden möchten, zumal er nicht fern ist von einem jeden von uns,
28 denn in ihm leben wir und bewegen wir uns und sind wir12, wie auch einige der Dichter unter euch gesagt haben: Wir sind ja gar seines Geschlechts.13
29 Da wir also als Geschlecht Gottes bestehen, sollten wir nicht meinen, das Göttliche wäre Gold oder Silber oder Stein ähnlich – einem Gebilde der Kunstfertigkeit und Erwägung eines Menschen.
30 Nachdem also Gott über die Zeiten der Unwissenheit hinweggesehen hat, weist er jetzt alle Menschen überall an, Buße zu tun ‹, den Sinn zu ändern, umzudenken›,
31 deshalb, weil er einen Tag festsetzte, an dem er sich anschickt14, das Weltreich15 zu richten in Gerechtigkeit durch einen Mann, den er [dazu] bestimmte, und er hat allen eine Beglaubigung erbracht ‹, allen [Menschen] einen Beweis geliefert›, dadurch, dass er ihn aus [den] Toten auferstehen ließ ‹eig.: auferstehen machte›.“
32 Aber als sie von einer Auferstehung [der] Toten hörten, spotteten die einen. Aber die anderen sagten: „Wir werden dich hierüber wieder anhören.“
33 Und so ‹, auf diese Weise,›16 ging Paulus aus ihrer Mitte weg.
34 Aber einige Männer schlossen sich ihm an und glaubten; unter ihnen auch Dionysius, der Areopagit ‹, Mitglied des Areopag-Rats›, und eine Frau mit Namen Damaris und andere mit ihnen.
Fußnoten
- 1 17,5 apeithein bed.: „im Unglauben ungehorsam sein“; der Ungehorsam besteht im Unglauben
- 2 17,5 NA: Aber die Juden waren eifersüchtig und nahmen
- 3 17,5 Imperfekt durativ
- 4 17,6 oikoumenee bed. „die bewohnte Welt“ oder Teile davon; das Wort wird im globalen wie lokalen Sinne verwendet; z. B. Jes 10,23 LXX (heb. thebel: Jes 13,11; 14,17; 24,4; Ps 77,19). Der Umfang von oikoumenee wird vom Kontext bestimmt.
- 5 17,12 Aorist ingressiv: kamen zum Glauben
- 6 17,17 o.: die gerade an ihn gerieten; o.: die zufällig vorbeikamen
- 7 17,18 Grundbed.: Dämonen; so a. V. 22
- 8 17,23 NA: Das also, das ihr, ohne es zu kennen, verehrt, das verkünde ich euch.
- 9 17,26 NA: ohne „Blut“
- 10 17,26 ethnos
- 11 17,27 NA (mit vielen Hss): Gott
- 12 17,28 vgl. Epimenides, 6. Jhdt. v. Chr.
- 13 17,28 vgl. Kleanthes, 304–233 v. Chr.
- 14 17,31 mellei krinein von mellein (im Begriff stehen; vorhaben; beabsichtigen; daran gehen)
- 15 17,31 oikoumenee bed. „die bewohnte Welt“ oder Teile davon; das Wort wird im globalen wie lokalen Sinne verwendet; z. B. Jes 10,23 LXX (heb. thebel: Jes 13,11; 14,17; 24,4; Ps 77,19). Der Umfang von oikoumenee wird vom Kontext bestimmt.
- 16 17,33 d. h.: ohne weiter mit ihnen zu sprechen