Neues Testament
Apostelgeschichte Kapitel 4
Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026
1Als sie aber noch zum Volk redeten, traten die Priester und der Tempelhauptmann ‹, der Sicherheitsverantwortliche der Tempelstätte,› und die Sadduzäer auf sie zu,
2aufgebracht darüber, dass sie das Volk lehrten und an Jesus ‹o.: mit Jesus›1 die Auferstehung der Toten verkündeten.
3Und sie legten Hand an sie und setzten [sie] in Gewahrsam bis zum folgenden Tag, denn es war schon Abend.
4Aber viele von denen, die das Wort gehört hatten, glaubten. Und es wurde die Zahl der Männer etwa fünftausend.
5Es geschah nun am folgenden Tag, dass ihre Oberen und Ältesten und Schriftgelehrten zusammenkamen zu Jerusalem,
6auch Annas, der Hohepriester, und Kajaphas und Johannes und Alexander und alle, die von hohepriesterlichem Geschlecht waren.
7Und sie stellten sie in die Mitte und erkundigten sich: „In welcher Kraft oder in welchem Namen habt ihr das getan?“
8Daraufhin sagte Petrus, erfüllt mit Heiligem Geist, zu ihnen: „Obere ‹o.: Vorsteher› des Volkes und Älteste von Israel!
9Wenn wir heute verhört werden wegen einer Wohltat an einem kranken Menschen, wodurch er gerettet worden ist2,
10 soll euch allen und dem ganzen Volk Israel kundgetan sein: Durch den Namen Jesu, [des] Gesalbten, des Nazareners3, den ihr gekreuzigt habt, den Gott aus [den] Toten [auf]erweckt hat, durch diesen steht dieser gesund vor euch.
11 Das ist der von euch, den Bauenden, verachtete Stein, der zu[m] Haupt-Eckstein4 geworden ist.
12 Und es ist in keinem anderen die Rettung, denn es ist auch kein anderer Name unter dem Himmel, der den Menschen gegeben [ist], in dem wir gerettet werden müssen.“
13 Als sie nun die Freimütigkeit des Petrus und Johannes beobachteten und begriffen, dass sie ungelehrte Menschen waren, wunderten sie sich. Und sie erkannten sie, dass sie zusammen mit Jesus gewesen waren.
14 Als sie aber den Menschen, der geheilt worden war, zusammen mit ihnen stehen sahen, hatten sie nichts, um dagegen zu reden.
15 Aber sie befahlen ihnen, aus dem Hohen Rat wegzugehen, und sie berieten miteinander;
16 sie sagten: „Was sollen wir mit diesen Menschen machen? Dass ja tatsächlich ein offenkundiges Zeichen durch sie geschehen ist, [ist] all den [in] Jerusalem Wohnenden offenbar, und wir vermögen [es] nicht zu leugnen.
17 Doch damit es nicht noch mehr unter das Volk verbreitet wird, lasst uns sie ernstlich bedrohen, dass sie hinfort zu keinem Menschen [unter Berufung] auf diesen Namen reden.“
18 Und sie riefen sie und wiesen sie an, überhaupt nichts [mehr] verlauten zu lassen noch zu lehren [unter Berufung] auf den Namen Jesus.
19 Aber Petrus und Johannes antworteten, zu ihnen [gewandt]: „Entscheidet [selbst], ob es vor [den Augen] Gott[es] recht ist, eher auf euch zu hören als auf Gott.
20 Wir sind nämlich nicht imstande, von dem, was wir gesehen und gehört haben, nicht zu reden.“
21 Sie aber drohten weiter und ließen sie [dann] frei, weil sie keinen [Weg] fanden, wie sie zu bestrafen wären, wegen des Volkes, weil alle Gott über das Geschehene verherrlichten.
22 Er war nämlich mehr als vierzig Jahre alt, der Mensch, an dem dieses Zeichen der Heilung geschehen war.
23 Als sie nun freigelassen worden waren, kamen sie zu den Ihrigen und berichteten, was alles die Hohenpriester und die Ältesten zu ihnen gesagt hatten.
24 Sie aber, als sie [es] gehört hatten, erhoben einmütig die Stimme zu Gott und sagten: „Herrscher, du [bist] der Gott, der den Himmel und das Land und das Meer ‹o.: den Meeres- bzw. Küstenstreifen› und alles, was in ihnen ist, gemacht hat,
25 der durch [den] Mund Davids5, deines Dienstknechtes, sagte: ‘Warum empörten sich [die] Völker6 und unternahmen Vergebliches [die] Volksscharen?
26 Die Könige des Landes ‹o.: der [umliegenden] Länderregion› stellten sich auf, und die Oberen kamen zusammen an einem [Ort]7, gegen den Herrn und gegen seinen Gesalbten’. (Ps 2,1.2)
27 Es kamen nämlich8 in Wahrheit zusammen [in Feindschaft] gegen deinen heiligen Dienstknecht Jesus, den du gesalbt hast, beide, Herodes und Pontius Pilatus, mitsamt Völkern und Volksscharen9 Israels,
28 zu tun, was deine Hand und dein Ratschluss im Voraus bestimmte, dass [es] geschehen sollte.
29 Und jetzt, Herr, sieh hin auf ihre Drohungen und gib deinen Sklavendienern, mit aller Freimütigkeit zu reden dein Wort,
30 während du deine Hand zu[r] Heilung ausstreckst und Zeichen und Wunder durch den Namen deines heiligen Dienstknechtes Jesus geschehen.“
31 Und während sie [flehentlich] baten, wurde der Ort, an dem sie zusammengekommen waren, erschüttert ‹, ins Wanken versetzt›, und sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt. Und sie redeten das Wort Gottes mit Freimütigkeit.
32 Aber die Menge derer, die glaubten,10 war ein Herz und eine Seele. Und auch nicht einer sagte, dass etwas von dem, was ihm gehörte, sein Eigen wäre, sondern es war ihnen alles gemeinsam.
33 Und mit großer Kraft gaben ‹eig.: erstatteten› die Apostel [das] Zeugnis von der Auferstehung des Herrn, Jesu. Und große Gnade war auf ihnen allen.
34 Denn auch nicht irgendein Bedürftiger befand sich unter ihnen; denn die, die Eigentümer von Grundstücken oder Häusern waren, verkauften sie und brachten den Erlös des Verkauften
35 und legten ihn zu den Füßen der Apostel. Und man teilte einem jeden aus, entsprechend dem, wie er Bedarf hatte.
36 Joses, von den Aposteln zusätzlich Barnabas11 genannt – das heißt übersetzt: ‘Sohn des Trostes’ –, ein Levit, aus Zypern gebürtig,
37 der ein Feld besaß, verkaufte [es] und brachte das Geld12 und legte [es] zu den Füßen der Apostel.
2aufgebracht darüber, dass sie das Volk lehrten und an Jesus ‹o.: mit Jesus›1 die Auferstehung der Toten verkündeten.
3Und sie legten Hand an sie und setzten [sie] in Gewahrsam bis zum folgenden Tag, denn es war schon Abend.
4Aber viele von denen, die das Wort gehört hatten, glaubten. Und es wurde die Zahl der Männer etwa fünftausend.
5Es geschah nun am folgenden Tag, dass ihre Oberen und Ältesten und Schriftgelehrten zusammenkamen zu Jerusalem,
6auch Annas, der Hohepriester, und Kajaphas und Johannes und Alexander und alle, die von hohepriesterlichem Geschlecht waren.
7Und sie stellten sie in die Mitte und erkundigten sich: „In welcher Kraft oder in welchem Namen habt ihr das getan?“
8Daraufhin sagte Petrus, erfüllt mit Heiligem Geist, zu ihnen: „Obere ‹o.: Vorsteher› des Volkes und Älteste von Israel!
9Wenn wir heute verhört werden wegen einer Wohltat an einem kranken Menschen, wodurch er gerettet worden ist2,
10 soll euch allen und dem ganzen Volk Israel kundgetan sein: Durch den Namen Jesu, [des] Gesalbten, des Nazareners3, den ihr gekreuzigt habt, den Gott aus [den] Toten [auf]erweckt hat, durch diesen steht dieser gesund vor euch.
11 Das ist der von euch, den Bauenden, verachtete Stein, der zu[m] Haupt-Eckstein4 geworden ist.
12 Und es ist in keinem anderen die Rettung, denn es ist auch kein anderer Name unter dem Himmel, der den Menschen gegeben [ist], in dem wir gerettet werden müssen.“
13 Als sie nun die Freimütigkeit des Petrus und Johannes beobachteten und begriffen, dass sie ungelehrte Menschen waren, wunderten sie sich. Und sie erkannten sie, dass sie zusammen mit Jesus gewesen waren.
14 Als sie aber den Menschen, der geheilt worden war, zusammen mit ihnen stehen sahen, hatten sie nichts, um dagegen zu reden.
15 Aber sie befahlen ihnen, aus dem Hohen Rat wegzugehen, und sie berieten miteinander;
16 sie sagten: „Was sollen wir mit diesen Menschen machen? Dass ja tatsächlich ein offenkundiges Zeichen durch sie geschehen ist, [ist] all den [in] Jerusalem Wohnenden offenbar, und wir vermögen [es] nicht zu leugnen.
17 Doch damit es nicht noch mehr unter das Volk verbreitet wird, lasst uns sie ernstlich bedrohen, dass sie hinfort zu keinem Menschen [unter Berufung] auf diesen Namen reden.“
18 Und sie riefen sie und wiesen sie an, überhaupt nichts [mehr] verlauten zu lassen noch zu lehren [unter Berufung] auf den Namen Jesus.
19 Aber Petrus und Johannes antworteten, zu ihnen [gewandt]: „Entscheidet [selbst], ob es vor [den Augen] Gott[es] recht ist, eher auf euch zu hören als auf Gott.
20 Wir sind nämlich nicht imstande, von dem, was wir gesehen und gehört haben, nicht zu reden.“
21 Sie aber drohten weiter und ließen sie [dann] frei, weil sie keinen [Weg] fanden, wie sie zu bestrafen wären, wegen des Volkes, weil alle Gott über das Geschehene verherrlichten.
22 Er war nämlich mehr als vierzig Jahre alt, der Mensch, an dem dieses Zeichen der Heilung geschehen war.
23 Als sie nun freigelassen worden waren, kamen sie zu den Ihrigen und berichteten, was alles die Hohenpriester und die Ältesten zu ihnen gesagt hatten.
24 Sie aber, als sie [es] gehört hatten, erhoben einmütig die Stimme zu Gott und sagten: „Herrscher, du [bist] der Gott, der den Himmel und das Land und das Meer ‹o.: den Meeres- bzw. Küstenstreifen› und alles, was in ihnen ist, gemacht hat,
25 der durch [den] Mund Davids5, deines Dienstknechtes, sagte: ‘Warum empörten sich [die] Völker6 und unternahmen Vergebliches [die] Volksscharen?
26 Die Könige des Landes ‹o.: der [umliegenden] Länderregion› stellten sich auf, und die Oberen kamen zusammen an einem [Ort]7, gegen den Herrn und gegen seinen Gesalbten’. (Ps 2,1.2)
27 Es kamen nämlich8 in Wahrheit zusammen [in Feindschaft] gegen deinen heiligen Dienstknecht Jesus, den du gesalbt hast, beide, Herodes und Pontius Pilatus, mitsamt Völkern und Volksscharen9 Israels,
28 zu tun, was deine Hand und dein Ratschluss im Voraus bestimmte, dass [es] geschehen sollte.
29 Und jetzt, Herr, sieh hin auf ihre Drohungen und gib deinen Sklavendienern, mit aller Freimütigkeit zu reden dein Wort,
30 während du deine Hand zu[r] Heilung ausstreckst und Zeichen und Wunder durch den Namen deines heiligen Dienstknechtes Jesus geschehen.“
31 Und während sie [flehentlich] baten, wurde der Ort, an dem sie zusammengekommen waren, erschüttert ‹, ins Wanken versetzt›, und sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt. Und sie redeten das Wort Gottes mit Freimütigkeit.
32 Aber die Menge derer, die glaubten,10 war ein Herz und eine Seele. Und auch nicht einer sagte, dass etwas von dem, was ihm gehörte, sein Eigen wäre, sondern es war ihnen alles gemeinsam.
33 Und mit großer Kraft gaben ‹eig.: erstatteten› die Apostel [das] Zeugnis von der Auferstehung des Herrn, Jesu. Und große Gnade war auf ihnen allen.
34 Denn auch nicht irgendein Bedürftiger befand sich unter ihnen; denn die, die Eigentümer von Grundstücken oder Häusern waren, verkauften sie und brachten den Erlös des Verkauften
35 und legten ihn zu den Füßen der Apostel. Und man teilte einem jeden aus, entsprechend dem, wie er Bedarf hatte.
36 Joses, von den Aposteln zusätzlich Barnabas11 genannt – das heißt übersetzt: ‘Sohn des Trostes’ –, ein Levit, aus Zypern gebürtig,
37 der ein Feld besaß, verkaufte [es] und brachte das Geld12 und legte [es] zu den Füßen der Apostel.
Fußnoten
- 1 4,2 d. h.: mittels seiner Auferstehung
- 2 4,9 nämlich von der Krankheit
- 3 4,10 eig.: Nazoräers
- 4 4,11 wörtl.: zu[m] Haupt [der] Ecke; zu [dem] den Bau bestimmenden, an der äußeren Ecke liegenden Stein
- 5 4,25 NA: der durch [den] Heiligen Geist durch [den] Mund unseres Vaters David
- 6 4,25 „Völker“ (ethnee, wie das heb. goj) oft allg. für „Menschen“, manchmal auch für die Stämme Israels (vgl. den Parallelismus in Ps 2,1)
- 7 4,26 o.: auf dasselbe [Ziel] gerichtet
- 8 4,27 NA: plus „in dieser Stadt“
- 9 4,27 im Griech. zweimal kein Artikel
- 10 4,32 eig.: der geglaubt Habenden; o. (als ingressiver Aorist): derer, die zum Glauben gekommen waren
- 11 4,36 heb. für „Sohn des Nabas“
- 12 4,37 Grundbed.: Vermögen; Reichtum; hier: den Erlös