Neues Testament
Apostelgeschichte Kapitel 25
Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026
1Als nun Festus [die Statthalterschaft über] die Provinz1 angetreten hatte ‹o.: Als Felix die Provinz betreten hatte›, ging er nach drei Tagen von Cäsarea nach Jerusalem hinauf.
2Da wurden der Hohepriester und die Ersten der Juden bei ihm gegen Paulus vorstellig und redeten ihm zu
3und erbaten sich einen Gefallen gegen denselben, dass er ihn nach Jerusalem holen ließe; dabei beabsichtigen sie einen Anschlag2, um ihn auf dem Weg umzubringen.
4Festus nun entgegnete, Paulus werde in Cäsarea in Gewahrsam behalten, er selbst aber stünde im Begriff, in Kürze ‹, in Bälde, unverzüglich,› abzureisen.
5Er sagte3: „Die Einflussreichen unter euch sollen [mit mir] hinabreisen und, wenn an diesem Mann etwas ist, ihn verklagen.“
6Nachdem er mehr als zehn Tage4 bei ihnen verbracht hatte und nach Cäsarea hinabgezogen war, setzte er sich am folgenden [Tag] auf den Richterstuhl und gab Befehl, Paulus vorzuführen.
7Als er angekommen war, umstellten ihn die von Jerusalem herabgekommenen Juden und brachten viele und schwere Beschuldigungen gegen Paulus vor, die sie nicht zu beweisen vermochten,
8während er sich verteidigte: „Weder gegen das Gesetz der Juden noch gegen die Tempelstätte noch gegen [den] Kaiser sündigte ich irgendetwas.“
9Festus wollte sich aber die Juden zu Dank5 verpflichten, antwortete [daher] dem Paulus: „Willst du nach Jerusalem hinaufgehen, um dort über diese [Dinge] vor mir gerichtet zu werden?“
10 Aber Paulus sagte: „Ich stehe vor dem Richterstuhl des Kaisers, da muss ich gerichtet werden! Den Juden tat ich kein Unrecht, wie auch du nur zu gut erkennst.
11 Wenn ich tatsächlich im Unrecht bin und etwas Todeswürdiges begangen habe, weigere ich mich nicht zu sterben. Wenn aber nichts daran ist, wessen diese [hier] mich anklagen, kann niemand mich ihnen [aus Gefälligkeit] preisgeben ‹eig.: schenken›. Ich appelliere an den Kaiser ‹eig.: Ich rufe den Kaiser an›.“
12 Dann, nachdem er sich mit der Ratsversammlung unterredet hatte, antwortete Festus: „An den Kaiser hast du appelliert ‹eig.: Den Kaiser hast du angerufen›. Zum Kaiser sollst du gehen.“
13 Als einige Tage vergangen waren, kamen der König Agrippa und Bernike nach Cäsarea, Festus zu begrüßen.
14 Als sie mehrere Tage dort verbracht hatten, legte Festus dem König die [Dinge] gegen Paulus vor; er sagte: „Ein gewisser Mann ist von Felix als Gefangener ‹eig.: Gebundener› zurückgelassen,
15 gegen den die Hohenpriester und die Ältesten der Juden, als ich nach Jerusalem kam, vorstellig wurden und gegen ihn ein Urteil ‹o.: eine Strafe›6 erbaten.
16 Diesen antwortete ich: Die Römer haben nicht den Brauch, einen Menschen dem Untergang7 preiszugeben, ehe der Angeklagte die Kläger vor sich gehabt und Raum ‹und Gelegenheit› zur Verteidigung bekommen habe.
17 Als sie also hierher zusammenkamen, machte ich keinen Aufschub, setzte mich am nächsten [Tag] auf den Richterstuhl und gab Befehl, dass der Mann vorgeführt werde,
18 über den, als die Ankläger auftraten, sie keinerlei Beschuldigung vorbrachten, die ich vermutete.
19 Sie hatten aber einige Streitfragen gegen ihn bezüglich der eigenen Religion ‹o.: des eigenen Aberglaubens› und bezüglich eines gewissen gestorbenen Jesus, von dem Paulus sagte, er lebe.
20 Da ich mich aber auf den Disput über diese [Dinge] nicht verstand ‹und ratlos war›, sagte ich, ob er nach Jerusalem reisen und dort über diese [Dinge] gerichtet werden wolle.
21 Da Paulus aber darauf appellierte, für die Untersuchung ‹und Entscheidung› des ‘Ehrwürdigen’8 verwahrt zu werden, gab ich Befehl, ihn in Gewahrsam zu halten, bis ich ihn hin zum Kaiser schicken würde.“
22 Agrippa sagte zu Festus: „Ich wünschte, auch selbst den Menschen zu hören.“ Er sagte: „Morgen sollst9 du ihn hören.“
23 Am folgenden [Tag] also kam Agrippa mitsamt Bernike mit viel Gepränge, und nachdem sie zusammen mit den Chiliarchen und den angesehensten Männern der Stadt in den Verhörsaal ‹o.: Gerichtssaal› eingetreten waren, gab Festus Befehl, und Paulus wurde vorgeführt.
24 Und Festus sagte: „König Agrippa und alle mit uns anwesenden Männer! Betrachtet diesen, dessentwegen die ganze Menge der Juden mich anging, wie in Jerusalem, so auch hier, wobei sie schrien, er dürfe nicht länger leben.
25 Ich aber, stellte fest, dass er nichts Todeswürdiges getan hatte, und da nun er selbst an den Ehrwürdigen appellierte ‹eig.: den Ehrwürdigen anrief›, beschloss ich, [ihn] zu schicken.
26 Über den habe ich nichts Gewisses, [das ich] an den Herrn ‹d. h.: den Kaiser› schreiben [könnte], weshalb ich ihn vor euch geführt habe, insbesondere vor dich, König Agrippa, damit ich nach geschehener Voruntersuchung etwas habe, das ich schreiben soll.
27 Denn es erscheint mir vernunftlos, wenn ich einen Gefangenen ‹eig.: Gebundenen› schicke, nicht auch die gegen ihn vorliegenden Beschuldigungen anzuzeigen.“
2Da wurden der Hohepriester und die Ersten der Juden bei ihm gegen Paulus vorstellig und redeten ihm zu
3und erbaten sich einen Gefallen gegen denselben, dass er ihn nach Jerusalem holen ließe; dabei beabsichtigen sie einen Anschlag2, um ihn auf dem Weg umzubringen.
4Festus nun entgegnete, Paulus werde in Cäsarea in Gewahrsam behalten, er selbst aber stünde im Begriff, in Kürze ‹, in Bälde, unverzüglich,› abzureisen.
5Er sagte3: „Die Einflussreichen unter euch sollen [mit mir] hinabreisen und, wenn an diesem Mann etwas ist, ihn verklagen.“
6Nachdem er mehr als zehn Tage4 bei ihnen verbracht hatte und nach Cäsarea hinabgezogen war, setzte er sich am folgenden [Tag] auf den Richterstuhl und gab Befehl, Paulus vorzuführen.
7Als er angekommen war, umstellten ihn die von Jerusalem herabgekommenen Juden und brachten viele und schwere Beschuldigungen gegen Paulus vor, die sie nicht zu beweisen vermochten,
8während er sich verteidigte: „Weder gegen das Gesetz der Juden noch gegen die Tempelstätte noch gegen [den] Kaiser sündigte ich irgendetwas.“
9Festus wollte sich aber die Juden zu Dank5 verpflichten, antwortete [daher] dem Paulus: „Willst du nach Jerusalem hinaufgehen, um dort über diese [Dinge] vor mir gerichtet zu werden?“
10 Aber Paulus sagte: „Ich stehe vor dem Richterstuhl des Kaisers, da muss ich gerichtet werden! Den Juden tat ich kein Unrecht, wie auch du nur zu gut erkennst.
11 Wenn ich tatsächlich im Unrecht bin und etwas Todeswürdiges begangen habe, weigere ich mich nicht zu sterben. Wenn aber nichts daran ist, wessen diese [hier] mich anklagen, kann niemand mich ihnen [aus Gefälligkeit] preisgeben ‹eig.: schenken›. Ich appelliere an den Kaiser ‹eig.: Ich rufe den Kaiser an›.“
12 Dann, nachdem er sich mit der Ratsversammlung unterredet hatte, antwortete Festus: „An den Kaiser hast du appelliert ‹eig.: Den Kaiser hast du angerufen›. Zum Kaiser sollst du gehen.“
13 Als einige Tage vergangen waren, kamen der König Agrippa und Bernike nach Cäsarea, Festus zu begrüßen.
14 Als sie mehrere Tage dort verbracht hatten, legte Festus dem König die [Dinge] gegen Paulus vor; er sagte: „Ein gewisser Mann ist von Felix als Gefangener ‹eig.: Gebundener› zurückgelassen,
15 gegen den die Hohenpriester und die Ältesten der Juden, als ich nach Jerusalem kam, vorstellig wurden und gegen ihn ein Urteil ‹o.: eine Strafe›6 erbaten.
16 Diesen antwortete ich: Die Römer haben nicht den Brauch, einen Menschen dem Untergang7 preiszugeben, ehe der Angeklagte die Kläger vor sich gehabt und Raum ‹und Gelegenheit› zur Verteidigung bekommen habe.
17 Als sie also hierher zusammenkamen, machte ich keinen Aufschub, setzte mich am nächsten [Tag] auf den Richterstuhl und gab Befehl, dass der Mann vorgeführt werde,
18 über den, als die Ankläger auftraten, sie keinerlei Beschuldigung vorbrachten, die ich vermutete.
19 Sie hatten aber einige Streitfragen gegen ihn bezüglich der eigenen Religion ‹o.: des eigenen Aberglaubens› und bezüglich eines gewissen gestorbenen Jesus, von dem Paulus sagte, er lebe.
20 Da ich mich aber auf den Disput über diese [Dinge] nicht verstand ‹und ratlos war›, sagte ich, ob er nach Jerusalem reisen und dort über diese [Dinge] gerichtet werden wolle.
21 Da Paulus aber darauf appellierte, für die Untersuchung ‹und Entscheidung› des ‘Ehrwürdigen’8 verwahrt zu werden, gab ich Befehl, ihn in Gewahrsam zu halten, bis ich ihn hin zum Kaiser schicken würde.“
22 Agrippa sagte zu Festus: „Ich wünschte, auch selbst den Menschen zu hören.“ Er sagte: „Morgen sollst9 du ihn hören.“
23 Am folgenden [Tag] also kam Agrippa mitsamt Bernike mit viel Gepränge, und nachdem sie zusammen mit den Chiliarchen und den angesehensten Männern der Stadt in den Verhörsaal ‹o.: Gerichtssaal› eingetreten waren, gab Festus Befehl, und Paulus wurde vorgeführt.
24 Und Festus sagte: „König Agrippa und alle mit uns anwesenden Männer! Betrachtet diesen, dessentwegen die ganze Menge der Juden mich anging, wie in Jerusalem, so auch hier, wobei sie schrien, er dürfe nicht länger leben.
25 Ich aber, stellte fest, dass er nichts Todeswürdiges getan hatte, und da nun er selbst an den Ehrwürdigen appellierte ‹eig.: den Ehrwürdigen anrief›, beschloss ich, [ihn] zu schicken.
26 Über den habe ich nichts Gewisses, [das ich] an den Herrn ‹d. h.: den Kaiser› schreiben [könnte], weshalb ich ihn vor euch geführt habe, insbesondere vor dich, König Agrippa, damit ich nach geschehener Voruntersuchung etwas habe, das ich schreiben soll.
27 Denn es erscheint mir vernunftlos, wenn ich einen Gefangenen ‹eig.: Gebundenen› schicke, nicht auch die gegen ihn vorliegenden Beschuldigungen anzuzeigen.“
Fußnoten
- 1 25,1 Festus war Statthalter ab 59 n. Chr.
- 2 25,3 wörtl.: waren sie machend eine Hinterhaltlegung
- 3 25,5 eig.: Er sagt (im Griech. ein historisches Präsens); ebenso V. 24
- 4 25,6 NA: nicht mehr als acht oder zehn Tage
- 5 25,9 Grundbed.: Gnade
- 6 25,15 NA: eine Verurteilung
- 7 25,16 NA: ohne „dem Untergang“
- 8 25,21 sebastos; lat. augustus; verehrender Titel für den Kaiser
- 9 25,22 wörtl.: wirst; modales Futur