Neues Testament
Apostelgeschichte Kapitel 15
Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026
1Und gewisse [Leute], von Judäa herabgekommen, lehrten1 die Brüder: „Wenn ihr nicht beschnitten werdet nach der Sitte Moses, könnt ihr nicht gerettet werden.“
2Als darauf Paulus und Barnabas in nicht geringen Aufruhr und [nicht geringes] Disputieren mit ihnen gerieten, bestimmten sie, dass Paulus und Barnabas und einige andere von ihnen zu den Aposteln und Ältesten nach Jerusalem hinaufgehen2 sollten, hinsichtlich dieser Streitfrage.
3Sie nun, nachdem sie von der Gemeinde das Geleit erhalten hatten ‹und für die Weiterreise ausgestattet worden waren›, durchzogen Phönizien und Samaria und erzählten von der Bekehrung der Völker ‹, der Heiden,› und machten allen Brüdern große Freude.
4In Jerusalem eingetroffen, wurden sie von der Gemeinde und den Aposteln und den Ältesten in Empfang genommen. Und sie berichteten, wie vieles Gott mit ihnen getan hatte.
5Aber es standen etliche von der Sonderrichtung der Pharisäer, die gläubig geworden waren ‹und glaubten›3, auf [und] sagten: „Man muss sie beschneiden und [sie] anweisen, das Gesetz Moses zu halten.“
6Es kamen nun die Apostel und die Ältesten zusammen, um [nach dem Rechten] zu sehen bezüglich dieser Sache.
7Als viel Disputieren aufkam, stand Petrus auf und sagte, zu ihnen [gewandt]: „Männer, Brüder, euch ist bekannt, dass von alten Tagen her Gott unter uns4 erwählte, dass die Völker ‹o.: die aus den Völkern› das Wort des Evangeliums5 durch meinen Mund hören und glauben sollten.
8Und der Herzenskenner, Gott, legte für sie6 Zeugnis ab, indem ‹o.: dadurch dass› er ihnen den Heiligen Geist gab, gleichwie auch uns.
9Und er machte keinen Unterschied zwischen uns und ihnen: [durch den] Glauben reinigte er ihre Herzen ‹wörtl.: kraft des Glaubens gereinigt habend ihre Herzen›.
10 Jetzt also, was versucht ihr Gott, dass ihr den Jüngern ein Joch auf den Hals legen wollt, das weder unsere Väter noch wir zu tragen vermochten?
11 Vielmehr glauben wir, durch die Gnade des Herrn, Jesu, gerettet zu werden, auf dieselbe Weise wie auch jene.“
12 Da schwieg die ganze Menge. Und sie hörten Barnabas und Paulus zu, wie sie erzählten, welche Zeichen und Wunder Gott unter den Völkern ‹, den Heiden,› durch sie getan hatte.
13 Als die schwiegen, antwortete Jakobus und sagte: „Männer, Brüder! Hört mich an!
14 Symeon hat erzählt, wie Gott zuerst [heimsuchte und] darauf schaute, von den Völkern ‹, den Heiden,› zu nehmen ein Volk für seinen Namen7.
15 Und hiermit stimmen die Worte der Propheten überein, wie geschrieben ist:
16 ‘Nach diesem werde ich zurückkehren und das [ein]gefallene Zelt Davids wieder bauen, und seine Trümmer werde ich wieder bauen und es wieder aufrichten,
17 auf dass die Übriggebliebenen der Menschen den Herrn [mit Fleiß] suchen und all die Völker, über die mein Name ausgerufen wird, sagt [der] Herr, der dieses alles8 am Tun ist9.’ (Am 9,11.12 LXX)
18 Gott sind alle seine Werke von jeher ‹wörtl.: vom Äon her› bekannt.10
19 Darum ist es mein Urteil, den Völkern ‹, den Heiden›, die zu Gott umkehren ‹bzw. sich bekehren›, nicht Mühe zu machen,
20 sondern ihnen brieflich mitzuteilen, dass man sich enthalte von den Befleckungen durch die Götzen und von der Unzucht und von dem Erstickten11 und vom Blut,
21 denn Mose hat von alten Geschlechtern ‹und Generationen› her von Stadt zu Stadt die, die ihn verkünden, wird er doch an jedem Sabbat in den Synagogen gelesen.“
22 Dann gefiel es den Aposteln und den Ältesten, zusammen mit der ganzen Versammlung, aus ihrer [Mitte] Männer zu erwählen und zusammen mit Paulus und Barnabas nach Antiochia zu schicken: Judas, zusätzlich Barsabas12 genannt, und Silas, leitende Männer unter den Brüdern,
23 nachdem sie Folgendes durch ihre Hand [Entsandte] geschrieben hatten: „Die Apostel und die Ältesten und die Brüder13 – An die Brüder aus den Völkern in den [Gegenden] von Antiochia und Syrien und Zilizien: Freut euch! ‹Seid gegrüßt!›14
24 Da wir hörten, dass etliche von uns ausgingen und euch mit Worten in Unruhe versetzten und eure Seelen aufwühlten und sagten, dass man beschnitten werden und das Gesetz halten müsse15, die nicht von uns beauftragt waren,
25 gefiel es uns, [nachdem wir] einmütig geworden [waren], ausgewählte Männer zu euch zu schicken zusammen mit unseren Geliebten, Barnabas und Paulus,
26 Menschen, [die] ihre Seelen ‹, ihr Leben,› hingegeben haben für den Namen ‹o.: wegen des Namens›16 unseres Herrn, Jesu, [des] Gesalbten.
27 Wir haben also Judas und Silas entsandt, die auch selbst mündlich dieselben [Dinge] berichten werden.
28 Denn es gefiel dem Heiligen Geist und uns, euch keine weitere Last aufzulegen außer diesen notwendigen [Stücken]:
29 Sich zu enthalten von Götzenopfer[speisen]17 und [von] Blut und [von] Ersticktem und [von] Unzucht; wenn ihr euch davor in Acht nehmt, werdet ihr recht handeln. Lebt wohl!“
30 Sie [wurden] also entlassen ‹, verabschiedet,› [und] gingen nach Antiochia. Und sie brachten die Menge zusammen und überreichten den Brief.
31 Als sie ihn gelesen hatten, freuten sie sich über den Zuspruch ‹und die Ermunterung›.
32 Auch Judas und Silas, die auch selbst Propheten waren, redeten mit viel[en] Wort[en] den Brüdern zu und festigten [sie].
33 Nachdem sie [dort] einige Zeit zugebracht hatten, wurden sie von den Brüdern mit Frieden ‹verabschiedet und› entlassen zu den Aposteln18.
34 [Aber Silas gefiel es, da zu verbleiben.]19
35 Paulus nun und Barnabas hielten sich in Antiochia auf, das Wort des Herrn lehrend und [die] gute Botschaft verkündigend, mit noch vielen anderen.
36 Nach einigen Tagen sagte Paulus zu Barnabas: „So lasst uns doch umkehren und unsere Brüder aufsuchen in allen Städten, in denen wir das Wort des Herrn verkündet haben, [und nachsehen,] wie es ihnen geht.“
37 Barnabas nun beabsichtigte, Johannes, genannt Markus, mitzunehmen.
38 Aber Paulus achtete [es] für angemessen, den, der sich ab Pamphylien von ihnen entfernt hatte und nicht mit ihnen ans Werk mitgegangen war, nicht mitzunehmen.
39 Es entstand nun eine scharfe Gereiztheit ‹, eine Erbitterung bzw. Verstimmung›, sodass sie sich voneinander trennten, worauf Barnabas Markus zu sich nahm und [zu Schiff] nach Zypern fuhr.
40 Paulus wählte sich Silas und zog aus, von den Brüdern der Gnade Gottes übergeben.
41 Er durchzog aber Syrien und Zilizien und festigte die Gemeinden.
2Als darauf Paulus und Barnabas in nicht geringen Aufruhr und [nicht geringes] Disputieren mit ihnen gerieten, bestimmten sie, dass Paulus und Barnabas und einige andere von ihnen zu den Aposteln und Ältesten nach Jerusalem hinaufgehen2 sollten, hinsichtlich dieser Streitfrage.
3Sie nun, nachdem sie von der Gemeinde das Geleit erhalten hatten ‹und für die Weiterreise ausgestattet worden waren›, durchzogen Phönizien und Samaria und erzählten von der Bekehrung der Völker ‹, der Heiden,› und machten allen Brüdern große Freude.
4In Jerusalem eingetroffen, wurden sie von der Gemeinde und den Aposteln und den Ältesten in Empfang genommen. Und sie berichteten, wie vieles Gott mit ihnen getan hatte.
5Aber es standen etliche von der Sonderrichtung der Pharisäer, die gläubig geworden waren ‹und glaubten›3, auf [und] sagten: „Man muss sie beschneiden und [sie] anweisen, das Gesetz Moses zu halten.“
6Es kamen nun die Apostel und die Ältesten zusammen, um [nach dem Rechten] zu sehen bezüglich dieser Sache.
7Als viel Disputieren aufkam, stand Petrus auf und sagte, zu ihnen [gewandt]: „Männer, Brüder, euch ist bekannt, dass von alten Tagen her Gott unter uns4 erwählte, dass die Völker ‹o.: die aus den Völkern› das Wort des Evangeliums5 durch meinen Mund hören und glauben sollten.
8Und der Herzenskenner, Gott, legte für sie6 Zeugnis ab, indem ‹o.: dadurch dass› er ihnen den Heiligen Geist gab, gleichwie auch uns.
9Und er machte keinen Unterschied zwischen uns und ihnen: [durch den] Glauben reinigte er ihre Herzen ‹wörtl.: kraft des Glaubens gereinigt habend ihre Herzen›.
10 Jetzt also, was versucht ihr Gott, dass ihr den Jüngern ein Joch auf den Hals legen wollt, das weder unsere Väter noch wir zu tragen vermochten?
11 Vielmehr glauben wir, durch die Gnade des Herrn, Jesu, gerettet zu werden, auf dieselbe Weise wie auch jene.“
12 Da schwieg die ganze Menge. Und sie hörten Barnabas und Paulus zu, wie sie erzählten, welche Zeichen und Wunder Gott unter den Völkern ‹, den Heiden,› durch sie getan hatte.
13 Als die schwiegen, antwortete Jakobus und sagte: „Männer, Brüder! Hört mich an!
14 Symeon hat erzählt, wie Gott zuerst [heimsuchte und] darauf schaute, von den Völkern ‹, den Heiden,› zu nehmen ein Volk für seinen Namen7.
15 Und hiermit stimmen die Worte der Propheten überein, wie geschrieben ist:
16 ‘Nach diesem werde ich zurückkehren und das [ein]gefallene Zelt Davids wieder bauen, und seine Trümmer werde ich wieder bauen und es wieder aufrichten,
17 auf dass die Übriggebliebenen der Menschen den Herrn [mit Fleiß] suchen und all die Völker, über die mein Name ausgerufen wird, sagt [der] Herr, der dieses alles8 am Tun ist9.’ (Am 9,11.12 LXX)
18 Gott sind alle seine Werke von jeher ‹wörtl.: vom Äon her› bekannt.10
19 Darum ist es mein Urteil, den Völkern ‹, den Heiden›, die zu Gott umkehren ‹bzw. sich bekehren›, nicht Mühe zu machen,
20 sondern ihnen brieflich mitzuteilen, dass man sich enthalte von den Befleckungen durch die Götzen und von der Unzucht und von dem Erstickten11 und vom Blut,
21 denn Mose hat von alten Geschlechtern ‹und Generationen› her von Stadt zu Stadt die, die ihn verkünden, wird er doch an jedem Sabbat in den Synagogen gelesen.“
22 Dann gefiel es den Aposteln und den Ältesten, zusammen mit der ganzen Versammlung, aus ihrer [Mitte] Männer zu erwählen und zusammen mit Paulus und Barnabas nach Antiochia zu schicken: Judas, zusätzlich Barsabas12 genannt, und Silas, leitende Männer unter den Brüdern,
23 nachdem sie Folgendes durch ihre Hand [Entsandte] geschrieben hatten: „Die Apostel und die Ältesten und die Brüder13 – An die Brüder aus den Völkern in den [Gegenden] von Antiochia und Syrien und Zilizien: Freut euch! ‹Seid gegrüßt!›14
24 Da wir hörten, dass etliche von uns ausgingen und euch mit Worten in Unruhe versetzten und eure Seelen aufwühlten und sagten, dass man beschnitten werden und das Gesetz halten müsse15, die nicht von uns beauftragt waren,
25 gefiel es uns, [nachdem wir] einmütig geworden [waren], ausgewählte Männer zu euch zu schicken zusammen mit unseren Geliebten, Barnabas und Paulus,
26 Menschen, [die] ihre Seelen ‹, ihr Leben,› hingegeben haben für den Namen ‹o.: wegen des Namens›16 unseres Herrn, Jesu, [des] Gesalbten.
27 Wir haben also Judas und Silas entsandt, die auch selbst mündlich dieselben [Dinge] berichten werden.
28 Denn es gefiel dem Heiligen Geist und uns, euch keine weitere Last aufzulegen außer diesen notwendigen [Stücken]:
29 Sich zu enthalten von Götzenopfer[speisen]17 und [von] Blut und [von] Ersticktem und [von] Unzucht; wenn ihr euch davor in Acht nehmt, werdet ihr recht handeln. Lebt wohl!“
30 Sie [wurden] also entlassen ‹, verabschiedet,› [und] gingen nach Antiochia. Und sie brachten die Menge zusammen und überreichten den Brief.
31 Als sie ihn gelesen hatten, freuten sie sich über den Zuspruch ‹und die Ermunterung›.
32 Auch Judas und Silas, die auch selbst Propheten waren, redeten mit viel[en] Wort[en] den Brüdern zu und festigten [sie].
33 Nachdem sie [dort] einige Zeit zugebracht hatten, wurden sie von den Brüdern mit Frieden ‹verabschiedet und› entlassen zu den Aposteln18.
34 [Aber Silas gefiel es, da zu verbleiben.]19
35 Paulus nun und Barnabas hielten sich in Antiochia auf, das Wort des Herrn lehrend und [die] gute Botschaft verkündigend, mit noch vielen anderen.
36 Nach einigen Tagen sagte Paulus zu Barnabas: „So lasst uns doch umkehren und unsere Brüder aufsuchen in allen Städten, in denen wir das Wort des Herrn verkündet haben, [und nachsehen,] wie es ihnen geht.“
37 Barnabas nun beabsichtigte, Johannes, genannt Markus, mitzunehmen.
38 Aber Paulus achtete [es] für angemessen, den, der sich ab Pamphylien von ihnen entfernt hatte und nicht mit ihnen ans Werk mitgegangen war, nicht mitzunehmen.
39 Es entstand nun eine scharfe Gereiztheit ‹, eine Erbitterung bzw. Verstimmung›, sodass sie sich voneinander trennten, worauf Barnabas Markus zu sich nahm und [zu Schiff] nach Zypern fuhr.
40 Paulus wählte sich Silas und zog aus, von den Brüdern der Gnade Gottes übergeben.
41 Er durchzog aber Syrien und Zilizien und festigte die Gemeinden.
Fußnoten
- 1 15,1 Imperfekt durativ o. iterativ: lehrten eine Zeitlang o. immer wieder
- 2 15,2 wörtl.: hinaufsteigen
- 3 15,5 Perfekt resultativ: die, geglaubt habend, glaubten
- 4 15,7 NA: euch
- 5 15,7 o.: der guten Botschaft
- 6 15,8 o.: sie betreffend
- 7 15,14 o.: ein Volk, [genannt] nach seinem Namen; d. h.: dass sie seinen Namen tragen und sein Volk sein dürfen; so auch V. 17; 5Mo 28,10; Jes 43,6.7; 63,19; Jer 14,9; 15,16
- 8 15,17 NA: ohne „alles“
- 9 15,17 Partizip Präsens durativ; wörtl.: der dieses alles Tuende
- 10 15,18 NA: 17: der dieses tut, 18: bekannt seit jeher. (NA: ohne „Gott sind alle seine Werke“)
- 11 15,20 Gemeint sind ohne Ausfließenlassen des Blutes getötete (o. gestorbene) Tiere; 3Mo 17,13; 5Mo 12,16
- 12 15,22 bed.: Sohn des Eidschwurs; heb. Bar-Scheba
- 13 15,23 NA: Die Apostel und die älteren Brüder (o.: Ältesten-Brüder)
- 14 15,23 chairein (damals allgemein üblicher Gruß)
- 15 15,24 NA: ohne „und sagten, dass man beschnitten werden und das Gesetz halten müsse“
- 16 15,26 hyper tou onomatos
- 17 15,29 eig.: von [den] Götzen Geopfertem
- 18 15,33 NA: zu denen, die sie gesandt hatten
- 19 15,34 V. 34 haben der t. r., C, D, (vmtl.) Papyrus 127, eine Reihe von Minuskeln, die syr., sahid., bohair. Üsgn. sowie die Vulgata Clementina. NA u. M (Robinson-Pierpont) haben V. 34 nicht.