Neues Testament
Apostelgeschichte Kapitel 24
Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026
1Nach fünf Tagen nun zog der Hohepriester Ananias mit den Ältesten1 und einem gewissen Redner ‹und Anwalt› Tertyllus herab, und sie wurden bei dem Statthalter vorstellig gegen Paulus.
2Als Tertyllus gerufen worden war, begann er [ihn] anzuklagen. Er sagte: „Da wir viel Frieden durch dich genießen und Reformen dieser Volksgemeinschaft2 [zuteil] werden durch deine Fürsorge,
3nehmen wir das allerseits und überall, hochedler Felix, mit aller Dankbarkeit an.
4Damit ich dich aber nicht weiter aufhalte, richte ich die Bitte [an dich], uns in der dir eigenen Milde kurz anzuhören,
5denn wir befanden diesen Mann als eine Pest und als einen, der Aufruhr erregt bei allen Juden, die über das Weltreich hin [wohnen], und als einen Anführer der Sonderrichtung der Nazarener3,
6der sogar versuchte, die Tempelstätte zu entweihen ‹, zu entheiligen›; [den wir auch griffen und nach unserem Gesetz richten wollten,]4
7[aber der Chiliarch Lysias kam herbei und nahm ihn mit großer Gewalt aus unseren Händen,]
8[mit dem Befehl, dass seine Ankläger zu dir kommen sollten;] von ihm kannst du selbst, wenn du [ihn] verhörst, [genaue] Erkenntnis erhalten über alles das, wessen wir ihn anklagen.“
9[Zugleich] mit [ihm] griffen auch die Juden an und behaupteten, diese [Dinge] verhielten sich so.
10 Als der Statthalter ihm ein Zeichen gab, zu reden, antwortete Paulus: „Da mir bekannt ist, dass du seit vielen Jahren für diese Volksgemeinschaft5 Richter bist, verteidige ich die mich betreffenden [Dinge] mit Zuversicht,
11 zumal du feststellen kannst, dass es nicht mehr als zwölf Tage her sind, dass ich hinaufging, um in Jerusalem zu huldigen ‹o.: anzubeten›.
12 Und man hat mich weder in der Tempelstätte angetroffen6, mich mit jemandem unterredend oder einen Auflauf der Menge machend, noch in den Synagogen, noch in der Stadt.
13 Auch können sie die [Dinge] nicht beweisen, für die sie mich jetzt anklagen.
14 Aber dieses bekenne ich dir, dass ich gemäß dem Weg, den sie eine Sonderrichtung nennen, so dem Gott der Väter [den aufgetragenen und verehrenden] Dienst erweise, indem ich allem glaube, was dem Gesetz gemäß [ist] und was [durch] die Propheten geschrieben [ist],
15 wobei ich die Hoffnung auf Gott habe, die auch diese selbst hegen, dass eine Auferstehung [der] Toten7 bevorsteht, sowohl [der] Gerechten als auch [der] Ungerechten ‹o.: dass eine Totenauferstehung im Begriff ist zu kommen, sowohl [von] Gerechten als auch Ungerechten›.
16 Somit übe ich auch mich selbst darin, allezeit ein unanstößiges ‹und unverletztes› Gewissen zu haben vor Gott und den Menschen.
17 Nach Verlauf von mehreren Jahren bin ich nun hergekommen, um Almosen8 zu überbringen für meine Volksgemeinschaft9, auch [Opfer]darbringungen [zu verrichten],
18 bei welchen [Tätigkeiten] sie mich in der Tempelstätte gereinigt ‹und geweiht› antrafen ‹eig.: fanden› – nicht mit einer Menge, auch nicht mit einem Tumult –
19 einige Juden aus Asia, die vor dir anwesend sein und [mich] verklagen sollten, wenn sie eine [Sache] gegen mich hätten.
20 Oder diese [hier] sollen selber sagen, welches Unrecht sie an mir10 fanden, als ich vor dem Hohen Rat stand,
21 es sei denn wegen dieses einen Lautes, den ich schrie, als ich unter ihnen stand: ‘Wegen der Auferstehung [der] Toten werde ich heute von euch gerichtet.’“
22 Als Felix dies angehört hatte, verwies er sie11 [auf später], er wusste [nämlich] ganz genau Bescheid um die [Dinge] bezüglich des Weges, und sagte: „Sobald der Chiliarch Lysias herabkommt, will ich eure Sachen untersuchen ‹und entscheiden›.“
23 Dabei ordnete er dem Zenturio an, Paulus in Gewahrsam zu behalten, und dass [er] Erleichterung haben solle und man niemanden der Seinen hindern solle, ihm Dienste zu leisten oder zu ihm zu kommen.12
24 Als nach einigen Tagen Felix herbeikam, mit Drusilla, seiner Frau, die Jüdin war, ließ er Paulus holen, und er hörte ihn an über den Glauben an [den] Gesalbten.
25 Als der sich aber [mit ihm] über Gerechtigkeit und Enthaltsamkeit ‹o.: Selbstbeherrschung› unterredete, und über das Gericht, das [demnächst] bevorstehe ‹eig.: das im Begriff stünde zu sein›13, antwortete Felix, voll Furcht geworden: „Für jetzt gehe hin. Wenn ich aber einen [gelegenen] Zeitpunkt bekomme, lasse ich dich wieder rufen.“
26 Zugleich hoffte er auch, dass ihm von Paulus Reichtümer ‹o.: Güter, Gelder› gegeben würden, dass er ihn losgäbe14. Darum ließ er ihn auch öfter holen und war im Gespräch mit ihm.
27 Als nun [eine Zeit von] zwei Jahren erfüllt ‹o.: voll› war, erhielt Felix den Porcius Festus zu[m] Nachfolger. Und da Felix sich bei den Juden Gnade ‹und Gunst› erwerben wollte, hinterließ er Paulus gebunden.
2Als Tertyllus gerufen worden war, begann er [ihn] anzuklagen. Er sagte: „Da wir viel Frieden durch dich genießen und Reformen dieser Volksgemeinschaft2 [zuteil] werden durch deine Fürsorge,
3nehmen wir das allerseits und überall, hochedler Felix, mit aller Dankbarkeit an.
4Damit ich dich aber nicht weiter aufhalte, richte ich die Bitte [an dich], uns in der dir eigenen Milde kurz anzuhören,
5denn wir befanden diesen Mann als eine Pest und als einen, der Aufruhr erregt bei allen Juden, die über das Weltreich hin [wohnen], und als einen Anführer der Sonderrichtung der Nazarener3,
6der sogar versuchte, die Tempelstätte zu entweihen ‹, zu entheiligen›; [den wir auch griffen und nach unserem Gesetz richten wollten,]4
7[aber der Chiliarch Lysias kam herbei und nahm ihn mit großer Gewalt aus unseren Händen,]
8[mit dem Befehl, dass seine Ankläger zu dir kommen sollten;] von ihm kannst du selbst, wenn du [ihn] verhörst, [genaue] Erkenntnis erhalten über alles das, wessen wir ihn anklagen.“
9[Zugleich] mit [ihm] griffen auch die Juden an und behaupteten, diese [Dinge] verhielten sich so.
10 Als der Statthalter ihm ein Zeichen gab, zu reden, antwortete Paulus: „Da mir bekannt ist, dass du seit vielen Jahren für diese Volksgemeinschaft5 Richter bist, verteidige ich die mich betreffenden [Dinge] mit Zuversicht,
11 zumal du feststellen kannst, dass es nicht mehr als zwölf Tage her sind, dass ich hinaufging, um in Jerusalem zu huldigen ‹o.: anzubeten›.
12 Und man hat mich weder in der Tempelstätte angetroffen6, mich mit jemandem unterredend oder einen Auflauf der Menge machend, noch in den Synagogen, noch in der Stadt.
13 Auch können sie die [Dinge] nicht beweisen, für die sie mich jetzt anklagen.
14 Aber dieses bekenne ich dir, dass ich gemäß dem Weg, den sie eine Sonderrichtung nennen, so dem Gott der Väter [den aufgetragenen und verehrenden] Dienst erweise, indem ich allem glaube, was dem Gesetz gemäß [ist] und was [durch] die Propheten geschrieben [ist],
15 wobei ich die Hoffnung auf Gott habe, die auch diese selbst hegen, dass eine Auferstehung [der] Toten7 bevorsteht, sowohl [der] Gerechten als auch [der] Ungerechten ‹o.: dass eine Totenauferstehung im Begriff ist zu kommen, sowohl [von] Gerechten als auch Ungerechten›.
16 Somit übe ich auch mich selbst darin, allezeit ein unanstößiges ‹und unverletztes› Gewissen zu haben vor Gott und den Menschen.
17 Nach Verlauf von mehreren Jahren bin ich nun hergekommen, um Almosen8 zu überbringen für meine Volksgemeinschaft9, auch [Opfer]darbringungen [zu verrichten],
18 bei welchen [Tätigkeiten] sie mich in der Tempelstätte gereinigt ‹und geweiht› antrafen ‹eig.: fanden› – nicht mit einer Menge, auch nicht mit einem Tumult –
19 einige Juden aus Asia, die vor dir anwesend sein und [mich] verklagen sollten, wenn sie eine [Sache] gegen mich hätten.
20 Oder diese [hier] sollen selber sagen, welches Unrecht sie an mir10 fanden, als ich vor dem Hohen Rat stand,
21 es sei denn wegen dieses einen Lautes, den ich schrie, als ich unter ihnen stand: ‘Wegen der Auferstehung [der] Toten werde ich heute von euch gerichtet.’“
22 Als Felix dies angehört hatte, verwies er sie11 [auf später], er wusste [nämlich] ganz genau Bescheid um die [Dinge] bezüglich des Weges, und sagte: „Sobald der Chiliarch Lysias herabkommt, will ich eure Sachen untersuchen ‹und entscheiden›.“
23 Dabei ordnete er dem Zenturio an, Paulus in Gewahrsam zu behalten, und dass [er] Erleichterung haben solle und man niemanden der Seinen hindern solle, ihm Dienste zu leisten oder zu ihm zu kommen.12
24 Als nach einigen Tagen Felix herbeikam, mit Drusilla, seiner Frau, die Jüdin war, ließ er Paulus holen, und er hörte ihn an über den Glauben an [den] Gesalbten.
25 Als der sich aber [mit ihm] über Gerechtigkeit und Enthaltsamkeit ‹o.: Selbstbeherrschung› unterredete, und über das Gericht, das [demnächst] bevorstehe ‹eig.: das im Begriff stünde zu sein›13, antwortete Felix, voll Furcht geworden: „Für jetzt gehe hin. Wenn ich aber einen [gelegenen] Zeitpunkt bekomme, lasse ich dich wieder rufen.“
26 Zugleich hoffte er auch, dass ihm von Paulus Reichtümer ‹o.: Güter, Gelder› gegeben würden, dass er ihn losgäbe14. Darum ließ er ihn auch öfter holen und war im Gespräch mit ihm.
27 Als nun [eine Zeit von] zwei Jahren erfüllt ‹o.: voll› war, erhielt Felix den Porcius Festus zu[m] Nachfolger. Und da Felix sich bei den Juden Gnade ‹und Gunst› erwerben wollte, hinterließ er Paulus gebunden.
Fußnoten
- 1 24,1 NA: mit einigen Ältesten
- 2 24,2 ethnos
- 3 24,5 eig.: Nazoräer
- 4 24,6 NA und teilw. M: ohne „und nach unserem Gesetz richten wollten“, u. ohne V. 7 u. ohne V. 8A: „mit dem Befehl, dass seine Ankläger zu dir kommen sollten.“
- 5 24,10 ethnos
- 6 24,12 Grundbed.: gefunden
- 7 24,15 NA: ohne „[der] Toten“
- 8 24,17 eig.: [Spenden des] Erbarmens; o.: [Zeichen] des Mitleids
- 9 24,17 ethnos
- 10 24,20 NA: ohne „an mir“
- 11 24,22 Akk. Plural, männlich; gemeint sind die Kläger – NA: ohne „verwies er sie“
- 12 24,23 NA: ohne „oder zu ihm zu kommen“
- 13 24,25 tou mellontos esesthai
- 14 24,26 NA: ohne „dass er ihn losgäbe“