Neues Testament
Apostelgeschichte Kapitel 8
Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026
1Saulus aber hatte, zusammen mit [den anderen], Gefallen1 an seiner Tötung ‹, willigte ein›. Es kam nun an jenem Tag eine große Verfolgung auf, gegen die Gemeinde in Jerusalem. Alle wurden zerstreut durch die Landgebiete von Judäa und Samaria, ausgenommen die Apostel.
2Gewissenhafte ‹und gottesfürchtige› Männer nun bestatteten Stephanus und hielten eine große Wehklage um ihn.
3Saulus war aber dabei, die Gemeinde zu verwüsten, drang in ein Haus um das andere ein, schleppte beide, Männer und Frauen, fort und überlieferte sie ins Gefängnis.
4Die Zerstreuten nun zogen umher und verkündigten als gute Botschaft das Wort.
5Philippus kam hinab in eine Stadt Samarias und verkündete ihnen den Gesalbten.
6Und die Mengen gaben einmütig auf das von Philippus Gesagte Acht, als sie es hörten und die Zeichen sahen, die er tat,
7denn aus vielen, die unreine Geister hatten, fuhren [diese] mit lauter ‹, großer› Stimme schreiend aus. Viele Gelähmte und Entkräftete ‹, Geschwächte,› wurden geheilt.
8Und es entstand große Freude in jener Stadt.
9Es war nun zuvor ein gewisser Mann in der Stadt gewesen, mit Namen Simon, der Magie betrieben und die Volksgemeinschaft2 Samarias in Staunen versetzt und gesagt hatte, er selbst sei jemand Großes,
10 auf den alle achteten, vo[m] Kleinen bis zu[m] Großen: „Dieser“, hatten sie gesagt, „ist die Kraft Gottes, die große3!“
11 Sie hatten auf ihn geachtet, weil er sie geraume Zeit durch die Zaubereien in Staunen versetzt hatte.
12 Als sie aber Philippus glaubten, der die [Dinge], die die Königsherrschaft Gottes und den Namen Jesu, [des] Gesalbten, betreffen, als gute Botschaft verkündigte, wurden sie getauft, beide, Männer und Frauen.
13 Auch Simon selbst glaubte, und [nachdem er] getauft [worden war], hielt er sich beharrlich zu Philippus. Als er zuschaute [und sah], dass Zeichen und Krafttaten4 geschahen, geriet er in Staunen.
14 Als nun die Apostel in Jerusalem hörten, dass Samaria das Wort Gottes angenommen habe, sandten sie Petrus und Johannes zu ihnen,
15 welche, nachdem sie hinabgestiegen waren, für sie beteten, dass sie [den] Heiligen Geist bekämen;
16 denn er war noch auf keinen von ihnen gefallen, sondern sie waren allein getauft auf den Namen des Gesalbten, Jesu.5
17 Dann legten sie ihnen die Hände auf, und sie bekamen [den] Heiligen Geist.
18 Als Simon nun beobachtete, dass mit dem Auflegen der Hände der Apostel der Heilige Geist6 gegeben wurde, brachte er ihnen Geld7
19 und sagte: „Gebt auch mir diese Autorität, damit, wem immer ich die Hände auflege, er Heiligen Geist bekomme!“
20 Aber Petrus sagte, zu ihm [gewandt]: „Dein Silber fahre mit dir in [den] Untergang, weil du meintest, die Gabe Gottes mit Geld zu erwerben.
21 Du hast nicht Anteil noch Los an dieser Angelegenheit, denn dein Herz ist nicht aufrichtig vor Gott.
22 Tue also Buße über dieses dein Übel und bete [flehentlich] zu Gott8, ob dir etwa das Ansinnen deines Herzens vergeben werden wird!,
23 denn ich sehe, dass du in bitterer Galle9 und Fessel[n] von Ungerechtigkeit bist.“
24 Simon antwortete: „Bittet ihr [inständig] für mich zu dem Herrn, dass nichts von dem, was ihr gesagt habt, über mich komme.“
25 Darauf, nachdem sie eindringlich Zeugnis abgelegt und das Wort des Herrn geredet hatten, kehrten sie nach Jerusalem zurück und verkündigten [unterwegs] vielen Dörfern der Samariter [die] gute Botschaft.
26 Und ein Bote [des] Herrn redete zu Philippus; er sagte: „Stehe auf und gehe hin gegen Mittag10 zu dem Weg, der von Jerusalem nach Gaza hinabführt. Dieser ist einsam ‹, öde›.“
27 Und er stand auf und zog hin. Und siehe!, ein äthiopischer Mann, ein Eunuch, ein Mächtiger der Kandake, der Königin [der] Äthiopier, der über ihren gesamten Schatz [gesetzt] war, der nach Jerusalem gekommen war, um zu huldigen11:
28 Er war auf der Rückreise, und sitzend auf seinem Wagen war er beim Lesen des Propheten Jesaja.
29 Und der Geist sagte zu Philippus: „Gehe hin und schließe dich diesem Wagen an.“
30 Philippus lief hinzu und hörte ihn den Propheten Jesaja lesen. Und er sagte: „Ob du wohl verstehst12, was du liest?“
31 Er aber sagte: „Wie könnte ich denn, wenn nicht jemand mich anleitet?“ Und er bat Philippus, aufzusteigen und sich zu ihm zu setzen.
32 Die Stelle der Schrift, die er [gerade] las, war diese: „Wie ein Schaf wurde er zu[m] Schlachten geführt, und wie ein Lamm vor dem, der es schert, stumm [ist], so tut er seinen Mund nicht auf.
33 In seiner Erniedrigung wurde sein Recht ‹, sein gerechtes Urteil; das gerechte Urteil über ihn,› weggenommen. Sein Geschlecht ‹, seine Nachkommenschaft›, wer wird [davon] erzählen? Denn weggenommen wird sein Leben von der Erde.“ (Jes 53,7.8)
34 Der Eunuch nun antwortete dem Philippus: „Ich bitte dich sehr, über wen sagt der Prophet dieses, über sich selbst oder über einen anderen?“
35 Philippus tat seinen Mund auf, fing bei dieser Schrift an und verkündigte ihm als gute Botschaft Jesus.
36 Als sie nun den Weg entlang zogen, kamen sie an ein Wasser. Und der Eunuch erklärt: „Siehe, Wasser! Was hindert mich, getauft zu werden?“
37 [Philippus sagte: „Wenn du von ganzem Herzen glaubst, ist es gestattet.“ Er antwortete: „Ich glaube, dass Jesus, [der] Gesalbte, der Sohn Gottes ist.“]13
38 Und er befahl, den Wagen anzuhalten. Und sie stiegen beide hinab in das Wasser, sowohl Philippus als auch der Eunuch. Und er taufte ihn.
39 Als sie aus dem Wasser heraufgestiegen waren, entrückte [der] Geist [des] Herrn14 den Philippus, und der Eunuch sah ihn nicht mehr; doch15 er zog seinen Weg, sich freuend.
40 Aber Philippus wurde zu Azootos ‹, Asdod,› gefunden. Und er zog hindurch und verkündigte gute Botschaft allen Städten, bis er nach Cäsarea kam.
2Gewissenhafte ‹und gottesfürchtige› Männer nun bestatteten Stephanus und hielten eine große Wehklage um ihn.
3Saulus war aber dabei, die Gemeinde zu verwüsten, drang in ein Haus um das andere ein, schleppte beide, Männer und Frauen, fort und überlieferte sie ins Gefängnis.
4Die Zerstreuten nun zogen umher und verkündigten als gute Botschaft das Wort.
5Philippus kam hinab in eine Stadt Samarias und verkündete ihnen den Gesalbten.
6Und die Mengen gaben einmütig auf das von Philippus Gesagte Acht, als sie es hörten und die Zeichen sahen, die er tat,
7denn aus vielen, die unreine Geister hatten, fuhren [diese] mit lauter ‹, großer› Stimme schreiend aus. Viele Gelähmte und Entkräftete ‹, Geschwächte,› wurden geheilt.
8Und es entstand große Freude in jener Stadt.
9Es war nun zuvor ein gewisser Mann in der Stadt gewesen, mit Namen Simon, der Magie betrieben und die Volksgemeinschaft2 Samarias in Staunen versetzt und gesagt hatte, er selbst sei jemand Großes,
10 auf den alle achteten, vo[m] Kleinen bis zu[m] Großen: „Dieser“, hatten sie gesagt, „ist die Kraft Gottes, die große3!“
11 Sie hatten auf ihn geachtet, weil er sie geraume Zeit durch die Zaubereien in Staunen versetzt hatte.
12 Als sie aber Philippus glaubten, der die [Dinge], die die Königsherrschaft Gottes und den Namen Jesu, [des] Gesalbten, betreffen, als gute Botschaft verkündigte, wurden sie getauft, beide, Männer und Frauen.
13 Auch Simon selbst glaubte, und [nachdem er] getauft [worden war], hielt er sich beharrlich zu Philippus. Als er zuschaute [und sah], dass Zeichen und Krafttaten4 geschahen, geriet er in Staunen.
14 Als nun die Apostel in Jerusalem hörten, dass Samaria das Wort Gottes angenommen habe, sandten sie Petrus und Johannes zu ihnen,
15 welche, nachdem sie hinabgestiegen waren, für sie beteten, dass sie [den] Heiligen Geist bekämen;
16 denn er war noch auf keinen von ihnen gefallen, sondern sie waren allein getauft auf den Namen des Gesalbten, Jesu.5
17 Dann legten sie ihnen die Hände auf, und sie bekamen [den] Heiligen Geist.
18 Als Simon nun beobachtete, dass mit dem Auflegen der Hände der Apostel der Heilige Geist6 gegeben wurde, brachte er ihnen Geld7
19 und sagte: „Gebt auch mir diese Autorität, damit, wem immer ich die Hände auflege, er Heiligen Geist bekomme!“
20 Aber Petrus sagte, zu ihm [gewandt]: „Dein Silber fahre mit dir in [den] Untergang, weil du meintest, die Gabe Gottes mit Geld zu erwerben.
21 Du hast nicht Anteil noch Los an dieser Angelegenheit, denn dein Herz ist nicht aufrichtig vor Gott.
22 Tue also Buße über dieses dein Übel und bete [flehentlich] zu Gott8, ob dir etwa das Ansinnen deines Herzens vergeben werden wird!,
23 denn ich sehe, dass du in bitterer Galle9 und Fessel[n] von Ungerechtigkeit bist.“
24 Simon antwortete: „Bittet ihr [inständig] für mich zu dem Herrn, dass nichts von dem, was ihr gesagt habt, über mich komme.“
25 Darauf, nachdem sie eindringlich Zeugnis abgelegt und das Wort des Herrn geredet hatten, kehrten sie nach Jerusalem zurück und verkündigten [unterwegs] vielen Dörfern der Samariter [die] gute Botschaft.
26 Und ein Bote [des] Herrn redete zu Philippus; er sagte: „Stehe auf und gehe hin gegen Mittag10 zu dem Weg, der von Jerusalem nach Gaza hinabführt. Dieser ist einsam ‹, öde›.“
27 Und er stand auf und zog hin. Und siehe!, ein äthiopischer Mann, ein Eunuch, ein Mächtiger der Kandake, der Königin [der] Äthiopier, der über ihren gesamten Schatz [gesetzt] war, der nach Jerusalem gekommen war, um zu huldigen11:
28 Er war auf der Rückreise, und sitzend auf seinem Wagen war er beim Lesen des Propheten Jesaja.
29 Und der Geist sagte zu Philippus: „Gehe hin und schließe dich diesem Wagen an.“
30 Philippus lief hinzu und hörte ihn den Propheten Jesaja lesen. Und er sagte: „Ob du wohl verstehst12, was du liest?“
31 Er aber sagte: „Wie könnte ich denn, wenn nicht jemand mich anleitet?“ Und er bat Philippus, aufzusteigen und sich zu ihm zu setzen.
32 Die Stelle der Schrift, die er [gerade] las, war diese: „Wie ein Schaf wurde er zu[m] Schlachten geführt, und wie ein Lamm vor dem, der es schert, stumm [ist], so tut er seinen Mund nicht auf.
33 In seiner Erniedrigung wurde sein Recht ‹, sein gerechtes Urteil; das gerechte Urteil über ihn,› weggenommen. Sein Geschlecht ‹, seine Nachkommenschaft›, wer wird [davon] erzählen? Denn weggenommen wird sein Leben von der Erde.“ (Jes 53,7.8)
34 Der Eunuch nun antwortete dem Philippus: „Ich bitte dich sehr, über wen sagt der Prophet dieses, über sich selbst oder über einen anderen?“
35 Philippus tat seinen Mund auf, fing bei dieser Schrift an und verkündigte ihm als gute Botschaft Jesus.
36 Als sie nun den Weg entlang zogen, kamen sie an ein Wasser. Und der Eunuch erklärt: „Siehe, Wasser! Was hindert mich, getauft zu werden?“
37 [Philippus sagte: „Wenn du von ganzem Herzen glaubst, ist es gestattet.“ Er antwortete: „Ich glaube, dass Jesus, [der] Gesalbte, der Sohn Gottes ist.“]13
38 Und er befahl, den Wagen anzuhalten. Und sie stiegen beide hinab in das Wasser, sowohl Philippus als auch der Eunuch. Und er taufte ihn.
39 Als sie aus dem Wasser heraufgestiegen waren, entrückte [der] Geist [des] Herrn14 den Philippus, und der Eunuch sah ihn nicht mehr; doch15 er zog seinen Weg, sich freuend.
40 Aber Philippus wurde zu Azootos ‹, Asdod,› gefunden. Und er zog hindurch und verkündigte gute Botschaft allen Städten, bis er nach Cäsarea kam.
Fußnoten
- 1 8,1 Partizip Präsens durativ: war Gefallen habend; d. h.: in dieser Haltung verharrte er.
- 2 8,9 ethnos
- 3 8,10 NA: die man die große nennt
- 4 8,13 NA: große Krafttaten
- 5 8,16 NA: auf den Namen des Herrn, Jesu.
- 6 8,18 NA (mit nur 2 griech. Hss): der Geist
- 7 8,18 Grundbed.: Güter; Vermögen; Reichtümer; so a. V. 20
- 8 8,22 NA: zu dem Herrn
- 9 8,23 wörtl.: in Galle von Bitterkeit; in Bitterkeitsgalle; genitivus qualitatis
- 10 8,26 d. h.: gegen Süden
- 11 8,27 o.: anzubeten
- 12 8,30 wörtl.: [er]kennst
- 13 8,37 so nach dem t. r.; V. 37 wird nicht von der Mehrheit der griech. Hss (Byz.) bezeugt, aber von Codex E, einigen Minuskeln und einer Reihe von altlateinischen Hss, ebenso von Irenäus (202), Cyprian (258), Ambrosiaster (im 4. Jhdt.), Pacian (392), Ambrosius (397), Augustinus (430). Er befindet sich auch in der Vulgata Clementina, in der syrischen Harklensis und der mittelägyptischen Üsg. Ob der Vers ursprünglich ist, ist umstritten.
- 14 8,39 NA: ohne „[des] Herrn“
- 15 8,39 griech. gar („denn; nämlich; ja; doch; also; wirklich; allerdings; freilich“), manchmal auch synonym für de („aber; und; nun“)