Neues Testament
Matthäus Kapitel 12
Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026
1Zu jenem Zeitpunkt zog Jesus am Sabbat durch die Saat[felder]. Seine Jünger waren hungrig und fingen an, Ähren zu rupfen und zu essen.
2Als die Pharisäer [es] sahen, sagten sie zu ihm: „Siehe!, deine Jünger tun, was nicht gestattet ist, an einem Sabbat zu tun.“
3Er sagte zu ihnen: „Habt ihr nicht gelesen, was David tat, als er hungrig war, er und die mit ihm [waren]?
4– wie er in das Haus Gottes hineinging und die Schaubrote1 aß, die zu essen ihm nicht gestattet war noch denen, die mit ihm waren, als nur den Priestern allein?
5Oder habt ihr nicht im Gesetz gelesen, dass an den Sabbaten die Priester in der Tempelstätte den Sabbat entweihen ‹und entheiligen› und schuldlos sind?
6Ich sage euch aber: Größeres als die Tempelstätte ist hier.
7Wenn ihr aber [er]kannt hättet, was [das] ist: ‘Ich will Barmherzigkeit und nicht Opfer’ (Hos 6,6), hättet ihr nicht die Schuldlosen verurteilt;
8denn der Sohn des Menschen ist Herr des Sabbats.“
9Als er von dort fortging, kam er in ihre Synagoge.
10 Und siehe!, es war ein Mensch da, bei dem die Hand verdorrt war. Und sie fragten ihn: „Ist es gestattet, an [den] Sabbaten zu heilen?“, damit sie ihn anklagen könnten.
11 Er sagte zu ihnen: „Welcher Mensch wird unter euch sein, der ein Schaf hat und, wenn dieses an einem Sabbat2 in eine Grube fällt, es nicht greifen und hochbringen ‹und aufrichten› wird?
12 Wie viel mehr ist also ein Mensch als ein Schaf! Daher ist es gestattet, an dem Sabbat edel zu handeln ‹, wohlzutun, Edles zu tun›.“
13 Dann sagt er zu dem Menschen: „Strecke deine Hand aus!“ Und er streckte sie aus, und sie wurde wiederhergestellt, gesund wie die andere.
14 Aber die Pharisäer gingen hinaus und fassten einen Beschluss gegen ihn, auf dass sie ihn umbrächten.
15 Da Jesus [davon] Kenntnis bekam, entwich er ‹und zog sich› von dort ‹zurück›. Und es folgten ihm zahlreiche Mengen. Und er heilte sie alle.
16 Und er gebot ihnen nachdrücklich, dass sie ihn nicht offenbar machen sollten,
17 auf dass erfüllt werde das durch Jesaja, den Propheten, Gesagte:
18 „Siehe! Mein Dienstknecht!, den ich [mir] vorzog, mein Geliebter3, an dem meine Seele Wohlgefallen hat. Ich werde meinen Geist auf ihn legen, und er wird den Völkern Recht ‹und Gericht› ansagen.
19 Er wird nicht streiten noch schreien, noch wird jemand auf den Straßen seine Stimme hören.
20 Ein geknicktes Schilfrohr wird er nicht zerbrechen, und einen glimmenden Docht wird er nicht löschen, bis er ‹das Gericht aufgerichtet und› das Recht hinausgeführt hat zu[m] Sieg.
21 Und auf seinen Namen werden Völker4 ‹o.: die aus den Völkern› hoffen.“ (Jes 42,1-4)
22 Dann wurde ein Dämonisierter zu ihm gebracht, blind und stumm. Und er heilte ihn, sodass der Blinde und Stumme sowohl redete als auch sah.5
23 Und alle Mengen waren erstaunt und sagten: „Dieser ist [doch] nicht etwa der Sohn Davids?“
24 Als die Pharisäer [es] hörten, sagten sie: „Dieser treibt die Dämonen nicht aus als nur durch Be-elzebul, [den] Obersten der Dämonen.“
25 Jesus aber, wissend um ihre Erwägungen, sagte zu ihnen: „Jedes Königreich, das gegen sich selbst entzweit ist, wird verwüstet. Und jede Stadt, die mit sich selbst entzweit ist, oder ein Haus, [das] mit sich selbst entzweit [ist,] wird nicht bestehen.
26 Und wenn der Widersacher den Widersacher ‹, der Satan den Satan,› austreibt, ist er gegen sich selbst entzweit. Wie wird also sein Königreich bestehen?
27 Und wenn ich durch Be-elzebul die Dämonen austreibe, durch wen treiben eure Söhne [sie] aus? Deshalb werden sie eure Richter sein.
28 Aber wenn ich in [dem] Geist Gottes ‹o.: mittels des Geistes Gottes› die Dämonen austreibe, so ist die Königsherrschaft Gottes zu euch gelangt.
29 Oder wie kann jemand in das Haus des Starken hineingehen und seine Geräte rauben, wenn er nicht zuvor den Starken gebunden hat? Dann kann6 er sein Haus berauben ‹und gänzlich plündern›.
30 Wer nicht mit mir ist, ist gegen mich, und wer nicht mit mir sammelt, zerstreut.
31 Deshalb sage ich euch: Jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden; aber die Lästerung des Geistes wird den Menschen7 nicht vergeben werden.
32 Und wer auch immer ein Wort sagt gegen den Sohn des Menschen, ihm wird vergeben werden; aber wer auch immer gegen den Heiligen Geist redet, ihm wird nicht vergeben werden, weder in dem jetzigen Äon noch in dem bevorstehenden.
33 Entweder macht den Baum edel ‹und vortrefflich›, dann [ist] seine Frucht edel, oder macht den Baum faul, dann [ist] seine Frucht faul. Denn an der Frucht wird der Baum [er]kannt.
34 Otternbrut! Wie könnt ihr Gutes reden, da ihr böse seid? Denn aus dem Überfließen des Herzens redet der Mund.
35 Der gute Mensch wirft aus [seinem] guten Schatz Gutes aus, und der böse Mensch wirft aus [seinem] bösen Schatz Böses aus.
36 Ich sage euch: Über jedes nutzlose [gesprochene] Wort ‹o.: Über jeden ertraglosen, unbrauchbaren Ausspruch›, was auch immer die Menschen reden, werden sie Rechenschaft geben am Tag [des] Gerichts,
37 denn aus deinen Worten wirst du gerechtfertigt werden, und aus deinen Worten wirst du verurteilt werden.“
38 Dann antworteten einige der Schriftgelehrten und Pharisäer: „Lehrer, wir wollen ein Zeichen von dir sehen.“
39 Aber er antwortete ihnen: „Ein böses und ehebrecherisches Geschlecht8 trachtet nach einem Zeichen, und ein Zeichen wird ihm nicht gegeben werden als nur das Zeichen Jonas, des Propheten,
40 denn wie Jona im Bauch des großen Fisches9 war, drei Tage und drei Nächte10, so wird der Sohn des Menschen im Herzen der Erde sein, drei Tage und drei Nächte.
41 Männer, Niniviten, werden im Gericht aufstehen mit diesem Geschlecht ‹, dieser Generation,› und werden es verurteilen, weil sie Buße taten auf die Verkündigung des Jona hin. Und siehe!, mehr als Jona [ist] hier.
42 Eine Königin [des] Südens wird in dem Gericht auftreten mit diesem Geschlecht ‹, dieser Generation,› und wird es verurteilen, weil sie von den jenseitigen Teilen der Erde kam, um die Weisheit Salomos zu hören. Und siehe!, mehr als Salomo [ist] hier.
43 Wenn der unreine Geist von dem Menschen ausgefahren ist, [dann] durchwandert er wasserlose Stätten, Ruhe suchend, und er findet [sie] nicht.
44 Dann sagt er: ‘Ich will in mein Haus zurückkehren, von dem ich ausging.’ Und wenn er kommt, findet er [es] leerstehend, gefegt und geschmückt vor.
45 Dann geht er hin und nimmt sieben andere Geister zu sich, die böser sind als er selbst, und sie fahren ein und wohnen dort. Und es werden die letzten [Dinge] jenes Menschen [nach und nach] schlimmer als die ersten. Auf diese Weise wird es auch [mit] diesem bösen Geschlecht ‹, dieser bösen Generation,› sein.“
46 Während er noch zu den Mengen redete, siehe!, die Mutter und seine Brüder standen draußen und suchten, [mit] ihm zu reden.
47 Einer sagte zu ihm: „Siehe!, deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und suchen, [mit] dir zu reden.“11
48 Aber er antwortete dem, der zu ihm redete: „Wer ist meine Mutter und wer sind meine Brüder?“
49 Und er streckte seine Hand aus über seine Jünger und sagte: „Siehe!: Meine Mutter und meine Brüder.
50 Denn wer auch immer den Willen meines Vaters tut, der in [den] Himmeln [ist], der ist mein Bruder und [meine] Schwester und [meine] Mutter.“
2Als die Pharisäer [es] sahen, sagten sie zu ihm: „Siehe!, deine Jünger tun, was nicht gestattet ist, an einem Sabbat zu tun.“
3Er sagte zu ihnen: „Habt ihr nicht gelesen, was David tat, als er hungrig war, er und die mit ihm [waren]?
4– wie er in das Haus Gottes hineinging und die Schaubrote1 aß, die zu essen ihm nicht gestattet war noch denen, die mit ihm waren, als nur den Priestern allein?
5Oder habt ihr nicht im Gesetz gelesen, dass an den Sabbaten die Priester in der Tempelstätte den Sabbat entweihen ‹und entheiligen› und schuldlos sind?
6Ich sage euch aber: Größeres als die Tempelstätte ist hier.
7Wenn ihr aber [er]kannt hättet, was [das] ist: ‘Ich will Barmherzigkeit und nicht Opfer’ (Hos 6,6), hättet ihr nicht die Schuldlosen verurteilt;
8denn der Sohn des Menschen ist Herr des Sabbats.“
9Als er von dort fortging, kam er in ihre Synagoge.
10 Und siehe!, es war ein Mensch da, bei dem die Hand verdorrt war. Und sie fragten ihn: „Ist es gestattet, an [den] Sabbaten zu heilen?“, damit sie ihn anklagen könnten.
11 Er sagte zu ihnen: „Welcher Mensch wird unter euch sein, der ein Schaf hat und, wenn dieses an einem Sabbat2 in eine Grube fällt, es nicht greifen und hochbringen ‹und aufrichten› wird?
12 Wie viel mehr ist also ein Mensch als ein Schaf! Daher ist es gestattet, an dem Sabbat edel zu handeln ‹, wohlzutun, Edles zu tun›.“
13 Dann sagt er zu dem Menschen: „Strecke deine Hand aus!“ Und er streckte sie aus, und sie wurde wiederhergestellt, gesund wie die andere.
14 Aber die Pharisäer gingen hinaus und fassten einen Beschluss gegen ihn, auf dass sie ihn umbrächten.
15 Da Jesus [davon] Kenntnis bekam, entwich er ‹und zog sich› von dort ‹zurück›. Und es folgten ihm zahlreiche Mengen. Und er heilte sie alle.
16 Und er gebot ihnen nachdrücklich, dass sie ihn nicht offenbar machen sollten,
17 auf dass erfüllt werde das durch Jesaja, den Propheten, Gesagte:
18 „Siehe! Mein Dienstknecht!, den ich [mir] vorzog, mein Geliebter3, an dem meine Seele Wohlgefallen hat. Ich werde meinen Geist auf ihn legen, und er wird den Völkern Recht ‹und Gericht› ansagen.
19 Er wird nicht streiten noch schreien, noch wird jemand auf den Straßen seine Stimme hören.
20 Ein geknicktes Schilfrohr wird er nicht zerbrechen, und einen glimmenden Docht wird er nicht löschen, bis er ‹das Gericht aufgerichtet und› das Recht hinausgeführt hat zu[m] Sieg.
21 Und auf seinen Namen werden Völker4 ‹o.: die aus den Völkern› hoffen.“ (Jes 42,1-4)
22 Dann wurde ein Dämonisierter zu ihm gebracht, blind und stumm. Und er heilte ihn, sodass der Blinde und Stumme sowohl redete als auch sah.5
23 Und alle Mengen waren erstaunt und sagten: „Dieser ist [doch] nicht etwa der Sohn Davids?“
24 Als die Pharisäer [es] hörten, sagten sie: „Dieser treibt die Dämonen nicht aus als nur durch Be-elzebul, [den] Obersten der Dämonen.“
25 Jesus aber, wissend um ihre Erwägungen, sagte zu ihnen: „Jedes Königreich, das gegen sich selbst entzweit ist, wird verwüstet. Und jede Stadt, die mit sich selbst entzweit ist, oder ein Haus, [das] mit sich selbst entzweit [ist,] wird nicht bestehen.
26 Und wenn der Widersacher den Widersacher ‹, der Satan den Satan,› austreibt, ist er gegen sich selbst entzweit. Wie wird also sein Königreich bestehen?
27 Und wenn ich durch Be-elzebul die Dämonen austreibe, durch wen treiben eure Söhne [sie] aus? Deshalb werden sie eure Richter sein.
28 Aber wenn ich in [dem] Geist Gottes ‹o.: mittels des Geistes Gottes› die Dämonen austreibe, so ist die Königsherrschaft Gottes zu euch gelangt.
29 Oder wie kann jemand in das Haus des Starken hineingehen und seine Geräte rauben, wenn er nicht zuvor den Starken gebunden hat? Dann kann6 er sein Haus berauben ‹und gänzlich plündern›.
30 Wer nicht mit mir ist, ist gegen mich, und wer nicht mit mir sammelt, zerstreut.
31 Deshalb sage ich euch: Jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden; aber die Lästerung des Geistes wird den Menschen7 nicht vergeben werden.
32 Und wer auch immer ein Wort sagt gegen den Sohn des Menschen, ihm wird vergeben werden; aber wer auch immer gegen den Heiligen Geist redet, ihm wird nicht vergeben werden, weder in dem jetzigen Äon noch in dem bevorstehenden.
33 Entweder macht den Baum edel ‹und vortrefflich›, dann [ist] seine Frucht edel, oder macht den Baum faul, dann [ist] seine Frucht faul. Denn an der Frucht wird der Baum [er]kannt.
34 Otternbrut! Wie könnt ihr Gutes reden, da ihr böse seid? Denn aus dem Überfließen des Herzens redet der Mund.
35 Der gute Mensch wirft aus [seinem] guten Schatz Gutes aus, und der böse Mensch wirft aus [seinem] bösen Schatz Böses aus.
36 Ich sage euch: Über jedes nutzlose [gesprochene] Wort ‹o.: Über jeden ertraglosen, unbrauchbaren Ausspruch›, was auch immer die Menschen reden, werden sie Rechenschaft geben am Tag [des] Gerichts,
37 denn aus deinen Worten wirst du gerechtfertigt werden, und aus deinen Worten wirst du verurteilt werden.“
38 Dann antworteten einige der Schriftgelehrten und Pharisäer: „Lehrer, wir wollen ein Zeichen von dir sehen.“
39 Aber er antwortete ihnen: „Ein böses und ehebrecherisches Geschlecht8 trachtet nach einem Zeichen, und ein Zeichen wird ihm nicht gegeben werden als nur das Zeichen Jonas, des Propheten,
40 denn wie Jona im Bauch des großen Fisches9 war, drei Tage und drei Nächte10, so wird der Sohn des Menschen im Herzen der Erde sein, drei Tage und drei Nächte.
41 Männer, Niniviten, werden im Gericht aufstehen mit diesem Geschlecht ‹, dieser Generation,› und werden es verurteilen, weil sie Buße taten auf die Verkündigung des Jona hin. Und siehe!, mehr als Jona [ist] hier.
42 Eine Königin [des] Südens wird in dem Gericht auftreten mit diesem Geschlecht ‹, dieser Generation,› und wird es verurteilen, weil sie von den jenseitigen Teilen der Erde kam, um die Weisheit Salomos zu hören. Und siehe!, mehr als Salomo [ist] hier.
43 Wenn der unreine Geist von dem Menschen ausgefahren ist, [dann] durchwandert er wasserlose Stätten, Ruhe suchend, und er findet [sie] nicht.
44 Dann sagt er: ‘Ich will in mein Haus zurückkehren, von dem ich ausging.’ Und wenn er kommt, findet er [es] leerstehend, gefegt und geschmückt vor.
45 Dann geht er hin und nimmt sieben andere Geister zu sich, die böser sind als er selbst, und sie fahren ein und wohnen dort. Und es werden die letzten [Dinge] jenes Menschen [nach und nach] schlimmer als die ersten. Auf diese Weise wird es auch [mit] diesem bösen Geschlecht ‹, dieser bösen Generation,› sein.“
46 Während er noch zu den Mengen redete, siehe!, die Mutter und seine Brüder standen draußen und suchten, [mit] ihm zu reden.
47 Einer sagte zu ihm: „Siehe!, deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und suchen, [mit] dir zu reden.“11
48 Aber er antwortete dem, der zu ihm redete: „Wer ist meine Mutter und wer sind meine Brüder?“
49 Und er streckte seine Hand aus über seine Jünger und sagte: „Siehe!: Meine Mutter und meine Brüder.
50 Denn wer auch immer den Willen meines Vaters tut, der in [den] Himmeln [ist], der ist mein Bruder und [meine] Schwester und [meine] Mutter.“
Fußnoten
- 1 12,4 eig.: die Brote der Schaustellung; die zur Schau gestellten Brote; genitivus obiectivus
- 2 12,11 eig.: an den Sabbaten; im Griech. wird die Mehrzahl von Sabbat oft für die Einzahl gebraucht; so a. V. 12
- 3 12,18 in Jes 42,1 heb. bechiri, mein Erwählter; das dort gebrauchte „Erwählter“ bed. auch „Geliebter“.
- 4 12,21 im Mas. Text steht in Jes 42,4: die Küstenländer
- 5 12,22 NA: sodass der Stumme redete und sah.
- 6 12,29 modales Futur
- 7 12,31 NA: ohne „den Menschen“
- 8 12,39 Gemeint ist das zeitgenössische Geschlecht, die Generation; genea
- 9 12,40 ketos, ein großes Meerestier; Jon 2,1: großer Fisch
- 10 12,40 terminus technicus für drei 24-Stunden-Tage; hier nicht 72 Stunden, denn auch nur ein Bruchteil eines Tages konnte so bezeichnet werden; vgl. Apg 10,30 mit 10,9; 10,23.24
- 11 12,47 NA: ohne V. 47