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Neues Testament

Matthäus Kapitel 8

Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026

1Als er nun vom Berg niedergestiegen war, folgten ihm zahlreiche Mengen.
2Und siehe!, ein Aussätziger kam, huldigte ihm ‹o.: erwies ihm fußfällige Verehrung› und sagte: „Herr, wenn du willst, kannst du mich reinigen!“
3Und Jesus streckte die Hand aus, rührte ihn an, während er sagte: „Ich will. Sei gereinigt!“ Und sogleich wurde er [von] seinem Aussatz gereinigt.
4Und Jesus sagt zu ihm: „Sieh, dass du [es] niemandem sagst, sondern gehe hin, zeige dich dem Priester und bringe die Gabe dar, die Mose anordnete, ihnen zu einem Zeugnis.“
5Als er nach Kapernaum hineingekommen war, kam ein Zenturio ‹, Anführer einer Hundertschaft,› zu ihm, ihn bittend
6und sagend: „Herr, mein Dienstknecht liegt im Haus gelähmt, er wird [stets] gequält.“1
7Und Jesus2 sagt zu ihm: „Ich komme und werde ihn heilen.“
8Und der Zenturio antwortete: „Herr, ich bin nicht wert ‹eig.: genug›, dass du eingehst unter mein Dach, sondern rede nur mit [dem] Wort, und mein Dienstknecht wird geheilt werden,
9denn auch ich bin ein Mensch unter Autorität, der ich Soldaten unter mir selbst habe, und ich sage zu diesem: ‘Geh hin!’, und er geht hin, und zu einem anderen: ‘Komm!’, und er kommt, und zu meinem Sklaven: ‘Tue das!’, und er tut [es].“
10 Als Jesus das hörte, wunderte er sich und sagte zu denen, die [ihm] folgten: „Wahrlich!, ich sage euch: Selbst in Israel habe ich nicht einen3 so großen Glauben gefunden.
11 Ich sage euch: Viele werden kommen vom Osten ‹eig.: vom Aufgang› und vom Westen her und sich mit Abraham und Isaak und Jakob [zu Tisch] lagern in der Königsherrschaft der Himmel ‹, im Königreich der Himmel›,
12 aber die Söhne der Königsherrschaft ‹, des Königreiches,› werden hinausgeworfen werden in die äußere Finsternis. Dort wird das Weinen und das Zähneknirschen sein.“
13 Und Jesus sagte zu dem Zenturio: „Gehe hin! Und es geschehe dir, wie du glaubtest.“ Und sein Dienstknecht wurde geheilt in jener Stunde.
14 Als Jesus in das Haus [des] Petrus kam, sah er dessen Schwiegermutter: daniederliegend ‹eig.: hingeworfen› und fiebernd.
15 Und er rührte ihre Hand an, und das Fieber verließ sie. Und sie wurde aufgerichtet ‹o.: erhob sich› und diente ihm.
16 Als es Abend geworden war, brachten sie viele Dämonisierte ‹d. h.: dämonisch Geplagte› zu ihm. Und er trieb die Geister aus durch [das] Wort, und alle, denen es übel ging, heilte er;
17 auf dass erfüllt werde das durch Jesaja, den Propheten, Gesagte: „Er nahm unsere Schwachheiten und trug unsere Krankheiten.“ (Jes 53,4)
18 Als Jesus zahlreiche Mengen4 um sich sah, befahl er, ans jenseitige [Ufer] wegzufahren.
19 Und ein Schriftgelehrter kam heran und sagte zu ihm: „Lehrer, ich will dir folgen, wohin immer du gehst.“
20 Jesus sagt zu ihm: „Die Füchse haben Höhlen und die Vögel des Himmels [Nester als] Wohnplätze, aber der Sohn des Menschen hat nicht, wo er das Haupt neige5.“
21 Ein anderer von seinen Jüngern sagte zu ihm: „Herr, erlaube mir, zuvor hinzugehen und meinen Vater zu begraben.“
22 Jesus sagte zu ihm: „Folge du mir [beständig] und lass die Toten ihre Toten begraben!“
23 Und als er in das Boot stieg, folgten ihm seine Jünger.
24 Und siehe!, es entstand ein großes Beben im Meer ‹, im See›, sodass das Boot von den Wellen bedeckt wurde. Aber er schlief.
25 Und die Jünger traten hinzu, weckten ihn, sagend: „Herr, rette uns!6 Wir kommen um!“
26 Und er sagt zu ihnen: „Was seid ihr feige, Kleingläubige?“ Dann erhob er sich und gebot nachdrücklich den Winden und dem Meer. Und es entstand eine große Stille.
27 Aber die Menschen wunderten sich; sie sagten: „Was für einer ist dieser, dass auch die Winde und das Meer ihm gehorchen?“
28 Und als er ans jenseitige [Ufer] kam, in das Landgebiet der Gergesener7, begegneten ihm zwei Dämonisierte, die aus den Gräbern hervorkamen, sehr gefährliche ‹und schwierige›, sodass niemand imstande war, auf jenem Weg vorüberzugehen.
29 Und siehe!, sie schrien: „Was [haben] wir mit dir [zu tun], Jesus, Sohn Gottes? Bist du hierhergekommen, uns vor [dem bestimmten] Zeitpunkt zu quälen?“
30 Weit weg von ihnen aber war eine Herde vieler Schweine, die am Weiden war.
31 Und die Dämonen riefen ihn bittend auf; sie sagten: „Wenn du uns austreibst, erlaube uns, in die Herde Schweine zu fahren!“
32 Und er sagte zu ihnen: „Geht weg!“ Sie fuhren aus und fuhren in die Herde Schweine. Und siehe!, die ganze Herde von Schweinen stürmte den Abhang hinab in das Meer, und sie starben in den Wassern.
33 Aber die [sie] Weidenden flohen und berichteten, in die Stadt gelangt, alles, auch das von den Dämonisierten.
34 Und siehe!, die ganze Stadt ging hinaus, Jesus zu begegnen. Und als sie ihn sahen, riefen sie ihn bittend auf, dass er fortginge von ihren Grenzgebieten.

Fußnoten

  1. 1 8,6 Partizip Präsens durativ: fortwährend gequält werdend
  2. 2 8,7 NA: er
  3. 3 8,10 NA: Bei niemandem in Israel habe ich einen
  4. 4 8,18 NA: eine Menge
  5. 5 8,20 klinee, wie Joh 19,30
  6. 6 8,25 NA: Herr, rette!
  7. 7 8,28 NA: der Gadarener