Neues Testament
Matthäus Kapitel 9
Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026
1Und er stieg in das Boot, setzte über und kam in [seine] eigene Stadt.
2Und siehe!, sie trugen einen, auf eine Bahre gelegten ‹wörtl.: geworfenen› Gelähmten zu ihm hin. Und als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Gelähmten: „Sei guten Mutes, Kind. Dir sind deine Sünden vergeben.“
3Und siehe!, etliche von den Schriftgelehrten sagten bei sich selbst: „Dieser lästert.“
4Und als Jesus ihre Erwägungen sah, sagte er: „Warum denkt ihr in euren Herzen Böses?
5Denn was ist leichter: zu sagen: ‘Deine Sünden sind vergeben’, oder zu sagen: ‘Erhebe dich und wandle’?
6Damit ihr aber wisst, dass der Sohn des Menschen Autorität hat, auf der Erde ‹o.: in dem Lande› Sünden zu vergeben“, – dann sagt er zu dem Gelähmten: „Erhebe dich. Nimm deine Bahre auf und gehe hin in dein Haus.“
7Und er erhob sich und ging weg in sein Haus.
8Als die Mengen es sahen, verwunderten sie sich1, und sie verherrlichten Gott, der den Menschen solche Autorität gab.
9Als Jesus von dort weiterging, sah er an der Zollstätte einen Menschen sitzen, genannt Matthäus. Und er sagt zu ihm: „Folge mir [beständig]!“ Und er stand auf und folgte ihm.
10 Und es geschah, als er im Haus [zu Tisch] lag, siehe!, da kamen viele Zolleinnehmer und Sünder und lagen [zu Tisch] mit Jesus und seinen Jüngern.
11 Als die Pharisäer es sahen, sagten sie zu seinen Jüngern: „Weshalb isst euer Lehrer mit den Zolleinnehmern und Sündern?“
12 Und als Jesus2 [es] hörte, sagte er zu ihnen: „Nicht die Starken brauchen den Arzt, sondern die, denen es übel geht.
13 Geht nun hin und lernt, was das ist: ‘Ich will Barmherzigkeit und nicht Opfer.’ (Hos 6,6) Denn ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zu[r] Buße ‹, zu einer Sinnesänderung›.“3
14 Dann kommen die Jünger des Johannes zu ihm; sie sagen: „Weshalb fasten wir und die Pharisäer viel, aber deine Jünger fasten nicht?“
15 Und Jesus sagte zu ihnen: „Können die Gefährten des Bräutigams ‹eig.: die Söhne des Brautgemachs; o.: die Söhne des Hochzeitshauses›4 trauern, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es werden aber Tage kommen, da der Bräutigam ihnen entrissen sein wird, und dann werden sie fasten.
16 Niemand setzt ein Stück Stoff ‹, einen Flicklappen,› von ungewalktem ‹, frisch vom Webstuhl kommendem,› Tuch auf ein altes Obergewand auf, denn [sonst] reißt das Eingesetzte ‹, das Füllstück,› vom Obergewand ab, und es entsteht ein schlimmerer Riss.
17 Auch tut man nicht neuen ‹, frischen,› Wein in alte Schläuche. Sonst zerreißen die Schläuche, und der Wein wird verschüttet und die Schläuche kommen um. Sondern neuen Wein tut man in neuartige Schläuche, und [so] werden beide erhalten.“
18 Als er diese [Dinge] zu ihnen redete, siehe!, da kam ein Oberer herein und huldigte ihm [wiederholt] und sagte: „Meine Tochter ist soeben an [ihr] Lebensende gekommen. Doch komm, lege deine Hand auf sie, und sie wird leben!“
19 Jesus erhob sich und folgte ihm; auch seine Jünger.
20 Und siehe!, eine Frau, die zwölf Jahre mit einem Blutfluss behaftet war, trat von hinten herzu und rührte die Quaste seines Obergewandes an,
21 denn sie sagte [wiederholt] bei sich selbst: „Wenn ich nur sein Obergewand anrühre, werde ich gerettet werden.“
22 Jesus wandte sich um, sah sie und sagte: „Sei guten Mutes, Tochter! Dein Glaube hat dich gerettet.“ Und die Frau war gerettet von jener Stunde an.
23 Und als Jesus in das Haus des Oberen kam und die Flötenspieler sah und die Menge, wie sie einen Tumult machte,
24 sagt er zu ihnen: „Macht euch davon, denn das Mädchen starb nicht, sondern es schläft!“ Und sie lachten ihn aus.
25 Als die Menge hinausgetan5 war, ging er hinein und griff sie bei der Hand. Und das Mädchen wurde [auf]erweckt ‹und richtete sich auf›.
26 Und die Kunde hiervon ging aus in jenes ganze Land.
27 Und als Jesus von dort weiterging, folgten ihm zwei Blinde, die schrien: „Erbarme dich unser, Sohn Davids!“
28 Als er ins Haus gekommen war, kamen die Blinden auf ihn zu. Und Jesus sagt zu ihnen: „Glaubt ihr, dass ich das tun kann?“ Sie sagen ihm: „Ja, Herr.“
29 Dann rührte er ihre Augen an, während er sagte: „Euch geschehe nach eurem Glauben.“
30 Und ihre Augen wurden aufgetan. Und Jesus verpflichtete sie mit allem Ernst und sagte: „Seht zu! Niemand soll es erfahren!“
31 Aber sie gingen aus und machten ihn bekannt in jenem ganzen Land.
32 Und während die ausgingen, siehe!, da brachte man einen stummen Menschen zu ihm, der dämonisiert war.
33 Und als der Dämon ausgetrieben war, redete der Stumme. Und die Mengen wunderten sich und sagten: „Noch nie wurde so [etwas] in Israel gesehen!“
34 Aber die Pharisäer sagten [wiederholt]: „Er treibt die Dämonen durch den Obersten der Dämonen aus.“
35 Und Jesus durchzog [nach und nach] alle Städte und Dörfer, lehrend in ihren Synagogen und verkündend das Evangelium [von] der Königsherrschaft und heilend6 jede Krankheit und jedes Gebrechen ‹, jede Schlaffheit›.
36 Aber als er die Mengen sah, wurde er innerlich tief bewegt ‹eig.: in seinen inneren Organen bewegt› über sie, weil sie geschunden ‹o.: erschöpft› und daniederliegend waren, wie Schafe, die keinen Hirten haben.
37 Dann sagt er zu seinen Jüngern: „In der Tat, die Ernte ist viel ‹, reichlich›, aber die Arbeiter [sind] wenige.
38 Bittet also [inständig] den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte hinausdränge7!“
2Und siehe!, sie trugen einen, auf eine Bahre gelegten ‹wörtl.: geworfenen› Gelähmten zu ihm hin. Und als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Gelähmten: „Sei guten Mutes, Kind. Dir sind deine Sünden vergeben.“
3Und siehe!, etliche von den Schriftgelehrten sagten bei sich selbst: „Dieser lästert.“
4Und als Jesus ihre Erwägungen sah, sagte er: „Warum denkt ihr in euren Herzen Böses?
5Denn was ist leichter: zu sagen: ‘Deine Sünden sind vergeben’, oder zu sagen: ‘Erhebe dich und wandle’?
6Damit ihr aber wisst, dass der Sohn des Menschen Autorität hat, auf der Erde ‹o.: in dem Lande› Sünden zu vergeben“, – dann sagt er zu dem Gelähmten: „Erhebe dich. Nimm deine Bahre auf und gehe hin in dein Haus.“
7Und er erhob sich und ging weg in sein Haus.
8Als die Mengen es sahen, verwunderten sie sich1, und sie verherrlichten Gott, der den Menschen solche Autorität gab.
9Als Jesus von dort weiterging, sah er an der Zollstätte einen Menschen sitzen, genannt Matthäus. Und er sagt zu ihm: „Folge mir [beständig]!“ Und er stand auf und folgte ihm.
10 Und es geschah, als er im Haus [zu Tisch] lag, siehe!, da kamen viele Zolleinnehmer und Sünder und lagen [zu Tisch] mit Jesus und seinen Jüngern.
11 Als die Pharisäer es sahen, sagten sie zu seinen Jüngern: „Weshalb isst euer Lehrer mit den Zolleinnehmern und Sündern?“
12 Und als Jesus2 [es] hörte, sagte er zu ihnen: „Nicht die Starken brauchen den Arzt, sondern die, denen es übel geht.
13 Geht nun hin und lernt, was das ist: ‘Ich will Barmherzigkeit und nicht Opfer.’ (Hos 6,6) Denn ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zu[r] Buße ‹, zu einer Sinnesänderung›.“3
14 Dann kommen die Jünger des Johannes zu ihm; sie sagen: „Weshalb fasten wir und die Pharisäer viel, aber deine Jünger fasten nicht?“
15 Und Jesus sagte zu ihnen: „Können die Gefährten des Bräutigams ‹eig.: die Söhne des Brautgemachs; o.: die Söhne des Hochzeitshauses›4 trauern, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es werden aber Tage kommen, da der Bräutigam ihnen entrissen sein wird, und dann werden sie fasten.
16 Niemand setzt ein Stück Stoff ‹, einen Flicklappen,› von ungewalktem ‹, frisch vom Webstuhl kommendem,› Tuch auf ein altes Obergewand auf, denn [sonst] reißt das Eingesetzte ‹, das Füllstück,› vom Obergewand ab, und es entsteht ein schlimmerer Riss.
17 Auch tut man nicht neuen ‹, frischen,› Wein in alte Schläuche. Sonst zerreißen die Schläuche, und der Wein wird verschüttet und die Schläuche kommen um. Sondern neuen Wein tut man in neuartige Schläuche, und [so] werden beide erhalten.“
18 Als er diese [Dinge] zu ihnen redete, siehe!, da kam ein Oberer herein und huldigte ihm [wiederholt] und sagte: „Meine Tochter ist soeben an [ihr] Lebensende gekommen. Doch komm, lege deine Hand auf sie, und sie wird leben!“
19 Jesus erhob sich und folgte ihm; auch seine Jünger.
20 Und siehe!, eine Frau, die zwölf Jahre mit einem Blutfluss behaftet war, trat von hinten herzu und rührte die Quaste seines Obergewandes an,
21 denn sie sagte [wiederholt] bei sich selbst: „Wenn ich nur sein Obergewand anrühre, werde ich gerettet werden.“
22 Jesus wandte sich um, sah sie und sagte: „Sei guten Mutes, Tochter! Dein Glaube hat dich gerettet.“ Und die Frau war gerettet von jener Stunde an.
23 Und als Jesus in das Haus des Oberen kam und die Flötenspieler sah und die Menge, wie sie einen Tumult machte,
24 sagt er zu ihnen: „Macht euch davon, denn das Mädchen starb nicht, sondern es schläft!“ Und sie lachten ihn aus.
25 Als die Menge hinausgetan5 war, ging er hinein und griff sie bei der Hand. Und das Mädchen wurde [auf]erweckt ‹und richtete sich auf›.
26 Und die Kunde hiervon ging aus in jenes ganze Land.
27 Und als Jesus von dort weiterging, folgten ihm zwei Blinde, die schrien: „Erbarme dich unser, Sohn Davids!“
28 Als er ins Haus gekommen war, kamen die Blinden auf ihn zu. Und Jesus sagt zu ihnen: „Glaubt ihr, dass ich das tun kann?“ Sie sagen ihm: „Ja, Herr.“
29 Dann rührte er ihre Augen an, während er sagte: „Euch geschehe nach eurem Glauben.“
30 Und ihre Augen wurden aufgetan. Und Jesus verpflichtete sie mit allem Ernst und sagte: „Seht zu! Niemand soll es erfahren!“
31 Aber sie gingen aus und machten ihn bekannt in jenem ganzen Land.
32 Und während die ausgingen, siehe!, da brachte man einen stummen Menschen zu ihm, der dämonisiert war.
33 Und als der Dämon ausgetrieben war, redete der Stumme. Und die Mengen wunderten sich und sagten: „Noch nie wurde so [etwas] in Israel gesehen!“
34 Aber die Pharisäer sagten [wiederholt]: „Er treibt die Dämonen durch den Obersten der Dämonen aus.“
35 Und Jesus durchzog [nach und nach] alle Städte und Dörfer, lehrend in ihren Synagogen und verkündend das Evangelium [von] der Königsherrschaft und heilend6 jede Krankheit und jedes Gebrechen ‹, jede Schlaffheit›.
36 Aber als er die Mengen sah, wurde er innerlich tief bewegt ‹eig.: in seinen inneren Organen bewegt› über sie, weil sie geschunden ‹o.: erschöpft› und daniederliegend waren, wie Schafe, die keinen Hirten haben.
37 Dann sagt er zu seinen Jüngern: „In der Tat, die Ernte ist viel ‹, reichlich›, aber die Arbeiter [sind] wenige.
38 Bittet also [inständig] den Herrn der Ernte, dass er Arbeiter in seine Ernte hinausdränge7!“
Fußnoten
- 1 9,8 NA: gerieten sie in Furcht
- 2 9,12 NA: er
- 3 9,13 NA: ohne „zur Buße“
- 4 9,15 d. h.: die begleitenden Freunde des Bräutigams bzw. die dem Bräutigam Nahestehenden; auch allg.: die Hochzeitsgesellschaft
- 5 9,25 eig.: hinausgeworfen
- 6 9,35 dreimal Partizip Präsens durativ o. iterativ: fortwährend bzw. immer wieder
- 7 9,38 vom griech. ekballein; Grundbed.: hinauswerfen