Neues Testament
Matthäus Kapitel 5
Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026
1Als er die Mengen sah, stieg er den Berg hinauf. Und als er sich gesetzt hatte, kamen seine Jünger1 zu ihm.
2Und er tat seinen Mund auf und lehrte sie; er sagte:
3„Selig die dem Geiste nach Armen!, denn ihnen gehört die Königsherrschaft der Himmel.
4Selig die Trauernden!, denn sie werden getröstet ‹und aufgerichtet› werden.
5Selig die Sanftmütigen!, denn sie werden das Land2 erben.
6Selig die Hungernden und Dürstenden [nach] Gerechtigkeit!, denn sie werden gesättigt werden.
7Selig die Barmherzigen!, denn sie werden Barmherzigkeit erfahren.
8Selig die im Herzen Reinen!, denn sie werden Gott sehen.
9Selig die Friedensstifter!, denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.
10 Selig die Verfolgten wegen Gerechtigkeit!, denn ihnen gehört die Königsherrschaft der Himmel.
11 Selige seid ihr, wenn sie euch beschimpfen ‹o.: Vorwürfe machen› und verfolgen und lügnerisch jedes böse Wort ‹o.: jede böse Sache› gegen euch reden um meinetwillen.
12 Freut euch [stets] und jubelt, denn euer Lohn [ist] groß in den Himmeln; denn so verfolgten sie die Propheten, die vor euch [waren].
13 Ihr seid das Salz des Landes. Wenn das Salz aber fade ‹o.: geschmacklos, kraftlos; wörtl.: töricht› geworden ist, womit soll gesalzen ‹o.: gewürzt› werden? Es hat zu nichts mehr Kraft ‹, taugt zu nichts mehr›, als hinausgeworfen und von den Menschen zertreten zu werden.
14 Ihr seid das Licht der Welt. Es kann eine oben am Berg liegende Stadt nicht verborgen werden.
15 Man zündet auch nicht eine Lampe an und stellt sie unter ein Getreidegefäß3, sondern auf den Leuchter; und sie leuchtet allen, die im Haus [sind].
16 Auf diese Weise soll euer Licht leuchten vor den Menschen, dass sie eure edlen ‹und vortrefflichen› Taten ‹und Werke› sehen und euren Vater, der in den Himmeln [ist], verherrlichen.
17 Meint nicht, dass ich gekommen sei, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen! Ich kam nicht aufzulösen, sondern zu erfüllen;
18 denn – wahrlich! – ich sage euch: Bis der Himmel und das Land vergehen, wird keinesfalls ein Jota4 oder ein Strichlein vom Gesetz vergehen ‹o.: [unerfüllt] vergangen sein›, bis alles geschehen sein wird.
19 Wer immer also eines dieser ganz geringen Gebote auflösen und die Menschen so lehren sollte, wird in der Königsherrschaft ‹o.: im Königreich› der Himmel ‘ein ganz Geringer’ genannt werden. Wer aber auch immer [sie] tut und [so] lehrt, der wird ‘ein ganz Großer’ genannt werden in der Königsherrschaft der Himmel.
20 Ich sage euch nämlich: Wenn eure Gerechtigkeit nicht reichlich mehr ist als [die] der Schriftgelehrten und Pharisäer, werdet ihr keinesfalls in die Königsherrschaft der Himmel eingehen.
21 Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt wurde: ‘Du sollst nicht Mord begehen! Wer irgend aber Mord begeht, wird dem Gericht verfallen sein.’
22 Aber ich sage euch: Jeder, der seinem Bruder ohne Grund5 zürnt, wird dem Gericht verfallen sein. Wer irgend aber zu seinem Bruder sagen wird: ‘Raka!’ ‹, gottloser Hohlkopf›, wird dem Hohen Rat verfallen sein. Aber wer irgend sagen wird: ‘Törichter!’, wird verfallen sein in die Gehenna6 des Feuers.
23 Wenn du also dabei bist, deine Gabe auf den Altar darzubringen und dich dort erinnerst, dass dein Bruder etwas gegen dich hat ‹d. h.: [begründeter Weise] etwas gegen dich hat›,
24 lass deine Gabe dort vor dem Altar und gehe hin; söhne dich zuerst aus mit deinem Bruder. Und dann komm und opfere deine Gabe.
25 Sei deinem Rechtsgegner ‹o.: Prozessgegner› wohlgesonnen, bald, solange du mit ihm auf dem Weg bist, damit nicht der Rechtsgegner ‹o.: Prozessgegner› dich dem Richter übergebe und der Richter dich dem verantwortlichen Diener übergebe und du ins Gefängnis geworfen werdest.
26 Wahrlich!, ich sage dir: Du wirst keinesfalls von dort herauskommen, bis du den letzten Kodrantes ‹, das letzte Viertel-Ass,›7 erstattet haben wirst.
27 Ihr habt gehört, dass gesagt wurde: ‘Du sollst nicht ehebrechen.’
28 Aber ich sage euch: Jeder, der eine Frau ansieht, um ihrer zu gelüsten ‹o. evtl.: um sie zum Lüsten zu reizen›, hat schon in seinem Herzen mit ihr Ehebruch begangen.
29 Wenn dein rechtes Auge für dich ein Anstoß [zum Stolpern und Fallen] wird, nimm es heraus und wirf es von dir, denn es ist für dich nützlich, dass eines deiner Glieder umkomme und nicht dein ganzer Leib in [die] Gehenna geworfen werde.
30 Und wenn deine rechte Hand für dich ein Anstoß [zum Stolpern und Fallen] wird, haue sie ab und wirf [sie] von dir, denn es ist für dich nützlich, dass eines deiner Glieder umkomme und nicht dein ganzer Leib in [die] Gehenna geworfen werde.
31 Es wurde gesagt: ‘Wer immer seine Frau entlässt, gebe ihr einen Scheidebrief.’
32 Aber ich sage euch: Wer immer seine Frau entlässt, außer aufgrund von Unzucht8, macht, dass sie Ehebruch begeht9, und wer immer eine10 Entlassene heiratet, begeht Ehebruch.
33 Wiederum habt ihr gehört, dass zu den Alten gesagt wurde: ‘Du sollst nicht einen falschen Eid tun! Du sollst dem Herrn deine Eide erstatten.’
34 Aber ich sage euch: Überhaupt nicht schwören! – weder beim Himmel, weil er Thron Gottes ist,
35 noch bei dem Lande, weil es [der] Schemel seiner Füße ist, noch bei Jerusalem, weil sie [die] Stadt des großen Königs ist.
36 Noch sollst du schwören bei deinem Kopf!, weil du nicht ein Haar weiß oder schwarz machen kannst.
37 Euer Wort sei: „Ja“ – ein Ja; „Nein“ – ein Nein. Aber was über diese hinausgeht, ist vom Bösen.
38 Ihr habt gehört, dass gesagt wurde: ‘Auge für Auge’ und: ‘Zahn für Zahn.’ (2Mo 21,24; 3Mo 24,20)
39 Aber ich sage euch: Dem Bösen nicht Widerstand leisten!, sondern wer immer dich auf deine rechte Wange schlagen wird, ihm wende auch die andere zu.
40 Und dem, der mit dir rechten und dein Untergewand nehmen will, überlasse auch den Mantel.
41 Und wer immer dich zu einem Dienst nötigen wird für eine Meile, mit ihm gehe zwei.
42 Dem, der dich bittet, gib, und [von] dem, [der] von dir borgen will, wende dich nicht ab.
43 Ihr habt gehört, dass gesagt wurde: ‘Du sollst deinen Nächsten ‹eig.: Nahen› lieben’ (3Mo 19,18), ‘und deinen Feind sollst du hassen’.
44 Aber ich sage euch: Liebt [stets] eure Feinde! Segnet, die euch fluchen! Tut wohl denen, die euch hassen!11 Und betet für die, die euch in Misskredit bringen ‹o.: diffamieren› und euch verfolgen!,
45 auf dass ihr Söhne werdet eures Vaters in den Himmeln, denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen auf Gerechte und Ungerechte;
46 denn wenn ihr die liebt, die euch lieben, welchen Lohn habt ihr? Tun nicht auch die Zolleinnehmer dasselbe?
47 Und wenn ihr nur eure Freunde grüßt, was tut ihr Außergewöhnliches? Tun so nicht auch die Zolleinnehmer?12
48 Seid ihr also vollkommen, gleichwie auch euer Vater in den Himmeln vollkommen ist.
2Und er tat seinen Mund auf und lehrte sie; er sagte:
3„Selig die dem Geiste nach Armen!, denn ihnen gehört die Königsherrschaft der Himmel.
4Selig die Trauernden!, denn sie werden getröstet ‹und aufgerichtet› werden.
5Selig die Sanftmütigen!, denn sie werden das Land2 erben.
6Selig die Hungernden und Dürstenden [nach] Gerechtigkeit!, denn sie werden gesättigt werden.
7Selig die Barmherzigen!, denn sie werden Barmherzigkeit erfahren.
8Selig die im Herzen Reinen!, denn sie werden Gott sehen.
9Selig die Friedensstifter!, denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.
10 Selig die Verfolgten wegen Gerechtigkeit!, denn ihnen gehört die Königsherrschaft der Himmel.
11 Selige seid ihr, wenn sie euch beschimpfen ‹o.: Vorwürfe machen› und verfolgen und lügnerisch jedes böse Wort ‹o.: jede böse Sache› gegen euch reden um meinetwillen.
12 Freut euch [stets] und jubelt, denn euer Lohn [ist] groß in den Himmeln; denn so verfolgten sie die Propheten, die vor euch [waren].
13 Ihr seid das Salz des Landes. Wenn das Salz aber fade ‹o.: geschmacklos, kraftlos; wörtl.: töricht› geworden ist, womit soll gesalzen ‹o.: gewürzt› werden? Es hat zu nichts mehr Kraft ‹, taugt zu nichts mehr›, als hinausgeworfen und von den Menschen zertreten zu werden.
14 Ihr seid das Licht der Welt. Es kann eine oben am Berg liegende Stadt nicht verborgen werden.
15 Man zündet auch nicht eine Lampe an und stellt sie unter ein Getreidegefäß3, sondern auf den Leuchter; und sie leuchtet allen, die im Haus [sind].
16 Auf diese Weise soll euer Licht leuchten vor den Menschen, dass sie eure edlen ‹und vortrefflichen› Taten ‹und Werke› sehen und euren Vater, der in den Himmeln [ist], verherrlichen.
17 Meint nicht, dass ich gekommen sei, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen! Ich kam nicht aufzulösen, sondern zu erfüllen;
18 denn – wahrlich! – ich sage euch: Bis der Himmel und das Land vergehen, wird keinesfalls ein Jota4 oder ein Strichlein vom Gesetz vergehen ‹o.: [unerfüllt] vergangen sein›, bis alles geschehen sein wird.
19 Wer immer also eines dieser ganz geringen Gebote auflösen und die Menschen so lehren sollte, wird in der Königsherrschaft ‹o.: im Königreich› der Himmel ‘ein ganz Geringer’ genannt werden. Wer aber auch immer [sie] tut und [so] lehrt, der wird ‘ein ganz Großer’ genannt werden in der Königsherrschaft der Himmel.
20 Ich sage euch nämlich: Wenn eure Gerechtigkeit nicht reichlich mehr ist als [die] der Schriftgelehrten und Pharisäer, werdet ihr keinesfalls in die Königsherrschaft der Himmel eingehen.
21 Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt wurde: ‘Du sollst nicht Mord begehen! Wer irgend aber Mord begeht, wird dem Gericht verfallen sein.’
22 Aber ich sage euch: Jeder, der seinem Bruder ohne Grund5 zürnt, wird dem Gericht verfallen sein. Wer irgend aber zu seinem Bruder sagen wird: ‘Raka!’ ‹, gottloser Hohlkopf›, wird dem Hohen Rat verfallen sein. Aber wer irgend sagen wird: ‘Törichter!’, wird verfallen sein in die Gehenna6 des Feuers.
23 Wenn du also dabei bist, deine Gabe auf den Altar darzubringen und dich dort erinnerst, dass dein Bruder etwas gegen dich hat ‹d. h.: [begründeter Weise] etwas gegen dich hat›,
24 lass deine Gabe dort vor dem Altar und gehe hin; söhne dich zuerst aus mit deinem Bruder. Und dann komm und opfere deine Gabe.
25 Sei deinem Rechtsgegner ‹o.: Prozessgegner› wohlgesonnen, bald, solange du mit ihm auf dem Weg bist, damit nicht der Rechtsgegner ‹o.: Prozessgegner› dich dem Richter übergebe und der Richter dich dem verantwortlichen Diener übergebe und du ins Gefängnis geworfen werdest.
26 Wahrlich!, ich sage dir: Du wirst keinesfalls von dort herauskommen, bis du den letzten Kodrantes ‹, das letzte Viertel-Ass,›7 erstattet haben wirst.
27 Ihr habt gehört, dass gesagt wurde: ‘Du sollst nicht ehebrechen.’
28 Aber ich sage euch: Jeder, der eine Frau ansieht, um ihrer zu gelüsten ‹o. evtl.: um sie zum Lüsten zu reizen›, hat schon in seinem Herzen mit ihr Ehebruch begangen.
29 Wenn dein rechtes Auge für dich ein Anstoß [zum Stolpern und Fallen] wird, nimm es heraus und wirf es von dir, denn es ist für dich nützlich, dass eines deiner Glieder umkomme und nicht dein ganzer Leib in [die] Gehenna geworfen werde.
30 Und wenn deine rechte Hand für dich ein Anstoß [zum Stolpern und Fallen] wird, haue sie ab und wirf [sie] von dir, denn es ist für dich nützlich, dass eines deiner Glieder umkomme und nicht dein ganzer Leib in [die] Gehenna geworfen werde.
31 Es wurde gesagt: ‘Wer immer seine Frau entlässt, gebe ihr einen Scheidebrief.’
32 Aber ich sage euch: Wer immer seine Frau entlässt, außer aufgrund von Unzucht8, macht, dass sie Ehebruch begeht9, und wer immer eine10 Entlassene heiratet, begeht Ehebruch.
33 Wiederum habt ihr gehört, dass zu den Alten gesagt wurde: ‘Du sollst nicht einen falschen Eid tun! Du sollst dem Herrn deine Eide erstatten.’
34 Aber ich sage euch: Überhaupt nicht schwören! – weder beim Himmel, weil er Thron Gottes ist,
35 noch bei dem Lande, weil es [der] Schemel seiner Füße ist, noch bei Jerusalem, weil sie [die] Stadt des großen Königs ist.
36 Noch sollst du schwören bei deinem Kopf!, weil du nicht ein Haar weiß oder schwarz machen kannst.
37 Euer Wort sei: „Ja“ – ein Ja; „Nein“ – ein Nein. Aber was über diese hinausgeht, ist vom Bösen.
38 Ihr habt gehört, dass gesagt wurde: ‘Auge für Auge’ und: ‘Zahn für Zahn.’ (2Mo 21,24; 3Mo 24,20)
39 Aber ich sage euch: Dem Bösen nicht Widerstand leisten!, sondern wer immer dich auf deine rechte Wange schlagen wird, ihm wende auch die andere zu.
40 Und dem, der mit dir rechten und dein Untergewand nehmen will, überlasse auch den Mantel.
41 Und wer immer dich zu einem Dienst nötigen wird für eine Meile, mit ihm gehe zwei.
42 Dem, der dich bittet, gib, und [von] dem, [der] von dir borgen will, wende dich nicht ab.
43 Ihr habt gehört, dass gesagt wurde: ‘Du sollst deinen Nächsten ‹eig.: Nahen› lieben’ (3Mo 19,18), ‘und deinen Feind sollst du hassen’.
44 Aber ich sage euch: Liebt [stets] eure Feinde! Segnet, die euch fluchen! Tut wohl denen, die euch hassen!11 Und betet für die, die euch in Misskredit bringen ‹o.: diffamieren› und euch verfolgen!,
45 auf dass ihr Söhne werdet eures Vaters in den Himmeln, denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen auf Gerechte und Ungerechte;
46 denn wenn ihr die liebt, die euch lieben, welchen Lohn habt ihr? Tun nicht auch die Zolleinnehmer dasselbe?
47 Und wenn ihr nur eure Freunde grüßt, was tut ihr Außergewöhnliches? Tun so nicht auch die Zolleinnehmer?12
48 Seid ihr also vollkommen, gleichwie auch euer Vater in den Himmeln vollkommen ist.
Fußnoten
- 1 5,1 matheetees bed. a. Schüler; Lernender
- 2 5,5 Das Wort kann „Land“ oder „Erde“ bed. Gemäß Ps 37,9.11.22.29.34 ist hier „Land“ vorzuziehen.
- 3 5,15 modion; ca. 9 Liter fassend
- 4 5,18 kleinster Buchstabe im griech. Alphabet; vgl. Jod (j), kleinster heb. Buchstabe
- 5 5,22 NA: ohne „ohne Grund“
- 6 5,22 geenna von heb. gee hinnom, Tal des Sohnes Hinnoms (Jos 15,8; 18,16) südl. von Jerusalem; Jer 7,32; 19,6.7
- 7 5,26 lat. quadrans; kleinste römische Münze
- 8 5,32 d. h.: außereheliche Geschlechtsverbindung; kann auch den Ehebruch einschließen (4Mo 25,1; 2Kön 9,22; 2Ch 21,11; Jer 3,9; Hes 16,15–43; Hos 1,2; 2,7; 1Kor 10,8; 1Thes 4,3; Offb 14,8)
- 9 5,32 NA: macht, dass mit ihr Ehebruch begangen wird; o.: macht, dass sie zu einer wird, mit der ehegebrochen wird
- 10 5,32 o.: [die]; im Griech. kann der bestimmte Artikel auch fehlen; es ist unklar, ob das Wort bestimmt oder unbestimmt ist
- 11 5,44 NA: ohne „Segnet, die euch fluchen! Tut wohl denen, die euch hassen!“
- 12 5,47 NA: die Heidnischen