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Neues Testament

Matthäus Kapitel 4

Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026

1Dann wurde Jesus von dem Geist hinaufgeführt in die Wüste, um von dem Teufel ‹bed.: Auseinanderbringer; Verleumder› versucht zu werden.
2Als er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte [ihn] zuletzt.
3Und es trat der Versucher zu ihm hin und sagte: „Wenn du Sohn Gottes bist, sag, dass diese Steine Brote werden.“
4Er aber antwortete: „Es ist geschrieben: ‘Nicht von Brot allein wird ‹o.: soll› [der] Mensch leben, sondern von jedem Ausspruch1, der durch den Mund Gottes hervorgeht.’“ (5Mo 8,3)
5Dann nimmt ihn der Teufel mit sich in die heilige Stadt und stellt ihn auf den Flügel der Tempelstätte.
6Und er sagt zu ihm: „Wenn du Sohn Gottes bist, wirf dich hinab, denn es ist geschrieben: ‘Er wird seinen Boten deinethalben Befehl erteilen’ und: ‘Auf Händen werden sie dich tragen, damit du deinen Fuß nicht etwa an einen Stein stoßest.’“ (Ps 91,11.12)
7Jesus spricht zu ihm: „Wiederum ist geschrieben: ‘Du sollst [den] Herrn, deinen Gott, nicht versuchen.’“ (5Mo 6,16)
8Wieder nimmt der Teufel ihn mit sich auf einen sehr hohen Berg, und er zeigt ihm alle Königreiche der Welt und ihre Herrlichkeit.
9Und er sagt zu ihm: „Dieses alles werde ich dir geben, wenn du niederfällst und mir huldigst.“
10 Dann sagt Jesus zu ihm: „Geh weg, hinter mich, Widersacher ‹, Satan›!, denn es ist geschrieben: ‘Du sollst [dem] Herrn, deinem Gott, huldigen und ihm allein [verehrenden] Dienst erweisen!’“ (5Mo 6,13; 10,20)
11 Dann lässt der Teufel von ihm ab, und siehe!, Boten ‹, Engel,› kamen herbei und dienten ihm [fortgesetzt].
12 Als Jesus hörte, dass Johannes ausgeliefert worden war, entwich er ‹und zog sich zurück› nach Galiläa.
13 Und er verließ Nazaret und kam und ließ sich nieder zu Kapernaum, das am Meer ‹, am See,› liegt, in [den] Grenzgebieten von Sebulon und Naftali,
14 damit erfüllt werde das durch Jesaja, den Propheten, Gesagte:
15 „Land Sebulon und Land Naftali, Weg des Meeres ‹o.: des Meeresstreifens bzw. Küstenstreifens›, jenseits des Jordans, Galiläa der Völker,
16 das Volk, das in Finsternis sitzt, hat ein großes Licht gesehen, und den im Landgebiet und Schatten [des] Todes Sitzenden, ihnen ist ein Licht aufgegangen!“ (Jes 8,23; 9,1)
17 Von da an begann Jesus zu verkünden und zu sagen: „Tut Buße, denn die Königsherrschaft ‹, das Königreich,› der Himmel ist nahe gekommen.“
18 Als er nun entlang des Meeres von Galiläa wandelte, sah er zwei Brüder: Simon, genannt Petrus, und seinen Bruder Andreas, als sie ein großes Wurfnetz in das Meer warfen, denn sie waren Fischer.
19 Und er sagt zu ihnen: „Auf, kommt hinter mir her!, und ich werde euch zu Menschenfischern machen!“
20 Sie verließen sogleich die Netze und folgten ihm.
21 Und als er von dort weiterging, sah er weitere zwei Brüder: Jakobus, den [Sohn] des Zebedäus, und Johannes, seinen Bruder, in dem Boot mit ihrem Vater, Zebedäus, ihre Netze fertig zurüstend ‹und zurechtmachend›. Und er rief sie.
22 Sie verließen sogleich das Boot und ihren Vater und folgten ihm.
23 Und Jesus durchzog ganz Galiläa, lehrte in ihren Synagogen und verkündete das Evangelium ‹o.: die gute Botschaft› von der Königsherrschaft ‹o.: vom Königreich› und heilte jede Krankheit und jedes Gebrechen ‹o.: jede Schlaffheit› im Volk.
24 Und die Kunde [von] ihm ging aus in das ganze Syrien. Und sie brachten zu ihm alle, denen es übel ging, die von verschiedenartigen2 Krankheiten und Qualen befallen waren, auch Dämonisierte ‹d. h.: dämonisch Geplagte› und Mondsüchtige ‹möglicherw.: Epileptiker› und Gelähmte. Und er heilte sie.
25 Und es folgten ihm zahlreiche Mengen aus Galiläa und dem Zehnstädtegebiet ‹, der Dekapolis,› und aus Jerusalem und Judäa und [von] jenseits des Jordans.

Fußnoten

  1. 1 4,4 hreema, das gesprochene Wort
  2. 2 4,24 eig.: vielfarbigen