Neues Testament
Matthäus Kapitel 24
Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026
1Und Jesus ging heraus und verließ die Tempelstätte. Und seine Jünger kamen herzu, ihm die Bauten der Tempelstätte zu zeigen.
2Aber Jesus sagte zu ihnen: „Seht ihr nicht dieses alles? Wahrlich!, ich sage euch: Hier wird keinesfalls gelassen werden Stein auf Stein, der nicht abgerissen werden wird.“
3Und als er am Ölberg saß, kamen die Jünger für sich [allein], zu ihm; sie sagten: „Sage uns: Wann werden diese [Dinge] sein? Und was ist das Zeichen deiner Ankunft ‹und Gegenwart› und der Vollendung des Äons?“
4Und Jesus antwortete ihnen: „Seht [stets] zu, dass nicht jemand euch irreführe,
5denn viele werden [unter Berufung] auf meinen Namen kommen und sagen: ‘Ich bin der Gesalbte.’ Und sie werden viele irreführen.
6Und ihr werdet im Begriff sein, von Kriegen und Kriegsgerüchten zu hören. Seht euch [stets] vor! Seid nicht beunruhigt ‹, lasst euch nicht aus der Fassung bringen›!, denn es muss alles geschehen; doch es ist noch nicht das Ende.
7Es wird sich nämlich Volk1 gegen Volk erheben und Königreich gegen Königreich. Und es werden Hungersnöte und Seuchen und Beben an ‹verschiedenen› Orten sein.
8Aber dieses alles [ist ein] Anfang [der] Wehen.
9Dann werden sie euch in Bedrängnis ausliefern und werden euch töten. Und ihr werdet gehasst sein von all den Völkern2 wegen meines Namens.
10 Und dann werden viele Anstoß nehmen ‹und zu Fall kommen› und werden einander ausliefern und einander hassen.
11 Und viele Lügenpropheten ‹, Falschpropheten,› werden sich erheben, und sie werden viele irreführen.
12 Und weil die Gesetzlosigkeit gemehrt wird ‹o.: zunimmt; wächst›3, wird die Liebe der Vielen erkalten.
13 Aber der, der Ausdauer bewahrt haben wird bis zu[m] Ende, wird gerettet werden.
14 Und dieses Evangelium ‹, diese gute Botschaft,› von der Königsherrschaft wird im ganzen Weltreich4 verkündet werden zu[m] Zeugnis all den Völkern. Und dann wird das Ende kommen.
15 Wenn ihr also den Gräuel der Verwüstung ‹o.: die verwüstende Abscheulichkeit›, wovon durch den Propheten Daniel gesagt wurde, an heiliger Stätte werdet hingestellt5 sehen – der Lesende bedenke! –,
16 dann sollen die in Judäa in die Berge fliehen.
17 Der, der auf dem Dach [ist], steige nicht hinab, die [Sachen] aus seinem Haus zu holen.
18 Und der, der auf dem Feld [ist], wende sich nicht nach hinten, seine Obergewänder zu holen.
19 Wehe aber den Schwangeren und Stillenden in jenen Tagen!
20 Aber betet6 dahingehend, dass eure Flucht nicht im Winter geschehe, und nicht an einem Sabbat.
21 Denn es wird dann eine große Bedrängnis sein, eine solche, die seit Anfang der Welt bis jetzt nicht geschehen ist, noch keinesfalls geschehen wird.
22 Und wenn jene Tage nicht kurz gemacht ‹o.: kurzgehalten› würden, würde kein Fleisch gerettet. Aber der Erwählten wegen werden jene Tage kurz gemacht werden.
23 Wenn dann jemand zu euch sagt: ‘Siehe!, hier [ist] der Gesalbte.’ oder: ‘Hier!’, glaubt es nicht,
24 denn es werden sich falsche Gesalbte ‹o.: Lügenchristusse› und Lügenpropheten ‹o.: Falschpropheten› erheben und werden große Zeichen und Wunder darbieten, sodass irregeführt werden, wenn möglich, auch die Erwählten.
25 Siehe: Ich habe [es] euch zuvor gesagt.
26 Wenn sie nun zu euch sagen: ‘Siehe!, er ist in der Wüste.’: Geht nicht hinaus. ‘Siehe!, in den Räumen.’: Glaubt [es] nicht!,
27 denn gleichwie der Blitz vo[m] Osten ‹eig.: vom Aufgang› her ausfährt und bis zu[m] Westen leuchtet, auf diese Weise wird auch die Ankunft ‹und Gegenwart› des Sohnes des Menschen sein,
28 denn7 wo auch immer die Leiche ist, da werden sich die Geier sammeln.
29 Sogleich nach der Bedrängnis jener Tage wird die Sonne verdunkelt werden, und der Mond wird seinen Schein nicht geben, und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte der Himmel werden erschüttert werden ‹o.: ins Wanken versetzt werden›.
30 Und dann wird sichtbar werden das Zeichen des Sohnes des Menschen ‹o.: das Zeichen, [nämlich] der Sohn des Menschen›8 im Himmel. Und dann werden wehklagen ‹und sich an die Brust schlagen› alle Stämme des Landes. Und sie werden sehen den Sohn des Menschen, kommend auf den Wolken des Himmels mit Kraft und viel Herrlichkeit.
31 Und er wird seine Boten senden mit großen Posaunenschall, und sie werden seine Erwählten zusammenführen von den vier Winden her, von [den äußersten] Enden der Himmel bis zu ihren [äußersten] Enden.
32 Von dem Feigenbaum aber lernt das Gleichnis: Wenn sein Zweig schon weich geworden ist und die Blätter hervortreibt, [dann] [er]kennt ihr [daran], dass der Sommer nahe [ist].
33 Auf diese Weise [er]kennt auch ihr, sobald ihr dieses alles seht, dass [es] nahe ist, vor den Türen.
34 Wahrlich!, ich sage euch: Keinesfalls wird dieses Geschlecht ‹, dieses zeitgenössische Geschlecht, diese Generation,› vergehen, bis dieses alles geschehen sein wird.
35 Der Himmel und das Land9 werden vergehen, aber meine Worte vergehen keinesfalls ‹o.: werden [dann] keinesfalls vergangen sein›10.
36 Um jenen Tag aber und [jene] Stunde weiß niemand, auch nicht die Boten der Himmel,11 außer meinem Vater allein.
37 Gleichwie die Tage Noahs, so wird auch die Ankunft ‹und Gegenwart› des Sohnes des Menschen sein:
38 Gleichwie sie nämlich waren in den Tagen vor der Flut – essend ‹eig.: kauend› und trinkend, heiratend und verheiratend, bis zu dem Tag, an dem Noah in die Arche ‹eig.: in den Kasten› ging,
39 und sie nahmen es nicht zur Kenntnis, bis die Flut kam und alle ‹aufhob und› hinwegnahm – auf diese Weise wird auch die Ankunft ‹und Gegenwart› des Sohnes des Menschen sein.
40 Dann werden zwei auf dem Feld sein: Einer wird mitgenommen werden, und einer wird gelassen werden.
41 Zwei [Frauen] werden in der Mühle12 am Mahlen [sein]: Eine wird mitgenommen und eine gelassen.
42 Wacht also [stets], weil ihr nicht wisst, zu welcher Stunde euer Herr kommt!
43 Jenes aber [er]kennt: Hätte der Hausherr gewusst, in welcher [Nacht]wache der Dieb komme, hätte er gewacht und nicht zugelassen, dass man sein Haus durchgrabe.
44 Deshalb werdet auch ihr bereit, denn der Sohn des Menschen kommt [zu einer] Stunde, [da] ihr [es] nicht meint.
45 Wer ist dann wohl der treue ‹o.: zuverlässige› und kluge Sklave, den sein Herr über seine Dienerschaft setzte, ihnen die Speise zu geben zum [bestimmten] Zeitpunkt?
46 Selig jener Sklave, den sein Herr, wenn er gekommen ist, bei solchem Tun ‹wörtl.: so tuend› finden ‹o.: antreffen› wird!
47 Wahrlich!, ich sage euch: Er wird ihn über seine ganze Habe setzen.
48 Aber wenn jener üble Sklave in seinem Herzen sagen sollte: ‘Mein Herr verzieht zu kommen’
49 und anfangen sollte, die Mitsklaven zu schlagen und mit den Trunkenen zu essen und zu trinken,
50 wird der Herr jenes Sklaven kommen an einem Tag, an dem er [es] nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt,
51 und wird ihn entzweischneiden und wird [ihm] sein Teil bei den Schauspielern ‹, bei den Heuchlern,› geben. Dort wird das Weinen und das Zähneknirschen sein.
2Aber Jesus sagte zu ihnen: „Seht ihr nicht dieses alles? Wahrlich!, ich sage euch: Hier wird keinesfalls gelassen werden Stein auf Stein, der nicht abgerissen werden wird.“
3Und als er am Ölberg saß, kamen die Jünger für sich [allein], zu ihm; sie sagten: „Sage uns: Wann werden diese [Dinge] sein? Und was ist das Zeichen deiner Ankunft ‹und Gegenwart› und der Vollendung des Äons?“
4Und Jesus antwortete ihnen: „Seht [stets] zu, dass nicht jemand euch irreführe,
5denn viele werden [unter Berufung] auf meinen Namen kommen und sagen: ‘Ich bin der Gesalbte.’ Und sie werden viele irreführen.
6Und ihr werdet im Begriff sein, von Kriegen und Kriegsgerüchten zu hören. Seht euch [stets] vor! Seid nicht beunruhigt ‹, lasst euch nicht aus der Fassung bringen›!, denn es muss alles geschehen; doch es ist noch nicht das Ende.
7Es wird sich nämlich Volk1 gegen Volk erheben und Königreich gegen Königreich. Und es werden Hungersnöte und Seuchen und Beben an ‹verschiedenen› Orten sein.
8Aber dieses alles [ist ein] Anfang [der] Wehen.
9Dann werden sie euch in Bedrängnis ausliefern und werden euch töten. Und ihr werdet gehasst sein von all den Völkern2 wegen meines Namens.
10 Und dann werden viele Anstoß nehmen ‹und zu Fall kommen› und werden einander ausliefern und einander hassen.
11 Und viele Lügenpropheten ‹, Falschpropheten,› werden sich erheben, und sie werden viele irreführen.
12 Und weil die Gesetzlosigkeit gemehrt wird ‹o.: zunimmt; wächst›3, wird die Liebe der Vielen erkalten.
13 Aber der, der Ausdauer bewahrt haben wird bis zu[m] Ende, wird gerettet werden.
14 Und dieses Evangelium ‹, diese gute Botschaft,› von der Königsherrschaft wird im ganzen Weltreich4 verkündet werden zu[m] Zeugnis all den Völkern. Und dann wird das Ende kommen.
15 Wenn ihr also den Gräuel der Verwüstung ‹o.: die verwüstende Abscheulichkeit›, wovon durch den Propheten Daniel gesagt wurde, an heiliger Stätte werdet hingestellt5 sehen – der Lesende bedenke! –,
16 dann sollen die in Judäa in die Berge fliehen.
17 Der, der auf dem Dach [ist], steige nicht hinab, die [Sachen] aus seinem Haus zu holen.
18 Und der, der auf dem Feld [ist], wende sich nicht nach hinten, seine Obergewänder zu holen.
19 Wehe aber den Schwangeren und Stillenden in jenen Tagen!
20 Aber betet6 dahingehend, dass eure Flucht nicht im Winter geschehe, und nicht an einem Sabbat.
21 Denn es wird dann eine große Bedrängnis sein, eine solche, die seit Anfang der Welt bis jetzt nicht geschehen ist, noch keinesfalls geschehen wird.
22 Und wenn jene Tage nicht kurz gemacht ‹o.: kurzgehalten› würden, würde kein Fleisch gerettet. Aber der Erwählten wegen werden jene Tage kurz gemacht werden.
23 Wenn dann jemand zu euch sagt: ‘Siehe!, hier [ist] der Gesalbte.’ oder: ‘Hier!’, glaubt es nicht,
24 denn es werden sich falsche Gesalbte ‹o.: Lügenchristusse› und Lügenpropheten ‹o.: Falschpropheten› erheben und werden große Zeichen und Wunder darbieten, sodass irregeführt werden, wenn möglich, auch die Erwählten.
25 Siehe: Ich habe [es] euch zuvor gesagt.
26 Wenn sie nun zu euch sagen: ‘Siehe!, er ist in der Wüste.’: Geht nicht hinaus. ‘Siehe!, in den Räumen.’: Glaubt [es] nicht!,
27 denn gleichwie der Blitz vo[m] Osten ‹eig.: vom Aufgang› her ausfährt und bis zu[m] Westen leuchtet, auf diese Weise wird auch die Ankunft ‹und Gegenwart› des Sohnes des Menschen sein,
28 denn7 wo auch immer die Leiche ist, da werden sich die Geier sammeln.
29 Sogleich nach der Bedrängnis jener Tage wird die Sonne verdunkelt werden, und der Mond wird seinen Schein nicht geben, und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte der Himmel werden erschüttert werden ‹o.: ins Wanken versetzt werden›.
30 Und dann wird sichtbar werden das Zeichen des Sohnes des Menschen ‹o.: das Zeichen, [nämlich] der Sohn des Menschen›8 im Himmel. Und dann werden wehklagen ‹und sich an die Brust schlagen› alle Stämme des Landes. Und sie werden sehen den Sohn des Menschen, kommend auf den Wolken des Himmels mit Kraft und viel Herrlichkeit.
31 Und er wird seine Boten senden mit großen Posaunenschall, und sie werden seine Erwählten zusammenführen von den vier Winden her, von [den äußersten] Enden der Himmel bis zu ihren [äußersten] Enden.
32 Von dem Feigenbaum aber lernt das Gleichnis: Wenn sein Zweig schon weich geworden ist und die Blätter hervortreibt, [dann] [er]kennt ihr [daran], dass der Sommer nahe [ist].
33 Auf diese Weise [er]kennt auch ihr, sobald ihr dieses alles seht, dass [es] nahe ist, vor den Türen.
34 Wahrlich!, ich sage euch: Keinesfalls wird dieses Geschlecht ‹, dieses zeitgenössische Geschlecht, diese Generation,› vergehen, bis dieses alles geschehen sein wird.
35 Der Himmel und das Land9 werden vergehen, aber meine Worte vergehen keinesfalls ‹o.: werden [dann] keinesfalls vergangen sein›10.
36 Um jenen Tag aber und [jene] Stunde weiß niemand, auch nicht die Boten der Himmel,11 außer meinem Vater allein.
37 Gleichwie die Tage Noahs, so wird auch die Ankunft ‹und Gegenwart› des Sohnes des Menschen sein:
38 Gleichwie sie nämlich waren in den Tagen vor der Flut – essend ‹eig.: kauend› und trinkend, heiratend und verheiratend, bis zu dem Tag, an dem Noah in die Arche ‹eig.: in den Kasten› ging,
39 und sie nahmen es nicht zur Kenntnis, bis die Flut kam und alle ‹aufhob und› hinwegnahm – auf diese Weise wird auch die Ankunft ‹und Gegenwart› des Sohnes des Menschen sein.
40 Dann werden zwei auf dem Feld sein: Einer wird mitgenommen werden, und einer wird gelassen werden.
41 Zwei [Frauen] werden in der Mühle12 am Mahlen [sein]: Eine wird mitgenommen und eine gelassen.
42 Wacht also [stets], weil ihr nicht wisst, zu welcher Stunde euer Herr kommt!
43 Jenes aber [er]kennt: Hätte der Hausherr gewusst, in welcher [Nacht]wache der Dieb komme, hätte er gewacht und nicht zugelassen, dass man sein Haus durchgrabe.
44 Deshalb werdet auch ihr bereit, denn der Sohn des Menschen kommt [zu einer] Stunde, [da] ihr [es] nicht meint.
45 Wer ist dann wohl der treue ‹o.: zuverlässige› und kluge Sklave, den sein Herr über seine Dienerschaft setzte, ihnen die Speise zu geben zum [bestimmten] Zeitpunkt?
46 Selig jener Sklave, den sein Herr, wenn er gekommen ist, bei solchem Tun ‹wörtl.: so tuend› finden ‹o.: antreffen› wird!
47 Wahrlich!, ich sage euch: Er wird ihn über seine ganze Habe setzen.
48 Aber wenn jener üble Sklave in seinem Herzen sagen sollte: ‘Mein Herr verzieht zu kommen’
49 und anfangen sollte, die Mitsklaven zu schlagen und mit den Trunkenen zu essen und zu trinken,
50 wird der Herr jenes Sklaven kommen an einem Tag, an dem er [es] nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt,
51 und wird ihn entzweischneiden und wird [ihm] sein Teil bei den Schauspielern ‹, bei den Heuchlern,› geben. Dort wird das Weinen und das Zähneknirschen sein.
Fußnoten
- 1 24,7 ethnos; so a. i. Folg.
- 2 24,9 „Völker“ (ethnee, wie das heb. goj) oft allg. für „Menschen“, manchmal auch für die Stämme Israels
- 3 24,12 pleethyntheenai; nicht: „überhandnimmt“
- 4 24,14 oikoumenee bed. „die bewohnte Welt“ oder Teile davon; das Wort wird im globalen wie lokalen Sinne verwendet; z. B. Jes 10,23 LXX (heb. thebel: Jes 13,11; 14,17; 24,4; Ps 77,19). Der Umfang von oikoumenee wird vom Kontext bestimmt.
- 5 24,15 hestoos, männlich; – NA: hestos, sächlich
- 6 24,20 Imperativ Präsens durativ: fortwährend; immer wieder
- 7 24,28 NA: ohne „denn“
- 8 24,30 Genitiv im Sinne der Gleichsetzung (genitivus explicativus, erklärender bzw. erläuternder Genitiv)
- 9 24,35 gee (heb. äräz); „Erde, Erdboden, Land, [umliegende] Länderregion“
- 10 24,35 i. S. v.: vergehen keinesfalls unerfüllt (bzw.: werden [dann] keinesfalls unerfüllt vergangen sein)
- 11 24,36 NA: plus „auch nicht der Sohn“
- 12 24,41 NA: am Mühlstein