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Neues Testament

Matthäus Kapitel 16

Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026

1Und die Pharisäer und Sadduzäer kamen herbei und, [ihn] versuchend ‹, ihn auf die Probe stellend›, baten sie ihn, ihnen ein Zeichen aus dem Himmel zu zeigen.
2Aber er antwortete ihnen: „Wenn es Abend geworden ist, sagt ihr: ‘Heiteres Wetter [kommt]!, denn der Himmel ist feuerrot’,
3und frühmorgens: ‘Heute [kommt] stürmisches Wetter!, denn der Himmel ist feuerrot und düster ‹o.: trüb›!’ – Schauspieler! ‹Heuchler!› Das Angesicht des Himmels wisst ihr zu beurteilen, aber die Zeichen der [bestimmten] Zeitfristen könnt ihr nicht [beurteilen].1
4Ein böses und ehebrecherisches Geschlecht ‹o.: Eine … Generation›2 trachtet nach einem Zeichen. Und ein Zeichen wird ihm nicht gegeben werden, als nur das Zeichen Jonas, des Propheten.“ Und er verließ sie und ging weg.
5Und als seine Jünger zum jenseitigen [Ufer] fuhren, hatten sie vergessen, Brote mitzunehmen.
6Jesus nun sagte zu ihnen: „Seht euch [stets] vor und nehmt euch in Acht vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer.“
7Sie überlegten bei sich selbst ‹o.: beredeten untereinander› und sagten: „Weil wir nicht Brote [mit]­genommen haben.“
8Aber Jesus [er]­kannte es und sagte zu ihnen: „Was überlegt ‹und beredet› ihr bei euch selbst, dass ihr keine Brote [mit]­genommen habt, Kleingläubige?
9Begreift ihr noch nicht? Erinnert ihr euch auch nicht an die fünf Brote der Fünftausend, und wie viele Tragkörbe ihr empfingt?
10 Auch nicht an die sieben Brote der Viertausend, und wie viele Flechtkörbe ihr empfingt?
11 Wieso begreift ihr nicht, dass ich nicht bezüglich [des] Brotes zu euch sagte, euch in Acht zu nehmen vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer?“
12 Da verstanden sie, dass er nicht gesagt hatte, sich in Acht zu nehmen vor dem Sauerteig des Brotes, sondern vor der Lehre der Pharisäer und Sadduzäer.
13 Als Jesus nun in die [Land]­teile von Cäsarea Philippi gekommen war, fragte er seine Jünger [wiederholt]: „Wer sagen die Menschen, dass ich, der Sohn des Menschen, sei?“
14 Sie nun sagten: „Die einen: Johannes der Täufer, andere aber: Elia, und andere: Jeremia oder einer der Propheten ‹d. h.: einer der sonstigen Propheten›.“
15 Er sagt zu ihnen: „Ihr aber, wer sagt ihr, dass ich sei?“
16 Simon Petrus antwortete: „Du bist der Gesalbte, der Sohn des lebenden Gottes.“
17 Und Jesus antwortete ihm: „Selig bist du, Simon Barjona ‹, Sohn des Jona›, weil Fleisch und Blut [es] dir nicht enthüllten, sondern mein Vater in den Himmeln.
18 Auch ich nun sage dir: Du bist Petrus3, und auf diesem Felsen4 werde ich meine Gemeinde bauen. Und die Pforten [des] Hades ‹, des Bereiches der Toten,› werden sie nicht überwältigen.
19 Und ich werde dir die Schlüssel der Königsherrschaft ‹, des Königreiches,› der Himmel geben. Und was auch immer du auf der Erde bindest ‹d. h.: für verbindlich und als verpflichtend erklärst›, wird in den Himmeln Gebundenes sein, und was immer du auf der Erde löst ‹d. h.: für nicht verbindlich und als nicht verpflichtend erklärst›, wird in den Himmeln Gelöstes sein.“5
20 Dann gab er seinen Jüngern strenge Weisung, dass sie niemandem sagen sollten, dass er Jesus, der Gesalbte, sei.
21 Von da an begann Jesus, seinen Jüngern zu zeigen, dass er nach Jerusalem hingehen und von den Ältesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten vieles leiden und getötet und am dritten Tag [auf]­erweckt werden müsse.
22 Und Petrus nahm ihn zu sich und fing an, ihm nachdrücklich zu gebieten; er sagte: „Gnade dir [Gott]!, ‹o.: Gott verhüte!,› Herr! Dies soll dir keinesfalls geschehen!“
23 Aber er wandte sich um und sagte zu Petrus: „Geh weg, hinter mich, Widersacher ‹o.: Satan›! Du bist mir ein Ärgernis6, weil du nicht auf die [Dinge] Gottes bedacht bist, sondern auf die der Menschen.“
24 Dann sagte Jesus zu seinen Jüngern: „Wenn jemand hinter mir her kommen will, verleugne er sich selbst und nehme ‹und hebe› sein Kreuz auf und folge mir [beständig],
25 denn wer auch immer seine Seele ‹, sein Leben,› retten ‹und bewahren› will, wird sie verlieren ‹o.: umkommen lassen›; aber wer seine Seele verliert ‹o.: umkommen lässt› um meinetwillen, wird sie finden;
26 denn was für einen Nutzen ‹auf Dauer› hat ein Mensch, wenn er die ganze Welt gewonnen, aber an seiner Seele Schaden genommen hat? Oder was wird ein Mensch als Tausch geben für seine Seele?
27 Der Sohn des Menschen beabsichtigt nämlich, zu kommen in der Herrlichkeit seines Vaters, mit seinen Boten, und dann wird er einem jeden vergelten ‹o.: erstatten› nach seinem Tun.
28 Wahrlich!, ich sage euch: Es sind einige hier Stehende, welche keinesfalls [den] Tod schmecken werden, bis sie den Sohn des Menschen gesehen haben, kommend in seiner Königsherrschaft ‹, in seinem Königreich›.“

Fußnoten

  1. 1 16,3 NA: ohne Schauspieler
  2. 2 16,4 genea; gemeint ist das Geschlecht der jüdischen Zeitgenossen Jesu
  3. 3 16,18 petros kann Stein o. Fels bed.
  4. 4 16,18 petra bed. Fels, Stein, steiniger Boden
  5. 5 16,19 Mit dem Schlüssel wird Verkehrtes verboten und Rechtes bejaht.
  6. 6 16,23 o.: ein Fallstrick; ein Anlass zum Stolpern und Fallen