Neues Testament
Matthäus Kapitel 21
Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026
1Und als sie sich Jerusalem näherten und nach Bethphage1 kamen, zum Ölberg hin2, da sandte Jesus zwei Jünger,
2er sagte zu ihnen: „Geht hin in das Dorf, das euch gegenüberliegt; und sogleich werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Fohlen bei ihr. Bindet [sie beide] los und führt [sie zu] mir.
3Und wenn jemand etwas zu euch sagen sollte, sollt ihr sagen: ‘Der Herr benötigt sie.’ Und sogleich wird er sie senden.“
4Dieses Ganze ist geschehen, damit erfüllt werde das durch den Propheten Gesagte:
5„Sagt der Tochter Zion: ‘Siehe! Dein König kommt zu dir, sanftmütig und reitend auf einer Eselin und [zwar]3 einem Fohlen, dem ‘Sohn’ eines Lasttieres.’“ (Sach 9,9)
6Die Jünger gingen hin und taten so, wie Jesus ihnen angeordnet hatte,
7brachten die Eselin und das Fohlen, legten ihre Obergewänder auf sie, und er setzte sich auf sie ‹, auf die Gewänder›.
8Die sehr zahlreiche Menge nun breitete ihre eigenen Obergewänder auf dem Weg aus. Andere hieben Zweige von den Bäumen und breiteten sie auf dem Weg aus.
9Die Mengen, die vorausgingen, und die, die folgten, schrien: „Hosanna dem Sohn Davids! Gelobt4 [sei] der im Namen [des] Herrn Kommende! Hosanna in den höchsten Höhen!“
10 Und als er in Jerusalem einzog, geriet die ganze Stadt in Bewegung ‹eig.: bebte› und sagte: „Wer ist dieser?“
11 Die Mengen sagten: „Dieser ist Jesus, der Prophet, der von Nazaret in Galiläa.“
12 Und Jesus trat in die Tempelstätte Gottes5 ein. Und er trieb alle hinaus, die in der Tempelstätte verkauften und kauften, und die Tische der Wechsler und die Stühle der Taubenverkäufer stieß er um.
13 Und er sagt zu ihnen: „Es ist geschrieben: ‘Mein Haus wird genannt werden ein Haus [des] Gebets’. (Jes 56,7) Ihr aber machtet es zu einer Räuberhöhle.“
14 Und es kamen Blinde und Gelähmte in der Tempelstätte zu ihm, und er heilte sie.
15 Aber als die Hohenpriester und die Schriftgelehrten die Wunder sahen, die er tat, und die in der Tempelstätte schreienden Knaben, die sagten: „Hosanna dem Sohn Davids!“, wurden sie unwillig
16 und sagten zu ihm: „Hörst du, was diese sagen?“ Jesus nun sagt zu ihnen: „Ja. Habt ihr nie gelesen: ‘Aus dem Munde von Unmündigen und von Säuglingen bereitetest du mächtiges [Lob]’?“ (Ps 8,3)
17 Und er verließ sie und ging zur Stadt hinaus nach Bethanien, und dort übernachtete er.
18 Des Morgens früh, als er in die Stadt zurückkehrte, hungerte [ihn].
19 Und als er einen Feigenbaum am Weg sah, ging er auf ihn zu und fand nichts an ihm als nur Blätter. Und er sagt zu ihm: „Nimmermehr komme Frucht von dir, in den Äon ‹, in Ewigkeit›!“ Und auf der Stelle verdorrte der Feigenbaum.
20 Und als die Jünger es sahen, wunderten sie sich; sie sagten: „Wieso verdorrte der Feigenbaum auf der Stelle?“
21 Jesus nun antwortete ihnen: „Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr Glauben habt und nicht zweifelt, werdet ihr nicht allein das mit dem Feigenbaum [Geschehene] tun, sondern auch wenn ihr zu diesem Berg sagt: ‘Werde weggenommen ‹o.: Werde gehoben› und ins Meer geworfen!’, wird es geschehen.
22 Und alles, was immer ihr im Gebet glaubend erbittet, werdet ihr empfangen.“
23 Und als er in die Tempelstätte kam, traten, als er lehrte, die Hohenpriester und die Ältesten des Volkes zu ihm; sie sagten: „In welcher Autorität ‹, mit welchem Recht,› tust du diese [Dinge]? Und wer gab dir diese Autorität?“
24 Jesus antwortete ihnen: „Fragen werde auch ich euch ein Wort, und wenn ihr es mir sagt, werde ich euch auch sagen, in welcher Autorität ‹, mit welchem Recht,› ich diese [Dinge] tue:
25 Die Taufe des Johannes, woher war [sie], vom Himmel oder von Menschen?“ Sie überlegten bei sich ‹, besprachen sich› und sagten: „Wenn wir sagen: ‘Vom Himmel’, wird er zu uns sagen: ‘Weshalb glaubtet ihr ihm also nicht?’
26 Wenn wir aber sagen: ‘Von Menschen’, so fürchten wir die Menge, denn alle halten Johannes für einen Propheten.“
27 Und sie antworteten Jesus und sagten: „Wir wissen es nicht.“ [Da] sagte er ihnen auch seinerseits: „[Dann] sage auch ich euch nicht, in welcher Autorität ich diese [Dinge] tue.
28 Aber was meint ihr? Ein Mensch hatte zwei Kinder. Und er kam zu dem ersten und sagte: ‘Kind, geh heute hin; arbeite in meinem Weinberg.’
29 Aber er antwortete: ‘Ich will nicht.’ Hernach reute es ihn aber, und er ging hin.
30 Und er kam zu dem zweiten und sagte das gleiche. Er antwortete: ‘Ich [gehe], Herr!’ und ging nicht hin.
31 Wer von den beiden hat den Willen des Vaters getan?“ Sie sagen zu ihm: „Der erste.“ Jesus sagt zu ihnen: „Wahrlich!, ich sage euch: Die Zolleinnehmer und die Huren gehen euch voran in die Königsherrschaft Gottes.
32 Denn es kam Johannes zu euch auf [dem] Weg [der] Gerechtigkeit, und ihr glaubtet ihm nicht. Aber die Zolleinnehmer und die Huren glaubten ihm. Euch aber, obwohl ihr es gesehen hattet, reute es hernach nicht, um ihm zu glauben.“
33 „Hört ein weiteres Gleichnis: Es war ein gewisser Mensch, ein Hausherr, der einen Weinberg pflanzte und einen Zaun um ihn setzte. Und er grub eine Kelter in ihm und baute einen Turm. Und er verpachtete ihn an [Wein]bauern und reiste aus.
34 Als nun der [bestimmte] Zeitpunkt der Früchte nahte, sandte er seine Sklaven zu den [Wein]bauern, um seine Früchte zu empfangen.
35 Und die [Wein]bauern nahmen seine Sklaven: Den einen schlugen sie, den anderen töteten sie, den anderen steinigten sie.
36 Wieder sandte er Sklaven, andere, mehr als die ersten. Und sie taten ihnen ebenso.
37 Zuletzt aber sandte er seinen Sohn zu ihnen, da er [sich] sagte: ‘Sie werden sich vor meinem Sohn scheuen!’
38 Als aber die [Wein]bauern den Sohn sahen, sagten sie untereinander: ‘Dieser ist der Erbe. Auf, kommt! Wir wollen ihn töten und sein Erbe in Besitz nehmen!’
39 Und sie nahmen ihn, warfen [ihn] zum Weinberg hinaus und töteten [ihn].
40 Wenn also der Herr des Weinbergs [dann] kommt, was wird er jenen [Wein]bauern tun?“
41 Sie sagen zu ihm: „Er wird jene Üblen auf üble Weise umbringen, und den Weinberg wird er an andere [Wein]bauern verpachten, die ihm die Früchte abliefern ‹eig.: erstatten› werden zu ihren [bestimmten] Zeitpunkten.“
42 Jesus sagt zu ihnen: „Habt ihr nie in den Schriften gelesen: ‘Der Stein, den die Bauenden verwarfen, dieser wurde zu[m] Haupt-Eckstein6. Vom Herrn her ist er dieses geworden, und er ist staunenswert in unseren Augen’? (Ps 118,22.23)
43 Deshalb sage ich euch: Die Königsherrschaft Gottes wird von euch weggenommen werden und wird einer Volksgemeinschaft7 gegeben werden, das deren Früchte8 bringen wird.
44 Und der auf diesen Stein Gefallene wird zerschmettert werden. Aber auf wen auch immer er fällt, den wird er zermalmen.“9
45 Und als die Hohenpriester und die Pharisäer seine Gleichnisse gehört hatten, [er]kannten sie, dass er über sie redete.
46 Und sie suchten ihn zu greifen, fürchteten [aber] die Mengen, denn die hielten ihn für einen Propheten.
2er sagte zu ihnen: „Geht hin in das Dorf, das euch gegenüberliegt; und sogleich werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Fohlen bei ihr. Bindet [sie beide] los und führt [sie zu] mir.
3Und wenn jemand etwas zu euch sagen sollte, sollt ihr sagen: ‘Der Herr benötigt sie.’ Und sogleich wird er sie senden.“
4Dieses Ganze ist geschehen, damit erfüllt werde das durch den Propheten Gesagte:
5„Sagt der Tochter Zion: ‘Siehe! Dein König kommt zu dir, sanftmütig und reitend auf einer Eselin und [zwar]3 einem Fohlen, dem ‘Sohn’ eines Lasttieres.’“ (Sach 9,9)
6Die Jünger gingen hin und taten so, wie Jesus ihnen angeordnet hatte,
7brachten die Eselin und das Fohlen, legten ihre Obergewänder auf sie, und er setzte sich auf sie ‹, auf die Gewänder›.
8Die sehr zahlreiche Menge nun breitete ihre eigenen Obergewänder auf dem Weg aus. Andere hieben Zweige von den Bäumen und breiteten sie auf dem Weg aus.
9Die Mengen, die vorausgingen, und die, die folgten, schrien: „Hosanna dem Sohn Davids! Gelobt4 [sei] der im Namen [des] Herrn Kommende! Hosanna in den höchsten Höhen!“
10 Und als er in Jerusalem einzog, geriet die ganze Stadt in Bewegung ‹eig.: bebte› und sagte: „Wer ist dieser?“
11 Die Mengen sagten: „Dieser ist Jesus, der Prophet, der von Nazaret in Galiläa.“
12 Und Jesus trat in die Tempelstätte Gottes5 ein. Und er trieb alle hinaus, die in der Tempelstätte verkauften und kauften, und die Tische der Wechsler und die Stühle der Taubenverkäufer stieß er um.
13 Und er sagt zu ihnen: „Es ist geschrieben: ‘Mein Haus wird genannt werden ein Haus [des] Gebets’. (Jes 56,7) Ihr aber machtet es zu einer Räuberhöhle.“
14 Und es kamen Blinde und Gelähmte in der Tempelstätte zu ihm, und er heilte sie.
15 Aber als die Hohenpriester und die Schriftgelehrten die Wunder sahen, die er tat, und die in der Tempelstätte schreienden Knaben, die sagten: „Hosanna dem Sohn Davids!“, wurden sie unwillig
16 und sagten zu ihm: „Hörst du, was diese sagen?“ Jesus nun sagt zu ihnen: „Ja. Habt ihr nie gelesen: ‘Aus dem Munde von Unmündigen und von Säuglingen bereitetest du mächtiges [Lob]’?“ (Ps 8,3)
17 Und er verließ sie und ging zur Stadt hinaus nach Bethanien, und dort übernachtete er.
18 Des Morgens früh, als er in die Stadt zurückkehrte, hungerte [ihn].
19 Und als er einen Feigenbaum am Weg sah, ging er auf ihn zu und fand nichts an ihm als nur Blätter. Und er sagt zu ihm: „Nimmermehr komme Frucht von dir, in den Äon ‹, in Ewigkeit›!“ Und auf der Stelle verdorrte der Feigenbaum.
20 Und als die Jünger es sahen, wunderten sie sich; sie sagten: „Wieso verdorrte der Feigenbaum auf der Stelle?“
21 Jesus nun antwortete ihnen: „Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr Glauben habt und nicht zweifelt, werdet ihr nicht allein das mit dem Feigenbaum [Geschehene] tun, sondern auch wenn ihr zu diesem Berg sagt: ‘Werde weggenommen ‹o.: Werde gehoben› und ins Meer geworfen!’, wird es geschehen.
22 Und alles, was immer ihr im Gebet glaubend erbittet, werdet ihr empfangen.“
23 Und als er in die Tempelstätte kam, traten, als er lehrte, die Hohenpriester und die Ältesten des Volkes zu ihm; sie sagten: „In welcher Autorität ‹, mit welchem Recht,› tust du diese [Dinge]? Und wer gab dir diese Autorität?“
24 Jesus antwortete ihnen: „Fragen werde auch ich euch ein Wort, und wenn ihr es mir sagt, werde ich euch auch sagen, in welcher Autorität ‹, mit welchem Recht,› ich diese [Dinge] tue:
25 Die Taufe des Johannes, woher war [sie], vom Himmel oder von Menschen?“ Sie überlegten bei sich ‹, besprachen sich› und sagten: „Wenn wir sagen: ‘Vom Himmel’, wird er zu uns sagen: ‘Weshalb glaubtet ihr ihm also nicht?’
26 Wenn wir aber sagen: ‘Von Menschen’, so fürchten wir die Menge, denn alle halten Johannes für einen Propheten.“
27 Und sie antworteten Jesus und sagten: „Wir wissen es nicht.“ [Da] sagte er ihnen auch seinerseits: „[Dann] sage auch ich euch nicht, in welcher Autorität ich diese [Dinge] tue.
28 Aber was meint ihr? Ein Mensch hatte zwei Kinder. Und er kam zu dem ersten und sagte: ‘Kind, geh heute hin; arbeite in meinem Weinberg.’
29 Aber er antwortete: ‘Ich will nicht.’ Hernach reute es ihn aber, und er ging hin.
30 Und er kam zu dem zweiten und sagte das gleiche. Er antwortete: ‘Ich [gehe], Herr!’ und ging nicht hin.
31 Wer von den beiden hat den Willen des Vaters getan?“ Sie sagen zu ihm: „Der erste.“ Jesus sagt zu ihnen: „Wahrlich!, ich sage euch: Die Zolleinnehmer und die Huren gehen euch voran in die Königsherrschaft Gottes.
32 Denn es kam Johannes zu euch auf [dem] Weg [der] Gerechtigkeit, und ihr glaubtet ihm nicht. Aber die Zolleinnehmer und die Huren glaubten ihm. Euch aber, obwohl ihr es gesehen hattet, reute es hernach nicht, um ihm zu glauben.“
33 „Hört ein weiteres Gleichnis: Es war ein gewisser Mensch, ein Hausherr, der einen Weinberg pflanzte und einen Zaun um ihn setzte. Und er grub eine Kelter in ihm und baute einen Turm. Und er verpachtete ihn an [Wein]bauern und reiste aus.
34 Als nun der [bestimmte] Zeitpunkt der Früchte nahte, sandte er seine Sklaven zu den [Wein]bauern, um seine Früchte zu empfangen.
35 Und die [Wein]bauern nahmen seine Sklaven: Den einen schlugen sie, den anderen töteten sie, den anderen steinigten sie.
36 Wieder sandte er Sklaven, andere, mehr als die ersten. Und sie taten ihnen ebenso.
37 Zuletzt aber sandte er seinen Sohn zu ihnen, da er [sich] sagte: ‘Sie werden sich vor meinem Sohn scheuen!’
38 Als aber die [Wein]bauern den Sohn sahen, sagten sie untereinander: ‘Dieser ist der Erbe. Auf, kommt! Wir wollen ihn töten und sein Erbe in Besitz nehmen!’
39 Und sie nahmen ihn, warfen [ihn] zum Weinberg hinaus und töteten [ihn].
40 Wenn also der Herr des Weinbergs [dann] kommt, was wird er jenen [Wein]bauern tun?“
41 Sie sagen zu ihm: „Er wird jene Üblen auf üble Weise umbringen, und den Weinberg wird er an andere [Wein]bauern verpachten, die ihm die Früchte abliefern ‹eig.: erstatten› werden zu ihren [bestimmten] Zeitpunkten.“
42 Jesus sagt zu ihnen: „Habt ihr nie in den Schriften gelesen: ‘Der Stein, den die Bauenden verwarfen, dieser wurde zu[m] Haupt-Eckstein6. Vom Herrn her ist er dieses geworden, und er ist staunenswert in unseren Augen’? (Ps 118,22.23)
43 Deshalb sage ich euch: Die Königsherrschaft Gottes wird von euch weggenommen werden und wird einer Volksgemeinschaft7 gegeben werden, das deren Früchte8 bringen wird.
44 Und der auf diesen Stein Gefallene wird zerschmettert werden. Aber auf wen auch immer er fällt, den wird er zermalmen.“9
45 Und als die Hohenpriester und die Pharisäer seine Gleichnisse gehört hatten, [er]kannten sie, dass er über sie redete.
46 Und sie suchten ihn zu greifen, fürchteten [aber] die Mengen, denn die hielten ihn für einen Propheten.
Fußnoten
- 1 21,1 bed. „Haus der unreifen Feigen“
- 2 21,1 o.: Berg der Oliven[bäume]
- 3 21,5 kai (und) kann als explikatives kai aufgefasst werden: und zwar
- 4 21,9 im Griech. dasselbe Wort wie „gesegnet“ (engl.: blessed)
- 5 21,12 NA: ohne „Gottes“
- 6 21,42 wörtl.: zu[m] Haupt [der] Ecke; d. h.: zu [dem] den Bau bestimmenden, an der äußeren Ecke liegenden Stein
- 7 21,43 ethnos
- 8 21,43 d. h.: die Früchte der Königsherrschaft
- 9 21,44 V. 44 ist Teil des biblischen Textes. Er fehlt in vereinzelten griech. Hss (D, 33), in den altlateinischen Üsgn. und im Sinai Syrer (altsyrische Üsg.). Bei NA ist der Vers eingeklammert.