Neues Testament
Matthäus Kapitel 18
Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026
1Zu jener Stunde kamen die Jünger zu Jesus; sie sagten: „Wer ist wohl [der] Größte1 in der Königsherrschaft ‹, im Königreich,› der Himmel?“
2Und Jesus rief ein Kindlein herbei, stellte es in ihre Mitte
3und sagte: „Wahrlich!, ich sage euch: Wenn ihr euch nicht umwendet und werdet wie die Kindlein, werdet ihr keinesfalls in die Königsherrschaft ‹, ins Königreich,› der Himmel eingehen.
4Wer irgend sich also selbst erniedrigt wie dieses Kindlein, der ist der Größte in der Königsherrschaft der Himmel ‹, im Königreich der Himmel›.
5Und wer immer ein solches Kindlein aufnimmt auf meinen Namen hin, nimmt mich auf.
6Aber wer immer einem dieser Kleinen, die an mich glauben, einen Anlass zum Anstoßen [und Fallen] bereitet, für den wäre es nützlich, dass ein Eselsmühlstein an seinen Hals gehängt und er in der Tiefe des Meeres versenkt würde.
7Wehe der Welt der Ärgernisse2 wegen! Es ist ja notwendig ‹und unausweichlich›, dass die Ärgernisse kommen. Doch wehe jenem Menschen, durch den das Ärgernis kommt!
8Wenn nun deine Hand oder dein Fuß dir [wiederholt] Anlass zum Anstoßen [und Fallen] gibt, haue sie ab und wirf sie von dir! Es ist besser ‹eig.: edel, schön› für dich, als Gelähmter oder Verstümmelter in das Leben einzugehen, als, zwei Hände oder zwei Füße habend, in das ewige3 ‹, äonische,› Feuer geworfen zu werden.
9Und wenn dein Auge dir [wiederholt] Anlass zum Anstoßen [und Fallen] gibt, nimm es heraus und wirf es von dir! Es ist besser ‹eig.: edel; schön› für dich, einäugig in das Leben einzugehen, als, zwei Augen habend, in die Gehenna des Feuers geworfen zu werden.
10 Seht euch vor, dass ihr nicht einen dieser Kleinen verachtet! Ich sage euch nämlich: Ihre Boten ‹, ihre Engel,› in [den] Himmeln schauen immerzu das Angesicht meines Vaters in [den] Himmeln.
11 Der Sohn des Menschen kam ja, das Verlorene zu retten.4
12 Was meint ihr? Wenn einem Menschen hundert Schafe [zuteil] werden, und eines von ihnen hätte sich verirrt, lässt er nicht die neunundneunzig auf den Bergen, geht hin und sucht das verirrte?
13 Und wenn es geschehen sollte, dass er es fände – wahrlich!, ich sage euch: Er freut sich über es mehr als über die neunundneunzig nicht Verirrten.
14 So ist es nicht der Wille vor eurem Vater in [den] Himmeln, dass einer dieser Kleinen umkomme ‹, verloren werde›.
15 Wenn aber dein Bruder gegen dich5 sündigt, gehe hin und weise ihn zurecht ‹und überführe ihn›, zwischen dir und ihm allein. Wenn er auf dich hört, hast du deinen Bruder gewonnen.
16 Wenn er aber nicht hört, nimm mit dir noch einen oder zwei, damit jede Aussage6, auf [den] Mund von zwei oder drei Zeugen [fest]gestellt werde.
17 Wenn er aber auf sie nicht hört, sage es der Gemeinde. Wenn er aber auch auf die Gemeinde nicht hört, sei er dir wie [der] Heidnische und der Zolleinnehmer.
18 Wieder: Wahrlich!, ich sage euch: Was irgend ihr auf der Erde binden ‹d. h.: für verbindlich und als verpflichtend erklären› werdet, wird im Himmel Gebundenes sein. Und was irgend ihr auf der Erde lösen ‹d. h.: für nicht verbindlich und als nicht verpflichtend erklären› werdet, wird im Himmel Gelöstes sein.
19 Wieder: Wahrlich!, ich sage euch: Wenn zwei von euch sich auf der Erde einigen in Bezug auf jede Sache, die immer sie sich erbitten: Sie wird ihnen von meinem Vater, der in [den] Himmeln [ist], [zuteil] werden,
20 denn wo zwei oder drei zusammengekommen sind auf meinen Namen hin, dort bin ich in ihrer Mitte.“
21 Dann trat Petrus hin zu ihm und sagte: „Herr, wievielmal wird mein Bruder gegen mich sündigen und ich soll ihm vergeben? Bis sieben Mal?“
22 Jesus sagt zu ihm: „Nicht, sage ich dir, bis sieben Mal, sondern bis siebzigmal sieben [Mal] ‹o.: siebenundsiebzigmal›7.
23 Daher, die Königsherrschaft der Himmel ist gleich8 einem Menschen, einem König, der mit seinen Sklaven eine Abrechnung vornehmen wollte.
24 Als er anfing abzurechnen, wurde einer zu ihm gebracht, der zehntausend Talente schuldete.
25 Da er aber nichts hatte, um zu bezahlen, befahl sein Herr, ihn und seine Frau und die Kinder und alles, was er hatte, zu verkaufen und zu erstatten.
26 Daraufhin fiel der Sklave nieder, huldigte ihm; er sagte: ‘Herr, hab Geduld mit mir, und ich werde dir alles erstatten!’
27 Und der Herr jenes Sklaven, innerlich tief bewegt, ließ ihn frei, und das Darlehen erließ ‹o.: vergab›9 er ihm.
28 Aber jener Sklave ging hinaus und fand einen seiner Mitsklaven, der ihm hundert Denare schuldete. Und er griff ihn, würgte [ihn] und sagte: ‘Erstatte [es] mir, wenn du etwas schuldig bist!’
29 Sein Mitsklave nun fiel zu seinen Füßen, rief ihm bittend zu: ‘Hab Geduld mit mir, und ich werde [es] dir erstatten!’
30 Aber er wollte nicht, sondern ging weg und warf ihn ins Gefängnis, bis er das Geschuldete erstatte.
31 Als aber seine Mitsklaven sahen, was geschehen war, wurden sie sehr traurig. Und sie kamen, und genau schilderten sie ihrem Herrn alles, was geschehen war.
32 Dann rief sein Herr ihn herbei, und er sagt zu ihm: ‘Böser Sklave! Jene ganze Schuld erließ ich dir, weil du mich bittend anriefst.
33 Hätte es sich nicht auch für dich geziemt, dass du dich deines Mitsklaven erbarmtest, wie auch ich mich deiner erbarmte?’
34 Und erzürnt übergab ihn sein Herr den Peinigern, bis er das ganze Geschuldete erstatte.
35 Auf diese Weise wird auch mein himmlischer Vater euch tun, wenn ihr nicht, ein jeder seinem Bruder, von Herzen ihre Übertretungen erlasst ‹o.: vergebt›.“
2Und Jesus rief ein Kindlein herbei, stellte es in ihre Mitte
3und sagte: „Wahrlich!, ich sage euch: Wenn ihr euch nicht umwendet und werdet wie die Kindlein, werdet ihr keinesfalls in die Königsherrschaft ‹, ins Königreich,› der Himmel eingehen.
4Wer irgend sich also selbst erniedrigt wie dieses Kindlein, der ist der Größte in der Königsherrschaft der Himmel ‹, im Königreich der Himmel›.
5Und wer immer ein solches Kindlein aufnimmt auf meinen Namen hin, nimmt mich auf.
6Aber wer immer einem dieser Kleinen, die an mich glauben, einen Anlass zum Anstoßen [und Fallen] bereitet, für den wäre es nützlich, dass ein Eselsmühlstein an seinen Hals gehängt und er in der Tiefe des Meeres versenkt würde.
7Wehe der Welt der Ärgernisse2 wegen! Es ist ja notwendig ‹und unausweichlich›, dass die Ärgernisse kommen. Doch wehe jenem Menschen, durch den das Ärgernis kommt!
8Wenn nun deine Hand oder dein Fuß dir [wiederholt] Anlass zum Anstoßen [und Fallen] gibt, haue sie ab und wirf sie von dir! Es ist besser ‹eig.: edel, schön› für dich, als Gelähmter oder Verstümmelter in das Leben einzugehen, als, zwei Hände oder zwei Füße habend, in das ewige3 ‹, äonische,› Feuer geworfen zu werden.
9Und wenn dein Auge dir [wiederholt] Anlass zum Anstoßen [und Fallen] gibt, nimm es heraus und wirf es von dir! Es ist besser ‹eig.: edel; schön› für dich, einäugig in das Leben einzugehen, als, zwei Augen habend, in die Gehenna des Feuers geworfen zu werden.
10 Seht euch vor, dass ihr nicht einen dieser Kleinen verachtet! Ich sage euch nämlich: Ihre Boten ‹, ihre Engel,› in [den] Himmeln schauen immerzu das Angesicht meines Vaters in [den] Himmeln.
11 Der Sohn des Menschen kam ja, das Verlorene zu retten.4
12 Was meint ihr? Wenn einem Menschen hundert Schafe [zuteil] werden, und eines von ihnen hätte sich verirrt, lässt er nicht die neunundneunzig auf den Bergen, geht hin und sucht das verirrte?
13 Und wenn es geschehen sollte, dass er es fände – wahrlich!, ich sage euch: Er freut sich über es mehr als über die neunundneunzig nicht Verirrten.
14 So ist es nicht der Wille vor eurem Vater in [den] Himmeln, dass einer dieser Kleinen umkomme ‹, verloren werde›.
15 Wenn aber dein Bruder gegen dich5 sündigt, gehe hin und weise ihn zurecht ‹und überführe ihn›, zwischen dir und ihm allein. Wenn er auf dich hört, hast du deinen Bruder gewonnen.
16 Wenn er aber nicht hört, nimm mit dir noch einen oder zwei, damit jede Aussage6, auf [den] Mund von zwei oder drei Zeugen [fest]gestellt werde.
17 Wenn er aber auf sie nicht hört, sage es der Gemeinde. Wenn er aber auch auf die Gemeinde nicht hört, sei er dir wie [der] Heidnische und der Zolleinnehmer.
18 Wieder: Wahrlich!, ich sage euch: Was irgend ihr auf der Erde binden ‹d. h.: für verbindlich und als verpflichtend erklären› werdet, wird im Himmel Gebundenes sein. Und was irgend ihr auf der Erde lösen ‹d. h.: für nicht verbindlich und als nicht verpflichtend erklären› werdet, wird im Himmel Gelöstes sein.
19 Wieder: Wahrlich!, ich sage euch: Wenn zwei von euch sich auf der Erde einigen in Bezug auf jede Sache, die immer sie sich erbitten: Sie wird ihnen von meinem Vater, der in [den] Himmeln [ist], [zuteil] werden,
20 denn wo zwei oder drei zusammengekommen sind auf meinen Namen hin, dort bin ich in ihrer Mitte.“
21 Dann trat Petrus hin zu ihm und sagte: „Herr, wievielmal wird mein Bruder gegen mich sündigen und ich soll ihm vergeben? Bis sieben Mal?“
22 Jesus sagt zu ihm: „Nicht, sage ich dir, bis sieben Mal, sondern bis siebzigmal sieben [Mal] ‹o.: siebenundsiebzigmal›7.
23 Daher, die Königsherrschaft der Himmel ist gleich8 einem Menschen, einem König, der mit seinen Sklaven eine Abrechnung vornehmen wollte.
24 Als er anfing abzurechnen, wurde einer zu ihm gebracht, der zehntausend Talente schuldete.
25 Da er aber nichts hatte, um zu bezahlen, befahl sein Herr, ihn und seine Frau und die Kinder und alles, was er hatte, zu verkaufen und zu erstatten.
26 Daraufhin fiel der Sklave nieder, huldigte ihm; er sagte: ‘Herr, hab Geduld mit mir, und ich werde dir alles erstatten!’
27 Und der Herr jenes Sklaven, innerlich tief bewegt, ließ ihn frei, und das Darlehen erließ ‹o.: vergab›9 er ihm.
28 Aber jener Sklave ging hinaus und fand einen seiner Mitsklaven, der ihm hundert Denare schuldete. Und er griff ihn, würgte [ihn] und sagte: ‘Erstatte [es] mir, wenn du etwas schuldig bist!’
29 Sein Mitsklave nun fiel zu seinen Füßen, rief ihm bittend zu: ‘Hab Geduld mit mir, und ich werde [es] dir erstatten!’
30 Aber er wollte nicht, sondern ging weg und warf ihn ins Gefängnis, bis er das Geschuldete erstatte.
31 Als aber seine Mitsklaven sahen, was geschehen war, wurden sie sehr traurig. Und sie kamen, und genau schilderten sie ihrem Herrn alles, was geschehen war.
32 Dann rief sein Herr ihn herbei, und er sagt zu ihm: ‘Böser Sklave! Jene ganze Schuld erließ ich dir, weil du mich bittend anriefst.
33 Hätte es sich nicht auch für dich geziemt, dass du dich deines Mitsklaven erbarmtest, wie auch ich mich deiner erbarmte?’
34 Und erzürnt übergab ihn sein Herr den Peinigern, bis er das ganze Geschuldete erstatte.
35 Auf diese Weise wird auch mein himmlischer Vater euch tun, wenn ihr nicht, ein jeder seinem Bruder, von Herzen ihre Übertretungen erlasst ‹o.: vergebt›.“
Fußnoten
- 1 18,1 wörtl.: ein Größerer; der Komparativ wird im Griech. oft für den Superlativ gebraucht; so a. V. 4
- 2 18,7 o.: der Anlässe zum Stolpern und Fallen
- 3 18,8 aioonios bed. „unübersichtlich lange“, auch „ewig“
- 4 18,11 NA: ohne V. 11
- 5 18,15 NA (mit wenigen Hss): ohne „gegen dich“; s. Mt 18,21
- 6 18,16 hreema, das gesprochene Wort
- 7 18,22 1Mo 4,24 LXX
- 8 18,23 wörtl.: wurde gleichgemacht; gnomischer Aorist
- 9 18,27 dasselbe Wort wie in 18,35