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Neues Testament

Matthäus Kapitel 25

Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026

1Dann wird die Königsherrschaft der Himmel zehn Jungfrauen gleichen, die ihre Lampen nahmen und ausgingen zu[r] Begegnung mit dem Bräutigam ‹und Einholung des Bräutigams›.
2Fünf von ihnen waren klug und die [anderen] fünf töricht.1
3Die, die töricht [waren], nahmen ihre Lampen, nahmen aber nicht Öl mit sich.
4Aber die klugen nahmen Öl in ihren Gefäßen mit ihren Lampen [mit].
5Als nun der Bräutigam verzog, wurden alle schläfrig und schliefen ein.
6Aber mitten in der Nacht geschah ein Schrei: ‘Siehe!, der Bräutigam kommt. Geht aus zu[r] Begegnung [mit] ihm!’
7Dann erhoben sich alle jene Jungfrauen und schmückten ‹und ordneten› ihre Lampen.
8Die törichten nun sagten zu den klugen: ‘Gebt uns von eurem Öl, weil unsere Lampen verlöschen!’
9Aber die klugen antworteten: ‘Es möchte wohl nicht ausreichen [für] uns und [für] euch. Geht lieber hin zu den Verkäufern und kauft [für] euch selbst.’
10 Aber während sie weggingen zu kaufen, kam der Bräutigam. Und die bereit [waren], gingen mit ihm hinein zum Hochzeitsfest. Und die Tür wurde zugeschlossen.
11 Später kommen auch die anderen Jungfrauen und sagen: ‘Herr! Herr! Öffne uns!’
12 Er aber antwortete: ‘Wahrlich!, ich sage euch: Ich weiß nicht, [wer] ihr [seid].’
13 Wacht also [stets], da ihr nicht den Tag wisst, noch die Stunde, in der der Sohn des Menschen kommt.2
14 [Es ist] nämlich wie [bei] einem Menschen, [der] ausreisen [wollte]: Er rief die eigenen Sklaven und übergab ihnen seine Habe.
15 Und einem gab er fünf Talente3, einem andern zwei, einem anderen eines, jedem nach seinem Vermögen ‹o.: seiner Kraft›. Und er reiste sogleich aus.
16 Der aber, der die fünf Talente bekam, ging hin und handelte mit ihnen und machte fünf weitere Talente.
17 Ebenso auch der mit den Zweien, auch er gewann: zwei weitere.
18 Aber der, der das eine [Talent] bekommen hatte, ging weg, grub in der Erde und verbarg das Silber seines Herrn.
19 Nach langer Zeit kommt der Herr jener Sklaven und hält Abrechnung mit ihnen.
20 Und der, der die fünf Talente bekommen hatte, trat vor, brachte fünf weitere Talente mit und sagte: ‘Herr, fünf Talente übergabst du mir. Sieh!, weitere fünf Talente gewann ich zu ihnen dazu.’
21 Sein Herr sagte zu ihm: ‘Wohl[getan], guter und treuer ‹o.: zuverlässiger› Sklave. Du warst über wenige [Dinge] treu. Ich werde dich über viele setzen. Gehe ein in die Freude deines Herrn.’
22 Der, der die zwei Talente bekommen hatte, trat vor und sagte: ‘Herr, zwei Talente übergabst du mir. Sieh!, weitere zwei Talente gewann ich zu ihnen dazu.’
23 Sein Herr sagte zu ihm: ‘Wohl[getan], guter und treuer Sklave. Du warst über wenige [Dinge] treu. Ich werde dich über viele setzen. Gehe ein in die Freude deines Herrn.’
24 Nun trat auch der, der das eine Talent bekommen hatte, vor und sagte: ‘Herr, ich kannte dich, dass du ein harter Mensch bist, erntend, wo du nicht sätest, und sammelnd, wo du nicht ausstreutest.
25 Und es befiel mich Furcht, und ich ging hin und verbarg dein Talent in der Erde. Sieh!, [da] hast du das Deine.’
26 Sein Herr antwortete ihm: ‘Böser und säumiger Sklave! Du wusstest, dass ich ernte, wo ich nicht säte, und sammle, wo ich nicht ausstreute.
27 Du hättest also mein Silber[geld] bei den Wechslern anlegen sollen, und ich hätte bei meinem Kommen das Meine mit Zinsen zurückbekommen.’
28 ‘Nehmt ihm also das Talent weg und gebt es dem, der die zehn Talente hat,
29 denn jedem, der hat, wird gegeben werden, und es wird ihm in reichem Maß gewährt werden ‹und er wird Überfluss haben›, und dem, der nicht hat, von dem wird auch [das] weggenommen werden, was er hat.
30 Und den unnützen Sklaven werft hinaus in die äußere ‹o.: äußerste› Finsternis. Dort wird das Weinen und das Zähneknirschen sein.’
31 Wenn der Sohn des Menschen aber gekommen sein wird in seiner Herrlichkeit, und alle heiligen Boten mit ihm, dann wird er auf dem Thron seiner Herrlichkeit sitzen.
32 Und es werden vor ihm zusammengebracht werden all die Völker4. Und er wird sie voneinander sondern, wie der Hirte die Schafe von den Ziegen sondert.
33 Und er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Ziegen aber zur Linken.
34 Daraufhin wird der König zu denen zu seiner Rechten sagen: ‘Auf, kommt, Gesegnete meines Vaters! Erbt die euch von Gründung [der] Welt an bereitete Königsherrschaft!,
35 denn [mich] hungerte, und ihr gabt mir zu essen; [mich] dürstete, und ihr gabt mir zu trinken; ich war ein Fremder, und ihr nahmt mich auf ‹und wart mit mir zusammen›,
36 war unbekleidet ‹, spärlich bekleidet›, und ihr umkleidetet mich, war krank, und ihr besuchtet ‹und versorgtet› mich, war im Gefängnis, und ihr kamt zu mir.’
37 Dann werden die Gerechten ihm antworten: ‘Herr, wann sahen wir dich hungernd und speisten dich oder dürstend und gaben dir zu trinken?
38 Wann sahen wir dich als Fremden und nahmen dich auf ‹und waren mit dir zusammen› oder unbekleidet und umkleideten dich?
39 Wann sahen wir dich krank oder im Gefängnis und kamen zu dir?’
40 Und der König wird ihnen antworten: ‘Wahrlich!, ich sage euch: so viel als ihr einem dieser meiner ganz geringen Brüder getan habt, habt ihr mir getan.’
41 Dann wird er auch zu denen zur Linken [reden und] sagen: ‘Geht von mir, Verfluchte, in das ewige ‹, äonische,› Feuer, das bereitet ist für den Teufel ‹, den Verleumder,› und seine Boten,
42 denn [mich] hungerte, und ihr gabt mir nicht zu essen, [mich] dürstete, und ihr gabt mir nicht zu trinken;
43 ich war ein Fremder, und ihr nahmt mich nicht auf ‹und wart nicht mit mir zusammen›, unbekleidet, und ihr umkleidetet mich nicht, krank und im Gefängnis, und ihr besuchtet ‹und versorgtet› mich nicht.’
44 Dann werden auch sie antworten: ‘Herr, wann sahen wir dich hungernd oder dürstend oder als Fremden oder unbekleidet oder krank oder im Gefängnis und dienten dir nicht?’
45 Dann wird er ihnen antworten: ‘Wahrlich!, ich sage euch: so viel als ihr einem dieser ganz Geringen nicht getan habt, habt ihr auch mir nicht getan.’
46 Und diese werden weggehen zu ewiger ‹o.: äonischer› Strafe, aber die Gerechten zu ewigem ‹o.: äonischem› Leben.“

Fußnoten

  1. 1 25,2 NA: törichtklug.
  2. 2 25,13 NA: ohne in der der Sohn des Menschen kommt
  3. 3 25,15 1 Talent = 6 000 Drachmen; 5 Talente = ca. 100 Jahresverdienste eines Tagesarbeiters
  4. 4 25,32 „Völker“ (ethnee, wie das heb. goj) oft allg. für „Menschen“, manchmal auch für die Stämme Israels