Zum Inhalt springen

Neues Testament

Matthäus Kapitel 6

Das Neue Testament (Jettel) · Mai 2026

1Gebt Acht, dass ihr eure Almosen1 nicht vor den Menschen gebt, um von ihnen angeschaut zu werden. Sonst habt ihr keinen Lohn bei eurem Vater, der in den Himmeln [ist].
2Wann immer du also ein Almosen gibst, posaune nicht vor dir her, gleichwie die Schauspieler ‹, die Heuchler,› [es] in den Synagogen und auf den Straßen tun, damit sie von den Menschen verherrlicht werden. Wahrlich!, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn [bereits] erhalten.
3Aber du, wenn du ein Almosen gibst, soll deine Linke nicht wissen, was deine Rechte tut,
4damit dein Almosen im Verborgenen sei. Und dein Vater, der im Verborgenen sieht, er selbst wird dir vergelten ‹eig.: erstatten› im Sichtbaren.2
5Und wann immer du betest3, sollst du nicht gleichwie die Schauspieler ‹und Heuchler› sein. Sie haben es gern, in den Synagogen und an den Straßenecken zu stehen und zu beten, damit sie [vor] den Menschen scheinen. Wahrlich!, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn [bereits] erhalten.
6Aber du, wann immer du betest, gehe in deine Kammer, schließe die Tür und bete zu deinem Vater, der im Verborgenen [ist]. Und dein Vater, der im Verborgenen sieht, wird dir vergelten ‹eig.: erstatten› im Sichtbaren.4
7Wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heidnischen, denn sie meinen, in ihrem vielen Wortemachen werden sie erhört werden.
8Werdet ihnen also nicht gleich, denn euer Vater weiß, was ihr braucht, ehe ihr ihn bittet.
9Betet ihr also auf diese Weise: ‘Unser Vater, der [du] in den Himmeln [bist]: Geheiligt werde dein Name.
10 Deine Königsherrschaft komme. Dein Wille geschehe, wie [er] im Himmel [geschieht], auch in dem Lande ‹o.: auf der Erde›5.
11 Unser Brot, das wir brauchen ‹o.: das [zum Dasein] notwendige, das für [den] gegenwärtigen [Tag]›, gib uns heute.
12 Und vergib uns unsere Verschuldungen, wie auch wir vergeben6 unseren Schuldnern.
13 Und bringe uns nicht in eine Prüfung ‹und Versuchung› hinein ‹, gib uns nicht einer Versuchung preis›, sondern befreie uns von dem Bösen ‹und reiße uns heraus›, denn dein ist die Königsherrschaft und die Kraft und die Herrlichkeit in die Äonen! Amen!’7
14 Wenn ihr nämlich den Menschen ihre Übertretungen vergebt, wird euer himmlischer Vater euch auch vergeben.
15 Wenn ihr aber den Menschen ihre Übertretungen8 nicht vergebt, wird auch euer Vater eure Übertretungen nicht vergeben.
16 Wann immer ihr fastet, werdet nicht finster dreinblickend, wie die Schauspieler ‹, die Heuchler›, denn sie verstellen ihr Angesicht, damit sie den Menschen als Fastende erscheinen. Wahrlich!, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn [bereits] erhalten.
17 Aber du, wenn du fastest, öle deinen Kopf ein und wasche dein Angesicht,
18 damit du nicht den Menschen [als] fastend erscheinst, sondern deinem Vater, der im Verborgenen [ist]. Und dein Vater, der im Verborgenen sieht, wird dir vergelten ‹eig.: erstatten›9.
19 Sammelt euch nicht Schätze in dem Lande ‹o.: auf der Erde› an, wo Motte und Fraß ‹o.: zersetzende Elemente› zunichte machen und wo Stehlende durchgraben und stehlen.
20 Sammelt euch aber [stetig] Schätze im Himmel an, wo weder Motte noch Fraß zunichte macht und wo Stehlende nicht durchgraben und stehlen,
21 denn wo euer Schatz ist, dort wird auch euer Herz sein.
22 Die Lampe des Leibes ist das Auge. Wenn also dein Auge einfach ‹o.: klar, ungeteilt, auf eines ausgerichtet› ist, wird dein ganzer Leib licht ‹, hell leuchtend,› sein.
23 Wenn dein Auge aber böse ist, wird dein ganzer Leib dunkel sein. Wenn also das Licht in dir Dunkelheit ist, wie groß [ist dann] die Dunkelheit!
24 Niemand kann zwei Herren Sklavendienst tun, denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird sich zu dem einen halten und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott Sklavendienst tun und [dem] Mammon.
25 Deshalb sage ich euch: Seid nicht besorgt für eure Seele ‹, für euer Leben›, was ihr essen sollt und was ihr trinken sollt, noch für euren Leib, was ihr euch anziehen sollt. Ist nicht die Seele ‹, das Leben,› mehr als die Speise und der Leib [mehr] als die Bekleidung?
26 Seht euch die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in Scheunen, und euer himmlischer Vater ernährt sie. Unterscheidet ihr euch nicht um vieles von ihnen?
27 Wer von euch kann, indem er sich sorgt, seiner Lebenslänge eine Elle hinzufügen?
28 Und warum seid ihr besorgt für Bekleidung? Achtet auf die Feldlilien ‹und lernt von ihnen›, wie sie wachsen. Sie mühen sich nicht, sie spinnen nicht.
29 Ich sage euch: Nicht einmal Salomo in aller seiner Herrlichkeit umkleidete sich wie eine von diesen.
30 Wenn aber Gott das Gras des Feldes, das heute da ist und morgen in [den] Ofen geworfen wird, so kleidet, [wird] er [es] nicht viel mehr euch [tun], Kleingläubige?
31 Seid also nicht besorgt und sagt [nicht]: ‘Was sollen wir essen?’ oder: ‘Was sollen wir trinken?’ oder: ‘Womit sollen wir umkleidet werden?’,
32 denn nach diesem allen trachten die Völker ‹o.: die aus den Völkern›. Euer himmlischer Vater weiß ja, dass ihr alle diese [Dinge] benötigt.
33 Trachtet aber [stets] zuerst nach der Königsherrschaft Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, und dieses alles wird euch hinzugefügt werden.
34 Seid also nicht besorgt für das Morgige, denn das Morgige wird für das Eigene sorgen. Der Tag hat an seinem ‹eigenen› Übel genug.

Fußnoten

  1. 1 6,1 eig.: [Spenden des] Erbarmens; o.: [Zeichen] des Mitleids (ele-eemosyne von: eleos, Erbarmen, Mitleid); – NA: eure Gerechtigkeit
  2. 2 6,4 NA: ohne im Sichtbaren
  3. 3 6,5 NA: Und wann ihr betet
  4. 4 6,6 NA: ohne im Sichtbaren
  5. 5 6,10 das griech. Wort gee (wie das heb. Wort äräz) kann bed. „Erde, Erdboden, Land, [umliegende] Länderregion“
  6. 6 6,12 NA: vergeben haben
  7. 7 6,13 Die Doxologie ist in der überwältigenden Mehrheit der griech. Hss enthalten, auch sonst früh bezeugt. NA: ohne denn dein ist die Königsherrschaft und die Kraft und die Herrlichkeit in die Äonen. Amen.“
  8. 8 6,15 NA: ohne ihre Übertretungen
  9. 9 6,18 M teilw.: plus im Sichtbaren