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Neues Testament

1. Johannes Kapitel 4

Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022

1Geliebte, glaubt nicht jedem Geist, sondern prüft1 die Geister, ob sie aus Gott sind, weil viele falsche Propheten in die Welt ausgegangen sind.
2An diesem [er]kennt ihr2 den Geist Gottes: Jeder Geist, der Jesus als [den] Gesalbten, im Fleisch gekommen, bekennt, ist aus Gott,
3und jeder Geist, der nicht Jesus als [den] Gesalbten, im Fleisch gekommen, bekennt, ist nicht aus Gott. Und dieser ist der des Antichristus, [von] welchem [Geist] ihr hörtet, dass er kommt. Und er ist jetzt schon in der Welt.
4Ihr seid aus Gott, Kindlein, und habt sie überwunden, weil der, der in euch ist, größer ist, als der, der in der Welt ist.
5Sie sind aus der Welt. Deswegen reden sie aus der Welt, und die Welt hört sie.
6Wir sind aus Gott. Wer Gott kennt, hört uns. Wer nicht aus Gott ist, hört uns nicht. Aus diesem kennen wir den Geist der Wahrheit und den Geist der Verirrung.
7Geliebte, lieben wir einander, weil die Liebe aus Gott ist, und jeder, der liebt3, ist aus Gott geboren worden und kennt Gott.
8Wer nicht liebt4, hat Gott nicht kennengelernt5, weil Gott Liebe ist.
9In diesem wurde die Liebe Gottes unter uns geoffenbart, dass Gott seinen einziggeborenen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn lebten.
10Nicht dass wir Gott liebten, sondern dass er uns liebte und seinen Sohn sandte als Sühnung für unsere Sünden.
11Geliebte, wenn Gott uns so liebte, sind auch wir es schuldig, einander zu lieben.
12Niemand hat Gott je angeschaut. Wenn wir einander lieben, bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns zum Ziel6 gekommen.
13An diesem [er]kennen wir, dass wir in ihm bleiben7 und er in uns [bleibt8]: dass er uns von seinem Geist gegeben hat.
14Und wir haben angeschaut9 und bezeugen, dass der Vater den Sohn gesandt hat als Retter der Welt.
15Wer irgend bekennt, dass Jesus der Sohn Gottes ist, in ihm bleibt10 Gott und er in Gott.
16Und wir haben die Liebe gekannt, die Gott unter11 uns hat, und haben geglaubt12. Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt13, bleibt in Gott und Gott in ihm.
17In diesem ist die Liebe mit uns zum Ziel14 gekommen, damit15 wir am Tag des Gerichts Freimütigkeit haben mögen: weil, so wie er16 ist, auch wir in dieser Welt sind. Furcht17 ist nicht in der Liebe,
18sondern die zum Ziel18 gekommene Liebe treibt die Furcht aus, weil Furcht [es mit] Strafe [zu tun] hat. Aber wer sich fürchtet, ist in der Liebe nicht zum Ziel gebracht worden.
19Wir lieben ihn, weil er uns zuerst liebte.
20Wenn jemand sagt: "Ich liebe Gott", und er hasst seinen Bruder, ist er ein Lügner; denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er gesehen hat, wie kann er Gott lieben, den er nicht gesehen hat?
21Und dieses Gebot haben wir von ihm, dass, wer Gott liebt, auch seinen Bruder lieben soll.

Fußnoten

  1. 1 Der Impv. Präs. zeigt u. a. an, dass die Prüfung eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt.
  2. 2 n. and. byz. Hss: erkennt man
  3. 3 eigtl.: <im fortdauernden Sinne> liebt
  4. 4 eigtl.: <im fortdauernden Sinne> liebt
  5. 5 eigtl.: kannte Gott nicht
  6. 6 und zur Vollendung
  7. 7 o.: weilen
  8. 8 o.: weilt
  9. 9 d. h.: ihn angeschaut; i. S. v.: wir sind Augenzeugen
  10. 10 o.: weilt
  11. 11 viell.: zu
  12. 12 o.: unser Vertrauen <darauf> gesetzt.
  13. 13 o.: weilt; wohnt
  14. 14 und zur Vollendung
  15. 15 o.: dass
  16. 16 o.: jener
  17. 17 "Furcht" hier i. S. v. "Angst"
  18. 18 und zur Vollendung