Zum Inhalt springen

Altes Testament

Nehemia Kapitel 1

Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022

1Die Worte1 Nehemias, des Sohnes Hachaljas. Und es geschah im Monat Kislew des zwanzigsten Jahres2, als ich in der Burg Susa war,
2da kam Hanani, einer von meinen Brüdern, er und einige Männer aus Juda. Und ich befragte sie über die Juden, die Entkommenen, die von der Gefangenschaft übrig geblieben waren,3 und über Jerusalem.
3Und sie sagten zu mir: "Die Übriggebliebenen, die dort in der Provinz übrig geblieben sind von der Gefangenschaft, sind in großem Elend und in Schmach. Und die Mauer Jerusalems liegt niedergerissen, und seine Tore sind im Feuer verbrannt."
4Und es geschah, als ich diese Worte hörte, setzte ich mich hin und weinte und trauerte tagelang. Und ich war fastend und betend vor dem Gott des Himmels.
5Und ich sagte: "Ach, Jahweh, Gott des Himmels, <starker> Gott, der Große und Furchtgebietende, der den Bund und die Güte4 denen bewahrt, die ihn lieben und seine Gebote halten5!
6Bitte, lass dein Ohr aufmerksam sein und deine Augen offen sein, zu hören auf das Gebet deines leibeigenen Knechtes, das ich heute, Tag und Nacht, für die Söhne Israels, deine leibeigenen Knechte, vor deinem Angesicht bete, <während> ich die Sünden der Söhne Israels bekenne, mit denen wir gegen dich gesündigt haben! Auch ich und meines Vaters Haus, wir haben gesündigt.
7Sehr verwerflich <und verderblich> handelten wir gegen dich, und wir hielten nicht die Gebote und Satzungen und Rechtsbestimmungen, die du deinem leibeigenen Knecht Mose geboten hast.
8Gedenke bitte des Wortes, das du deinem leibeigenen Knecht Mose geboten hast, als du sagtest: 'Werdet ihr treulos handeln, so werde ich euch unter die Völkerscharen zerstreuen.
9Kehrt ihr aber zu mir um und wahrt ihr meine Gebote und tut ihr sie: wenn auch eure Vertriebenen am Ende der Himmel sein sollten, selbst von dort werde ich sie sammeln und sie an die Stätte bringen, die ich mir erwählt habe, um meinen Namen dort wohnen zu lassen!'
10Sie sind ja deine leibeigenen Knechte und dein Volk, das du durch deine große Kraft und deine starke Hand erlöst hast.
11Ach, mein Herr, lass bitte dein Ohr aufmerksam sein auf das Gebet deines leibeigenen Knechtes und auf das Gebet deiner leibeigenen Knechte, die Gefallen daran haben, deinen Namen zu fürchten. Und bitte, lass es deinem leibeigenen Knecht heute gelingen und lass ihm Erbarmen widerfahren vor diesem Mann!" Ich war <nämlich> Mundschenk des Königs.

Fußnoten

  1. 1 o.: Reden
  2. 2 Das war das Jahr 445 v. Chr. Artahsasta (Artaxerxes I. Longimanus) regierte von 465/464 bis 424.
  3. 3 Gemeint sind die Zurückgekehrten.
  4. 4 und Treue; chäsäd ist die in Treue gegenüber einem Bund erwiesene Güte, die Bundesliebe und -treue.
  5. 5 und wahren