Altes Testament
1. Samuel Kapitel 1
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Und es war ein Mann aus Ramatajim-Zofim, vom Bergland Ephraim, und sein Name war Elkana, der Sohn Jerohams, des Sohnes Elihus, des Sohnes Tochus, des Sohnes Zufs, ein Ephratiter.
2Und er hatte zwei Frauen: Der Name der einen war Hanna, und der Name der zweiten war Peninna. Und Peninna hatte Kinder1, Hanna aber hatte keine Kinder.
3Und dieser Mann ging Jahr für Jahr aus seiner Stadt hinauf, um sich in Silo huldigend niederzuwerfen und Jahweh der Heere <Schlachtopfer> zu opfern. Und dort waren die beiden Söhne Elis, Hophni und Pinhas, Priester Jahwehs.
4Und es geschah <jeweils> an dem Tag, wenn Elkana <Schlachtopfer> opferte, da gab er seiner Frau Peninna und allen ihren Söhnen und Töchtern Anteile2.
5Aber Hanna gab er einen Anteil, einen doppelten3, denn er liebte Hanna. Aber Jahweh hatte ihren Mutterleib verschlossen.
6Auch kränkte ihre Widersacherin sie mit Kränkungen, um sie <innerlich> zum Aufwühlen zu bringen4, weil Jahweh ihren Mutterleib verschlossen hatte.
7Und er tat so Jahr für Jahr. Sooft sie zum Haus Jahwehs hinaufzog, kränkte5 jene sie in dieser Weise. Und sie weinte und aß nicht.
8Und Elkana, ihr Mann, sagte zu ihr: "Hanna, warum weinst du? Und warum isst du nicht? Und warum ist dein Herz betrübt? Bin ich dir nicht besser als zehn Söhne?"
9Und Hanna stand auf, nach dem Essen in Silo und nach dem Trinken (und Eli, der Priester, saß auf dem Stuhl am Türpfosten der Tempelhalle6 Jahwehs)
10- und sie war in der Seele betrübt7 und flehte zu Jahweh. Und sie weinte sehr.
11Und sie gelobte ein Gelübde und sagte: "Jahweh der Heere, wenn du das Gebeugtsein8 deiner Magd ansehen und meiner gedenken und deine Magd nicht vergessen wirst und deiner Magd einen männlichen Samen geben wirst, werde ich ihn Jahweh geben - für alle Tage seines Lebens. Und kein Schermesser soll auf sein Haupt kommen."
12Und es geschah, als sie lange vor dem Angesicht Jahwehs flehte, da achtete Eli auf ihren Mund.
13(Hanna aber redete in ihrem Herzen; nur ihre Lippen bewegten sich, ihre Stimme aber war nicht zu hören.) Und Eli hielt sie für betrunken.
14Und Eli sagte zu ihr: "Bis wann willst du dich wie betrunken benehmen? Tu deinen Wein von dir!"
15Hanna aber antwortete und sagte: "Nein, mein Herr, ich bin eine Frau beschwerten Geistes, und Wein und Rauschtrank habe ich nicht getrunken, sondern ich habe meine Seele vor dem Angesicht Jahwehs ausgeschüttet.
16Halte deine Magd nicht für eine Tochter Belials9, denn aus der Fülle meines Kummers und meiner Kränkung habe ich so lange10 geredet."
17Und Eli antwortete und sagte: "Gehe hin in Frieden. Und der Gott Israels gewähre dir das Erbetene, das du von ihm erbeten hast11!"
18Und sie sagte: "Möge deine leibeigene Magd Gnade finden in deinen Augen!" Und die Frau ging ihres Weges. Und sie aß. Und ihr Angesicht war nicht mehr [wie zuvor].
19Und sie machten sich früh am Morgen auf und warfen sich vor Jahweh huldigend nieder. Und sie kehrten zurück und kamen in ihr Haus nach Rama. Und Elkana erkannte Hanna, seine Frau. Und Jahweh gedachte ihrer.
20Und es geschah, als die Tage um waren12, da war Hanna schwanger und gebar einen Sohn. Und sie gab ihm den Namen Samuel13, "denn", [sagte sie], "von Jahweh habe ich ihn erbeten".
21Und der Mann Elkana ging mit seinem ganzen Hause hinauf, um Jahweh das jährliche Schlachtopfer und das von ihm Gelobte14 zu opfern.
22Aber Hanna ging nicht hinauf; denn sie hatte zu ihrem Mann gesagt: "Bis der Knabe entwöhnt ist, <dann> werde ich ihn bringen, dass er vor dem Angesicht Jahwehs erscheine und auf ewig dort bleibe."
23Und Elkana, ihr Mann, sagte zu ihr: "Tu, was gut ist in deinen Augen. Bleibe, bis du ihn entwöhnt hast. Nur möge Jahweh sein Wort aufrecht halten!" Und so blieb die Frau und stillte ihren Sohn, bis sie ihn entwöhnt hatte.
24Und als sie ihn entwöhnt hatte, brachte sie ihn mit sich hinauf, mitsamt drei Stieren und einem Epha Mehl und einem Schlauch Wein. Und sie brachte ihn in das Haus Jahwehs nach Silo. Der Knabe aber war jung.
25Und sie schächteten den Stier und brachten den Knaben zu Eli.
26Und sie sagte: "Bitte, mein Herr! So wahr deine Seele lebt, mein Herr, ich bin die Frau, die hier bei dir stand, um zu Jahweh zu flehen.
27Um diesen Knaben habe ich gefleht, und Jahweh hat mir mein Erbetenes gewährt, das ich von ihm erbeten15 habe.
28Und so habe auch ich ihn Jahweh gewährt16, alle Tage, die er lebt, sei er ein dem Jahweh Gewährter." Und er17 warf sich dort vor Jahweh huldigend nieder.
2Und er hatte zwei Frauen: Der Name der einen war Hanna, und der Name der zweiten war Peninna. Und Peninna hatte Kinder1, Hanna aber hatte keine Kinder.
3Und dieser Mann ging Jahr für Jahr aus seiner Stadt hinauf, um sich in Silo huldigend niederzuwerfen und Jahweh der Heere <Schlachtopfer> zu opfern. Und dort waren die beiden Söhne Elis, Hophni und Pinhas, Priester Jahwehs.
4Und es geschah <jeweils> an dem Tag, wenn Elkana <Schlachtopfer> opferte, da gab er seiner Frau Peninna und allen ihren Söhnen und Töchtern Anteile2.
5Aber Hanna gab er einen Anteil, einen doppelten3, denn er liebte Hanna. Aber Jahweh hatte ihren Mutterleib verschlossen.
6Auch kränkte ihre Widersacherin sie mit Kränkungen, um sie <innerlich> zum Aufwühlen zu bringen4, weil Jahweh ihren Mutterleib verschlossen hatte.
7Und er tat so Jahr für Jahr. Sooft sie zum Haus Jahwehs hinaufzog, kränkte5 jene sie in dieser Weise. Und sie weinte und aß nicht.
8Und Elkana, ihr Mann, sagte zu ihr: "Hanna, warum weinst du? Und warum isst du nicht? Und warum ist dein Herz betrübt? Bin ich dir nicht besser als zehn Söhne?"
9Und Hanna stand auf, nach dem Essen in Silo und nach dem Trinken (und Eli, der Priester, saß auf dem Stuhl am Türpfosten der Tempelhalle6 Jahwehs)
10- und sie war in der Seele betrübt7 und flehte zu Jahweh. Und sie weinte sehr.
11Und sie gelobte ein Gelübde und sagte: "Jahweh der Heere, wenn du das Gebeugtsein8 deiner Magd ansehen und meiner gedenken und deine Magd nicht vergessen wirst und deiner Magd einen männlichen Samen geben wirst, werde ich ihn Jahweh geben - für alle Tage seines Lebens. Und kein Schermesser soll auf sein Haupt kommen."
12Und es geschah, als sie lange vor dem Angesicht Jahwehs flehte, da achtete Eli auf ihren Mund.
13(Hanna aber redete in ihrem Herzen; nur ihre Lippen bewegten sich, ihre Stimme aber war nicht zu hören.) Und Eli hielt sie für betrunken.
14Und Eli sagte zu ihr: "Bis wann willst du dich wie betrunken benehmen? Tu deinen Wein von dir!"
15Hanna aber antwortete und sagte: "Nein, mein Herr, ich bin eine Frau beschwerten Geistes, und Wein und Rauschtrank habe ich nicht getrunken, sondern ich habe meine Seele vor dem Angesicht Jahwehs ausgeschüttet.
16Halte deine Magd nicht für eine Tochter Belials9, denn aus der Fülle meines Kummers und meiner Kränkung habe ich so lange10 geredet."
17Und Eli antwortete und sagte: "Gehe hin in Frieden. Und der Gott Israels gewähre dir das Erbetene, das du von ihm erbeten hast11!"
18Und sie sagte: "Möge deine leibeigene Magd Gnade finden in deinen Augen!" Und die Frau ging ihres Weges. Und sie aß. Und ihr Angesicht war nicht mehr [wie zuvor].
19Und sie machten sich früh am Morgen auf und warfen sich vor Jahweh huldigend nieder. Und sie kehrten zurück und kamen in ihr Haus nach Rama. Und Elkana erkannte Hanna, seine Frau. Und Jahweh gedachte ihrer.
20Und es geschah, als die Tage um waren12, da war Hanna schwanger und gebar einen Sohn. Und sie gab ihm den Namen Samuel13, "denn", [sagte sie], "von Jahweh habe ich ihn erbeten".
21Und der Mann Elkana ging mit seinem ganzen Hause hinauf, um Jahweh das jährliche Schlachtopfer und das von ihm Gelobte14 zu opfern.
22Aber Hanna ging nicht hinauf; denn sie hatte zu ihrem Mann gesagt: "Bis der Knabe entwöhnt ist, <dann> werde ich ihn bringen, dass er vor dem Angesicht Jahwehs erscheine und auf ewig dort bleibe."
23Und Elkana, ihr Mann, sagte zu ihr: "Tu, was gut ist in deinen Augen. Bleibe, bis du ihn entwöhnt hast. Nur möge Jahweh sein Wort aufrecht halten!" Und so blieb die Frau und stillte ihren Sohn, bis sie ihn entwöhnt hatte.
24Und als sie ihn entwöhnt hatte, brachte sie ihn mit sich hinauf, mitsamt drei Stieren und einem Epha Mehl und einem Schlauch Wein. Und sie brachte ihn in das Haus Jahwehs nach Silo. Der Knabe aber war jung.
25Und sie schächteten den Stier und brachten den Knaben zu Eli.
26Und sie sagte: "Bitte, mein Herr! So wahr deine Seele lebt, mein Herr, ich bin die Frau, die hier bei dir stand, um zu Jahweh zu flehen.
27Um diesen Knaben habe ich gefleht, und Jahweh hat mir mein Erbetenes gewährt, das ich von ihm erbeten15 habe.
28Und so habe auch ich ihn Jahweh gewährt16, alle Tage, die er lebt, sei er ein dem Jahweh Gewährter." Und er17 warf sich dort vor Jahweh huldigend nieder.
Fußnoten
- 1 w.: Geborene
- 2 d. h.: Portionen (vom Opfermahl)
- 3 w.: einen für [zwei] Gesichter; appajim kann "Zorn, Schnauben" bedeuten, aber auch "Gesicht; Nase"; daher: einen besonderen; o. evtl.: einen mit Schnauben; einen mit tiefen Atemzügen.
- 4 eigtl.: um sie (innerlich) donnern zu machen
- 5 und reizte
- 6 Gemeint ist das Zelt der Begegnung als eine feste Einrichtung; so auch 1Sam 3,3.
- 7 und verbittert
- 8 o.: die Erniedrigung; das Elend
- 9 bed.: Nichtswürdigkeit; Verderben
- 10 w.: bis nun
- 11 o.: das Erbetene, wofür du ihn um Gewährung gebeten hast. Vgl. 1Sam 1,27.28.
- 12 o.: um die Jahreswende; w.: nach den Umläufen der Tage
- 13 bed.: von Gott erhört; and.: der, der von Gott ist
- 14 d. h.: das, was er [als Gelübde] gelobt hatte
- 15 w.: um Gewährung gebeten
- 16 eigtl.: <auf das Erbeten hin> gewährt; so zweimal in V. 28; für "gewährt" steht im Heb. dasselbe Wort wie für "erbeten". So a. 1Sam 1,17.20.27; 2,20.
- 17 d. i.: Eli