Neues Testament
Lukas Kapitel 1
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Nachdem nun viele es unternahmen, eine Erzählung der Reihe nach wiederzugeben über die Ereignisse <und Angelegenheiten>, die unter uns zur Erfüllung gekommen sind,
2so wie es uns die überlieferten, die von Anfang an Augenzeugen und °verantwortliche Diener° des Wortes wurden,
3schien es auch mir angebracht, nachdem ich allem von Grund auf1 mit Sorgfalt nachgegangen war, es für dich, vornehmster Theophilus, in geordneter Reihenfolge zu schreiben,
4damit du die Zuverlässigkeit der Worte2 erkennst, über die du unterwiesen wurdest.
5Es geschah in den Tagen des Herodes, des Königs von Judäa: Es <war> ein gewisser Priester namens Zacharias, aus der Tagesabteilung3 des Abia, und seine Frau war von den Töchtern Aarons, ihr Name war Elisabet.
6Beide waren gerecht vor Gott. Sie wandelten ohne Tadel in allen Geboten und Rechtssatzungen des Herrn.
7Und sie hatten kein Kind, deshalb, weil Elisabet unfruchtbar war; und beide waren an ihren Tagen <weit> vorgeschritten4.
8Es geschah, als er in der Ordnung seiner Tagesabteilung vor Gott den priesterlichen Dienst versah,
9dass ihn nach der Sitte des Priesteramtes das Los traf, in das Tempelheiligtum des Herrn zu gehen, um zu räuchern.
10Und zur Stunde des Räucherns betete das gesamte Volk draußen <anhaltend>.
11Da erschien ihm ein Bote5 des Herrn, der zur Rechten des Rauchopferaltars stand.
12Und als Zacharias [ihn] sah, wurde er in Schrecken6 versetzt und Furcht überfiel ihn.
13Aber der Bote sagte zu ihm: "Fürchte dich nicht, Zacharias, weil dein Flehen erhört wurde. Und Elisabet, deine Frau, wird dir einen Sohn gebären. Und du sollst* ihm den Namen Johannes geben.
14Und er wird dir Freude und Jubel sein; und viele werden sich über seine Geburt freuen,
15denn er wird groß sein vor dem Herrn. Und Wein und starkes Getränk wird er nicht trinken. Und noch im Schoße seiner Mutter wird er mit dem Heiligen Geist erfüllt werden.
16Und viele von den Söhnen Israels wird er zur Umkehr zu dem Herrn, ihrem Gott, bringen.
17Und er wird vor ihm hergehen im Geist und in der Kraft des Elia, um die Herzen von Vätern zu den Kindern zu kehren und im Unglauben Ungehorsame zur einsichtigen Gesinnung der Gerechten, um dem Herrn ein hergestelltes Volk zu bereiten."
18Und Zacharias sagte zu dem Boten: "Wie soll ich das [er]kennen? - denn ich bin ein alter Mann, und meine Frau ist an ihren Tagen <weit> vorgeschritten."
19Und der Bote antwortete und sagte zu ihm: "Ich bin Gabriel, der vor Gott steht, und ich wurde gesandt, zu dir zu reden und dir dieses als gute Botschaft zu sagen.
20Und - siehe! - du wirst schweigend sein7 und nicht reden können bis zu dem Tag, da dieses geschehen sein wird, dafür dass du nicht glaubtest meinen Worten, welche werden erfüllt werden zu ihrer Zeit."
21Und das Volk wartete auf Zacharias. Und sie wunderten sich, da er im Tempelheiligtum verzog.
22Als er aber herauskam, konnte er nicht zu ihnen reden. Und sie erkannten, dass er im Tempelheiligtum ein Gesicht gesehen hatte. Und er gab ihnen <wiederholt> Handzeichen und blieb stumm.
23Und es geschah, als die Tage seines Dienstes8 erfüllt waren, ging er weg zu seinem Haus.
24Nach diesen Tagen empfing Elisabet, seine Frau. Und sie zog sich selbst fünf Monate zurück9 mit den Worten:
25"So hat mir der Herr getan in den Tagen, in denen er darauf sah, wegzunehmen meine Schmach bei den Menschen."
26Im sechsten Monat wurde der Bote10 Gabriel von Gott in eine Stadt Galiläas namens Nazaret gesandt,
27zu einer Jungfrau, die einem Mann namens Josef angelobt war, aus dem °Hause Davids. Und der Name der Jungfrau war Maria.
28Und der Bote trat ein, [trat] zu ihr hin und sagte: "Freue dich*, Begnadete!11 Der Herr [ist] mit dir, du Gesegnete unter den Frauen."
29Als sie ihn sah, wurde sie sehr beunruhigt über sein Wort und überlegte, was für eine Art von Gruß das wohl sei.
30Und der Bote sagte zu ihr: "Fürchte dich nicht, Maria, denn du hast bei Gott Gnade gefunden,
31und - siehe! - du wirst im Mutterleibe empfangen und einen Sohn gebären und ihm den Namen Jesus geben.
32Der wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Und Gott, der Herr, wird ihm den Thron Davids, seines Vaters, geben.
33Und er wird <als König> herrschen über das Haus Jakobs [bis] in Ewigkeit*, und seines Königreiches wird kein Ende sein."
34Maria sagte zu dem Boten: "Wie wird das sein, da ich einen Mann nicht kenne?"
35Und der Bote antwortete und sagte zu ihr: "Der Heilige Geist wird über dich kommen, und Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Sohn Gottes genannt werden.
36Und - siehe! - Elisabet, deine Verwandte, auch sie hat einen Sohn empfangen in ihrem Alter. Und dieser ist der sechste Monat für sie, die unfruchtbar genannt wird,
37weil bei Gott keine Sache12 unmöglich sein wird."
38Maria sagte: "Siehe, [ich bin] die leibeigene Magd des Herrn! Es möge mir geschehen nach deinem Wort*." Und der Bote ging von ihr weg.
39Maria machte sich in diesen Tagen auf und zog mit Eile in das Bergland, in eine Stadt Judas.
40Und sie ging hinein in das Haus des Zacharias und grüßte die Elisabet.
41Und es geschah, als Elisabet den Gruß der Maria hörte, hüpfte das Kleinkind in ihrem [Mutter]schoß; und Elisabet wurde mit dem Heiligen Geist erfüllt.
42Und sie rief mit großer, <lauter> Stimme und sagte: "Gesegnet [bist] du unter den Frauen, und gesegnet [ist] die Frucht deines [Mutter]schoßes!
43Und woher [geschieht] mir dieses, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?,
44denn - siehe! - wie die Stimme deines Grußes in meine Ohren kam, hüpfte das Kleinkind vor13 Jubelfreude in meinem [Mutter]schoß.
45Und eine Selige [ist] sie, die geglaubt hat, denn sie werden eine Erfüllung haben - die Dinge, die von dem Herrn her zu ihr geredet worden sind!"
46Und Maria sagte: "Meine Seele macht den Herrn groß,
47und mein Geist jubelte Gott, meinem Retter, zu,
48weil er hinblickte auf die Niedrigkeit seiner leibeigenen Magd, denn - siehe! - von nun an14 werden mich alle Geschlechter eine Selige nennen,
49weil der Mächtige an mir große Dinge tat. Und heilig ist sein Name.
50Und seine Barmherzigkeit [gilt] von Geschlecht zu Geschlecht15 denen, die ihn fürchten.
51Er übte Macht mit seinem Arm. Er zerstreute die, die im Denken ihres Herzens hochmütig waren.
52Er holte Mächtige vom Thron16 herab, und er erhöhte Niedrige.
53Hungrige füllte er mit guten Dingen, und Reiche sandte er leer weg.
54Er nahm sich Israels, seines Knechtes, an, um der Barmherzigkeit zu gedenken
55- so wie er zu unseren Vätern sprach, zu Abraham und seinem Samen, - in Ewigkeit."
56Maria blieb etwa drei Monate bei ihr. Und sie kehrte zurück in ihr Haus.
57Für Elisabet erfüllte sich die Zeit, dass sie gebären sollte, und sie gebar einen Sohn.
58Und ihre Nachbarn und Verwandten hörten, dass der Herr seine Barmherzigkeit an ihr groß gemacht hatte, und sie freuten sich mit ihr.
59Und es geschah: Am achten Tag kamen sie, das Kindlein zu beschneiden. Und sie nannten es nach dem Namen seines Vaters Zacharias.
60Und seine Mutter antwortete: "Nein, sondern er soll Johannes genannt werden", sagte sie.
61Und sie sagten zu ihr: "Es gibt nicht einen in deiner Verwandtschaft, der mit diesem Namen genannt wird."
62Und sie gaben seinem Vater Handzeichen: wie er wolle, dass er genannt werde.
63Und er erbat sich ein Täfelchen und schrieb die Worte: "Johannes ist sein Name." Und alle verwunderten sich.
64Auf der Stelle wurde sein Mund aufgetan - und seine Zunge, und er redete und lobte Gott.
65Und es kam Furcht über alle, die um sie her wohnten, und im ganzen Bergland von Judäa wurden alle diese Dinge17 besprochen.
66Und alle, die es hörten, nahmen es sich zu Herzen18: "Was wird dann [wohl] dieses Kindlein sein?", sagten sie. Und die Hand des Herrn war mit ihm.
67Und Zacharias, sein Vater, wurde mit dem Heiligen Geist erfüllt und weissagte.
68Er sagte: "Gelobt sei der Herr, der Gott Israels, weil er sein Volk heimsuchte und [ihm] eine Erlösung bereitete.
69Und er richtete uns ein Rettungshorn19 auf im Hause Davids, seines Knechtes,
70<demgemäß>, wie er redete durch den Mund seiner heiligen Propheten, die seit [Anbeginn] der Weltzeit [waren]:
71Rettung von unseren Feinden und von der Hand aller, die uns hassen,
72um Barmherzigkeit zu erweisen an unseren Vätern und seines heiligen Bundes zu gedenken,
73des Eides, den er dem Abraham, unserem Vater, schwor, uns zu geben,
74dass wir, aus der Hand unserer Feinde befreit, ohne Furcht ihm <den aufgetragenen> verehrenden Dienst erweisen <sollten>
75in Heiligkeit und Gerechtigkeit vor ihm alle Tage unseres Lebens.
76Und du, Kindlein, wirst ein Prophet des Höchsten genannt werden, denn du wirst vor dem Angesicht des Herrn hergehen, seine Wege zu bereiten,
77um seinem Volk Kenntnis des Heils zu geben in Vergebung ihrer Sünden,
78wegen der inneren Regungen der Barmherzigkeit unseres Gottes, mit denen uns heimsuchte der Aufgang aus der höchsten Höhe,
79um denen zu scheinen, die in Finsternis und Todesschatten sitzen, und unsere Füße zu lenken auf den Weg des Friedens."
80Das Kindlein wuchs und wurde mächtig im Geist. Und er war in den einsamen20 Gegenden bis zum Tag seines öffentlichen Auftretens vor Israel.
2so wie es uns die überlieferten, die von Anfang an Augenzeugen und °verantwortliche Diener° des Wortes wurden,
3schien es auch mir angebracht, nachdem ich allem von Grund auf1 mit Sorgfalt nachgegangen war, es für dich, vornehmster Theophilus, in geordneter Reihenfolge zu schreiben,
4damit du die Zuverlässigkeit der Worte2 erkennst, über die du unterwiesen wurdest.
5Es geschah in den Tagen des Herodes, des Königs von Judäa: Es <war> ein gewisser Priester namens Zacharias, aus der Tagesabteilung3 des Abia, und seine Frau war von den Töchtern Aarons, ihr Name war Elisabet.
6Beide waren gerecht vor Gott. Sie wandelten ohne Tadel in allen Geboten und Rechtssatzungen des Herrn.
7Und sie hatten kein Kind, deshalb, weil Elisabet unfruchtbar war; und beide waren an ihren Tagen <weit> vorgeschritten4.
8Es geschah, als er in der Ordnung seiner Tagesabteilung vor Gott den priesterlichen Dienst versah,
9dass ihn nach der Sitte des Priesteramtes das Los traf, in das Tempelheiligtum des Herrn zu gehen, um zu räuchern.
10Und zur Stunde des Räucherns betete das gesamte Volk draußen <anhaltend>.
11Da erschien ihm ein Bote5 des Herrn, der zur Rechten des Rauchopferaltars stand.
12Und als Zacharias [ihn] sah, wurde er in Schrecken6 versetzt und Furcht überfiel ihn.
13Aber der Bote sagte zu ihm: "Fürchte dich nicht, Zacharias, weil dein Flehen erhört wurde. Und Elisabet, deine Frau, wird dir einen Sohn gebären. Und du sollst* ihm den Namen Johannes geben.
14Und er wird dir Freude und Jubel sein; und viele werden sich über seine Geburt freuen,
15denn er wird groß sein vor dem Herrn. Und Wein und starkes Getränk wird er nicht trinken. Und noch im Schoße seiner Mutter wird er mit dem Heiligen Geist erfüllt werden.
16Und viele von den Söhnen Israels wird er zur Umkehr zu dem Herrn, ihrem Gott, bringen.
17Und er wird vor ihm hergehen im Geist und in der Kraft des Elia, um die Herzen von Vätern zu den Kindern zu kehren und im Unglauben Ungehorsame zur einsichtigen Gesinnung der Gerechten, um dem Herrn ein hergestelltes Volk zu bereiten."
18Und Zacharias sagte zu dem Boten: "Wie soll ich das [er]kennen? - denn ich bin ein alter Mann, und meine Frau ist an ihren Tagen <weit> vorgeschritten."
19Und der Bote antwortete und sagte zu ihm: "Ich bin Gabriel, der vor Gott steht, und ich wurde gesandt, zu dir zu reden und dir dieses als gute Botschaft zu sagen.
20Und - siehe! - du wirst schweigend sein7 und nicht reden können bis zu dem Tag, da dieses geschehen sein wird, dafür dass du nicht glaubtest meinen Worten, welche werden erfüllt werden zu ihrer Zeit."
21Und das Volk wartete auf Zacharias. Und sie wunderten sich, da er im Tempelheiligtum verzog.
22Als er aber herauskam, konnte er nicht zu ihnen reden. Und sie erkannten, dass er im Tempelheiligtum ein Gesicht gesehen hatte. Und er gab ihnen <wiederholt> Handzeichen und blieb stumm.
23Und es geschah, als die Tage seines Dienstes8 erfüllt waren, ging er weg zu seinem Haus.
24Nach diesen Tagen empfing Elisabet, seine Frau. Und sie zog sich selbst fünf Monate zurück9 mit den Worten:
25"So hat mir der Herr getan in den Tagen, in denen er darauf sah, wegzunehmen meine Schmach bei den Menschen."
26Im sechsten Monat wurde der Bote10 Gabriel von Gott in eine Stadt Galiläas namens Nazaret gesandt,
27zu einer Jungfrau, die einem Mann namens Josef angelobt war, aus dem °Hause Davids. Und der Name der Jungfrau war Maria.
28Und der Bote trat ein, [trat] zu ihr hin und sagte: "Freue dich*, Begnadete!11 Der Herr [ist] mit dir, du Gesegnete unter den Frauen."
29Als sie ihn sah, wurde sie sehr beunruhigt über sein Wort und überlegte, was für eine Art von Gruß das wohl sei.
30Und der Bote sagte zu ihr: "Fürchte dich nicht, Maria, denn du hast bei Gott Gnade gefunden,
31und - siehe! - du wirst im Mutterleibe empfangen und einen Sohn gebären und ihm den Namen Jesus geben.
32Der wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Und Gott, der Herr, wird ihm den Thron Davids, seines Vaters, geben.
33Und er wird <als König> herrschen über das Haus Jakobs [bis] in Ewigkeit*, und seines Königreiches wird kein Ende sein."
34Maria sagte zu dem Boten: "Wie wird das sein, da ich einen Mann nicht kenne?"
35Und der Bote antwortete und sagte zu ihr: "Der Heilige Geist wird über dich kommen, und Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Sohn Gottes genannt werden.
36Und - siehe! - Elisabet, deine Verwandte, auch sie hat einen Sohn empfangen in ihrem Alter. Und dieser ist der sechste Monat für sie, die unfruchtbar genannt wird,
37weil bei Gott keine Sache12 unmöglich sein wird."
38Maria sagte: "Siehe, [ich bin] die leibeigene Magd des Herrn! Es möge mir geschehen nach deinem Wort*." Und der Bote ging von ihr weg.
39Maria machte sich in diesen Tagen auf und zog mit Eile in das Bergland, in eine Stadt Judas.
40Und sie ging hinein in das Haus des Zacharias und grüßte die Elisabet.
41Und es geschah, als Elisabet den Gruß der Maria hörte, hüpfte das Kleinkind in ihrem [Mutter]schoß; und Elisabet wurde mit dem Heiligen Geist erfüllt.
42Und sie rief mit großer, <lauter> Stimme und sagte: "Gesegnet [bist] du unter den Frauen, und gesegnet [ist] die Frucht deines [Mutter]schoßes!
43Und woher [geschieht] mir dieses, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?,
44denn - siehe! - wie die Stimme deines Grußes in meine Ohren kam, hüpfte das Kleinkind vor13 Jubelfreude in meinem [Mutter]schoß.
45Und eine Selige [ist] sie, die geglaubt hat, denn sie werden eine Erfüllung haben - die Dinge, die von dem Herrn her zu ihr geredet worden sind!"
46Und Maria sagte: "Meine Seele macht den Herrn groß,
47und mein Geist jubelte Gott, meinem Retter, zu,
48weil er hinblickte auf die Niedrigkeit seiner leibeigenen Magd, denn - siehe! - von nun an14 werden mich alle Geschlechter eine Selige nennen,
49weil der Mächtige an mir große Dinge tat. Und heilig ist sein Name.
50Und seine Barmherzigkeit [gilt] von Geschlecht zu Geschlecht15 denen, die ihn fürchten.
51Er übte Macht mit seinem Arm. Er zerstreute die, die im Denken ihres Herzens hochmütig waren.
52Er holte Mächtige vom Thron16 herab, und er erhöhte Niedrige.
53Hungrige füllte er mit guten Dingen, und Reiche sandte er leer weg.
54Er nahm sich Israels, seines Knechtes, an, um der Barmherzigkeit zu gedenken
55- so wie er zu unseren Vätern sprach, zu Abraham und seinem Samen, - in Ewigkeit."
56Maria blieb etwa drei Monate bei ihr. Und sie kehrte zurück in ihr Haus.
57Für Elisabet erfüllte sich die Zeit, dass sie gebären sollte, und sie gebar einen Sohn.
58Und ihre Nachbarn und Verwandten hörten, dass der Herr seine Barmherzigkeit an ihr groß gemacht hatte, und sie freuten sich mit ihr.
59Und es geschah: Am achten Tag kamen sie, das Kindlein zu beschneiden. Und sie nannten es nach dem Namen seines Vaters Zacharias.
60Und seine Mutter antwortete: "Nein, sondern er soll Johannes genannt werden", sagte sie.
61Und sie sagten zu ihr: "Es gibt nicht einen in deiner Verwandtschaft, der mit diesem Namen genannt wird."
62Und sie gaben seinem Vater Handzeichen: wie er wolle, dass er genannt werde.
63Und er erbat sich ein Täfelchen und schrieb die Worte: "Johannes ist sein Name." Und alle verwunderten sich.
64Auf der Stelle wurde sein Mund aufgetan - und seine Zunge, und er redete und lobte Gott.
65Und es kam Furcht über alle, die um sie her wohnten, und im ganzen Bergland von Judäa wurden alle diese Dinge17 besprochen.
66Und alle, die es hörten, nahmen es sich zu Herzen18: "Was wird dann [wohl] dieses Kindlein sein?", sagten sie. Und die Hand des Herrn war mit ihm.
67Und Zacharias, sein Vater, wurde mit dem Heiligen Geist erfüllt und weissagte.
68Er sagte: "Gelobt sei der Herr, der Gott Israels, weil er sein Volk heimsuchte und [ihm] eine Erlösung bereitete.
69Und er richtete uns ein Rettungshorn19 auf im Hause Davids, seines Knechtes,
70<demgemäß>, wie er redete durch den Mund seiner heiligen Propheten, die seit [Anbeginn] der Weltzeit [waren]:
71Rettung von unseren Feinden und von der Hand aller, die uns hassen,
72um Barmherzigkeit zu erweisen an unseren Vätern und seines heiligen Bundes zu gedenken,
73des Eides, den er dem Abraham, unserem Vater, schwor, uns zu geben,
74dass wir, aus der Hand unserer Feinde befreit, ohne Furcht ihm <den aufgetragenen> verehrenden Dienst erweisen <sollten>
75in Heiligkeit und Gerechtigkeit vor ihm alle Tage unseres Lebens.
76Und du, Kindlein, wirst ein Prophet des Höchsten genannt werden, denn du wirst vor dem Angesicht des Herrn hergehen, seine Wege zu bereiten,
77um seinem Volk Kenntnis des Heils zu geben in Vergebung ihrer Sünden,
78wegen der inneren Regungen der Barmherzigkeit unseres Gottes, mit denen uns heimsuchte der Aufgang aus der höchsten Höhe,
79um denen zu scheinen, die in Finsternis und Todesschatten sitzen, und unsere Füße zu lenken auf den Weg des Friedens."
80Das Kindlein wuchs und wurde mächtig im Geist. Und er war in den einsamen20 Gegenden bis zum Tag seines öffentlichen Auftretens vor Israel.
Fußnoten
- 1 und von Anfang an
- 2 o.: Reden
- 3 D. i. eine der 24 Priestergruppen, die im wöchentlichen Turnus (zweimal pro Jahr) den Tempeldienst versahen. Vgl. 1Chr 24,7-19.
- 4 o.: in vorgerücktem Alter.
- 5 Das Gr. kennt kein besonderes Wort für Engel.
- 6 und Unruhe
- 7 Nach V. 62 scheint dieses die Taubheit eingeschlossen zu haben.
- 8 Das Wort im Grundtext spricht von einem "Dienst aus freien Stücken".
- 9 o.: verbarg sich fünf Monate
- 10 d. h.: der himmlische Bote; der Engel
- 11 eigtl.: in Gnaden Beschenkte; das Gr. meint jemanden, dem besondere Gunst erwiesen wurde.
- 12 evtl.: kein Wort
- 13 eigtl.: in
- 14 d. h.: in Zukunft
- 15 eigtl.: für die [Dauer der] Geschlechter der Geschlechter; d. h.: solange Menschengeschlechter geboren werden
- 16 w.: von [den] Thronen
- 17 o.: Worte; o.: Aussagen
- 18 o.: wurden nachdenklich; w.: setzten es <fest> in ihrem Herzen.
- 19 o.: ein Horn, das Rettung (o.: Heil) wirkt; d. h.: einen starken Retter
- 20 und öden