Altes Testament
Hiob Kapitel 1
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
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1Es war ein Mann im Land Uz, sein Name war Hiob1. Und dieser Mann war untadelig2 und aufrichtig3 und Gott fürchtend und hielt sich fern vom Bösen.
2Und es wurden ihm sieben Söhne und drei Töchter geboren.
3Sein Besitz bestand aus siebentausend [Stück] Kleinvieh und dreitausend Kamelen und fünfhundert Joch4 Rindern und fünfhundert Eselinnen, und seine Dienerschaft war sehr zahlreich. Und jener Mann war größer als alle Söhne des Ostens.
4Und seine Söhne gingen <des Öfteren> hin und machten ein Gastmahl, ein jeder in seinem Haus an seinem Tag. Und sie sandten hin und luden ihre drei Schwestern ein, mit ihnen zu essen und zu trinken.
5Und es geschah, wenn die Tage des Gastmahls [jeweils] herum waren5, sandte Hiob hin und heiligte sie: Er stand früh am Morgen auf und opferte Brandopfer nach ihrer aller Zahl, denn Hiob sagte <sich>: "Vielleicht haben meine Söhne gesündigt und in ihrem Herzen Gott geflucht6." So pflegte Hiob zu tun all die Tage.
6Und es geschah eines [bestimmten] Tages, dass die Gottessöhne kamen, um sich vor das Angesicht Jahwehs zu stellen. Und es kam auch der Satan in ihrer Mitte.
7Und Jahweh sagte zu dem Satan: "Wo kommst du her?" Und der Satan antwortete Jahweh und sagte: "Vom Durchstreifen des Landes7 und vom Umherwandeln darin."
8Und Jahweh sagte zu dem Satan: "Hast du dein Herz auf meinen leibeigenen Knecht Hiob gerichtet, dass es seinesgleichen nicht gibt im Lande: untadelig und aufrichtig und Gott fürchtend, und er hält sich fern vom Bösen?"
9Und der Satan antwortete Jahweh und sagte: "Ist es umsonst8, dass Hiob Gott fürchtet?
10Hast nicht du selbst ihn rings umhegt ganz und gar, und sein Haus und alles, was er hat? Das Tun seiner Hände hast du gesegnet, und sein Viehbesitz hat sich weit ausgebreitet im Lande.
11Hingegen strecke doch deine Hand aus und rühre an alles, was er hat, ob er dir nicht ins Angesicht fluchen wird9."
12Und Jahweh sagte zu dem Satan: "Siehe! Alles, was er hat, ist in deiner Hand. Nur nach ihm <selbst> strecke deine Hand nicht aus!" Und der Satan ging hinaus, fort vom Angesicht Jahwehs.
13Und es geschah eines [bestimmten] Tages, als seine Söhne und seine Töchter im Haus ihres erstgeborenen Bruders aßen und Wein tranken,
14da kam ein Bote zu Hiob und sagte: "Die Rinder waren am Pflügen und die Eselinnen weideten neben ihnen,
15da fielen Sabäer ein und nahmen sie weg und erschlugen die Knechte mit der Schneide10 des Schwerts. Und entkommen bin nur ich allein, es dir zu berichten."
16Noch war der am Reden, da kam ein nächster und sagte: "Ein Feuer Gottes fiel von den Himmeln und setzte das Kleinvieh und die Knechte in Brand und verzehrte sie. Und entkommen bin nur ich allein, es dir zu berichten."
17Noch war der am Reden, da kam ein nächster und sagte: "Chaldäer stellten drei Abteilungen11 auf und fielen über die Kamele her und nahmen sie weg. Und sie erschlugen die jungen Leute mit der Schneide des Schwerts. Und entkommen bin nur ich allein, es dir zu berichten."
18Noch war der am Reden, da kam ein nächster und sagte: "Deine Söhne und deine Töchter aßen und tranken Wein im Haus ihres erstgeborenen Bruders,
19und - siehe! - ein starker Wind kam von jenseits der Wüste her und stieß an die vier Ecken des Hauses, und es fiel auf die jungen Leute. Und sie starben. Und entkommen bin nur ich allein, es dir zu berichten."
20Und Hiob stand auf. Und er riss sein Oberkleid entzwei. Und er schor sein Haupt. Und er fiel zur Erde nieder und huldigte.
21Und er sagte: "Nackt bin ich aus meiner Mutter Leibe hervorgegangen, und nackt kehre ich wieder dahin. Jahweh hat gegeben, und Jahweh hat genommen. Der Name Jahwehs werde gelobt12!"
22Bei alldem sündigte Hiob nicht, und er legte Gott nicht etwas Anstößiges13 <zur Last>.
2Und es wurden ihm sieben Söhne und drei Töchter geboren.
3Sein Besitz bestand aus siebentausend [Stück] Kleinvieh und dreitausend Kamelen und fünfhundert Joch4 Rindern und fünfhundert Eselinnen, und seine Dienerschaft war sehr zahlreich. Und jener Mann war größer als alle Söhne des Ostens.
4Und seine Söhne gingen <des Öfteren> hin und machten ein Gastmahl, ein jeder in seinem Haus an seinem Tag. Und sie sandten hin und luden ihre drei Schwestern ein, mit ihnen zu essen und zu trinken.
5Und es geschah, wenn die Tage des Gastmahls [jeweils] herum waren5, sandte Hiob hin und heiligte sie: Er stand früh am Morgen auf und opferte Brandopfer nach ihrer aller Zahl, denn Hiob sagte <sich>: "Vielleicht haben meine Söhne gesündigt und in ihrem Herzen Gott geflucht6." So pflegte Hiob zu tun all die Tage.
6Und es geschah eines [bestimmten] Tages, dass die Gottessöhne kamen, um sich vor das Angesicht Jahwehs zu stellen. Und es kam auch der Satan in ihrer Mitte.
7Und Jahweh sagte zu dem Satan: "Wo kommst du her?" Und der Satan antwortete Jahweh und sagte: "Vom Durchstreifen des Landes7 und vom Umherwandeln darin."
8Und Jahweh sagte zu dem Satan: "Hast du dein Herz auf meinen leibeigenen Knecht Hiob gerichtet, dass es seinesgleichen nicht gibt im Lande: untadelig und aufrichtig und Gott fürchtend, und er hält sich fern vom Bösen?"
9Und der Satan antwortete Jahweh und sagte: "Ist es umsonst8, dass Hiob Gott fürchtet?
10Hast nicht du selbst ihn rings umhegt ganz und gar, und sein Haus und alles, was er hat? Das Tun seiner Hände hast du gesegnet, und sein Viehbesitz hat sich weit ausgebreitet im Lande.
11Hingegen strecke doch deine Hand aus und rühre an alles, was er hat, ob er dir nicht ins Angesicht fluchen wird9."
12Und Jahweh sagte zu dem Satan: "Siehe! Alles, was er hat, ist in deiner Hand. Nur nach ihm <selbst> strecke deine Hand nicht aus!" Und der Satan ging hinaus, fort vom Angesicht Jahwehs.
13Und es geschah eines [bestimmten] Tages, als seine Söhne und seine Töchter im Haus ihres erstgeborenen Bruders aßen und Wein tranken,
14da kam ein Bote zu Hiob und sagte: "Die Rinder waren am Pflügen und die Eselinnen weideten neben ihnen,
15da fielen Sabäer ein und nahmen sie weg und erschlugen die Knechte mit der Schneide10 des Schwerts. Und entkommen bin nur ich allein, es dir zu berichten."
16Noch war der am Reden, da kam ein nächster und sagte: "Ein Feuer Gottes fiel von den Himmeln und setzte das Kleinvieh und die Knechte in Brand und verzehrte sie. Und entkommen bin nur ich allein, es dir zu berichten."
17Noch war der am Reden, da kam ein nächster und sagte: "Chaldäer stellten drei Abteilungen11 auf und fielen über die Kamele her und nahmen sie weg. Und sie erschlugen die jungen Leute mit der Schneide des Schwerts. Und entkommen bin nur ich allein, es dir zu berichten."
18Noch war der am Reden, da kam ein nächster und sagte: "Deine Söhne und deine Töchter aßen und tranken Wein im Haus ihres erstgeborenen Bruders,
19und - siehe! - ein starker Wind kam von jenseits der Wüste her und stieß an die vier Ecken des Hauses, und es fiel auf die jungen Leute. Und sie starben. Und entkommen bin nur ich allein, es dir zu berichten."
20Und Hiob stand auf. Und er riss sein Oberkleid entzwei. Und er schor sein Haupt. Und er fiel zur Erde nieder und huldigte.
21Und er sagte: "Nackt bin ich aus meiner Mutter Leibe hervorgegangen, und nackt kehre ich wieder dahin. Jahweh hat gegeben, und Jahweh hat genommen. Der Name Jahwehs werde gelobt12!"
22Bei alldem sündigte Hiob nicht, und er legte Gott nicht etwas Anstößiges13 <zur Last>.
Fußnoten
- 1 bed.: Angefeindeter
- 2 o.: unsträflich; vollkommen; ohne Tadel; so a. V. 8
- 3 o.: rechtschaffen
- 4 o.: Zweiergespanne
- 5 o.: wenn sie die Tage des Gastmahls die Runde hatten machen lassen
- 6 o.: sich von Gott verabschiedet; so auch Hi 1,11; 2,5.9; w.: "Gott [zum Abschied] gesegnet" wie 1Mo 47,10; 2Sam 13,25.
- 7 o.: der Erde; so a. i. Folg.
- 8 und ohne Grund
- 9 o.: den Abschied geben; absegnen; Grundbed.: segnen; so a. Hi 1,5; 2,5.9.
- 10 Grundbed.: Mund; so a. V. 17.
- 11 o.: Heerhaufen; Heerspitzen; Grundbed.: Häupter
- 12 und gesegnet
- 13 o.: Widersinniges; Ungebührliches