Neues Testament
Römer Kapitel 1
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Paulus, leibeigener Knecht Jesu Christi, gerufener Apostel, abgesondert für die gute Botschaft Gottes,
2die er zuvor durch seine Propheten in heiligen Schriften verhieß
3und seinen Sohn betrifft, der <geboren> wurde aus dem Samen Davids nach dem Fleisch,
4der mit <und infolge> [seiner] Totenauferstehung herausgestellt wurde als Sohn Gottes in Kraft nach dem Geist der Heiligkeit, Jesus Christus, unseren Herrn,
5durch den wir Gnade und Apostelschaft empfingen zum Gehorsam des Glaubens für seinen Namen1 unter allen, die von den Völkern sind,
6unter denen auch ihr seid, Gerufene Jesu Christi -
7Allen Geliebten Gottes, die in Rom sind, den gerufenen Heiligen2: Gnade <sei> euch <zuteil> und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus.
8Zuerst danke ich meinem Gott durch Jesus Christus euer aller wegen, dass in der ganzen Welt Kunde von eurem Glauben verbreitet wird,
9denn Gott ist mein Zeuge, dem ich verehrenden Dienst leiste3 in4 meinem Geist in der guten Botschaft seines Sohnes5, wie ich ohne Aufhören euer gedenke,
10allezeit bei meinen Gebeten flehe, ob es mir wohl endlich einmal durch Gottes Willen vergönnt sein möchte, zu euch zu kommen,
11denn mich verlangt, euch zu sehen, damit ich euch geistliche Gnadengabe mitteile, euch zu festigen;
12das heißt aber, Zuspruch mitzuempfangen unter euch durch den in <uns> gemeinsam <vorhandenen> Glauben, den euren und den meinen.
13Ich will aber nicht, dass ihr in Unkenntnis darüber seid, Brüder, dass ich mir oftmals vornahm, zu euch zu kommen (und bis heute verhindert wurde), damit ich auch unter euch etwas Frucht habe so wie auch unter den Übrigen derer, die von den Völkern sind6.
14Griechen und auch Nichtgriechen7, Weisen und auch Ungebildeten bin ich ein Schuldner.
15Dementsprechend ist bei mir Bereitschaft, <ja, ein Drang,> auch euch, denen in Rom, die gute Botschaft zu sagen,
16denn ich schäme mich nicht der guten Botschaft des Christus, denn sie ist Kraft Gottes zur Rettung einem jeden, der glaubt, dem Juden zuerst, und auch dem Griechen,
17denn die Gerechtigkeit Gottes wird darin enthüllt: aus Glauben zu Glauben, so wie geschrieben ist: "Der Gerechte wird aus Glauben leben" {Vgl. Hab 2,4.};
18denn es wird enthüllt8 Gottes Zorn vom Himmel über alle Ehrfurchtslosigkeit* und Ungerechtigkeit der Menschen, welche die Wahrheit in9 Ungerechtigkeit niederhalten,
19- aus dem Grunde, dass das von Gott °Kennbare10 unter ihnen offenbar ist, denn Gott offenbarte es ihnen,
20denn sein unsichtbares [Wesen]11 wird von der Erschaffung der Welt her an dem Gemachten mit dem Denksinn geschaut, seine immerwährende Kraft und auch [seine] Göttlichkeit12, sodass sie keine Entschuldigung13 haben,
21aus dem Grunde, dass sie, <obwohl> sie Gott kannten, ihn nicht als Gott verherrlichten noch ihm dankten, sondern in ihren Überlegungen auf eitlen Wahn verfielen und ihr unverständiges Herz verfinstert wurde;
22dabei gaben sie vor, Weise zu sein, und wurden zu Törichten,
23und sie vertauschten die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes mit einem Bild, einer Ähnlichkeit vom vergänglichen Menschen14 und von Vögeln und von Vierfüßlern und von kriechenden <Tieren>.
24Darum auch gab Gott sie in den Gelüsten ihrer Herzen dahin in die Unreinheit, dass sie ihre Leiber untereinander verunehrten,
25sie, die die Wahrheit Gottes mit der Lüge vertauschten und dem Erschaffenen Ehrerbietung und verehrenden Dienst erwiesen anstatt15 dem Erschaffenden, der gelobt ist in Ewigkeit. Amen.
26Deswegen gab Gott sie dahin in schändliche Leidenschaften, denn es vertauschten ihre weiblichen <Personen> den natürlichen Umgang mit dem unnatürlichen,
27und auch gleicherweise verließen die männlichen <Personen> den natürlichen Umgang mit der weiblichen <Person> und entbrannten in ihrer Wollust zueinander, führten <dabei> - Männliche mit Männlichen - Schändliches aus und empfingen <so> den gebührenden Lohn ihrer Verirrung an sich selbst.
28Und gleichwie sie es nicht für gut fanden, Gott in Erkenntnis zu haben, gab Gott sie dahin in einen verwerflichen16 Denksinn, zu tun, was sich nicht geziemt,
29[als Menschen] erfüllt mit aller Ungerechtigkeit, [mit] Unzucht, Bosheit, Habsucht, Schlechtigkeit; [als Menschen] voll von Neid, Mord, Streit, List, Tücke; [als] Flüsterer17,
30[als] solche, die üble Nachrede betreiben, [als] Gott-Hassende, Freche18, Hochmütige, Prahler, Erfinder böser Dinge, [den] Eltern Ungehorsame;
31[als] Unverständige, Treulose, ohne natürliche Zuneigung, Unversöhnliche, Unbarmherzige,
32die, nachdem sie das von Gott geforderte Gerechte19 erkannt haben, dass die, die solches tun, des Todes würdig sind, es nicht allein ausüben, sondern auch Wohlgefallen haben an denen, die es tun.
2die er zuvor durch seine Propheten in heiligen Schriften verhieß
3und seinen Sohn betrifft, der <geboren> wurde aus dem Samen Davids nach dem Fleisch,
4der mit <und infolge> [seiner] Totenauferstehung herausgestellt wurde als Sohn Gottes in Kraft nach dem Geist der Heiligkeit, Jesus Christus, unseren Herrn,
5durch den wir Gnade und Apostelschaft empfingen zum Gehorsam des Glaubens für seinen Namen1 unter allen, die von den Völkern sind,
6unter denen auch ihr seid, Gerufene Jesu Christi -
7Allen Geliebten Gottes, die in Rom sind, den gerufenen Heiligen2: Gnade <sei> euch <zuteil> und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus.
8Zuerst danke ich meinem Gott durch Jesus Christus euer aller wegen, dass in der ganzen Welt Kunde von eurem Glauben verbreitet wird,
9denn Gott ist mein Zeuge, dem ich verehrenden Dienst leiste3 in4 meinem Geist in der guten Botschaft seines Sohnes5, wie ich ohne Aufhören euer gedenke,
10allezeit bei meinen Gebeten flehe, ob es mir wohl endlich einmal durch Gottes Willen vergönnt sein möchte, zu euch zu kommen,
11denn mich verlangt, euch zu sehen, damit ich euch geistliche Gnadengabe mitteile, euch zu festigen;
12das heißt aber, Zuspruch mitzuempfangen unter euch durch den in <uns> gemeinsam <vorhandenen> Glauben, den euren und den meinen.
13Ich will aber nicht, dass ihr in Unkenntnis darüber seid, Brüder, dass ich mir oftmals vornahm, zu euch zu kommen (und bis heute verhindert wurde), damit ich auch unter euch etwas Frucht habe so wie auch unter den Übrigen derer, die von den Völkern sind6.
14Griechen und auch Nichtgriechen7, Weisen und auch Ungebildeten bin ich ein Schuldner.
15Dementsprechend ist bei mir Bereitschaft, <ja, ein Drang,> auch euch, denen in Rom, die gute Botschaft zu sagen,
16denn ich schäme mich nicht der guten Botschaft des Christus, denn sie ist Kraft Gottes zur Rettung einem jeden, der glaubt, dem Juden zuerst, und auch dem Griechen,
17denn die Gerechtigkeit Gottes wird darin enthüllt: aus Glauben zu Glauben, so wie geschrieben ist: "Der Gerechte wird aus Glauben leben" {Vgl. Hab 2,4.};
18denn es wird enthüllt8 Gottes Zorn vom Himmel über alle Ehrfurchtslosigkeit* und Ungerechtigkeit der Menschen, welche die Wahrheit in9 Ungerechtigkeit niederhalten,
19- aus dem Grunde, dass das von Gott °Kennbare10 unter ihnen offenbar ist, denn Gott offenbarte es ihnen,
20denn sein unsichtbares [Wesen]11 wird von der Erschaffung der Welt her an dem Gemachten mit dem Denksinn geschaut, seine immerwährende Kraft und auch [seine] Göttlichkeit12, sodass sie keine Entschuldigung13 haben,
21aus dem Grunde, dass sie, <obwohl> sie Gott kannten, ihn nicht als Gott verherrlichten noch ihm dankten, sondern in ihren Überlegungen auf eitlen Wahn verfielen und ihr unverständiges Herz verfinstert wurde;
22dabei gaben sie vor, Weise zu sein, und wurden zu Törichten,
23und sie vertauschten die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes mit einem Bild, einer Ähnlichkeit vom vergänglichen Menschen14 und von Vögeln und von Vierfüßlern und von kriechenden <Tieren>.
24Darum auch gab Gott sie in den Gelüsten ihrer Herzen dahin in die Unreinheit, dass sie ihre Leiber untereinander verunehrten,
25sie, die die Wahrheit Gottes mit der Lüge vertauschten und dem Erschaffenen Ehrerbietung und verehrenden Dienst erwiesen anstatt15 dem Erschaffenden, der gelobt ist in Ewigkeit. Amen.
26Deswegen gab Gott sie dahin in schändliche Leidenschaften, denn es vertauschten ihre weiblichen <Personen> den natürlichen Umgang mit dem unnatürlichen,
27und auch gleicherweise verließen die männlichen <Personen> den natürlichen Umgang mit der weiblichen <Person> und entbrannten in ihrer Wollust zueinander, führten <dabei> - Männliche mit Männlichen - Schändliches aus und empfingen <so> den gebührenden Lohn ihrer Verirrung an sich selbst.
28Und gleichwie sie es nicht für gut fanden, Gott in Erkenntnis zu haben, gab Gott sie dahin in einen verwerflichen16 Denksinn, zu tun, was sich nicht geziemt,
29[als Menschen] erfüllt mit aller Ungerechtigkeit, [mit] Unzucht, Bosheit, Habsucht, Schlechtigkeit; [als Menschen] voll von Neid, Mord, Streit, List, Tücke; [als] Flüsterer17,
30[als] solche, die üble Nachrede betreiben, [als] Gott-Hassende, Freche18, Hochmütige, Prahler, Erfinder böser Dinge, [den] Eltern Ungehorsame;
31[als] Unverständige, Treulose, ohne natürliche Zuneigung, Unversöhnliche, Unbarmherzige,
32die, nachdem sie das von Gott geforderte Gerechte19 erkannt haben, dass die, die solches tun, des Todes würdig sind, es nicht allein ausüben, sondern auch Wohlgefallen haben an denen, die es tun.
Fußnoten
- 1 o.: zugunsten bzw. zum Ruhm seines Namens
- 2 eigtl.: Allen den in Rom befindlichen Geliebten Gottes, Gerufenen, Heiligen. (Es ist nicht ohne Bedeutung, dass in dieser Anrede nicht von "Gemeinde" die Rede ist.)
- 3 eigtl.: <den schuldigen und> verehrenden Dienst
- 4 o.: mit
- 5 o.: von seinem Sohn
- 6 o.: wie auch unter den übrigen Heiden.
- 7 o.: Fremden, gr. barbaroi; d. s. solche, die der Kultur u. Sprache nach weder gr. noch röm. sind.
- 8 i. S. v.: anhaltend enthüllt
- 9 o.: durch
- 10 o. evtl.: das von (bzw.: über) Gott Gekannte
- 11 d. h.: das Unsichtbare an ihm
- 12 D. i. hier nicht zu verwechseln mit lediglicher Gottähnlichkeit; das Wort im Gt. bezieht sich auf die in Erscheinung tretenden Anzeichen von Gottheit.
- 13 d. h.: keine Antwort zur Verteidigung
- 14 w.: in (o.: mit) der Ähnlichkeit des Abbildes des vergänglichen Menschen; der Wesfall "des Abbildes" ist hier wohl i. S. d. Gleichsetzung aufzufassen.
- 15 eigtl. vor; nebst; an ... vorbei
- 16 o.: nicht gutzuheißenden; unbewährten
- 17 d. h.: heimliche Verleumder
- 18 eigtl.: Freche mit Gewalttätigkeit
- 19 o.: die Rechtsforderung Gottes; o.: Gottes Recht und Urteil