Altes Testament
5. Mose Kapitel 1
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Diese sind die Worte, die Mose zu ganz Israel redete, jenseits des Jordans, in der Wüste, in der <Jordan>ebene1, Suf gegenüber, zwischen Paran und Tofel und Laban und Hazerot und Di-Sahab.
2Elf Tage sind es vom Horeb, auf dem Weg in Richtung auf das Bergland von Seïr, bis Kadesch-Barnea.
3Und es geschah im vierzigsten Jahr, im elften Monat, am Ersten des Monats, da redete Mose zu den Söhnen Israels nach allem, was ihm Jahweh für sie geboten hatte,
4nachdem er Sihon geschlagen hatte, den König der Amoriter, der in Heschbon wohnte, und Og, den König von Baschan, der in Aschtarot wohnte, bei Edreï.
5Jenseits des Jordans, im Land Moab, machte sich Mose daran2, diese Weisung darzulegen3. Er sagte:
6"Jahweh, unser Gott, redete zu uns am Horeb und sagte: 'Lange genug habt ihr an diesem Berg verweilt.
7Wendet euch und brecht auf und zieht zum Bergland der Amoriter und zu allen ihren Nachbarn in der <Jordan>ebene, auf dem Bergland und im Hügelland4 und im Südland und am Küstengebiet des Meeres, in das Land der Kanaaniter und zum Libanon, bis an den großen Strom, den Euphratstrom.
8Sieh! Ich habe das Land vor euch hingegeben. Geht hinein und nehmt das Land <als Erbe> in Besitz, von dem Jahweh euren Vätern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat, es ihnen und ihrem Samen nach ihnen zu geben.'
9Und ich sagte in jener Zeit zu euch: 'Allein kann ich euch nicht tragen.
10Jahweh, euer Gott, hat euch gemehrt, und - siehe! - ihr seid heute wie die Sterne der Himmel an Menge.
11Jahweh, der Gott eurer Väter, füge zu euch tausendmal so viel als ihr seid hinzu und segne euch, wie er zu euch gesagt hat!
12Wie könnte ich allein eure Bürde tragen und eure Last und euren Rechtsstreit?
13Nehmt euch - nach euren Stämmen5 - weise und verständige und erfahrene Männer, damit ich sie zu Häuptern über euch setze.'
14Und ihr antwortetet mir und sagtet: 'Gut ist die Sache, die zu tun du gesagt hast.'
15Und ich nahm die Häupter eurer Stämme, weise und erfahrene Männer, und setzte sie als Häupter über euch, als Oberste über Tausend und Oberste über Hundert und Oberste über Fünfzig und Oberste über Zehn und als Verwalter für eure Stämme.
16Und ich gebot euren Richtern in jener Zeit und sagte: 'Hört [die Streitsachen] zwischen euren Brüdern an und richtet gerecht zwischen einem Mann und seinem Bruder und dem Fremdling bei ihm.
17Seht im Gericht nicht das Angesicht [der Person] an. Den Kleinen sollt ihr anhören wie den Großen. Scheut euch vor niemandes Angesicht, denn das Gericht ist Gottes. Die Sache aber, die für euch zu schwer sein wird, lasst vor mich herannahen, dass ich sie höre.'
18Und ich gebot euch in jener Zeit alle die Worte6, die ihr tun solltet.
19Und wir brachen auf7 vom Horeb und zogen durch diese ganze große und schreckliche Wüste, die ihr gesehen habt, auf dem Weg zum Bergland der Amoriter, wie Jahweh, unser Gott, es uns geboten hatte. Und wir kamen bis Kadesch-Barnea.
20Und ich sagte zu euch: 'Ihr seid bis zum Bergland der Amoriter gekommen, das Jahweh, unser Gott, uns im Begriff ist zu geben.
21Sieh! Jahweh, dein Gott, hat das Land vor dich hingegeben. Zieh hinauf, nimm in Besitz8, wie Jahweh, der Gott deiner Väter, zu dir gesagt hat. Fürchte dich nicht und lass dich nicht in Schrecken setzen!'
22Und ihr nahtet alle zu mir und sagtet: 'Lasst uns Männer vor uns hersenden, dass sie uns das Land erkunden und uns Bericht erstatten über den Weg, auf dem wir hinaufziehen, und über die Städte, zu denen wir kommen sollen.'
23Und die Sache war gut in meinen Augen. Und ich nahm von euch zwölf Männer, je einen Mann für den Stamm.
24Und sie wandten sich und zogen ins Bergland hinauf, und sie kamen bis zum Tal Eschkol und erkundeten es.
25Und sie nahmen von der Frucht des Landes in ihre Hand und brachten [sie] zu uns herab und erstatteten uns Bericht und sagten: 'Das Land ist gut, das Jahweh, unser Gott, uns im Begriff ist zu geben.'
26Aber ihr wolltet nicht hinaufziehen und wart widerspenstig gegen den Mund Jahwehs, eures Gottes.
27Und ihr murrtet in euren Zelten und sagtet: 'Weil Jahweh uns hasst, hat er uns aus dem Land Ägypten geführt, um uns in die Hand der Amoriter zu geben, uns zu vernichten.
28Wohin sollen wir hinaufziehen? Unsere Brüder haben unser Herz zerschmelzen lassen9, als sie sagten: Ein Volk, größer10 und höher <gewachsen> als wir, Städte, groß und befestigt bis an die Himmel, und auch Söhne der Enakiter haben wir dort gesehen!'
29Und ich sagte zu euch: 'Erschreckt nicht und fürchtet euch nicht vor ihnen!
30Jahweh, euer Gott, der vor euch herzieht, er wird für euch kämpfen, gemäß allem, was er mit euch in Ägypten getan hat, vor euren Augen,
31und in der Wüste, wo du gesehen hast, dass Jahweh, dein Gott, dich trug, wie ein Mann seinen Sohn trägt, auf dem ganzen Weg, den ihr gegangen seid, bis ihr an diesen Ort kamt.'
32Und trotz dieser Rede11 hattet ihr kein Vertrauen auf12 Jahweh, euren Gott,
33der auf dem Weg vor euch herzog, euch einen Ort auszusuchen, damit ihr lagern konntet: bei Nacht im Feuer, damit ihr auf dem Weg sehen konntet, auf dem ihr zogt, und bei Tag in einer Wolke.
34Und Jahweh hörte die Stimme13 eurer Worte und war erzürnt. Und er schwor und sagte:
35'Wenn irgendjemand unter diesen Männern [von] diesem bösen Geschlecht das gute Land sehen wird, das ich euren Vätern zu geben geschworen habe ...14!
36- ausgenommen Kaleb, der Sohn Jefunnes. Er wird es sehen; und ihm gebe ich das Land, auf das er getreten ist, und seinen Söhnen, weil er Jahweh völlig nachgefolgt ist15.'
37Auch gegen mich zürnte Jahweh euretwegen und sagte: 'Auch du wirst nicht hineinkommen!
38Josua16, der Sohn Nuns, der vor dir steht, er wird dorthin kommen. Ihn stärke, denn er soll es Israel als Erbe austeilen.
39Und eure kleinen Kinder, von denen ihr sagtet, sie würden zur Beute werden, und eure Söhne, die heute nicht Gut und Böse erkennen, sie sollen dorthin kommen, und ihnen werde ich es geben, und sie werden es <als Erbe> in Besitz nehmen.
40Ihr aber, wendet euch und brecht auf zur Wüste, den Weg in Richtung Schilfmeer!'
41Da antwortetet ihr und sagtet zu mir: 'Wir haben gegen Jahweh gesündigt; wir wollen hinaufziehen und kämpfen, nach allem, was Jahweh, unser Gott, uns geboten hat.' Und ihr gürtetet ein jeder seine Kriegsgeräte um, und ihr hieltet es für ein Leichtes, in das Bergland hinaufzuziehen.
42Und Jahweh sagte zu mir: 'Sage zu ihnen: Zieht nicht hinauf und kämpft nicht - denn ich bin nicht in eurer Mitte -, dass ihr nicht vor euren Feinden geschlagen werdet!'
43Und ich redete zu euch, aber ihr hörtet nicht und wart widerspenstig gegen den Mund Jahwehs und handeltet vermessen und zogt in das Bergland hinauf.
44Und die Amoriter, die auf jenem Bergland wohnten, zogen aus, euch entgegenzutreten, und jagten euch nach, wie es die Bienen tun, und zersprengten euch in Seïr bis nach Horma.
45Und ihr kehrtet zurück und weintet vor dem Angesicht Jahwehs. Aber Jahweh hörte nicht auf eure Stimme und neigte sein Ohr nicht zu euch. -
46So musstet ihr in Kadesch bleiben, viele Tage, eben die Tage, die ihr [dort] geblieben seid."
2Elf Tage sind es vom Horeb, auf dem Weg in Richtung auf das Bergland von Seïr, bis Kadesch-Barnea.
3Und es geschah im vierzigsten Jahr, im elften Monat, am Ersten des Monats, da redete Mose zu den Söhnen Israels nach allem, was ihm Jahweh für sie geboten hatte,
4nachdem er Sihon geschlagen hatte, den König der Amoriter, der in Heschbon wohnte, und Og, den König von Baschan, der in Aschtarot wohnte, bei Edreï.
5Jenseits des Jordans, im Land Moab, machte sich Mose daran2, diese Weisung darzulegen3. Er sagte:
6"Jahweh, unser Gott, redete zu uns am Horeb und sagte: 'Lange genug habt ihr an diesem Berg verweilt.
7Wendet euch und brecht auf und zieht zum Bergland der Amoriter und zu allen ihren Nachbarn in der <Jordan>ebene, auf dem Bergland und im Hügelland4 und im Südland und am Küstengebiet des Meeres, in das Land der Kanaaniter und zum Libanon, bis an den großen Strom, den Euphratstrom.
8Sieh! Ich habe das Land vor euch hingegeben. Geht hinein und nehmt das Land <als Erbe> in Besitz, von dem Jahweh euren Vätern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat, es ihnen und ihrem Samen nach ihnen zu geben.'
9Und ich sagte in jener Zeit zu euch: 'Allein kann ich euch nicht tragen.
10Jahweh, euer Gott, hat euch gemehrt, und - siehe! - ihr seid heute wie die Sterne der Himmel an Menge.
11Jahweh, der Gott eurer Väter, füge zu euch tausendmal so viel als ihr seid hinzu und segne euch, wie er zu euch gesagt hat!
12Wie könnte ich allein eure Bürde tragen und eure Last und euren Rechtsstreit?
13Nehmt euch - nach euren Stämmen5 - weise und verständige und erfahrene Männer, damit ich sie zu Häuptern über euch setze.'
14Und ihr antwortetet mir und sagtet: 'Gut ist die Sache, die zu tun du gesagt hast.'
15Und ich nahm die Häupter eurer Stämme, weise und erfahrene Männer, und setzte sie als Häupter über euch, als Oberste über Tausend und Oberste über Hundert und Oberste über Fünfzig und Oberste über Zehn und als Verwalter für eure Stämme.
16Und ich gebot euren Richtern in jener Zeit und sagte: 'Hört [die Streitsachen] zwischen euren Brüdern an und richtet gerecht zwischen einem Mann und seinem Bruder und dem Fremdling bei ihm.
17Seht im Gericht nicht das Angesicht [der Person] an. Den Kleinen sollt ihr anhören wie den Großen. Scheut euch vor niemandes Angesicht, denn das Gericht ist Gottes. Die Sache aber, die für euch zu schwer sein wird, lasst vor mich herannahen, dass ich sie höre.'
18Und ich gebot euch in jener Zeit alle die Worte6, die ihr tun solltet.
19Und wir brachen auf7 vom Horeb und zogen durch diese ganze große und schreckliche Wüste, die ihr gesehen habt, auf dem Weg zum Bergland der Amoriter, wie Jahweh, unser Gott, es uns geboten hatte. Und wir kamen bis Kadesch-Barnea.
20Und ich sagte zu euch: 'Ihr seid bis zum Bergland der Amoriter gekommen, das Jahweh, unser Gott, uns im Begriff ist zu geben.
21Sieh! Jahweh, dein Gott, hat das Land vor dich hingegeben. Zieh hinauf, nimm in Besitz8, wie Jahweh, der Gott deiner Väter, zu dir gesagt hat. Fürchte dich nicht und lass dich nicht in Schrecken setzen!'
22Und ihr nahtet alle zu mir und sagtet: 'Lasst uns Männer vor uns hersenden, dass sie uns das Land erkunden und uns Bericht erstatten über den Weg, auf dem wir hinaufziehen, und über die Städte, zu denen wir kommen sollen.'
23Und die Sache war gut in meinen Augen. Und ich nahm von euch zwölf Männer, je einen Mann für den Stamm.
24Und sie wandten sich und zogen ins Bergland hinauf, und sie kamen bis zum Tal Eschkol und erkundeten es.
25Und sie nahmen von der Frucht des Landes in ihre Hand und brachten [sie] zu uns herab und erstatteten uns Bericht und sagten: 'Das Land ist gut, das Jahweh, unser Gott, uns im Begriff ist zu geben.'
26Aber ihr wolltet nicht hinaufziehen und wart widerspenstig gegen den Mund Jahwehs, eures Gottes.
27Und ihr murrtet in euren Zelten und sagtet: 'Weil Jahweh uns hasst, hat er uns aus dem Land Ägypten geführt, um uns in die Hand der Amoriter zu geben, uns zu vernichten.
28Wohin sollen wir hinaufziehen? Unsere Brüder haben unser Herz zerschmelzen lassen9, als sie sagten: Ein Volk, größer10 und höher <gewachsen> als wir, Städte, groß und befestigt bis an die Himmel, und auch Söhne der Enakiter haben wir dort gesehen!'
29Und ich sagte zu euch: 'Erschreckt nicht und fürchtet euch nicht vor ihnen!
30Jahweh, euer Gott, der vor euch herzieht, er wird für euch kämpfen, gemäß allem, was er mit euch in Ägypten getan hat, vor euren Augen,
31und in der Wüste, wo du gesehen hast, dass Jahweh, dein Gott, dich trug, wie ein Mann seinen Sohn trägt, auf dem ganzen Weg, den ihr gegangen seid, bis ihr an diesen Ort kamt.'
32Und trotz dieser Rede11 hattet ihr kein Vertrauen auf12 Jahweh, euren Gott,
33der auf dem Weg vor euch herzog, euch einen Ort auszusuchen, damit ihr lagern konntet: bei Nacht im Feuer, damit ihr auf dem Weg sehen konntet, auf dem ihr zogt, und bei Tag in einer Wolke.
34Und Jahweh hörte die Stimme13 eurer Worte und war erzürnt. Und er schwor und sagte:
35'Wenn irgendjemand unter diesen Männern [von] diesem bösen Geschlecht das gute Land sehen wird, das ich euren Vätern zu geben geschworen habe ...14!
36- ausgenommen Kaleb, der Sohn Jefunnes. Er wird es sehen; und ihm gebe ich das Land, auf das er getreten ist, und seinen Söhnen, weil er Jahweh völlig nachgefolgt ist15.'
37Auch gegen mich zürnte Jahweh euretwegen und sagte: 'Auch du wirst nicht hineinkommen!
38Josua16, der Sohn Nuns, der vor dir steht, er wird dorthin kommen. Ihn stärke, denn er soll es Israel als Erbe austeilen.
39Und eure kleinen Kinder, von denen ihr sagtet, sie würden zur Beute werden, und eure Söhne, die heute nicht Gut und Böse erkennen, sie sollen dorthin kommen, und ihnen werde ich es geben, und sie werden es <als Erbe> in Besitz nehmen.
40Ihr aber, wendet euch und brecht auf zur Wüste, den Weg in Richtung Schilfmeer!'
41Da antwortetet ihr und sagtet zu mir: 'Wir haben gegen Jahweh gesündigt; wir wollen hinaufziehen und kämpfen, nach allem, was Jahweh, unser Gott, uns geboten hat.' Und ihr gürtetet ein jeder seine Kriegsgeräte um, und ihr hieltet es für ein Leichtes, in das Bergland hinaufzuziehen.
42Und Jahweh sagte zu mir: 'Sage zu ihnen: Zieht nicht hinauf und kämpft nicht - denn ich bin nicht in eurer Mitte -, dass ihr nicht vor euren Feinden geschlagen werdet!'
43Und ich redete zu euch, aber ihr hörtet nicht und wart widerspenstig gegen den Mund Jahwehs und handeltet vermessen und zogt in das Bergland hinauf.
44Und die Amoriter, die auf jenem Bergland wohnten, zogen aus, euch entgegenzutreten, und jagten euch nach, wie es die Bienen tun, und zersprengten euch in Seïr bis nach Horma.
45Und ihr kehrtet zurück und weintet vor dem Angesicht Jahwehs. Aber Jahweh hörte nicht auf eure Stimme und neigte sein Ohr nicht zu euch. -
46So musstet ihr in Kadesch bleiben, viele Tage, eben die Tage, die ihr [dort] geblieben seid."
Fußnoten
- 1 o.: heb. arabah; so heißt die steppenartige Ebene (bzw. Niederung) beiderseits des Jordans u. des Toten Meeres bis zum Roten Meer (zum Golf von Akaba).
- 2 o.: entschloss sich Mose
- 3 und auszulegen.
- 4 heb. schefelah; d. i. das Hügelland zw. der Küste u. dem Bergland Juda.
- 5 i. S. v.: stammweise; Stamm für Stamm
- 6 und Dinge
- 7 eigtl.: rissen [zum Aufbruch die Zeltpflöcke] heraus
- 8 eigtl.: nimm <als Erbe> in Besitz
- 9 eigtl.: zerschmelzen gemacht
- 10 n. d. gr. Üsg.: zahlreicher
- 11 o.: Und in dieser Sache
- 12 o.: wart ihr nicht Glaubende an ...; der heb. Ausdruck bez. das Nicht-Glauben als einen andauernden Zustand.
- 13 o.: den Klang
- 14 Der Satz ist eine Schwurformel; nur die erste Hälfte wird ausgesprochen; die zweite (etwa: "dann will ich nicht Gott heißen") bleibt unerwähnt.
- 15 w.: weil er es erfüllt hat, Jahweh nachzufolgen.
- 16 o.: Joschua; gr. Ieesous; bed.: Jahweh ist Heil (Rettung); Jahweh rettet.