Altes Testament
Sprüche Kapitel 1
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Sprüche1 Salomos, des Sohnes Davids, des Königs Israels,
2- zu kennen2 Weisheit und Zucht3, zu verstehen verständige Reden*;
3- zu empfangen einsichtsvolle Zucht4, Gerechtigkeit, Recht5 und Geradheit6;
4- darzureichen den Einfältigen7 Klugheit, dem Jüngling Kenntnis8 und Besonnenheit9
5(der Weise höre und mehre Einsicht10, der Verständige eigne sich weise Strategien11 an);
6- zu verstehen Sinnspruch und Bildrede, Worte von Weisen und ihre Rätsel.
7Die Furcht Jahwehs ist der Anfang der Erkenntnis. [Nur] Narren verachten Weisheit und Zucht.
8Höre, mein Sohn, auf die Zucht deines Vaters und verlass nicht die Weisung12 deiner Mutter,
9denn ein anmutiger Kranz sind sie deinem Haupt und ein Kettenschmuck deinem Hals.
10Mein Sohn, wenn Sünder dich locken13, willige nicht ein!
11Wenn sie sagen: "Geh mit uns! Wir wollen auf Blut lauern, den Schuldlosen abpassen14 ohne Ursache,
12wollen wie der Scheol15 sie verschlingen lebendig und ganz und gar, wie solche, die hinabfahren in die Grube,
13wollen allerlei kostbares Gut finden, unsere Häuser mit Beute füllen.
14Dein Los sollst du mitten unter uns werfen, ein Beutel soll für uns alle sein" -
15mein Sohn, gehe nicht auf dem Weg mit ihnen! Halte deinen Fuß zurück von ihrem Pfad,
16denn ihre Füße laufen zum Bösen und sie eilen, Blut zu vergießen;
17denn vergeblich breitet man das Netz aus vor den Augen aller Vögel16;
18sie aber lauern auf ihr [eigenes] Blut, stellen ihrer [eigenen] Seele nach!
19So sind die Pfade aller, die Raub erraffen17: Der nimmt seinem Besitzer die Seele.18
20Laut ruft die Weisheit draußen, auf den Straßen19 erhebt sie ihre Stimme.
21An der Kreuzung lärmender Straßen20 ruft sie, an den Toreingängen in der Stadt spricht sie ihre Reden:
22Bis wann21, [ihr] Einfältigen22, wollt ihr Einfältigkeit23 lieben, sollen Spötter ihre Lust haben am Spott und Toren Erkenntnis hassen?
23Kehrt ihr um zu meiner Mahnung24, - siehe! - so lasse ich meinen Geist euch hervorströmen, meine Worte euch erfahren. -
24Weil ich rief und ihr euch weigertet, meine Hand ausstreckte und keiner war, der aufmerkte,
25und ihr fahren ließt all meinen Rat und meine Mahnung nicht wolltet,
26werde auch ich lachen bei eurem Unglück, spotten, wenn euer Schrecken kommt;
27wenn euer Schrecken wie eine Verwüstung kommt und euer Unglück hereinbricht wie ein Sturm, wenn Not25 und Bedrängnis über euch kommen.
28Dann werden sie rufen zu mir, und ich antworte nicht, mich früh suchen und mich nicht finden -
29dafür, dass sie Erkenntnis hassten und sich die Furcht Jahwehs nicht erwählten,
30meinen Rat nicht wollten, all mein Mahnen26 missachteten.
31So werden sie essen von der Frucht ihres Weges, von ihren [eigenen] Plänen sich sättigen.
32Ja, die Abkehr27 der Einfältigen tötet sie, die Sorglosigkeit der Toren bringt sie um.
33Wer aber auf mich hört, wird sicher wohnen, ohne Sorge sein vor dem Schrecken des Übels.
2- zu kennen2 Weisheit und Zucht3, zu verstehen verständige Reden*;
3- zu empfangen einsichtsvolle Zucht4, Gerechtigkeit, Recht5 und Geradheit6;
4- darzureichen den Einfältigen7 Klugheit, dem Jüngling Kenntnis8 und Besonnenheit9
5(der Weise höre und mehre Einsicht10, der Verständige eigne sich weise Strategien11 an);
6- zu verstehen Sinnspruch und Bildrede, Worte von Weisen und ihre Rätsel.
7Die Furcht Jahwehs ist der Anfang der Erkenntnis. [Nur] Narren verachten Weisheit und Zucht.
8Höre, mein Sohn, auf die Zucht deines Vaters und verlass nicht die Weisung12 deiner Mutter,
9denn ein anmutiger Kranz sind sie deinem Haupt und ein Kettenschmuck deinem Hals.
10Mein Sohn, wenn Sünder dich locken13, willige nicht ein!
11Wenn sie sagen: "Geh mit uns! Wir wollen auf Blut lauern, den Schuldlosen abpassen14 ohne Ursache,
12wollen wie der Scheol15 sie verschlingen lebendig und ganz und gar, wie solche, die hinabfahren in die Grube,
13wollen allerlei kostbares Gut finden, unsere Häuser mit Beute füllen.
14Dein Los sollst du mitten unter uns werfen, ein Beutel soll für uns alle sein" -
15mein Sohn, gehe nicht auf dem Weg mit ihnen! Halte deinen Fuß zurück von ihrem Pfad,
16denn ihre Füße laufen zum Bösen und sie eilen, Blut zu vergießen;
17denn vergeblich breitet man das Netz aus vor den Augen aller Vögel16;
18sie aber lauern auf ihr [eigenes] Blut, stellen ihrer [eigenen] Seele nach!
19So sind die Pfade aller, die Raub erraffen17: Der nimmt seinem Besitzer die Seele.18
20Laut ruft die Weisheit draußen, auf den Straßen19 erhebt sie ihre Stimme.
21An der Kreuzung lärmender Straßen20 ruft sie, an den Toreingängen in der Stadt spricht sie ihre Reden:
22Bis wann21, [ihr] Einfältigen22, wollt ihr Einfältigkeit23 lieben, sollen Spötter ihre Lust haben am Spott und Toren Erkenntnis hassen?
23Kehrt ihr um zu meiner Mahnung24, - siehe! - so lasse ich meinen Geist euch hervorströmen, meine Worte euch erfahren. -
24Weil ich rief und ihr euch weigertet, meine Hand ausstreckte und keiner war, der aufmerkte,
25und ihr fahren ließt all meinen Rat und meine Mahnung nicht wolltet,
26werde auch ich lachen bei eurem Unglück, spotten, wenn euer Schrecken kommt;
27wenn euer Schrecken wie eine Verwüstung kommt und euer Unglück hereinbricht wie ein Sturm, wenn Not25 und Bedrängnis über euch kommen.
28Dann werden sie rufen zu mir, und ich antworte nicht, mich früh suchen und mich nicht finden -
29dafür, dass sie Erkenntnis hassten und sich die Furcht Jahwehs nicht erwählten,
30meinen Rat nicht wollten, all mein Mahnen26 missachteten.
31So werden sie essen von der Frucht ihres Weges, von ihren [eigenen] Plänen sich sättigen.
32Ja, die Abkehr27 der Einfältigen tötet sie, die Sorglosigkeit der Toren bringt sie um.
33Wer aber auf mich hört, wird sicher wohnen, ohne Sorge sein vor dem Schrecken des Übels.
Fußnoten
- 1 d. h.: Weisheitssprüche; Sitten- und Sinnsprüche
- 2 und zu erfahren
- 3 und unterweisende Zurechtweisung
- 4 d. i.: Zucht in Verbindung mit praktischer Klugheit (bzw. Einsicht)
- 5 o.: rechtes Urteil
- 6 o.: Aufrichtigkeit
- 7 i. S. v.: Unerfahrenen
- 8 heb. da'ath; d. i.: Erfahrungswissen; Kenntnis; Bildung.
- 9 o.: kluge Überlegung; Bedachtsamkeit
- 10 und Gelehrtheit
- 11 d. h.: Prinzipien und (weise) Verhaltensregeln; Grundbed.: die Kunst, zu steuern und zu koordinieren
- 12 heb. thorah; d. h.: Unterweisung und Anweisung.
- 13 o.: bereden
- 14 o.: ihm einen Hinterhalt legen
- 15 D. i. der Bereich der Toten.
- 16 d. h.: der Vögel, die man fangen möchte.
- 17 o.: die nach unrechtem Gewinn trachten.
- 18 i. S. v.: Dem, der diesem Tun verfällt, nimmt er (der Raub bzw. der unrechte Gewinn) das Leben.
- 19 o.: Plätzen
- 20 o.: An der Ecke offener Plätze (wo Straßen zusammenstoßen)
- 21 o.: Wie lange [noch]
- 22 o.: ihr Unerfahrenen; ihr Arglosen
- 23 und Unerfahrenheit
- 24 und Überführung; s. Begriffsverz. im Ergänzungsband.
- 25 o.: Beengung
- 26 und Überführen
- 27 o.: die Abtrünnigkeit