Altes Testament
Jeremia Kapitel 1
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
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1Worte Jeremias, des Sohnes Hilkijas, von den Priestern1, die in Anatot im Land Benjamin waren,
2zu dem das Wort Jahwehs geschah in den Tagen Josias, des Sohnes Amons, des Königs von Juda, im dreizehnten Jahr2 seiner Königsherrschaft.
3Und es3 geschah [auch] in den Tagen Jojakims, des Sohnes Josias, des Königs von Juda, bis zum Ende des elften Jahres Zedekias4, des Sohnes Josias, des Königs von Juda, bis zur Wegführung Jerusalems im fünften Monat.
4Und das Wort Jahwehs geschah zu mir:
5"Ehe ich dich im [Mutter]leib5 formte, habe ich dich erkannt, und ehe du aus dem Mutterschoß hervorkamst, habe ich dich geheiligt. Zum Propheten für die Völker habe ich dich gegeben."
6Und ich sagte: "Ach, mein Herr, Jahweh, - siehe! - ich verstehe nicht zu reden, denn ich bin jung."
7Und Jahweh sagte zu mir: "Sage nicht: 'Ich bin jung.' - denn zu allen, zu denen ich dich sende, sollst du gehen, und alles, was ich dir gebiete, sollst du reden.
8Fürchte dich nicht vor ihrem Angesicht, denn ich bin mit dir, dich zu retten", ist der Spruch Jahwehs.
9Und Jahweh streckte seine Hand aus und ließ sie meinen Mund berühren. Und Jahweh sagte zu mir: "Siehe! Ich lege meine Worte in deinen Mund.
10Sieh! Ich setze dich an diesem Tag über die Völker und über die Königreiche ein, auszureißen und niederzureißen und zu zerstören und abzubrechen, zu bauen und zu pflanzen."
11Das Wort Jahwehs geschah zu mir: "Was siehst du, Jeremia?" Ich sagte: "Ich sehe den Zweig eines Mandelbaumes6."
12Und Jahweh sagte zu mir: "Du hast recht gesehen; denn ich werde über mein Wort wachen, es auszuführen."
13Das Wort Jahwehs geschah zum zweiten Mal zu mir: "Was siehst du?" Ich sagte: "Ich sehe einen siedenden Topf7; und seine Oberfläche ist vom Norden her8 [geneigt]."
14Und Jahweh sagte zu mir: "Von Norden her wird das Unheil eröffnet über alle Bewohner des Landes;
15denn - seht! - ich bin im Begriff, alle Sippen der Königreiche des Nordens zu rufen", ist der Spruch Jahwehs. "Und sie werden kommen und ein jeder seinen Thron am Eingang der Tore Jerusalems aufstellen und gegen alle seine Mauern ringsum und gegen alle Städte Judas.
16Und ich werde meine Strafurteile gegen sie aussprechen wegen all ihrer Bosheit, dass sie mich verlassen und anderen Göttern Rauchopfer dargebracht und sich vor den gemachten [Werken] ihrer Hände huldigend niedergebeugt haben.
17Du aber gürte deine Lenden und mache dich auf und rede zu ihnen alles, was ich, [ja] ich, dir gebieten werde. Lass dich vor ihrem Angesicht nicht in Schrecken setzen, damit ich dich nicht vor ihnen in Schrecken setze.
18Und ich - siehe! - ich mache dich heute zu einer befestigten Stadt und zu einer eisernen Säule und zu einer ehernen Mauer gegen das ganze Land, für die Könige von Juda und für seine Obersten, für seine Priester und für das Volk des Landes.
19Und sie werden gegen dich kämpfen, aber sie werden dich nicht überwältigen; denn ich bin mit dir", ist der Spruch Jahwehs, "um dich zu retten."
2zu dem das Wort Jahwehs geschah in den Tagen Josias, des Sohnes Amons, des Königs von Juda, im dreizehnten Jahr2 seiner Königsherrschaft.
3Und es3 geschah [auch] in den Tagen Jojakims, des Sohnes Josias, des Königs von Juda, bis zum Ende des elften Jahres Zedekias4, des Sohnes Josias, des Königs von Juda, bis zur Wegführung Jerusalems im fünften Monat.
4Und das Wort Jahwehs geschah zu mir:
5"Ehe ich dich im [Mutter]leib5 formte, habe ich dich erkannt, und ehe du aus dem Mutterschoß hervorkamst, habe ich dich geheiligt. Zum Propheten für die Völker habe ich dich gegeben."
6Und ich sagte: "Ach, mein Herr, Jahweh, - siehe! - ich verstehe nicht zu reden, denn ich bin jung."
7Und Jahweh sagte zu mir: "Sage nicht: 'Ich bin jung.' - denn zu allen, zu denen ich dich sende, sollst du gehen, und alles, was ich dir gebiete, sollst du reden.
8Fürchte dich nicht vor ihrem Angesicht, denn ich bin mit dir, dich zu retten", ist der Spruch Jahwehs.
9Und Jahweh streckte seine Hand aus und ließ sie meinen Mund berühren. Und Jahweh sagte zu mir: "Siehe! Ich lege meine Worte in deinen Mund.
10Sieh! Ich setze dich an diesem Tag über die Völker und über die Königreiche ein, auszureißen und niederzureißen und zu zerstören und abzubrechen, zu bauen und zu pflanzen."
11Das Wort Jahwehs geschah zu mir: "Was siehst du, Jeremia?" Ich sagte: "Ich sehe den Zweig eines Mandelbaumes6."
12Und Jahweh sagte zu mir: "Du hast recht gesehen; denn ich werde über mein Wort wachen, es auszuführen."
13Das Wort Jahwehs geschah zum zweiten Mal zu mir: "Was siehst du?" Ich sagte: "Ich sehe einen siedenden Topf7; und seine Oberfläche ist vom Norden her8 [geneigt]."
14Und Jahweh sagte zu mir: "Von Norden her wird das Unheil eröffnet über alle Bewohner des Landes;
15denn - seht! - ich bin im Begriff, alle Sippen der Königreiche des Nordens zu rufen", ist der Spruch Jahwehs. "Und sie werden kommen und ein jeder seinen Thron am Eingang der Tore Jerusalems aufstellen und gegen alle seine Mauern ringsum und gegen alle Städte Judas.
16Und ich werde meine Strafurteile gegen sie aussprechen wegen all ihrer Bosheit, dass sie mich verlassen und anderen Göttern Rauchopfer dargebracht und sich vor den gemachten [Werken] ihrer Hände huldigend niedergebeugt haben.
17Du aber gürte deine Lenden und mache dich auf und rede zu ihnen alles, was ich, [ja] ich, dir gebieten werde. Lass dich vor ihrem Angesicht nicht in Schrecken setzen, damit ich dich nicht vor ihnen in Schrecken setze.
18Und ich - siehe! - ich mache dich heute zu einer befestigten Stadt und zu einer eisernen Säule und zu einer ehernen Mauer gegen das ganze Land, für die Könige von Juda und für seine Obersten, für seine Priester und für das Volk des Landes.
19Und sie werden gegen dich kämpfen, aber sie werden dich nicht überwältigen; denn ich bin mit dir", ist der Spruch Jahwehs, "um dich zu retten."
Fußnoten
- 1 o.: einer von den Priestern
- 2 ca. 628 v. Chr.
- 3 d. i.: das Wort
- 4 587 o. 586 v. Chr.
- 5 eigtl.: im Bauch
- 6 Der Mandelbaum blüht in Israel im Frühjahr als Erster; er heißt daher "Wächter, Wachender, Erwachender". Vgl. "wachen", V. 12.
- 7 d. h.: einen Kessel, unter dem Feuer angefacht ist
- 8 d. h.: in südliche Richtung