Altes Testament
Ester Kapitel 1
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Und es geschah in den Tagen des Ahasveros (das ist der Ahasveros1, der von Indien bis nach Kusch2 über hundertsiebenundzwanzig Provinzen <als König> herrschte)3,
2in jenen Tagen, als der König Ahasveros auf dem Thron seines Königreiches saß, der in der Burg Susa war,
3im dritten Jahr seiner Königsherrschaft, da machte er ein Gastmahl4 für alle seine Fürsten und seine Knechte. Die Heeresmacht von Persien und Medien, die Vornehmen und Fürsten der Provinzen, waren vor seinem Angesicht,
4als er den Reichtum der Herrlichkeit seines Königreiches und die Kostbarkeit der Pracht seiner Größe viele Tage lang, einhundertachtzig Tage, sehen ließ.
5Und als diese Tage voll waren, machte der König für alles Volk, das sich in der Burg Susa befand, vom Größten bis zum Kleinsten, ein Gastmahl von sieben Tagen im Hof des Gartens des Palastes des Königs.
6[Da gab es] weißes Feinleinen und violetten Purpur, befestigt mit Schnüren aus Byssus und rotem Purpur an silbernen Ringen und an Marmorsäulen, Ruhelager aus Gold und Silber auf einem Plattenfußboden von smaragd-farbenem und weißem Marmor und von Perlmutt und dunklem Marmor5.
7Und das Ausschenken [der Getränke] geschah in Gefäßen aus Gold. Und die Gefäße waren [alle] voneinander verschieden. Und königlichen Wein gab es in Menge, nach der [großzügigen] Hand des Königs.
8Und das Trinken geschah nach der Regel "Es gibt kein Nötigen!"; denn so hatte es der König allen Großen seines Hauses angeordnet, dass man nach dem Belieben eines jeden handeln sollte.
9Auch machte Vasti, die Königin, ein Gastmahl für Frauen, im königlichen Haus, das dem König Ahasveros gehörte.
10Am siebenten Tag, als das Herz des Königs vom Wein fröhlich war, befahl er Mehuman, Bista, Harbona, Bigta und Abagta, Setar und Karkas, den sieben Eunuchen6, die das Angesicht des Königs Ahasveros bedienten,
11Vasti, die Königin, vor das Angesicht des Königs kommen zu lassen - mit dem königlichen Diadem, um den Völkerscharen und Fürsten ihre Schönheit zu zeigen; denn sie war von gutem Aussehen.
12Aber die Königin Vasti weigerte sich, auf das Wort des Königs hin zu kommen, das durch die Hand der Eunuchen [übermittelt worden war]. Da war der König sehr erzürnt, und sein Zorn entbrannte in ihm.
13Und der König sagte zu den Weisen, die sich auf die Zeiten verstanden (denn es war [üblich], dass eine Sache des Königs so vor alle Gesetzes- und Rechtskundigen [kam];
14und die, die ihm nahe waren, waren Karschena, Schetar, Admata, Tarsis, Meres, Marsena, Memuchan, die sieben Fürsten der Perser und Meder, die das Angesicht des Königs sahen, die den ersten Sitz im Königreich hatten):
15"Was ist nach dem Gesetz mit der Königin Vasti zu tun, dafür, dass sie nicht getan hat nach dem durch die Hand der Eunuchen [übermittelten] Wort des Königs Ahasveros?"
16Und Memuchan sagte vor dem König und den Obersten: "Nicht nur am König hat Vasti, die Königin, sich vergangen, sondern auch an allen Fürsten und an allen Völkerscharen, die in allen Provinzen des Königs Ahasveros sind,
17denn das Verhalten der Königin wird zu allen Frauen hinausdringen, sodass sie ihre Eheherren in Verachtung bringen in ihren Augen, indem sie sagen werden: 'Der König Ahasveros befahl, Vasti, die Königin, vor sein Angesicht kommen zu lassen, aber sie kam nicht!'
18Und an dem [heutigen] Tag [schon] werden die Fürstinnen von Persien und Medien, die von der Sache mit der Königin gehört haben, davon zu allen Fürsten des Königs reden. Und es wird Verachtung und Verdruss genug geben.
19Wenn es dem König gefällt, gehe ein königliches Wort von ihm aus, und es werde eingeschrieben in den Gesetzen der Perser und Meder, und es soll nicht aufgehoben werden: dass Vasti nicht mehr vor den König Ahasveros komme und dass der König ihre Königswürde einer anderen gebe, die besser ist als sie.
20Und der Befehl des Königs, den er erlässt, wird in seinem ganzen Königreich gehört werden (denn es ist groß), und alle Frauen werden ihren Männern Ehre geben, von Groß bis Klein."
21Und das Wort war gut in den Augen des Königs und der Fürsten. Und der König tat nach dem Wort Memuchans.
22Und er sandte Schreiben in alle Provinzen des Königs: Provinz um Provinz, in jede nach ihrer Schrift, Volk um Volk, an jedes nach seiner Sprache, <nämlich>, dass jeder Mann in seinem Hause der Herrschende sei, und dass er nach der Sprache seines Volkes reden solle.
2in jenen Tagen, als der König Ahasveros auf dem Thron seines Königreiches saß, der in der Burg Susa war,
3im dritten Jahr seiner Königsherrschaft, da machte er ein Gastmahl4 für alle seine Fürsten und seine Knechte. Die Heeresmacht von Persien und Medien, die Vornehmen und Fürsten der Provinzen, waren vor seinem Angesicht,
4als er den Reichtum der Herrlichkeit seines Königreiches und die Kostbarkeit der Pracht seiner Größe viele Tage lang, einhundertachtzig Tage, sehen ließ.
5Und als diese Tage voll waren, machte der König für alles Volk, das sich in der Burg Susa befand, vom Größten bis zum Kleinsten, ein Gastmahl von sieben Tagen im Hof des Gartens des Palastes des Königs.
6[Da gab es] weißes Feinleinen und violetten Purpur, befestigt mit Schnüren aus Byssus und rotem Purpur an silbernen Ringen und an Marmorsäulen, Ruhelager aus Gold und Silber auf einem Plattenfußboden von smaragd-farbenem und weißem Marmor und von Perlmutt und dunklem Marmor5.
7Und das Ausschenken [der Getränke] geschah in Gefäßen aus Gold. Und die Gefäße waren [alle] voneinander verschieden. Und königlichen Wein gab es in Menge, nach der [großzügigen] Hand des Königs.
8Und das Trinken geschah nach der Regel "Es gibt kein Nötigen!"; denn so hatte es der König allen Großen seines Hauses angeordnet, dass man nach dem Belieben eines jeden handeln sollte.
9Auch machte Vasti, die Königin, ein Gastmahl für Frauen, im königlichen Haus, das dem König Ahasveros gehörte.
10Am siebenten Tag, als das Herz des Königs vom Wein fröhlich war, befahl er Mehuman, Bista, Harbona, Bigta und Abagta, Setar und Karkas, den sieben Eunuchen6, die das Angesicht des Königs Ahasveros bedienten,
11Vasti, die Königin, vor das Angesicht des Königs kommen zu lassen - mit dem königlichen Diadem, um den Völkerscharen und Fürsten ihre Schönheit zu zeigen; denn sie war von gutem Aussehen.
12Aber die Königin Vasti weigerte sich, auf das Wort des Königs hin zu kommen, das durch die Hand der Eunuchen [übermittelt worden war]. Da war der König sehr erzürnt, und sein Zorn entbrannte in ihm.
13Und der König sagte zu den Weisen, die sich auf die Zeiten verstanden (denn es war [üblich], dass eine Sache des Königs so vor alle Gesetzes- und Rechtskundigen [kam];
14und die, die ihm nahe waren, waren Karschena, Schetar, Admata, Tarsis, Meres, Marsena, Memuchan, die sieben Fürsten der Perser und Meder, die das Angesicht des Königs sahen, die den ersten Sitz im Königreich hatten):
15"Was ist nach dem Gesetz mit der Königin Vasti zu tun, dafür, dass sie nicht getan hat nach dem durch die Hand der Eunuchen [übermittelten] Wort des Königs Ahasveros?"
16Und Memuchan sagte vor dem König und den Obersten: "Nicht nur am König hat Vasti, die Königin, sich vergangen, sondern auch an allen Fürsten und an allen Völkerscharen, die in allen Provinzen des Königs Ahasveros sind,
17denn das Verhalten der Königin wird zu allen Frauen hinausdringen, sodass sie ihre Eheherren in Verachtung bringen in ihren Augen, indem sie sagen werden: 'Der König Ahasveros befahl, Vasti, die Königin, vor sein Angesicht kommen zu lassen, aber sie kam nicht!'
18Und an dem [heutigen] Tag [schon] werden die Fürstinnen von Persien und Medien, die von der Sache mit der Königin gehört haben, davon zu allen Fürsten des Königs reden. Und es wird Verachtung und Verdruss genug geben.
19Wenn es dem König gefällt, gehe ein königliches Wort von ihm aus, und es werde eingeschrieben in den Gesetzen der Perser und Meder, und es soll nicht aufgehoben werden: dass Vasti nicht mehr vor den König Ahasveros komme und dass der König ihre Königswürde einer anderen gebe, die besser ist als sie.
20Und der Befehl des Königs, den er erlässt, wird in seinem ganzen Königreich gehört werden (denn es ist groß), und alle Frauen werden ihren Männern Ehre geben, von Groß bis Klein."
21Und das Wort war gut in den Augen des Königs und der Fürsten. Und der König tat nach dem Wort Memuchans.
22Und er sandte Schreiben in alle Provinzen des Königs: Provinz um Provinz, in jede nach ihrer Schrift, Volk um Volk, an jedes nach seiner Sprache, <nämlich>, dass jeder Mann in seinem Hause der Herrschende sei, und dass er nach der Sprache seines Volkes reden solle.
Fußnoten
- 1 D. i. Xerxes, Sohn des Darius I. Hystaspis. Er regierte von 486 bis 465 v. Chr.; vgl. Dan 11,2.
- 2 D. i. Äthiopien u. Südsudan.
- 3 Sätze in runden Klammern sind Teil des biblischen Textes.
- 4 o.: Trinkmahl; so a. i. Folg.
- 5 Die Bed. der beiden letztgenannten Materialien ist nicht gesichert.
- 6 d. h.: den sieben Hofbeamten o. Kämmerern