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Neues Testament

1. Thessalonicher Kapitel 2

Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022

1denn ihr wisst selbst, Brüder, um unseren Eingang bei euch, dass er nicht vergebens gewesen ist,
2sondern, nachdem wir zuvor in Philippi gelitten hatten und misshandelt worden waren, wie ihr wisst, waren wir freimütig in unserem Gott, unter vielem Ringen euch die gute Botschaft Gottes zu sagen;
3denn unser Aufruf entspringt nicht einer Verirrung noch Unreinem, auch nicht einer [böswilligen] List,
4sondern so, wie wir von Gott für tauglich erfunden worden sind, mit der guten Botschaft betraut zu werden, so reden wir, nicht als solche, die Menschen gefallen, sondern Gott, der unsere Herzen prüft,
5denn auch zu keiner Zeit waren wir solche, die mit einschmeichelndem Wort umgehen, wie ihr wisst, noch mit versteckter Habsucht - Gott ist Zeuge -,
6noch suchten wir Ehre von Menschen, weder von euch noch von anderen (als Apostel Christi hätten wir das Gewicht unserer Stellung spüren lassen können),
7sondern wir wurden schonend <und zart> in eurer Mitte, wie eine stillende Mutter die eigenen Kinder pflegt.
8So verlangte uns sehnlich nach euch. Dabei gefiel es uns wohl, nicht nur die gute Botschaft Gottes mit euch zu teilen, sondern auch unsere Seelen1, weil ihr uns zu Geliebten geworden seid;
9denn ihr erinnert euch, Brüder, unserer Arbeit und Mühe: Während wir bei Nacht und bei Tag am Werk waren, um nicht jemandem von euch zur Last zu fallen, verkündeten wir euch die gute Botschaft Gottes.
10Ihr seid Zeugen, und Gott, wie heilig2 und gerecht und untadelig wir bei euch, den Glaubenden, wurden,
11gleichwie ihr wisst, wie wir einen jeden von euch, wie ein Vater die eigenen Kinder, aufriefen und ermutigten und euch bezeugten,
12dass ihr [in einer Weise] wandeln solltet, die würdig sei des Gottes, der euch ruft zu seinem <eigenen> Königreich und [seiner] Herrlichkeit.
13Deswegen danken wir auch <unsererseits> Gott ohne Aufhören, dass ihr, als ihr das durch uns gehörte Wort Gottes angenommen hattet, nicht Menschenwort <in euch> aufnahmt, sondern, so wie es in Wahrheit ist, Gottes Wort, das in euch, den Glaubenden, auch wirkt;
14denn ihr wurdet, Brüder, Nachahmer der Gemeinden Gottes, die in Judäa sind in Christus Jesus, weil auch ihr dasselbe3 erlittet von den eigenen Stammesleuten, so, wie sie es von den Juden [erlitten],
15die auch den Herrn töteten, Jesus, - und die eigenen Propheten - und uns verfolgten und Gott nicht gefallen und allen Menschen Gegner sind,
16uns hindern, zu denen, die von den Völkern sind, zu reden, damit sie gerettet werden, womit sie4 allezeit ihre Sünden zur Fülle bringen. Aber der Zorn ist auf sie gekommen5, um ein Ende [zu machen].
17Aber wir, Brüder, nachdem wir euer für eine kleine6 Zeit beraubt waren, dem Angesicht nach, nicht nach dem Herzen, bemühten uns umso mehr mit Fleiß7, in großem Verlangen8, euer Angesicht zu sehen.
18Darum wollten wir auch zu euch kommen - ich, Paulus, ja, einmal und ein zweites Mal -, und der Satan hinderte uns;
19denn was ist unsere Hoffnung oder Freude oder [unser] Kranz des Rühmens? Seid nicht auch ihr es vor unserem Herrn, Jesus, bei seiner Ankunft9?
20- denn ihr seid unsere Herrlichkeit und Freude.

Fußnoten

  1. 1 d. h.: unser Leben
  2. 2 und rein
  3. 3 o.: diese Dinge
  4. 4 d. h.: die Juden (V. 14)
  5. 5 o.: auf sie gelangt; über sie hereingebrochen; der Aorist ist hier wohl als proleptischer ("futurischer") Aorist zu verstehen. (Vgl. Siebenthal, Schlüssel.)
  6. 6 eigtl.: für eine Stunde Zeit; o.: für die Zeit einer Stunde
  7. 7 und Eile
  8. 8 eigtl.: mit viel Verlangen
  9. 9 gr. parousia; bed. a.: Gegenwart; Kommen; Auftreten.