Altes Testament
Habakuk Kapitel 3
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Gebet Habakuks, des Propheten. Nach Schigjonot1.
2Jahweh, ich habe deine Kunde vernommen, ich fürchte mich. Jahweh, dein Werk inmitten der Jahre - rufe es ins Leben2! Inmitten der Jahre - mache es kund! Im Zorn gedenke des Erbarmens!
3Gott3 kommt von Teman her und der Heilige vom Gebirge Paran. (Sela) Seine Hoheit bedeckt die Himmel, und das Erdreich ist voll seines Ruhmes.
4Und da ist ein Glanz wie das Licht, Strahlen sind ihm zu seinen Seiten. Und dort ist verborgen seine Macht4.
5Pest geht vor ihm her, Fieberseuche folgt seinen Füßen.
6Er hat sich hingestellt und bringt das Erdreich ins Schwanken. Er schaut hin und lässt die Völker aufspringen5; es bersten die ewigen Berge, es senken sich die Hügel der Urzeit. Sein sind die Wege der Urzeit.
7Unter [der Last von] Unheil6 sah ich die Zelte Kuschans, es erzitterten die Zeltdecken des Landes Midian.
8Ist, o Jahweh, gegen die Ströme entbrannt dein Zorn, gegen die Ströme, gegen das Meer dein Grimm, dass du einherfährst auf deinen Rossen, auf deinen Wagen des Heils?
9Entblößt, ja, entblößt7 ist dein Bogen; [Es fliegen] Geschosse8, zugeschworen durch [dein] Wort9! (Sela10). Du spaltest das Erdreich, [dass] Ströme [hervorbrechen].11
10Bei deinem Anblick erzittern die Berge. Eine Wasserflut fährt daher. Die Tiefe lässt ihre Stimme erschallen. Die Sonne streckt in der Höhe ihre Hände empor;
11der Mond steht still in seiner erhabenen Wohnung; als Lichtstrahl gehen deine Pfeile [hin und her], als Lichtschein der Blitzstrahl deines Speeres.12
12In Entrüstung durchschreitest du das Erdreich, im Zorn zerstampfst du die Völker;
13du bist ausgezogen zur Rettung deines Volkes, zur Rettung deines Gesalbten. Herabgeschmettert hast du den First vom Haus des Ehrfurchtslosen. Du legst den Grund bloß bis zum Hals13. (Sela)
14Mit seinen <eigenen> Spießen14 durchbohrtest du den Kopf seiner Anführer. Sie stürmten einher, mich zu zerstreuen in ihrem Übermut, als wollten sie den Gebeugten im Verborgenen verschlingen.
15Du betrittst mit deinen Rossen das Meer, das Gebrause großer Wasser.
16Ich vernahm etwas - und es erzittert mein Leib, bei dem Schall beben meine Lippen, Morschheit15 dringt mir ins Gebein; an meinem Platz erzittere ich, der ich ruhig harren sollte auf den Tag der Bedrängnis, dass er heraufkomme gegen das Volk, das uns angreift.
17Fürwahr, der Feigenbaum blüht nicht, es ist kein Ertrag an den Weinstöcken, es täuscht die Frucht des Olivenbaums16, die [Getreide]felder liefern keine Nahrung, verschwunden17 ist das Kleinvieh aus der Hürde, und in den Ställen ist kein Rind;
18ich aber will frohlocken über Jahweh, will jubeln über den Gott meines Heils.
19Jahweh, mein Herr, ist meine Kraft. Er macht meine Füße denen der Hirsche gleich lässt mich einherschreiten auf meinen Höhen. - Dem leitenden Musiker, in Begleitung meines Saitenspiels.
2Jahweh, ich habe deine Kunde vernommen, ich fürchte mich. Jahweh, dein Werk inmitten der Jahre - rufe es ins Leben2! Inmitten der Jahre - mache es kund! Im Zorn gedenke des Erbarmens!
3Gott3 kommt von Teman her und der Heilige vom Gebirge Paran. (Sela) Seine Hoheit bedeckt die Himmel, und das Erdreich ist voll seines Ruhmes.
4Und da ist ein Glanz wie das Licht, Strahlen sind ihm zu seinen Seiten. Und dort ist verborgen seine Macht4.
5Pest geht vor ihm her, Fieberseuche folgt seinen Füßen.
6Er hat sich hingestellt und bringt das Erdreich ins Schwanken. Er schaut hin und lässt die Völker aufspringen5; es bersten die ewigen Berge, es senken sich die Hügel der Urzeit. Sein sind die Wege der Urzeit.
7Unter [der Last von] Unheil6 sah ich die Zelte Kuschans, es erzitterten die Zeltdecken des Landes Midian.
8Ist, o Jahweh, gegen die Ströme entbrannt dein Zorn, gegen die Ströme, gegen das Meer dein Grimm, dass du einherfährst auf deinen Rossen, auf deinen Wagen des Heils?
9Entblößt, ja, entblößt7 ist dein Bogen; [Es fliegen] Geschosse8, zugeschworen durch [dein] Wort9! (Sela10). Du spaltest das Erdreich, [dass] Ströme [hervorbrechen].11
10Bei deinem Anblick erzittern die Berge. Eine Wasserflut fährt daher. Die Tiefe lässt ihre Stimme erschallen. Die Sonne streckt in der Höhe ihre Hände empor;
11der Mond steht still in seiner erhabenen Wohnung; als Lichtstrahl gehen deine Pfeile [hin und her], als Lichtschein der Blitzstrahl deines Speeres.12
12In Entrüstung durchschreitest du das Erdreich, im Zorn zerstampfst du die Völker;
13du bist ausgezogen zur Rettung deines Volkes, zur Rettung deines Gesalbten. Herabgeschmettert hast du den First vom Haus des Ehrfurchtslosen. Du legst den Grund bloß bis zum Hals13. (Sela)
14Mit seinen <eigenen> Spießen14 durchbohrtest du den Kopf seiner Anführer. Sie stürmten einher, mich zu zerstreuen in ihrem Übermut, als wollten sie den Gebeugten im Verborgenen verschlingen.
15Du betrittst mit deinen Rossen das Meer, das Gebrause großer Wasser.
16Ich vernahm etwas - und es erzittert mein Leib, bei dem Schall beben meine Lippen, Morschheit15 dringt mir ins Gebein; an meinem Platz erzittere ich, der ich ruhig harren sollte auf den Tag der Bedrängnis, dass er heraufkomme gegen das Volk, das uns angreift.
17Fürwahr, der Feigenbaum blüht nicht, es ist kein Ertrag an den Weinstöcken, es täuscht die Frucht des Olivenbaums16, die [Getreide]felder liefern keine Nahrung, verschwunden17 ist das Kleinvieh aus der Hürde, und in den Ställen ist kein Rind;
18ich aber will frohlocken über Jahweh, will jubeln über den Gott meines Heils.
19Jahweh, mein Herr, ist meine Kraft. Er macht meine Füße denen der Hirsche gleich lässt mich einherschreiten auf meinen Höhen. - Dem leitenden Musiker, in Begleitung meines Saitenspiels.
Fußnoten
- 1 bed. vmtl.: Klagelied; Wehklage
- 2 o.: belebe es
- 3 heb. eloah
- 4 w.: dort ist die Verbergung seiner Macht.
- 5 und beben
- 6 o.: In Mühsal
- 7 d. h.: aus der Schutzhülle gezogen
- 8 o.: Pfeile (V. 14)
- 9 i. S. v.: als Erfüllung von Eiden, die Jahweh geschworen hatte; die durch sein Wort angedrohten Züchtigungen; vgl. 5Mo 32,40-42. (Der Satz ist im Hebräischen nicht klar.)
- 10 D. i. vmtl. ein Pausenzeichen.
- 11 o.: Zu Strömen spaltest du das Erdreich; o.: Ströme spaltest du aus dem Erdreich.
- 12 o.: Sonne, Mond treten in ihre Wohnung beim Leuchten deiner hin und her gehenden Pfeile, beim Leuchten des Blitzens deines Speeres. (Die knappe heb. Formulierung wird verschieden aufgefasst.)
- 13 o.: bis auf den Felsen
- 14 o.: Stäben; o.: Pfeilen
- 15 o.: Fäulnis
- 16 d. h.: Der Ölbaum täuscht vor, dass er Frucht bringen werde, hat aber keine.
- 17 o.: weg; eigtl.: abgeschnitten