Altes Testament
Jona Kapitel 4
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Und es war übel [in den Augen] Jonas, ein großes Übel1. Und er entbrannte2.
2Und er flehte zu Jahweh und sagte: "Ach, Jahweh, war das nicht mein Wort3 gewesen, als ich noch auf meinem Erdboden war? Deswegen war ich schnell nach Tarsis geflohen, denn ich wusste, dass du ein gnädiger und barmherziger Gott4 bist, langsam zum Zorn5 und groß an Güte6, einer, der sich des Unheils gereuen lässt.
3Und nun, Jahweh, bitte nimm meine Seele von mir; denn es ist besser, dass ich sterbe, als dass ich lebe."
4Und Jahweh sagte: "Ist es recht, dass du entbrannt bist?"
5Und Jona ging aus der Stadt hinaus und setzte sich östlich der Stadt nieder. Und dort machte er sich eine Hütte. Und er saß darunter im Schatten, bis er sähe, was mit der Stadt geschehen würde.
6Und Jahweh Gott beorderte eine Rizinusstaude und sie wuchs über Jona empor, damit Schatten über seinem Haupt sei, um ihn von seinem Missmut7 zu befreien. Und mit großer Freude freute sich Jona über die Rizinusstaude.
7Und beim Aufgang des ersten Morgenlichts beorderte Gott einen Wurm, und der stach die Rizinusstaude und sie verdorrte.
8Und es geschah, als die Sonne aufging, da beorderte Gott einen sengenden Ostwind. Und die Sonne stach auf Jonas Haupt nieder, sodass er ermattet niedersank. Und er bat, dass seine Seele8 sterben möge, und sagte: "Es ist besser, dass ich sterbe, als dass ich lebe."
9Und Gott sagte zu Jona: "Ist es recht, dass du wegen der Rizinusstaude entbrannt bist?" Und er sagte: "Mit Recht zürne ich bis zum Tod!"
10Und Jahweh sagte: "Du wärst <gerne> schonend verfahren9 mit der Rizinusstaude, um die du dich nicht gemüht hast, die du nicht großgezogen hast, die als Kind einer Nacht entstand und als Kind einer Nacht zugrunde ging.
11Und ich, ich sollte nicht schonend verfahren10 mit Ninive, der großen Stadt, in der mehr als hundertzwanzigtausend Menschen sind, die nicht zu unterscheiden wissen zwischen ihrer Rechten und ihrer Linken, und eine Menge Vieh?"
2Und er flehte zu Jahweh und sagte: "Ach, Jahweh, war das nicht mein Wort3 gewesen, als ich noch auf meinem Erdboden war? Deswegen war ich schnell nach Tarsis geflohen, denn ich wusste, dass du ein gnädiger und barmherziger Gott4 bist, langsam zum Zorn5 und groß an Güte6, einer, der sich des Unheils gereuen lässt.
3Und nun, Jahweh, bitte nimm meine Seele von mir; denn es ist besser, dass ich sterbe, als dass ich lebe."
4Und Jahweh sagte: "Ist es recht, dass du entbrannt bist?"
5Und Jona ging aus der Stadt hinaus und setzte sich östlich der Stadt nieder. Und dort machte er sich eine Hütte. Und er saß darunter im Schatten, bis er sähe, was mit der Stadt geschehen würde.
6Und Jahweh Gott beorderte eine Rizinusstaude und sie wuchs über Jona empor, damit Schatten über seinem Haupt sei, um ihn von seinem Missmut7 zu befreien. Und mit großer Freude freute sich Jona über die Rizinusstaude.
7Und beim Aufgang des ersten Morgenlichts beorderte Gott einen Wurm, und der stach die Rizinusstaude und sie verdorrte.
8Und es geschah, als die Sonne aufging, da beorderte Gott einen sengenden Ostwind. Und die Sonne stach auf Jonas Haupt nieder, sodass er ermattet niedersank. Und er bat, dass seine Seele8 sterben möge, und sagte: "Es ist besser, dass ich sterbe, als dass ich lebe."
9Und Gott sagte zu Jona: "Ist es recht, dass du wegen der Rizinusstaude entbrannt bist?" Und er sagte: "Mit Recht zürne ich bis zum Tod!"
10Und Jahweh sagte: "Du wärst <gerne> schonend verfahren9 mit der Rizinusstaude, um die du dich nicht gemüht hast, die du nicht großgezogen hast, die als Kind einer Nacht entstand und als Kind einer Nacht zugrunde ging.
11Und ich, ich sollte nicht schonend verfahren10 mit Ninive, der großen Stadt, in der mehr als hundertzwanzigtausend Menschen sind, die nicht zu unterscheiden wissen zwischen ihrer Rechten und ihrer Linken, und eine Menge Vieh?"
Fußnoten
- 1 w.: Und es war übel zu Jona; ein großes Übel.
- 2 i. S. v.: sein Zorn entbrannte; w.: es wurde ihm heiß.
- 3 o.: meine Rede
- 4 heb. El
- 5 o.: langatmig; langmütig; eigtl.: langen Atem [habend]
- 6 und Treue; heb. chäsäd
- 7 w.: weg von dem für ihn Üblen
- 8 näfäsch (Seele; Leben) kann im Heb. anstelle des persönlichen Fürworts stehen.
- 9 o.: hättest Mitleid gehabt
- 10 o.: nicht Mitleid haben