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Altes Testament

Maleachi Kapitel 3

Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022

1"Siehe! Ich sende meinen Boten, dass er den Weg bereite vor meinem Angesicht her.1 Und plötzlich wird kommen zu seiner Tempelhalle der Herr, den ihr sucht. Der Bote des Bundes, den ihr begehrt, - siehe! - er kommt!", sagt Jahweh der Heere.
2"Wer aber kann ertragen den Tag seines Kommens, und wer wird bestehen bei seinem Erscheinen? Ja, er wird sein wie das Feuer des Schmelzers und wie die Lauge der Wäscher.
3Und er wird sitzen, das Silber schmelzend und reinigend! Er wird die Söhne Levis reinigen und sie läutern wie Gold und wie Silber, sodass sie solche werden, die Jahweh Opfergaben herzubringen in Gerechtigkeit.
4<Dann> wird die Opfergabe Judas und Jerusalems Jahweh angenehm sein wie in den Tagen der Urzeit und wie in den Jahren der Vergangenheit.
5Und ich werde euch nahen zum Gericht und ein schneller Zeuge sein gegen die Zauberer und gegen die Ehebrecher und gegen die trügerisch2 Schwörenden, gegen die, die den Tagelöhner im Lohn und die Witwe und die Waise bedrücken und den Fremdling beugen und mich nicht fürchten", sagt Jahweh der Heere.
6"Fürwahr, ich, Jahweh, ich werde mich nicht ändern, und ihr, Söhne Jakobs, ihr werdet nicht vergehen3.
7Seit den Tagen eurer Väter seid ihr von meinen Satzungen abgewichen und habt sie nicht bewahrt. Kehrt euch zu mir, so will ich mich zu euch kehren", sagt Jahweh der Heere. "Und ihr sagt: 'Worin sollen wir umkehren?'
8Darf wohl ein Mensch Gott berauben? - denn ihr beraubt mich. Und ihr sagt: 'Worin haben wir dich beraubt?' - Im Zehnten und im Hebopfer4!
9Mit dem Fluch seid ihr verflucht; und mich beraubt ihr, [ihr], das ganze Volk*5!
10Bringt den ganzen Zehnten ins Vorratshaus, damit Speise in meinem Hause sei! Und prüft mich doch hiermit", sagt Jahweh der Heere, "ob ich euch nicht öffne die Schleusen der Himmel und euch Segen ausgieße bis zum Übermaß."
11"Und ich werde für euch den Fresser6 schelten, dass er euch nicht die Frucht des Erdbodens verderbe. Und der Weinstock wird euch nicht fehltragen auf dem Feld", sagt Jahweh der Heere.
12"Glücklich preisen werden euch alle Völker, denn ihr werdet ein Land des Wohlgefallens sein", sagt Jahweh der Heere.
13"Eure Worte gegen mich sind stark", sagt Jahweh. "Und ihr sagt: 'Was bereden wir gegen dich?'
14Ihr sagt: 'Vergeblich ist es, Gott zu dienen! Und was für Gewinn [ist es], dass wir seinen Dienst versehen haben, dass wir trauernd7 einhergegangen sind vor dem Angesicht Jahwehs der Heere?
15So preisen wir denn glücklich die Frechen8: Nicht nur sind sie aufgebaut worden, sie, die ehrfurchtslos handeln9, sondern sie haben auch Gott versucht und sind davongekommen!'"
16Da unterredeten sich die, die Jahweh fürchteten, ein jeder mit seinem Nächsten. Und Jahweh merkte auf und hörte. Und ein Gedenkbuch wurde vor ihm geschrieben für die, die Jahweh fürchteten und seinen Namen achteten.
17"Und sie werden mir", sagt Jahweh der Heere, "zum Eigentum werden, an dem Tag, den ich mache. Ich werde sie schonen, wie ein Mann seinen Sohn schont, der ihm dient.
18<Dann> werdet ihr wieder den Unterschied sehen zwischen dem Gerechten und dem Ehrfurchtslosen, zwischen dem, der Gott dient, und dem, der ihm nicht dient.
19Fürwahr, - siehe! - der Tag kommt, brennend wie ein Ofen, da werden zu Stoppeln werden alle Frechen und alle, die ehrfurchtslos handeln. Und der Tag, der kommt, wird sie verbrennen", sagt Jahweh der Heere, "dass er ihnen nicht Wurzel noch Zweig belässt.
20Aber euch, die ihr meinen Namen fürchtet, wird aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit; und Heilung ist unter ihren Flügeln. Und ihr werdet hinausgehen und hüpfen wie Mastkälber10.
21Und ihr werdet die Ehrfurchtslosen treten, denn sie werden Staub sein unter euren Sohlen an dem Tag, den ich mache", sagt Jahweh der Heere.
22"Gedenkt der Weisung Moses, meines leibeigenen Knechtes, die ich ihm am Horeb für ganz Israel gebot, Satzungen und Rechtsbestimmungen!
23Siehe! Ich sende euch Elia, den Propheten, ehe der Tag Jahwehs kommt, der große und furchtgebietende.
24Er wird das Herz der Väter wenden zu den Kindern11 und das Herz der Kinder zu ihren Vätern, damit ich nicht komme und schlage das Land mit dem Bann12."

Fußnoten

  1. 1 n. Mt 11,10; Mk 1,2; Lk 7,27: Siehe! Ich sende meinen Boten vor deinem Angesicht her, der deinen Weg vor dir bereiten wird.
  2. 2 w.: zur Lüge
  3. 3 o.: ihr werdet nicht ein Ende nehmen; mit euch wird es nicht zu Ende gehen (wie Jer 30,11); and.: ihr habt (als Söhne Jakobs) nicht aufgehört.
  4. 4 Gemeint sind Abgaben von der Feldfrucht und vom Vieh.
  5. 5 heb. goj; sonst: heidnisches Volk; hier auf Israel bezogen.
  6. 6 Gemeint ist die Heuschrecke.
  7. 7 eigtl.: schwarz <und schmutzig>
  8. 8 o.: die Übermütigen; vgl. Jes 13,11.
  9. 9 o.: die Täter der Ruchlosigkeit (o.: des Frevels); so a. V. 19.
  10. 10 o.: wie Kälber [die aus ihrem Stall gelassen werden].
  11. 11 o.: Söhnen (auch i. S. v.: Nachfahren)
  12. 12 o.: damit ich nicht bei meinem Kommen das Land mit dem Bann schlagen muss.