Altes Testament
Zefanja Kapitel 3
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Wehe! Widerspenstige und Besudelte! Die gewalttätige Stadt!
2Sie hörte nicht auf die Stimme1. Sie nahm keine Züchtigung2 an. Sie vertraute nicht auf Jahweh. Sie hat sich ihrem Gott nicht genaht.
3Ihre Obersten in ihrer Mitte sind brüllende Löwen. Ihre Richter sind Abendwölfe, die nichts zum Nagen übriglassen für den Morgen.
4Ihre Propheten sind überschäumend3; treulose Männer! Ihre Priester entheiligen das Heilige. Sie tun der Weisung Gewalt an4.
5Jahweh ist gerecht in ihrer Mitte. Er tut kein Unrecht, Morgen für Morgen stellt er sein Recht ans Licht, es bleibt nicht aus5. Aber der Niederträchtige kennt keine Scham.
6"Ich habe Völker ausgerottet, verwüstet wurden ihre Zinnen. Ich habe ihre Straßen zur Einöde gemacht, sodass niemand darauf vorüberzog. Verheert sind ihre Städte, menschenleer, ohne Bewohner.
7Ich sagte: Gewiss wirst du mich [nun] fürchten, wirst Zucht annehmen, sodass nicht ausgerottet werde ihre Wohnung, alles das, was ich über sie verhängt habe! Sie jedoch machten sich früh auf, verschlimmerten all ihr Tun."
8"Darum harrt auf mich", ist der Spruch Jahwehs, "auf den Tag, an dem ich mich aufmache zur Beute! Ja, es ist mein Recht, Völker zu versammeln, Königreiche zusammenzubringen, um meine Entrüstung6 über sie auszugießen, die ganze Glut meines Zornes; denn im Feuer meines Eifers wird das ganze Land verzehrt!"
9"Ja, alsdann werde ich den Volksscharen die Lippen verwandeln in reine [Lippen], damit sie alle den Namen Jahwehs anrufen und ihm dienen, Schulter an Schulter7.
10Von jenseits der Ströme von Kusch8 werden sie meine Verehrer9, meine zerstreute Schar, mir als Opfergabe darbringen.
11An jenem Tag wirst du dich nicht mehr aller deiner Taten schämen müssen, womit du mir abtrünnig geworden warst; denn dann entferne ich aus deiner Mitte deine ausgelassenen Prahler10, und du wirst künftig nicht mehr überheblich sein auf meinem heiligen Berge.
12Und in deiner Mitte werde ich übriglassen ein elendes und geringes Volk; sie werden Zuflucht suchen beim Namen Jahwehs.
13Der Überrest Israels wird kein Unrecht tun und keine Lüge reden, und in ihrem Mund wird nicht gefunden werden eine Zunge des Trugs. Ja, sie werden weiden und lagern; und niemand wird sie aufschrecken."
14"Juble, Tochter Zion! Jauchze, Israel! Freue dich und frohlocke von ganzem Herzen, Tochter Jerusalem!
15Jahweh hat deine Gerichte weggenommen, deinen Feind weggefegt. Der König Israels, Jahweh, ist in deiner Mitte; du wirst kein Unheil mehr fürchten11."
16An jenem Tag wird zu Jerusalem gesagt werden: "Fürchte dich nicht, Zion, lass deine Hände nicht erschlaffen!
17Jahweh, dein Gott, ist in deiner Mitte, ein Held, der rettet! Er freut sich über dich mit Wonne; er schweigt in seiner Liebe; er frohlockt über dich mit Jubel."
18"Die Trauernden, [die] ferne von der Festversammlung [waren], werde ich sammeln; sie waren ja [ferne] von dir; auf ihnen lastete Schmach.
19Siehe, ich handle an all deinen Bedrückern - zu jener Zeit. Die12 Hinkende rette ich, die Versprengte13 sammle ich, und zum Lobpreis mache ich sie14, zum Namen, im ganzen Land ihrer Beschämung.
20Zu jener Zeit bringe ich euch her, zu der Zeit sammle ich euch, ja, ich mache euch zum Namen, zum Lobpreis, unter allen Volksscharen der Erde, wenn ich euer Geschick15 wende vor euren Augen", sagt Jahweh.
2Sie hörte nicht auf die Stimme1. Sie nahm keine Züchtigung2 an. Sie vertraute nicht auf Jahweh. Sie hat sich ihrem Gott nicht genaht.
3Ihre Obersten in ihrer Mitte sind brüllende Löwen. Ihre Richter sind Abendwölfe, die nichts zum Nagen übriglassen für den Morgen.
4Ihre Propheten sind überschäumend3; treulose Männer! Ihre Priester entheiligen das Heilige. Sie tun der Weisung Gewalt an4.
5Jahweh ist gerecht in ihrer Mitte. Er tut kein Unrecht, Morgen für Morgen stellt er sein Recht ans Licht, es bleibt nicht aus5. Aber der Niederträchtige kennt keine Scham.
6"Ich habe Völker ausgerottet, verwüstet wurden ihre Zinnen. Ich habe ihre Straßen zur Einöde gemacht, sodass niemand darauf vorüberzog. Verheert sind ihre Städte, menschenleer, ohne Bewohner.
7Ich sagte: Gewiss wirst du mich [nun] fürchten, wirst Zucht annehmen, sodass nicht ausgerottet werde ihre Wohnung, alles das, was ich über sie verhängt habe! Sie jedoch machten sich früh auf, verschlimmerten all ihr Tun."
8"Darum harrt auf mich", ist der Spruch Jahwehs, "auf den Tag, an dem ich mich aufmache zur Beute! Ja, es ist mein Recht, Völker zu versammeln, Königreiche zusammenzubringen, um meine Entrüstung6 über sie auszugießen, die ganze Glut meines Zornes; denn im Feuer meines Eifers wird das ganze Land verzehrt!"
9"Ja, alsdann werde ich den Volksscharen die Lippen verwandeln in reine [Lippen], damit sie alle den Namen Jahwehs anrufen und ihm dienen, Schulter an Schulter7.
10Von jenseits der Ströme von Kusch8 werden sie meine Verehrer9, meine zerstreute Schar, mir als Opfergabe darbringen.
11An jenem Tag wirst du dich nicht mehr aller deiner Taten schämen müssen, womit du mir abtrünnig geworden warst; denn dann entferne ich aus deiner Mitte deine ausgelassenen Prahler10, und du wirst künftig nicht mehr überheblich sein auf meinem heiligen Berge.
12Und in deiner Mitte werde ich übriglassen ein elendes und geringes Volk; sie werden Zuflucht suchen beim Namen Jahwehs.
13Der Überrest Israels wird kein Unrecht tun und keine Lüge reden, und in ihrem Mund wird nicht gefunden werden eine Zunge des Trugs. Ja, sie werden weiden und lagern; und niemand wird sie aufschrecken."
14"Juble, Tochter Zion! Jauchze, Israel! Freue dich und frohlocke von ganzem Herzen, Tochter Jerusalem!
15Jahweh hat deine Gerichte weggenommen, deinen Feind weggefegt. Der König Israels, Jahweh, ist in deiner Mitte; du wirst kein Unheil mehr fürchten11."
16An jenem Tag wird zu Jerusalem gesagt werden: "Fürchte dich nicht, Zion, lass deine Hände nicht erschlaffen!
17Jahweh, dein Gott, ist in deiner Mitte, ein Held, der rettet! Er freut sich über dich mit Wonne; er schweigt in seiner Liebe; er frohlockt über dich mit Jubel."
18"Die Trauernden, [die] ferne von der Festversammlung [waren], werde ich sammeln; sie waren ja [ferne] von dir; auf ihnen lastete Schmach.
19Siehe, ich handle an all deinen Bedrückern - zu jener Zeit. Die12 Hinkende rette ich, die Versprengte13 sammle ich, und zum Lobpreis mache ich sie14, zum Namen, im ganzen Land ihrer Beschämung.
20Zu jener Zeit bringe ich euch her, zu der Zeit sammle ich euch, ja, ich mache euch zum Namen, zum Lobpreis, unter allen Volksscharen der Erde, wenn ich euer Geschick15 wende vor euren Augen", sagt Jahweh.
Fußnoten
- 1 o.: auf den Ruf
- 2 und keine Zurechtweisung
- 3 wahrsch.: von leichtfertigem Reden
- 4 und verdrehen sie.
- 5 o.: nichts wird vermisst; o.: er lässt es an nichts fehlen.
- 6 d. h.: mein Strafgericht; mein Zürnen
- 7 i. S. v.: unter einem Joch; einmütig.
- 8 d. i.: Äthiopien (u. Sudan)
- 9 o.: die zu mir Flehenden; o.: meine Anbeter
- 10 o.: deine stolz Frohlockenden
- 11 o.: sehen
- 12 d. h.: Israel (Jahwehs Ehefrau)
- 13 o.: die Verstoßene; die Vertriebene
- 14 d. h.: die einzelnen Glieder des Volkes (im Heb. Mehrzahl)
- 15 o.: eure Gefangenschaft