Altes Testament
Klagelieder Kapitel 5
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Gedenke, Jahweh1, dessen, was uns geschah! Schau her und sieh unsere Schmach!
2Unser Erbteil ist Fremden zugefallen, unsere Häuser Ausländern.
3Waisen sind wir geworden. Da ist kein Vater; unsere Mütter sind Witwen gleich.
4Unser Wasser trinken wir um Geld, Holz bekommen wir [nur] gegen Bezahlung.
5[Dicht] am Nacken2 werden wir verfolgt. Wir sind ermattet, man lässt uns nicht ruhen.
6Ägypten haben wir die Hand gereicht, [und] Assur, um mit Brot gesättigt zu werden.
7Unsere Väter sündigten; sie sind nicht mehr - wir aber, wir tragen ihre Verschuldungen.
8Leibeigene Knechte herrschen über uns! Da ist keiner, der uns ihrer Hand entreißt.
9Unter [Einsatz] unserer Seele3 holen wir unser Brot angesichts des Schwertes der Wüste.
10Unsere Haut, wie ein Ofen glüht sie - wegen der Fieberqualen des Hungers.
11In Zion hat man Frauen entehrt4, Jungfrauen in den Städten Judas.
12Fürsten wurden gehängt von ihrer Hand, die Angesichter der Alten ehrte man nicht.
13Junge Männer müssen Mühlen tragen5 und Knaben straucheln unter der Holzlast.
14Die Alten bleiben ferne vom Tor, die jungen Männer von ihrem Saitenspiel.
15Aufgehört hat die Freude unseres Herzens, unser Reigen ist verwandelt in Trauer.
16Gefallen ist die Krone unseres Hauptes. Wehe uns, dass wir gesündigt haben!
17Darüber ist unser Herz krank geworden; verdunkelt sind unsere Augen über dieses:
18über den Berg Zion, dass er verödet ist; Füchse streifen auf ihm umher.
19Du, Jahweh, thronst auf ewig, dein Thron ist von Geschlecht zu Geschlecht6.
20Warum vergisst du uns für immer7, verlässt du uns für die Länge der Tage?
21Lass uns zurückkehren, Jahweh, zu dir, dass wir zurückkehren8! Erneuere unsere Tage - wie früher!
22Oder solltest du uns völlig verwerfen, erzürnt sein über uns ganz und gar9?
2Unser Erbteil ist Fremden zugefallen, unsere Häuser Ausländern.
3Waisen sind wir geworden. Da ist kein Vater; unsere Mütter sind Witwen gleich.
4Unser Wasser trinken wir um Geld, Holz bekommen wir [nur] gegen Bezahlung.
5[Dicht] am Nacken2 werden wir verfolgt. Wir sind ermattet, man lässt uns nicht ruhen.
6Ägypten haben wir die Hand gereicht, [und] Assur, um mit Brot gesättigt zu werden.
7Unsere Väter sündigten; sie sind nicht mehr - wir aber, wir tragen ihre Verschuldungen.
8Leibeigene Knechte herrschen über uns! Da ist keiner, der uns ihrer Hand entreißt.
9Unter [Einsatz] unserer Seele3 holen wir unser Brot angesichts des Schwertes der Wüste.
10Unsere Haut, wie ein Ofen glüht sie - wegen der Fieberqualen des Hungers.
11In Zion hat man Frauen entehrt4, Jungfrauen in den Städten Judas.
12Fürsten wurden gehängt von ihrer Hand, die Angesichter der Alten ehrte man nicht.
13Junge Männer müssen Mühlen tragen5 und Knaben straucheln unter der Holzlast.
14Die Alten bleiben ferne vom Tor, die jungen Männer von ihrem Saitenspiel.
15Aufgehört hat die Freude unseres Herzens, unser Reigen ist verwandelt in Trauer.
16Gefallen ist die Krone unseres Hauptes. Wehe uns, dass wir gesündigt haben!
17Darüber ist unser Herz krank geworden; verdunkelt sind unsere Augen über dieses:
18über den Berg Zion, dass er verödet ist; Füchse streifen auf ihm umher.
19Du, Jahweh, thronst auf ewig, dein Thron ist von Geschlecht zu Geschlecht6.
20Warum vergisst du uns für immer7, verlässt du uns für die Länge der Tage?
21Lass uns zurückkehren, Jahweh, zu dir, dass wir zurückkehren8! Erneuere unsere Tage - wie früher!
22Oder solltest du uns völlig verwerfen, erzürnt sein über uns ganz und gar9?
Fußnoten
- 1 Betonung auf der zweiten Silbe: "Jahweh"
- 2 eigtl.: Auf unserem Nacken
- 3 d. h.: unseres Lebens
- 4 o.: geschändet; erniedrigt; gedemütigt
- 5 o.: Mühlsteine tragen; o.: [Lasten] zur Mühle tragen
- 6 o.: währt Generation für Generation.
- 7 o.: auf Dauer; heb. la-näzach
- 8 o.: dass wir heimkehren können; o.: so werden wir heimkehren.
- 9 w.: bis sehr.