Altes Testament
Micha Kapitel 7
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Weh mir!, denn es ergeht mir wie bei der Obstlese, wie bei der Nachlese der Weinernte: keine Traube zu essen, [keine] Frühfeige, die meine Seele begehrt!
2Der Gütige ist aus dem Lande verschwunden, kein Rechtschaffener ist unter den Menschen; sie alle lauern auf Blut, sie jagen jeder seinen Bruder mit dem Netz.
3Auf das Böse sind [ihre] Hände aus, es tüchtig zu verrichten. Der Fürst fordert, der Richter [richtet] gegen Entgelt, der Große redet nach dem Gelüst seiner Seele, und so drehen sie sich's <zurecht>1.
4Der Beste unter ihnen ist wie ein Dornstrauch, der Rechtschaffenste wie eine Hecke. - Der Tag deiner Wächter2, ja, deine Heimsuchung, kommt heran! - Nun wird ihre Verwirrung geschehen!
5Traut nicht dem Verwandten3! Verlasst euch nicht auf den Freund! Vor der, die in deinem Schoß liegt, verwahre die Pforten deines Mundes!,
6denn der Sohn verachtet den Vater, die Tochter steht wider ihre Mutter, die Schwiegertochter ist gegen ihre Schwiegermutter! Des Mannes Feinde werden die eigenen Hausgenossen sein. -
7Ich aber will Ausschau halten nach Jahweh, will harren auf den Gott meines Heils. Erhören wird mich mein Gott.
8Freue dich nicht über mich, meine Feindin, denn bin ich gefallen, so stehe ich wieder auf! Wenn ich in der Finsternis sitze, ist [doch] Jahweh mir Licht.
9Den Unmut Jahwehs will ich tragen - denn ich habe gesündigt an ihm -, bis er meinen Rechtsstreit führen und mir Recht schaffen wird, mich herausführen wird ins Licht; schauen werde ich seine Gerechtigkeit.
10Sehen wird's meine Feindin, Schamröte wird sie bedecken, die zu mir sagt: "Wo ist Jahweh, dein Gott?" Meine Augen werden sich an ihr weiden4: Nun wird sie zu Zertretenem; wie Kot auf der Straße wird sie sein!
11Ein Tag [kommt], an dem deine Mauern aufgebaut werden. An jenem Tag wird die Schranke5 entfernt sein.
12An jenem Tag, da wird man zu dir kommen von Assur und den Städten Mazors6 her und von Mazor her bis zum Strom und von Meer zu Meer und von Bergland zu Bergland. -
13Das Erdreich7 aber wird zur Einöde werden wegen seiner Bewohner, wegen der Frucht ihrer Taten.
14Weide8 dein Volk mit deinem Stab, die Herde deines Erbteils, dass es für sich wohne, im Wald, inmitten des Karmel9. Lass sie Baschan und Gilead beweiden wie in den Tagen der Urzeit.
15Wie in den Tagen, da du aus dem Lande Ägypten zogst, werde ich es Wunder sehen lassen.
16Sehen werden es [die] Völker und beschämt werden trotz aller ihrer Heldenstärke! Die Hand werden sie auf den Mund legen, ihre Ohren werden taub werden!
17Staub lecken werden sie wie die Schlange; wie die kriechenden Tiere der Erde werden sie hervorzittern aus ihren Schlössern. Zu Jahweh, unserem Gott, werden sie sich bebend wenden! Und fürchten werden sie sich vor dir!
18Wer ist ein <starker> Gott wie du, der die Schuld vergibt dem Überrest seines Erbteils, der über die Abtrünnigkeit hinwegschreitet, der nicht ewig festhält an seinem Zorn, denn er ist einer, der Gefallen hat an Güte10!
19Er wird sich unser wieder erbarmen, unsere Verschuldungen bezwingen! Du wirst in die Tiefen des Meeres werfen alle ihre Sünden.
20Du erweist11 Jakob die Treue12, Abraham die Güte, die du geschworen hast unseren Vätern von den Tagen der Vorzeit her.
2Der Gütige ist aus dem Lande verschwunden, kein Rechtschaffener ist unter den Menschen; sie alle lauern auf Blut, sie jagen jeder seinen Bruder mit dem Netz.
3Auf das Böse sind [ihre] Hände aus, es tüchtig zu verrichten. Der Fürst fordert, der Richter [richtet] gegen Entgelt, der Große redet nach dem Gelüst seiner Seele, und so drehen sie sich's <zurecht>1.
4Der Beste unter ihnen ist wie ein Dornstrauch, der Rechtschaffenste wie eine Hecke. - Der Tag deiner Wächter2, ja, deine Heimsuchung, kommt heran! - Nun wird ihre Verwirrung geschehen!
5Traut nicht dem Verwandten3! Verlasst euch nicht auf den Freund! Vor der, die in deinem Schoß liegt, verwahre die Pforten deines Mundes!,
6denn der Sohn verachtet den Vater, die Tochter steht wider ihre Mutter, die Schwiegertochter ist gegen ihre Schwiegermutter! Des Mannes Feinde werden die eigenen Hausgenossen sein. -
7Ich aber will Ausschau halten nach Jahweh, will harren auf den Gott meines Heils. Erhören wird mich mein Gott.
8Freue dich nicht über mich, meine Feindin, denn bin ich gefallen, so stehe ich wieder auf! Wenn ich in der Finsternis sitze, ist [doch] Jahweh mir Licht.
9Den Unmut Jahwehs will ich tragen - denn ich habe gesündigt an ihm -, bis er meinen Rechtsstreit führen und mir Recht schaffen wird, mich herausführen wird ins Licht; schauen werde ich seine Gerechtigkeit.
10Sehen wird's meine Feindin, Schamröte wird sie bedecken, die zu mir sagt: "Wo ist Jahweh, dein Gott?" Meine Augen werden sich an ihr weiden4: Nun wird sie zu Zertretenem; wie Kot auf der Straße wird sie sein!
11Ein Tag [kommt], an dem deine Mauern aufgebaut werden. An jenem Tag wird die Schranke5 entfernt sein.
12An jenem Tag, da wird man zu dir kommen von Assur und den Städten Mazors6 her und von Mazor her bis zum Strom und von Meer zu Meer und von Bergland zu Bergland. -
13Das Erdreich7 aber wird zur Einöde werden wegen seiner Bewohner, wegen der Frucht ihrer Taten.
14Weide8 dein Volk mit deinem Stab, die Herde deines Erbteils, dass es für sich wohne, im Wald, inmitten des Karmel9. Lass sie Baschan und Gilead beweiden wie in den Tagen der Urzeit.
15Wie in den Tagen, da du aus dem Lande Ägypten zogst, werde ich es Wunder sehen lassen.
16Sehen werden es [die] Völker und beschämt werden trotz aller ihrer Heldenstärke! Die Hand werden sie auf den Mund legen, ihre Ohren werden taub werden!
17Staub lecken werden sie wie die Schlange; wie die kriechenden Tiere der Erde werden sie hervorzittern aus ihren Schlössern. Zu Jahweh, unserem Gott, werden sie sich bebend wenden! Und fürchten werden sie sich vor dir!
18Wer ist ein <starker> Gott wie du, der die Schuld vergibt dem Überrest seines Erbteils, der über die Abtrünnigkeit hinwegschreitet, der nicht ewig festhält an seinem Zorn, denn er ist einer, der Gefallen hat an Güte10!
19Er wird sich unser wieder erbarmen, unsere Verschuldungen bezwingen! Du wirst in die Tiefen des Meeres werfen alle ihre Sünden.
20Du erweist11 Jakob die Treue12, Abraham die Güte, die du geschworen hast unseren Vätern von den Tagen der Vorzeit her.
Fußnoten
- 1 o.: und so verdichten sie es; o.: und so verflechten sie es ineinander.
- 2 o.: deiner Späher; näml.: deiner Propheten (die diesen Tag angekündigt haben)
- 3 o.: Gefährten
- 4 w.: werden sie ansehen (i. S. v.: mit Genugtuung ansehen)
- 5 Vgl. V. 12; das Wort bed. nicht "Gebiet" o. "Landesgrenze".
- 6 Mazor ist ein Name für Ägypten.
- 7 o.: das Land (näml.: außerhalb Kanaans); die Ländereien
- 8 und hüte
- 9 bed.: Baumgarten
- 10 und Treue.
- 11 o.: bietest
- 12 und Beständigkeit; Grundbed.: Wahrheit