Altes Testament
Ester Kapitel 4
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Und Mordechai erfuhr1 alles, was geschehen war. Und Mordechai riss seine Kleider entzwei und legte Sacktuch und Asche2 an. Und er ging hinaus in die Stadt und erhob ein lautes und bitterliches Geschrei.
2Und er kam bis vor das Tor des Königs (denn ins Tor des Königs durfte man in Sackgewand nicht hineingehen).
3Überall aber, Provinz um Provinz, wohin auch das Wort des Königs und sein Gesetz gelangte, war große Trauer bei den Juden und Fasten und Weinen und Wehklage. Viele lagen auf Sacktuch und in der Asche.3
4Und die Mädchen4 Esthers und ihre Eunuchen kamen und teilten es ihr mit. Da wurde die Königin in sehr große Angst5 versetzt. Und sie sandte Kleider, Mordechai zu bekleiden und sein Sacktuch von ihm abzunehmen. Aber er nahm sie nicht an.
5Da rief Esther Hatach, einen von den Eunuchen des Königs, den er eingesetzt hatte, vor ihr zu stehen6, und gab ihm Auftrag hinsichtlich Mordechai, in Erfahrung zu bringen, was dieses sei und weshalb dieses sei.
6Da ging Hatach zu Mordechai hinaus auf den Platz der Stadt, der vor dem Tor des Königs war.
7Und Mordechai teilte ihm alles mit, was ihm widerfahren war, und den genauen Betrag des Silbers, den Haman versprochen hatte, in die Schatzkammern des Königs darzuwiegen [als Entgelt] für die Vernichtung der Juden.
8Und er gab ihm eine Abschrift des Schreibens mit dem Gesetz, das in Susa zu ihrer Auslöschung erlassen worden war, um sie Esther zu zeigen und ihr mitzuteilen und ihr den Auftrag zu geben, zum König hineinzugehen, um ihn um Erbarmen anzuflehen und vor ihm für ihr Volk zu bitten.
9Und Hatach kam und teilte Esther die Worte Mordechais mit.
10Und Esther sagte zu Hatach und trug ihm auf für Mordechai:
11"Alle Knechte des Königs und das Volk der Provinzen des Königs wissen: Für jeden Mann und [jede] Frau, wer <auch immer> zum König in den inneren Hof hineingeht, ohne dass er gerufen wird, gilt das eine Gesetz, dass er zu töten ist - es sei denn, der König strecke ihm das goldene Zepter entgegen, damit er am Leben bleibe. Ich aber bin diese dreißig Tage nicht gerufen worden, zum König hineinzugehen."
12Und man teilte Mordechai die Worte Esthers mit.
13Und Mordechai sagte, man solle Esther antworten: "Bilde dir nicht in deiner Seele ein, du unter allen Juden könntest entrinnen im Haus des Königs,
14denn wenn du in dieser Zeit schweigst, wird Befreiung und Rettung für die Juden von einem anderen Ort her erstehen, du aber und deines Vaters Haus, ihr werdet umkommen. Und wer weiß, ob du nicht für eine Zeit wie diese zum Königtum gelangt bist?"
15Und Esther sagte, man solle Mordechai antworten:
16"Gehe hin, versammle alle Juden, die sich in Susa befinden. Und fastet für mich, und esst nicht und trinkt nicht drei Tage lang7, Nacht und Tag! Auch ich und meine Mädchen werden ebenso fasten. Und auf diese Weise8 will ich zum König hineingehen, obschon es nicht nach dem Gesetz ist. Und komme ich um, so komme ich um!"
17Und Mordechai ging hin9 und tat nach allem, was Esther ihm geboten hatte.
2Und er kam bis vor das Tor des Königs (denn ins Tor des Königs durfte man in Sackgewand nicht hineingehen).
3Überall aber, Provinz um Provinz, wohin auch das Wort des Königs und sein Gesetz gelangte, war große Trauer bei den Juden und Fasten und Weinen und Wehklage. Viele lagen auf Sacktuch und in der Asche.3
4Und die Mädchen4 Esthers und ihre Eunuchen kamen und teilten es ihr mit. Da wurde die Königin in sehr große Angst5 versetzt. Und sie sandte Kleider, Mordechai zu bekleiden und sein Sacktuch von ihm abzunehmen. Aber er nahm sie nicht an.
5Da rief Esther Hatach, einen von den Eunuchen des Königs, den er eingesetzt hatte, vor ihr zu stehen6, und gab ihm Auftrag hinsichtlich Mordechai, in Erfahrung zu bringen, was dieses sei und weshalb dieses sei.
6Da ging Hatach zu Mordechai hinaus auf den Platz der Stadt, der vor dem Tor des Königs war.
7Und Mordechai teilte ihm alles mit, was ihm widerfahren war, und den genauen Betrag des Silbers, den Haman versprochen hatte, in die Schatzkammern des Königs darzuwiegen [als Entgelt] für die Vernichtung der Juden.
8Und er gab ihm eine Abschrift des Schreibens mit dem Gesetz, das in Susa zu ihrer Auslöschung erlassen worden war, um sie Esther zu zeigen und ihr mitzuteilen und ihr den Auftrag zu geben, zum König hineinzugehen, um ihn um Erbarmen anzuflehen und vor ihm für ihr Volk zu bitten.
9Und Hatach kam und teilte Esther die Worte Mordechais mit.
10Und Esther sagte zu Hatach und trug ihm auf für Mordechai:
11"Alle Knechte des Königs und das Volk der Provinzen des Königs wissen: Für jeden Mann und [jede] Frau, wer <auch immer> zum König in den inneren Hof hineingeht, ohne dass er gerufen wird, gilt das eine Gesetz, dass er zu töten ist - es sei denn, der König strecke ihm das goldene Zepter entgegen, damit er am Leben bleibe. Ich aber bin diese dreißig Tage nicht gerufen worden, zum König hineinzugehen."
12Und man teilte Mordechai die Worte Esthers mit.
13Und Mordechai sagte, man solle Esther antworten: "Bilde dir nicht in deiner Seele ein, du unter allen Juden könntest entrinnen im Haus des Königs,
14denn wenn du in dieser Zeit schweigst, wird Befreiung und Rettung für die Juden von einem anderen Ort her erstehen, du aber und deines Vaters Haus, ihr werdet umkommen. Und wer weiß, ob du nicht für eine Zeit wie diese zum Königtum gelangt bist?"
15Und Esther sagte, man solle Mordechai antworten:
16"Gehe hin, versammle alle Juden, die sich in Susa befinden. Und fastet für mich, und esst nicht und trinkt nicht drei Tage lang7, Nacht und Tag! Auch ich und meine Mädchen werden ebenso fasten. Und auf diese Weise8 will ich zum König hineingehen, obschon es nicht nach dem Gesetz ist. Und komme ich um, so komme ich um!"
17Und Mordechai ging hin9 und tat nach allem, was Esther ihm geboten hatte.