Altes Testament
Ester Kapitel 7
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Und es kam der König - und Haman -, um bei Esther, der Königin, zu trinken.
2Und der König sagte zu Esther auch am zweiten Tage beim Weintrinken: "Was ist deine Bitte, Königin Esther? Ja, sie soll dir gewährt werden. Und was ist dein Begehren? Bis zur Hälfte des Königreiches, ja, es soll getan werden."
3Und die Königin Esther antwortete: "Habe ich Gnade gefunden in deinen Augen, König, und gefällt es dem König, so möge mir mein Leben1 geschenkt werden auf meine Bitte hin und mein Volk auf mein Begehren hin,
4denn wir wurden verkauft, ich und mein Volk, um ausgelöscht, getötet und vernichtet zu werden. Und wären wir nur als leibeigene Knechte und leibeigene Mägde verkauft worden, hätte ich geschwiegen, denn <dann> wäre die Bedrängnis nicht wert, dass man ihretwegen den König belästige2."
5Da sprach der König Ahasveros. Und er sagte zu Esther, der Königin: "Wer ist der? Und wo ist der, den sein Herz erfüllt hat, solches zu tun?"
6Und Esther sagte: "Der Bedränger und Feind ist dieser böse Haman!" Haman aber erschrak vor dem König und der Königin.
7Und in seiner Grimmglut war der König vom Weintrinken aufgestanden, zum Garten des Palastes hin. Haman aber war geblieben, um bei Esther, der Königin, für sein Leben3 zu bitten, denn er sah, dass das Unheil beim König gegen ihn fest beschlossen war.
8Und der König kam aus dem Garten des Palastes zurück in das Haus des Weintrinkens. Und Haman war auf das Ruhelager niedergefallen, auf dem Esther saß. Und der König sagte: "Will man gar bei mir im Hause der Königin Gewalt antun?" Kaum war das Wort aus dem Munde des Königs ausgegangen, schon verhüllte man das Angesicht Hamans.
9Und Harbona, einer von den Eunuchen vor dem König, sagte: "Siehe, da steht beim Haus Hamans auch <schon> das Holz, das Haman gemacht hat für Mordechai, der Gutes für den König geredet hatte, fünfzig Ellen hoch." Und der König sagte: "Hängt ihn daran!"
10Und man erhängte Haman an dem Holz, das er für Mordechai aufgestellt hatte. Und die Grimmglut des Königs legte sich.
2Und der König sagte zu Esther auch am zweiten Tage beim Weintrinken: "Was ist deine Bitte, Königin Esther? Ja, sie soll dir gewährt werden. Und was ist dein Begehren? Bis zur Hälfte des Königreiches, ja, es soll getan werden."
3Und die Königin Esther antwortete: "Habe ich Gnade gefunden in deinen Augen, König, und gefällt es dem König, so möge mir mein Leben1 geschenkt werden auf meine Bitte hin und mein Volk auf mein Begehren hin,
4denn wir wurden verkauft, ich und mein Volk, um ausgelöscht, getötet und vernichtet zu werden. Und wären wir nur als leibeigene Knechte und leibeigene Mägde verkauft worden, hätte ich geschwiegen, denn <dann> wäre die Bedrängnis nicht wert, dass man ihretwegen den König belästige2."
5Da sprach der König Ahasveros. Und er sagte zu Esther, der Königin: "Wer ist der? Und wo ist der, den sein Herz erfüllt hat, solches zu tun?"
6Und Esther sagte: "Der Bedränger und Feind ist dieser böse Haman!" Haman aber erschrak vor dem König und der Königin.
7Und in seiner Grimmglut war der König vom Weintrinken aufgestanden, zum Garten des Palastes hin. Haman aber war geblieben, um bei Esther, der Königin, für sein Leben3 zu bitten, denn er sah, dass das Unheil beim König gegen ihn fest beschlossen war.
8Und der König kam aus dem Garten des Palastes zurück in das Haus des Weintrinkens. Und Haman war auf das Ruhelager niedergefallen, auf dem Esther saß. Und der König sagte: "Will man gar bei mir im Hause der Königin Gewalt antun?" Kaum war das Wort aus dem Munde des Königs ausgegangen, schon verhüllte man das Angesicht Hamans.
9Und Harbona, einer von den Eunuchen vor dem König, sagte: "Siehe, da steht beim Haus Hamans auch <schon> das Holz, das Haman gemacht hat für Mordechai, der Gutes für den König geredet hatte, fünfzig Ellen hoch." Und der König sagte: "Hängt ihn daran!"
10Und man erhängte Haman an dem Holz, das er für Mordechai aufgestellt hatte. Und die Grimmglut des Königs legte sich.