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Altes Testament

Ester Kapitel 9

Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022

1Und im zwölften Monat (das ist der Monat Adar), am dreizehnten Tag desselben, als das Wort des Königs und sein Gesetz zur Ausführung kommen sollten, an dem Tag, als die Feinde der Juden gehofft hatten, sie zu überwältigen (es wendete sich aber, sodass sie, die Juden, ihre Hasser überwältigen sollten),
2da versammelten sich die Juden in ihren Städten, in allen Provinzen des Königs Ahasveros, um an diejenigen Hand anzulegen, die ihr Unheil suchten. Und niemand konnte vor ihnen bestehen, denn der Schrecken vor ihnen war auf alle Völkerscharen gefallen.
3Und alle Obersten der Provinzen und die Satrapen und die Statthalter und die, die die Geschäfte des Königs besorgten, unterstützten die Juden, denn der Schrecken vor Mordechai war auf sie gefallen,
4denn Mordechai war groß im Hause des Königs, und die Kunde von ihm ging durch alle Provinzen. Ja, der Mann Mordechai wurde immer größer.
5Und <so> schlugen die Juden bei allen ihren Feinden zu: Schwertschlag, Umbringen, Vernichten. Und sie taten an ihren Hassern nach ihrem Belieben.
6Und in der Burg Susa töteten und vernichteten die Juden fünfhundert Mann.
7Und sie töteten Parschandata und Dalphon und Aspata
8und Porata und Adalja und Aridata
9und Parmaschta und Arisai und Aridai und Wajesata,
10die zehn Söhne Hamans, des Sohnes Hammedatas, des Judenfeindes; aber an die Beute legten sie ihre Hand nicht.
11An jenem Tag kam die Zahl der in der Burg Susa Erschlagenen vor den König.
12Und der König sagte zu Esther, der Königin: "In der Burg Susa haben die Juden fünfhundert Mann und die zehn Söhne Hamans getötet und vernichtet. Was werden sie in den übrigen Provinzen des Königs getan haben! Doch was ist deine Bitte? Ja, sie soll dir gewährt werden. Und was ist noch dein Begehren? Ja, es soll getan werden."
13Und Esther sagte: "Wenn es dem König gefällt, möge auch morgen den Juden, die in Susa sind, gestattet werden, nach dem heutigen Gesetz zu tun. Und die zehn Söhne Hamans möge man ans Holz hängen."
14Und der König sagte, es solle so getan werden. Und das Gesetz wurde in Susa erlassen, und die zehn Söhne Hamans wurden gehängt.
15Und die Juden, die in Susa waren, versammelten sich auch am vierzehnten Tag des Monats Adar und töteten in Susa dreihundert Mann; aber an die Beute legten sie ihre Hand nicht.
16Und die übrigen Juden, die in den Provinzen des Königs waren, versammelten sich und standen für ihr Leben ein und erhielten Ruhe vor ihren Feinden. Und sie töteten unter ihren Hassern fünfundsiebzigtausend, aber an die Beute legten sie ihre Hand nicht;
17- am dreizehnten Tag des Monats Adar. Am vierzehnten desselben aber ruhten sie. Und sie machten ihn zu einem Tag des Gastmahls1 und der Freude.
18Die Juden aber, die in Susa waren, hatten sich am Dreizehnten des Monats und am Vierzehnten versammelt. Und am Fünfzehnten ruhten sie, und sie machten ihn zu einem Tag des Gastmahls und der Freude.
19Darum machen die Juden auf dem offenen Land, die in den offenen2 Landstädten wohnen, den vierzehnten Tag des Monats Adar zum [Tag] der Freude und des Gastmahls und zu einem guten Tag, an dem man sich einander3 Anteile [von Speisen] zuschickt.
20Und Mordechai schrieb diese Dinge auf. Und er sandte Briefe an alle Juden in allen Provinzen des Königs Ahasveros, die nahen und die fernen,
21um sie zu verpflichten, dass sie den vierzehnten Tag des Monats Adar und den fünfzehnten Tag desselben Jahr für Jahr [als Festtag] begehen sollten:
22die Tage, an denen die Juden Ruhe erlangten vor ihren Feinden, und den Monat, an dem sich ihnen Kummer in Freude und Trauer in einen Festtag verwandelt hatte; dass sie diese als Tage des Gastmahls und der Freude begehen sollten, an denen man sich einander Anteile [von Speisen] zuschickt und den Armen Geschenke [zukommen lässt].
23Und die Juden nahmen [als Brauch] an, zu tun, was sie angefangen hatten4, und was Mordechai ihnen geschrieben hatte,
24denn Haman, der Sohn Hammedatas, der Agagiter, der Feind aller Juden, hatte gegen die Juden <einen Plan> ersonnen, sie zu vernichten, und er5 hatte das Pur (das ist das Los) geworfen, sie aufzureiben und zu vernichten.
25Als es aber vor den König kam, sagte der mit einem Schreiben, sein böser Plan, den er gegen die Juden ersonnen hatte, sollte auf seinen Kopf zurückkehren. Und man hängte ihn und seine Söhne ans Holz.
26Deshalb nannte man diese Tage Purim6, nach dem Namen des "Pur". Deshalb, wegen aller Worte dieses Briefes und wegen dessen, was sie selbst [davon] gesehen7 hatten und was ihnen widerfahren war,
27setzten es die Juden fest und nahmen es für sich und für ihren Samen und für alle, die sich ihnen anschlossen, unwiderruflich an, diese beiden Tage Jahr für Jahr [als Festtage] zu begehen, entsprechend dem dafür geltenden Schreiben und der dafür festgesetzten Zeit,
28und dass diese Tage in Erinnerung bleiben sollten und in allen [Geschlechtern] gehalten werden sollten, Geschlecht um Geschlecht8, Sippe um Sippe, Provinz um Provinz und Stadt um Stadt, und dass diese Purim-Tage unter den Juden nicht untergehen sollten und das Gedenken an sie bei deren Samen nicht aufhören sollte.
29Und <dann> setzte die Königin Esther, die Tochter Abihajils, mit dem Juden Mordechai, ein Schriftstück auf, um jenen zweiten Purimbrief mit allem Nachdruck verpflichtend zu machen.
30Und man sandte Schreiben an alle Juden, in die hundertsiebenundzwanzig Provinzen des Königreiches des Ahasveros, Worte des Friedens und der Wahrheit,
31diese Tage der Purim zu den dafür festgesetzten Zeiten zur Pflicht zu machen, so, wie Mordechai, der Jude, und Esther, die Königin, es ihnen zur Pflicht gemacht hatten und wie sie es sich selbst und ihrem Samen zur Pflicht gemacht hatten, <nämlich> die Dinge9 bezüglich des Fastens und bezüglich ihres Wehklagens.
32Und der Befehl Esthers machte diese Dinge10 bezüglich der Purim verpflichtend. Und es wurde niedergeschrieben11 in einem Buch.

Fußnoten

  1. 1 o.: Trinkmahls; so a. i. Folg.
  2. 2 d. h.: unbefestigten
  3. 3 eigtl.: jeder seinem Gefährten; so a. V. 22.
  4. 4 d. h.: was sie damals zum ersten Mal taten
  5. 5 o.: man
  6. 6 d. h.: Lose (v. heb. pur, Los)
  7. 7 i. S. v.: erlebt
  8. 8 o.: Generation um Generation
  9. 9 o.: das Wort
  10. 10 eigtl.: diese Angelegenheiten; diese Worte
  11. 11 o.: aufgezeichnet in einer Urkunde