Altes Testament
Ester Kapitel 5
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Und es geschah am dritten Tag, da kleidete sich Esther königlich und trat in den inneren Hof des Hauses des Königs, dem Hause des Königs gegenüber. Und der König saß auf seinem königlichen Thron im königlichen Haus, dem Eingang des Hauses gegenüber.
2Und es geschah, als der König die Königin Esther im Hof stehen sah, erlangte sie Gnade in seinen Augen. Und der König streckte Esther das goldene Zepter entgegen, das in seiner Hand war. Und Esther nahte und rührte die Spitze des Zepters an.
3Und der König sagte zu ihr: "Was ist dir, Königin Esther? Und was ist dein Begehren? Bis zur Hälfte des Königreiches, ja, es soll dir gewährt werden!"
4Und Esther sagte: "Gefällt es dem König, so komme der König heute mit Haman zu dem Mahl, das ich für ihn gemacht habe."
5Und der König sagte: "Eilt, [holt] Haman, dass wir das Wort Esthers tun." Und es kam der König - und Haman - zu dem Mahl, das Esther gemacht hatte.
6Und der König sagte zu Esther beim Weintrinken: "Was ist deine Bitte? Ja, sie soll dir gewährt werden. Und was ist dein Begehren? Bis zur Hälfte des Königreiches, ja, es soll getan werden!"
7Und Esther antwortete und sagte: "Meine Bitte und mein Begehren ist:
8Habe ich Gnade gefunden in den Augen des Königs und gefällt es dem König, meine Bitte zu gewähren und mein Begehren zu tun, so komme der König mit Haman zu dem Mahl, das ich ihnen machen will. Und morgen will ich nach dem Wort des Königs tun."
9Und Haman ging an jenem Tag hinaus, erfreut und wohl im Herzen. Als Haman aber Mordechai im Tor des Königs sah und er sich nicht erhob und nicht Furcht zeigte1, wurde Haman von Grimmglut erfüllt über Mordechai.
10Aber Haman bezwang sich. Und er kam in sein Haus. Und er sandte hin und ließ seine Freunde2 und seine Frau Seresch3 kommen.
11Und Haman zählte ihnen die Herrlichkeit seines Reichtums auf und [erzählte] von seinen vielen Söhnen und von alledem, dass der König ihn groß gemacht habe und ihn erhöht habe über die Fürsten und Knechte des Königs.
12Und Haman sagte: "Zudem hat Esther, die Königin, niemanden mit dem König zum Mahl kommen lassen, das sie bereitet hatte, als nur mich. Und auch für morgen bin ich zu ihr eingeladen gemeinsam mit dem König. -
13Aber dieses alles befriedigt mich nicht4, solange ich Mordechai, den Juden, im Tor des Königs sitzen sehe."
14Und seine Frau Seresch sagte zu ihm, und [ebenso] alle seine Freunde: "Man soll einen Holz[pfahl]5 machen, fünfzig Ellen hoch. Und am Morgen sage dem König, dass man Mordechai daran hängen soll. Und <dann> geh mit dem König fröhlich zum Mahl!" Und das Wort war gut für Haman, und er ließ den Holz[pfahl] machen.
2Und es geschah, als der König die Königin Esther im Hof stehen sah, erlangte sie Gnade in seinen Augen. Und der König streckte Esther das goldene Zepter entgegen, das in seiner Hand war. Und Esther nahte und rührte die Spitze des Zepters an.
3Und der König sagte zu ihr: "Was ist dir, Königin Esther? Und was ist dein Begehren? Bis zur Hälfte des Königreiches, ja, es soll dir gewährt werden!"
4Und Esther sagte: "Gefällt es dem König, so komme der König heute mit Haman zu dem Mahl, das ich für ihn gemacht habe."
5Und der König sagte: "Eilt, [holt] Haman, dass wir das Wort Esthers tun." Und es kam der König - und Haman - zu dem Mahl, das Esther gemacht hatte.
6Und der König sagte zu Esther beim Weintrinken: "Was ist deine Bitte? Ja, sie soll dir gewährt werden. Und was ist dein Begehren? Bis zur Hälfte des Königreiches, ja, es soll getan werden!"
7Und Esther antwortete und sagte: "Meine Bitte und mein Begehren ist:
8Habe ich Gnade gefunden in den Augen des Königs und gefällt es dem König, meine Bitte zu gewähren und mein Begehren zu tun, so komme der König mit Haman zu dem Mahl, das ich ihnen machen will. Und morgen will ich nach dem Wort des Königs tun."
9Und Haman ging an jenem Tag hinaus, erfreut und wohl im Herzen. Als Haman aber Mordechai im Tor des Königs sah und er sich nicht erhob und nicht Furcht zeigte1, wurde Haman von Grimmglut erfüllt über Mordechai.
10Aber Haman bezwang sich. Und er kam in sein Haus. Und er sandte hin und ließ seine Freunde2 und seine Frau Seresch3 kommen.
11Und Haman zählte ihnen die Herrlichkeit seines Reichtums auf und [erzählte] von seinen vielen Söhnen und von alledem, dass der König ihn groß gemacht habe und ihn erhöht habe über die Fürsten und Knechte des Königs.
12Und Haman sagte: "Zudem hat Esther, die Königin, niemanden mit dem König zum Mahl kommen lassen, das sie bereitet hatte, als nur mich. Und auch für morgen bin ich zu ihr eingeladen gemeinsam mit dem König. -
13Aber dieses alles befriedigt mich nicht4, solange ich Mordechai, den Juden, im Tor des Königs sitzen sehe."
14Und seine Frau Seresch sagte zu ihm, und [ebenso] alle seine Freunde: "Man soll einen Holz[pfahl]5 machen, fünfzig Ellen hoch. Und am Morgen sage dem König, dass man Mordechai daran hängen soll. Und <dann> geh mit dem König fröhlich zum Mahl!" Und das Wort war gut für Haman, und er ließ den Holz[pfahl] machen.