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Neues Testament

2. Korinther Kapitel 8

Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022

1Wir setzen euch aber in Kenntnis, Brüder, über die Gnade Gottes, die in den Gemeinden Makedoniens gegeben worden ist,
2dass in viel Prüfung durch Bedrängnis ihre überreiche Freude und ihre tiefe Armut in den Reichtum ihrer Freigebigkeit überfloss,
3weil sie nach Vermögen - ich bezeuge es: und über Vermögen - Bereitwilligkeit zeigten,
4und sie baten uns flehentlich mit vielem Zureden, um die Gnade1 und die Gemeinschaft2 am Dienst für die Heiligen.
5Und [es war] nicht [nur] so, wie wir es hofften, sondern sie gaben sich selbst, zuerst dem Herrn - und uns, durch den Willen Gottes -,
6sodass wir Titus zuredeten, damit er auch diese Gnade, so wie er zuvor begonnen hatte, so bei euch auch zu Ende führe,
7jedoch - gleichwie ihr in allem reich seid, in Glauben und Wort und Kenntnis und allerlei Fleiß und der von euch ausgegangenen Liebe, [die wir] in uns [wahrnehmen] - damit ihr auch in dieser Gnade3 reich sein mögt.
8[Wenn] ich [so] spreche, [ist es] nicht auf Art eines <ausdrücklichen> Befehls, sondern ich benutze den Fleiß der anderen als Anlass und prüfe die Echtheit eurer Liebe,
9denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn, Jesu Christi, dass er euretwegen arm wurde, [er], der reich war, damit ihr durch seine Armut reich würdet.
10Und ich gebe in dieser Sache ein Gutachten, denn dieses ist euch förderlich, die ihr nicht allein das Tun, sondern auch das Wollen zuvor anfingt im vorigen Jahr.
11Nun aber vollbringt auch das Tun, auf dass, gleichwie die Bereitwilligkeit des Wollens, so auch das Vollbringen [da sei] - aus dem, was ihr habt,
12denn wenn die Bereitwilligkeit vorhanden ist, ist einer wohlangenehm gemäß dem, was er haben mag, nicht gemäß dem, was er nicht hat;
13denn nicht, damit andere Erleichterung haben, ihr aber Bedrängnis, [sage ich dieses,] sondern aus [dem Anliegen] der Gleichheit:
14In der jetzigen Zeit kommt euer Überfluss dem Mangel jener zugute, auf dass auch jener Überfluss eurem Mangel zugute komme, auf welche Weise Gleichheit eintreten soll,
15so wie geschrieben ist: "Wer viel [sammelte], hatte nicht Überfluss, und wer wenig [sammelte], hatte nicht Mangel." {2Mo 16,18}
16Gott sei aber Dank*, der denselben Fleiß für euch4 gibt - im Herzen des Titus:
17Er begrüßte den Aufruf <und nahm ihn an>; zum anderen, da er so sehr fleißig war, kam er aus eigenem Antrieb zu euch.
18Zusammen mit ihm schickten wir aber den Bruder, dessen Lob in der guten Botschaft durch alle Gemeinden [verbreitet ist].
19Nicht allein [das], sondern er ist auch von den Gemeinden bestimmt worden als unser Mitreisender zusammen mit dieser Gnade5, die von uns bedient wird zur Verherrlichung des Herrn selbst und [zum Zeichen] eurer Bereitwilligkeit,
20wobei wir dieses [zu] vermeiden [suchen], dass jemand uns in üble Nachrede bringe6 bei dieser reichen Gabe, die von uns bedient wird7,
21[und] sind also vorsorglich für das, was edel ist, nicht nur vor dem Herrn, sondern auch vor den Menschen.
22Wir schickten zusammen mit ihnen unseren Bruder, der sich uns oft in vielen Dingen als fleißig erwies, sich jetzt aber als [noch] viel fleißiger [erwiesen hat] durch das große Vertrauen zu euch.
23Wenn es <nun> Titus betrifft: Er ist mein Mitteilhaber [im Dienst] und, in Bezug auf euch, ein Mitarbeiter, oder [wenn es] unsere Brüder betrifft: Sie sind Gesandte8 der Gemeinden, eine Herrlichkeit Christi.
24Liefert also den Beweis eurer Liebe und [für die Berechtigung] unseres Rühmens über euch vor ihnen und vor <den Augen> der Gemeinden;9

Fußnoten

  1. 1 d. h.: Gunsterweisung; o.: Liebeserweisung (denn Gnade ist ein Ausdruck der Liebe.)
  2. 2 d. h.: Beteiligung
  3. 3 d. h.: in dieser Liebesgabe
  4. 4 i. S. v.: denselben Eifer für euch [wie ich ihn habe]
  5. 5 d. h.: mit dieser Liebesgabe
  6. 6 o.: verdächtige
  7. 7 o.: bei diesem Ausmaß, das von uns besorgt wurde
  8. 8 Das ist dasselbe gr. Wort, das für "Apostel" gebraucht wird; Apostel sind eigtl. Gesandte.
  9. 9 eigtl.: Erbringt also ihnen gegenüber den Erweis eurer Liebe und unsers Rühmens über euch vor dem Angesicht der Gemeinden.