Altes Testament
Hohelied Kapitel 2
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Ich bin eine Narzisse von Scharon1, eine Lilie der Talebenen. -
2"Wie eine Lilie unter Dornen, so ist meine Freundin unter den Töchtern."
3Wie ein Apfelbaum unter den Bäumen des Waldes, so ist mein Geliebter unter den Söhnen. In seinem Schatten begehre ich zu sitzen, und süß ist seine Frucht meinem Gaumen. -
4Er hat mich ins Weinhaus gebracht, und sein Banner über mir ist Liebe2.
5Belebt3 mich mit Traubenkuchen! Erquickt mich mit Apfelfrüchten4 - denn ich bin krank vor Liebe!
6Seine Linke ist unter meinem Haupt, und seine Rechte herzt mich.
7Ich beschwöre euch, Töchter Jerusalems, bei den Gazellen oder bei den Hirschkühen des Feldes, dass ihr nicht weckt und nicht aufstört die Liebe, bis es ihr gefällt! -
8Horch! Mein Geliebter! Siehe! Da kommt er, springend über die Berge, hüpfend über die Hügel!
9Mein Geliebter gleicht einer Gazelle oder einem Jungen der Hirsche. Siehe! Da steht er hinter unserer [Haus]wand, schaut herein durch die Fenster, späht durch die Gitter.
10Mein Geliebter antwortet und er sagt zu mir: "Mache dich auf, meine Freundin, meine Schöne, und gehe vor dich hin5,
11denn - siehe! - vorbei ist der Winter, der Regen verging, verzog sich von selbst!
12Die Blüten zeigen sich im Lande, die Zeit des Singens6 ist gekommen. Und die Stimme der Turteltaube lässt sich hören in unserem Lande.
13Der Feigenbaum treibt7 seine Feigen8, die Weinreben stehen in Blüte, geben Duft. Mache dich auf, meine Freundin, meine Schöne, und komme hervor!"
14"Meine Taube in den Felsklüften, im Versteck der Felssteige, zeig mir deinen Anblick! Lass mich hören deine Stimme, denn deine Stimme ist süß und dein Anblick anmutig!"
15Fangt uns die Füchse, die kleinen Füchse! Weinberge verderben sie, und unsere Weinberge [stehen] in Blüte!
16Mein Geliebter ist mein, und ich bin sein, der unter den Lilien weidet.
17"Bis der Tag <kühl> weht und die Schatten entfliehen, wende dich her, mein Geliebter! Mache dich gleich einer Gazelle oder einem jungen Hirschen auf den zerklüfteten Bergen9."
2"Wie eine Lilie unter Dornen, so ist meine Freundin unter den Töchtern."
3Wie ein Apfelbaum unter den Bäumen des Waldes, so ist mein Geliebter unter den Söhnen. In seinem Schatten begehre ich zu sitzen, und süß ist seine Frucht meinem Gaumen. -
4Er hat mich ins Weinhaus gebracht, und sein Banner über mir ist Liebe2.
5Belebt3 mich mit Traubenkuchen! Erquickt mich mit Apfelfrüchten4 - denn ich bin krank vor Liebe!
6Seine Linke ist unter meinem Haupt, und seine Rechte herzt mich.
7Ich beschwöre euch, Töchter Jerusalems, bei den Gazellen oder bei den Hirschkühen des Feldes, dass ihr nicht weckt und nicht aufstört die Liebe, bis es ihr gefällt! -
8Horch! Mein Geliebter! Siehe! Da kommt er, springend über die Berge, hüpfend über die Hügel!
9Mein Geliebter gleicht einer Gazelle oder einem Jungen der Hirsche. Siehe! Da steht er hinter unserer [Haus]wand, schaut herein durch die Fenster, späht durch die Gitter.
10Mein Geliebter antwortet und er sagt zu mir: "Mache dich auf, meine Freundin, meine Schöne, und gehe vor dich hin5,
11denn - siehe! - vorbei ist der Winter, der Regen verging, verzog sich von selbst!
12Die Blüten zeigen sich im Lande, die Zeit des Singens6 ist gekommen. Und die Stimme der Turteltaube lässt sich hören in unserem Lande.
13Der Feigenbaum treibt7 seine Feigen8, die Weinreben stehen in Blüte, geben Duft. Mache dich auf, meine Freundin, meine Schöne, und komme hervor!"
14"Meine Taube in den Felsklüften, im Versteck der Felssteige, zeig mir deinen Anblick! Lass mich hören deine Stimme, denn deine Stimme ist süß und dein Anblick anmutig!"
15Fangt uns die Füchse, die kleinen Füchse! Weinberge verderben sie, und unsere Weinberge [stehen] in Blüte!
16Mein Geliebter ist mein, und ich bin sein, der unter den Lilien weidet.
17"Bis der Tag <kühl> weht und die Schatten entfliehen, wende dich her, mein Geliebter! Mache dich gleich einer Gazelle oder einem jungen Hirschen auf den zerklüfteten Bergen9."
Fußnoten
- 1 o.: eine Herbstzeitlose der Scharon-Ebene
- 2 heb. ahabah; gr. Üsg.: agapee; so a. 2,5.7; 3,5.10; 5,8; 7,7; 8,4.6.7.
- 3 und stärkt
- 4 Das Wort kann auch Früchte wie Zitronen, Orangen, Quitten bez.
- 5 o.: Gehe für dich; gehe im eigenen Interesse; so a. 2,13.
- 6 o.: des Beschneidens (der Reben u. a.)
- 7 und rötet
- 8 D. s. die im Winter angesetzten, im Frühjahr sich entwickelnden Frühfeigen.
- 9 o.: auf den Bergen von Beter. (D. i. eine Stadt südwestlich von Jerusalem.)