Altes Testament
Hohelied Kapitel 7
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1"Wende dich um! Wende dich um, Schulamith! Wende dich um! Wende dich um, dass wir dich schauen!" - "Was wollt ihr Schulamith anschauen wie beim Reigen von Mahanajim1?" -
2"Wie schön sind deine Tritte in den Schuhen, Fürstentochter! Die Biegungen deiner Hüften sind wie ein Halsgeschmeide, ein Werk2 der Hände des Kunsthandwerkers!
3Dein Schoß3 ist eine runde Schale. An Mischwein soll es ihr nie mangeln! Dein Leib4 ist ein Weizenhügel5, umzäunt mit Lilien.
4Deine beiden Brüste sind wie zwei Kitzlein, Zwillinge einer Gazelle.
5Dein Hals ist wie ein Turm aus Elfenbein, deine Augen [wie] die Teiche bei Heschbon, am Tor von Bat-Rabbim. Deine Nase ist wie der Libanon-Turm, der nach Damaskus hin schaut6.
6Dein Haupt auf dir ist wie der Karmel, das gelöste Haar7 deines Hauptes wie Purpur. Der8 König ist gefesselt durch die Locken!" -
7"Wie schön und wie wonnevoll9 [bist du], o Liebe, in den Wonnefreuden10!" -
8"Dieser dein Wuchs gleicht der Palme und deine Brüste den Trauben.
9Ich sagte: 'Ersteigen will ich die Palme11, ergreifen ihre Rispen.' Deine Brüste seien [mir] wie Trauben des Rebstocks und der Duft deines Gesichts12 wie Apfel[duft]
10und dein Gaumen wie Wein vom guten [Weinstock]" - "... der sanft eingeht in meinen Geliebten, der über die Lippen der Schlafenden gleitet."
11Ich bin meines Geliebten, und nach mir ist sein Verlangen! -
12"Komm, mein Geliebter! Lass uns aufs Feld hinausziehen, bei den Zyperblumen13 weilen14.
13Wir wollen uns früh aufmachen zu den Weinbergen, wollen sehen, ob der Weinstock treibt, ob die Weinblüte aufgegangen ist, ob die Granatapfelbäume blühen. Dort will ich meine Liebe*15 dir schenken. -
14Die Liebesäpfel16 geben Duft aus, an unseren Türen sind allerlei köstliche Früchte, neue und alte, die ich dir, mein Geliebter, aufbewahrt habe." -
2"Wie schön sind deine Tritte in den Schuhen, Fürstentochter! Die Biegungen deiner Hüften sind wie ein Halsgeschmeide, ein Werk2 der Hände des Kunsthandwerkers!
3Dein Schoß3 ist eine runde Schale. An Mischwein soll es ihr nie mangeln! Dein Leib4 ist ein Weizenhügel5, umzäunt mit Lilien.
4Deine beiden Brüste sind wie zwei Kitzlein, Zwillinge einer Gazelle.
5Dein Hals ist wie ein Turm aus Elfenbein, deine Augen [wie] die Teiche bei Heschbon, am Tor von Bat-Rabbim. Deine Nase ist wie der Libanon-Turm, der nach Damaskus hin schaut6.
6Dein Haupt auf dir ist wie der Karmel, das gelöste Haar7 deines Hauptes wie Purpur. Der8 König ist gefesselt durch die Locken!" -
7"Wie schön und wie wonnevoll9 [bist du], o Liebe, in den Wonnefreuden10!" -
8"Dieser dein Wuchs gleicht der Palme und deine Brüste den Trauben.
9Ich sagte: 'Ersteigen will ich die Palme11, ergreifen ihre Rispen.' Deine Brüste seien [mir] wie Trauben des Rebstocks und der Duft deines Gesichts12 wie Apfel[duft]
10und dein Gaumen wie Wein vom guten [Weinstock]" - "... der sanft eingeht in meinen Geliebten, der über die Lippen der Schlafenden gleitet."
11Ich bin meines Geliebten, und nach mir ist sein Verlangen! -
12"Komm, mein Geliebter! Lass uns aufs Feld hinausziehen, bei den Zyperblumen13 weilen14.
13Wir wollen uns früh aufmachen zu den Weinbergen, wollen sehen, ob der Weinstock treibt, ob die Weinblüte aufgegangen ist, ob die Granatapfelbäume blühen. Dort will ich meine Liebe*15 dir schenken. -
14Die Liebesäpfel16 geben Duft aus, an unseren Türen sind allerlei köstliche Früchte, neue und alte, die ich dir, mein Geliebter, aufbewahrt habe." -
Fußnoten
- 1 o.: Was seht ihr an der Schulamith? So etwas wie den Reigentanz der zwei Heerlager?
- 2 eigtl.: Gemachtes
- 3 o.: Nabel
- 4 eigtl.: Bauch; Mutterleib
- 5 i. S. v.: ein Hügel von aufgehäuften Weizenkörnern
- 6 eigtl.: der nach dem Antlitz von Damaskus späht.
- 7 o.: das herabhängende, wallende Haar
- 8 o.: Ein
- 9 und anziehend
- 10 o.: Liebe <voller> Wonnen
- 11 Gemeint ist die Dattelpalme.
- 12 w.: deiner Nase
- 13 Gemeint ist der Hennastrauch; seine Blumen wachsen traubenförmig und haben einen süßen Geruch.
- 14 o.: die Nacht zubringen
- 15 eigtl.: meine Liebeserweisungen
- 16 heb. dudajim; d. s. die Früchte der Alraune; vgl. 1Mo 30,14-19.