Neues Testament
Römer Kapitel 8
Die Bibel in deutscher Fassung (Jantzen-Jettel) · Oktober 2022
1Es ist dann nun gar keine Verurteilung für die, die in Christus Jesus sind, °die nicht nach dem Fleisch wandeln, sondern nach dem Geist°,
2denn das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus machte mich frei von dem Gesetz der Sünde und des Todes;
3denn was dem Gesetz nicht möglich war1 - es war ja schwach durch das Fleisch -, [das machte] Gott [möglich]: <Er> schickte seinen <eigenen> Sohn in der Ähnlichkeit2 des Fleisches der Sünde und <als das Opfer> für Sünde3 und verurteilte die Sünde im Fleisch,
4damit das Gerechte4 des Gesetzes in uns erfüllt werde, die wir nicht nach dem Fleisch wandeln, sondern nach dem Geist;
5denn die, die nach dem Fleisch sind, sinnen auf das5, was des Fleisches ist, aber die, die nach dem Geist sind, auf das, was des Geistes ist,
6denn das Sinnen des Fleisches ist Tod, (das Sinnen des Geistes aber Leben und Friede),
7weil nämlich das Sinnen des Fleisches Feindschaft gegen Gott ist, denn es ist dem Gesetz Gottes nicht untertänig, denn es vermag [das] auch gar nicht.
8Die, die im Fleisch sind, vermögen nicht, Gott zu gefallen.
9Ihr aber, ihr seid nicht im Fleisch, sondern im Geist, unter der Voraussetzung6, dass Gottes Geist in euch wohnt. Wenn aber jemand Christi Geist nicht hat, ist dieser nicht sein.
10Aber wenn Christus in euch ist, ist der Leib tot - wegen [der] Sünde -, andererseits der Geist Leben - wegen [der] Gerechtigkeit.
11Wenn aber der Geist dessen, der Jesus von den Toten erweckte, in euch wohnt, wird der, der Christus von den Toten erweckte, auch eure sterblichen Leiber zum Leben bringen7 wegen seines in euch wohnenden Geistes.
12Dann sind wir also, Brüder, Schuldner - nicht dem Fleisch, um nach dem Fleisch zu leben,
13denn wenn ihr nach dem Fleisch lebt, seid ihr im Begriff zu sterben. Wenn ihr aber <durch den> Geist die Handlungen des Leibes tötet, werdet ihr leben8,
14denn so viele von Gottes Geist geleitet werden, diese sind Söhne9 Gottes,
15denn ihr empfingt nicht einen Geist der leibeigenen Knechtschaft, [der] wiederum [Anlass] zur Furcht [gäbe], sondern ihr empfingt einen Geist der Sohnesstellung10, in welchem wir rufen: "Abba!" Vater!11
16Der Geist selbst gibt Zeugnis zusammen mit unserem Geist, dass wir Gottes Kinder sind.
17Sind wir aber Kinder, so sind wir auch Erben, ja, Erben Gottes und Miterben Christi, unter der Voraussetzung12, dass wir mitleiden, damit wir auch mitverherrlicht werden,
18denn ich rechne, dass die Leiden der jetzigen Zeit kein entsprechendes Gewicht13 haben [im Verhältnis] zu der kommenden Herrlichkeit, die uns14 enthüllt werden wird,
19denn das sehnsüchtige Harren der Schöpfung15 wartet sehnsüchtiglich auf die Enthüllung der Söhne Gottes,
20denn der Nichtigkeit wurde die Schöpfung unterstellt (nicht von sich aus, sondern durch den16, der sie unterstellte) auf Hoffnung,
21weil auch sie selbst, die Schöpfung, von der Versklavung an die Verderblichkeit frei gemacht werden wird in die Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes;
22denn wir wissen, dass die ganze Schöpfung zusammen seufzt und zusammen in Wehen liegt bis jetzt;
23aber nicht nur [das], sondern auch wir selbst, als solche, die wir die Erstlingsgabe, den Geist17, haben, auch wir selbst seufzen in uns selbst, während wir auf die Sohnesstellung warten, die Erlösung unseres Leibes,
24denn <auf> Hoffnung wurden wir gerettet. Aber eine Hoffnung, die man sieht, ist nicht Hoffnung, denn warum erhofft man noch, was man sieht?
25Wenn wir aber auf das hoffen, das wir nicht sehen, warten wir darauf mit Ausdauer.
26Aber ebenso auch nimmt sich der Geist unserer Schwachheiten mit an18, denn was wir beten sollten, gemäß dem, was erforderlich wäre, wissen wir nicht. Der Geist selbst jedoch verwendet sich für uns19 <in> ungesprochenen20 Seufzern21.
27Aber der, der die Herzen erforscht, weiß, was das Sinnen des Geistes ist, weil er sich Gott gemäß für die Heiligen verwendet.
28Wir wissen aber: Den Gott Liebenden wirkt alles zusammen zum Guten, denen, die nach einem Vorsatz Gerufene sind,
29weil er die, die er im Voraus kannte, auch im Voraus bestimmte, seinem Ebenbild, dem Sohn22, gleichgestaltet zu sein, sodass er Erstgeborener unter vielen Brüdern sei.
30Aber welche er im Voraus bestimmte, diese rief er auch, und welche er rief, diese rechtfertigte er auch. Aber welche er rechtfertigte, diese verherrlichte er auch.
31Was werden wir also zu diesem sagen? Wenn Gott für uns ist, wer gegen uns?
32Der sogar des eigenen Sohnes nicht schonte, sondern für uns alle ihn dahingab, wie wird er uns zusammen mit ihm nicht auch alles <in Gnade> schenken?
33Wer wird Anklage erheben gegen Erwählte Gottes? Gott [ist der], der rechtfertigt!
34Wer verurteilt? Christus [ist es], der starb; mehr, der auch erweckt wurde, der auch zur Rechten Gottes ist, der sich auch für uns verwendet.
35Was wird uns trennen von der Liebe des Christus? Bedrängnis oder Einengung oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert?
36- so wie geschrieben ist: "Deinetwegen werden wir getötet den ganzen Tag. Als Schlachtschafe wurden wir gerechnet." {Ps 44,23}
37In diesem allem jedoch sind wir überlegene Sieger durch den, der uns liebte!
38- denn ich bin überzeugt23, dass weder Tod noch Leben noch [himmlische] Boten noch Erstrangige noch Kräfte noch Gegenwärtiges noch Bevorstehendes
39noch Hohes noch Tiefes noch etwas sonstiges Erschaffenes uns wird trennen können von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.
2denn das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus machte mich frei von dem Gesetz der Sünde und des Todes;
3denn was dem Gesetz nicht möglich war1 - es war ja schwach durch das Fleisch -, [das machte] Gott [möglich]: <Er> schickte seinen <eigenen> Sohn in der Ähnlichkeit2 des Fleisches der Sünde und <als das Opfer> für Sünde3 und verurteilte die Sünde im Fleisch,
4damit das Gerechte4 des Gesetzes in uns erfüllt werde, die wir nicht nach dem Fleisch wandeln, sondern nach dem Geist;
5denn die, die nach dem Fleisch sind, sinnen auf das5, was des Fleisches ist, aber die, die nach dem Geist sind, auf das, was des Geistes ist,
6denn das Sinnen des Fleisches ist Tod, (das Sinnen des Geistes aber Leben und Friede),
7weil nämlich das Sinnen des Fleisches Feindschaft gegen Gott ist, denn es ist dem Gesetz Gottes nicht untertänig, denn es vermag [das] auch gar nicht.
8Die, die im Fleisch sind, vermögen nicht, Gott zu gefallen.
9Ihr aber, ihr seid nicht im Fleisch, sondern im Geist, unter der Voraussetzung6, dass Gottes Geist in euch wohnt. Wenn aber jemand Christi Geist nicht hat, ist dieser nicht sein.
10Aber wenn Christus in euch ist, ist der Leib tot - wegen [der] Sünde -, andererseits der Geist Leben - wegen [der] Gerechtigkeit.
11Wenn aber der Geist dessen, der Jesus von den Toten erweckte, in euch wohnt, wird der, der Christus von den Toten erweckte, auch eure sterblichen Leiber zum Leben bringen7 wegen seines in euch wohnenden Geistes.
12Dann sind wir also, Brüder, Schuldner - nicht dem Fleisch, um nach dem Fleisch zu leben,
13denn wenn ihr nach dem Fleisch lebt, seid ihr im Begriff zu sterben. Wenn ihr aber <durch den> Geist die Handlungen des Leibes tötet, werdet ihr leben8,
14denn so viele von Gottes Geist geleitet werden, diese sind Söhne9 Gottes,
15denn ihr empfingt nicht einen Geist der leibeigenen Knechtschaft, [der] wiederum [Anlass] zur Furcht [gäbe], sondern ihr empfingt einen Geist der Sohnesstellung10, in welchem wir rufen: "Abba!" Vater!11
16Der Geist selbst gibt Zeugnis zusammen mit unserem Geist, dass wir Gottes Kinder sind.
17Sind wir aber Kinder, so sind wir auch Erben, ja, Erben Gottes und Miterben Christi, unter der Voraussetzung12, dass wir mitleiden, damit wir auch mitverherrlicht werden,
18denn ich rechne, dass die Leiden der jetzigen Zeit kein entsprechendes Gewicht13 haben [im Verhältnis] zu der kommenden Herrlichkeit, die uns14 enthüllt werden wird,
19denn das sehnsüchtige Harren der Schöpfung15 wartet sehnsüchtiglich auf die Enthüllung der Söhne Gottes,
20denn der Nichtigkeit wurde die Schöpfung unterstellt (nicht von sich aus, sondern durch den16, der sie unterstellte) auf Hoffnung,
21weil auch sie selbst, die Schöpfung, von der Versklavung an die Verderblichkeit frei gemacht werden wird in die Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes;
22denn wir wissen, dass die ganze Schöpfung zusammen seufzt und zusammen in Wehen liegt bis jetzt;
23aber nicht nur [das], sondern auch wir selbst, als solche, die wir die Erstlingsgabe, den Geist17, haben, auch wir selbst seufzen in uns selbst, während wir auf die Sohnesstellung warten, die Erlösung unseres Leibes,
24denn <auf> Hoffnung wurden wir gerettet. Aber eine Hoffnung, die man sieht, ist nicht Hoffnung, denn warum erhofft man noch, was man sieht?
25Wenn wir aber auf das hoffen, das wir nicht sehen, warten wir darauf mit Ausdauer.
26Aber ebenso auch nimmt sich der Geist unserer Schwachheiten mit an18, denn was wir beten sollten, gemäß dem, was erforderlich wäre, wissen wir nicht. Der Geist selbst jedoch verwendet sich für uns19 <in> ungesprochenen20 Seufzern21.
27Aber der, der die Herzen erforscht, weiß, was das Sinnen des Geistes ist, weil er sich Gott gemäß für die Heiligen verwendet.
28Wir wissen aber: Den Gott Liebenden wirkt alles zusammen zum Guten, denen, die nach einem Vorsatz Gerufene sind,
29weil er die, die er im Voraus kannte, auch im Voraus bestimmte, seinem Ebenbild, dem Sohn22, gleichgestaltet zu sein, sodass er Erstgeborener unter vielen Brüdern sei.
30Aber welche er im Voraus bestimmte, diese rief er auch, und welche er rief, diese rechtfertigte er auch. Aber welche er rechtfertigte, diese verherrlichte er auch.
31Was werden wir also zu diesem sagen? Wenn Gott für uns ist, wer gegen uns?
32Der sogar des eigenen Sohnes nicht schonte, sondern für uns alle ihn dahingab, wie wird er uns zusammen mit ihm nicht auch alles <in Gnade> schenken?
33Wer wird Anklage erheben gegen Erwählte Gottes? Gott [ist der], der rechtfertigt!
34Wer verurteilt? Christus [ist es], der starb; mehr, der auch erweckt wurde, der auch zur Rechten Gottes ist, der sich auch für uns verwendet.
35Was wird uns trennen von der Liebe des Christus? Bedrängnis oder Einengung oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert?
36- so wie geschrieben ist: "Deinetwegen werden wir getötet den ganzen Tag. Als Schlachtschafe wurden wir gerechnet." {Ps 44,23}
37In diesem allem jedoch sind wir überlegene Sieger durch den, der uns liebte!
38- denn ich bin überzeugt23, dass weder Tod noch Leben noch [himmlische] Boten noch Erstrangige noch Kräfte noch Gegenwärtiges noch Bevorstehendes
39noch Hohes noch Tiefes noch etwas sonstiges Erschaffenes uns wird trennen können von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.
Fußnoten
- 1 w.: das Unmögliche des Gesetzes; o.: was das Gesetz nicht vermochte
- 2 o.: Gleichheit; das Wort im Gt. (homoiosünee) bedeutet nicht notwendigerweise "Gleichheit in allem". Was gemeint ist, muss jeweils aus dem Zusammenhang erschlossen werden.
- 3 Vgl. 3Mo 4,33; 14,19; 4Mo 8,8; Ps 40,7.
- 4 wohl i. S. v.: das geforderte Gerechte; o.: das gerechte Wesen
- 5 o.: richten die Gedanken auf das
- 6 Von der gr. Präposition eiper kann nicht ohne weiteres entnommen werden, ob die Bedingung, die folgt, erfüllt ist oder nicht. Dasselbe gilt für V. 17.
- 7 o.: lebend machen
- 8 o.: werdet ihr <dazu beitragen, dass ihr> lebt; so könnte man übersetzen, weil im Gt. das gr. Wort für "leben" in der Sichform steht.
- 9 Der Apostel gebraucht hier bewusst nicht das Wort "Kinder". Vgl. V. 15; Gal 4,1-7 u. Anm. zu Röm 8,15.
- 10 Das Wort darf nicht mit Adoption verwechselt werden; es bedeutet Einsetzung in die Vorrechte und in die Verantwortung eines erwachsenen Sohnes im Unterschied zu der Stellung des unreifen bzw. unerwachsenen Sohnes, die der eines Sklaven ähnlich war; vgl. Gal 4,1ff.
- 11 "Abba!" [Das heißt:] "Vater!"
- 12 S. zu V. 9.
- 13 o.: keinen entsprechenden Wert
- 14 Das Gr. hat hier eine Präposition ("zu"), die jedoch im Dt. nicht notwendig ist. Umgekehrt kann es vorkommen, dass im Dt. in manchem Fall eine Präposition notwendig ist, wo das Gr. keine hat.
- 15 evtl.: der (menschlichen) Kreatur (Mk 16,15)
- 16 d. h.: es ist dem zuzuschreiben
- 17 Der Wesfall im Gt. "die Erstlingsgabe des Geistes" muss hier wohl im Sinne der Gleichsetzung verstanden werden.
- 18 d. h.: nimmt sich der Geist <an unserer Statt> unserer Schwachheiten mit an
- 19 o.: setzt sich zu unseren Gunsten für uns ein; so auch in V. 27.
- 20 o.: <mit> ungesprochenen (evtl. a.: unaussprechbaren)
- 21 die möglicherweise der Geist Gottes in den Herzen (V. 27), in denen er wohnt, bewirkt, wenn er sich in den Gläubigen für sie verwendet (o. einsetzt).
- 22 Der Wesfall im Gt. "dem Ebenbild seines Sohnes" ist wohl i. S. d. Gleichsetzung zu verstehen.
- 23 Das gr. Perfekt bedeutet: ich bin überzeugt worden und bin nun überzeugt; d. h., ich bin zu der Überzeugung gekommen.